[Tipp des Tages] Schwarz, böse und sehr komisch: „Guilt“ auf arte

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Video-Link: https://youtu.be/2nwyKe-8VxI

Die meisten Katastrophen beginnen als gute Idee: Auch die Brüder Max und Jake halten es für einen genialen Einfall, einen tödlichen Verkehrsunfall zu vertuschen, anstatt die Polizei zu alarmieren. Sie setzen also das Unfallopfer, den Rentner Walter, in seinen Fernsehsessel und hoffen, dass er als „friedlich verstorben“ durchgeht. Und dann geht die Party los. Die beiden Brüder haben so eine Kette von Verwicklungen und Verdächtigungen ausgelöst, in der ein Dominostein säuberlich den nächsten zum Umfallen bringt: binnen kürzester Frist kämpfen die Brüder ums nackte Überleben. Das ist mordsspannend, das enthält jede Menge schwarzen Humor, das ist gemein bis böse und streckenweise saukomisch, das ist ein Vierteiler, wie ihn die Briten immer noch am Besten hinkriegen. „Guilt“ ist eine von der schottischen BBC produzierte Serie, die vier Folgen der ersten Staffel laufen heute ab 22 Uhr 05 auf arte. In der arte-mediathek sind sie natürlich auch zu besichtigen.

[Streaming-Tipp] Die Rückkehr des Rückkehrers – neue „Lupin“-Folgen auf Netflix

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Video-Link: https://youtu.be/M1Egiqwir70

Als „Die Rückkehr des Gentleman-Ganoven“ hab ich Anfang des Jahres die ersten Folgen der genialen Netflix-Serie mit Omar Sy bejubelt. Der Katzenjammer folgte auf dem Fuß, als ich feststellte, dass die Geschichte einfach mittendrin (auch noch mit einem Cliffhanger) aufhörte. Frust! Frust, der fast ein halbes Jahr lang anhielt. Bis letzten Freitag. Seitdem stehen die neuen Folgen online. Der Gentleman-Ganove ist endlich nochmal zurückgekehrt!

[Tipp der Woche] Cool, lässig, witzig – „Hap und Leonard“ als Bücher und als Serie

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Video-Link: https://youtu.be/axBe1-DBoNo

Letzte Woche hat mich ein Kumpel gefragt, wie ich „Hap und Leonard“ finde? Als ich „Hap und wer? Nie gehört.“ antwortete, guckte er mich an, als wäre ich ein ziemlich ekliges Insekt, das die letzten Jahrzehnte im Tiefschlaf unter einem Stein verbracht hat. Das fand ich ein bisschen übertrieben, bis ich dann am Wochenende angefangen hab, den ersten Roman mit Hap und Leonard von Joe R. Lansdale zu lesen und in die nach den Büchern gedrehte Serie auf amazon prime reingeschaut hab. Meine Herren, was hab ich denn da verpasst? Hap ist ein stoischer Kriegsdienstverweigerer, Leonard ein schwuler, schwarzer Vietnam-Veteran und beide versuchen irgendwie, sich in den 80er Jahren in Texas durchs Leben zu schlagen. Dabei geraten Sie ständig in Schwierigkeiten, denen sie mit professioneller Expertise, ordentlich Action und jeder Menge dummer Sprüche begegnen, es ist einfach die reine Freude, die Abenteuer der beiden nachzulesen (10 Bände umfasst die Reihe mittlerweile) bzw. die nach den Romanen gedrehte Serie auf amazon prime (3 Staffeln bisher) anzuschauen. Wer nach kerniger Unterhaltung mit Action und Humor sucht, sit bei Hap und Leonard goldrichtig. Und muss sich dann nicht mehr von einem Kumpel so mitleidig anschauen lassen.

[Tipp der Woche] Die Fragen der Zeit – die Ausnahme-Serie „Years and Years“

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Video-Link: https://youtu.be/15lTaSK3xps

Manchmal hilft einem der Zufall weiter: letzten Freitag wollte ich schnell noch herausfinden, ob Lindner tatsächlich so einen Unfug erzählt hat und hab deshalb in der ZDF-Mediathek nach einem Talkshow-Schnipsel geschaut, da fiel mir die britische Serie „Years and Years“ auf. Klang ganz interessant, hab mal reingeschaut… und dann alle sechs Folgen übers Wochenende durchgebingt. Meine Herren, ist das spannend, es geht um die Familie Lyons aus Manchester und das, was das Leben in den nächsten 15 Jahren mit diesen Menschen macht. Und es ist kein sonderlich schönes Leben: in der fiktiven nahen Zukunft dieser Serie hat Donald Trump in 2020 die Wahl gewonnen und lässt gegen Ende seiner zweiten Amtszeit eine Atomrakete auf eine chinesische  Militärbasis abschießen. Die Welt wird zum Chaos, und dieses Chaos nutzt die rechtspopulistische Politikerin Viv Brook (sensationell von Emma Thompson gespielt) aus, um Premierministerin zu werden und aus Großbritannien einen autoritären Alptraumstaat zu machen. Mehr will ich nicht verraten, nur soviel sei gesagt: Das, was die Familie Lyons in diesen 15 Jahren erlebt ist wild, bizaar, schrecklich, schön und jederzeit mordsaufregend. „Years and Years“ erzählt nicht nur spannende Geschichten, die Serie stellt auch Fragen zur Zeit, über die sich nachzudenken lohnt. Ein Muss.
Die Serie steht noch bis zum 15.3. d.J. i nder ZDF Mediathek, wo man sie gratis anschauen kann. Danach muss man auf Streamingdienste oder DVD/Blu-ray zurückgreifen-

[Tipp der Woche] Es ist noch lange nicht vorbei – „Cobra Kai“ auf Netflix

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Video-Link: https://youtu.be/Xe45mmev65o

Normalerweise hab ich’s nicht so mit Fortsetzungen. Wenn eine Geschichte rund und stimmig ist, dann ist es meinethalben vollkommen okay, dass sie nicht weitergeht. Die meisten Fortsetzungen erzählen sowieso nur die gleiche Geschichte in neuen Kulissen und mit neuen Personen. Der erste „Karate Kid“-Film aus 1984 ist so ein Fall: prima Geschichte, schlüssiges Ende, fertig. Die beiden Fortsetzungen waren überflüssig wie ein Kropf und kamen nicht annähernd an den ersten Streifen an. Als ich vor zwei Jahren erfuhr, dass Sie eine Fortsetzung des ersten Films als Serie drehen, die 35 später spielt, hab ich abgewinkt. Was soll das, bitteschön, werden?

Nun, tatsächlich eine der besten TV-Serien des 21. Jahrhunderts, wie ich jetzt zugeben muss, nachdem ich mir die ersten beiden Staffeln von „Cobra Kai“ im Eiltempo auf Netflix reingezogen habe. 30 Jahre nach dem schicksalhaften Kampf, in dem Daniel LaRusso Johnny Lawrence mit dem „Kranich“ besiegt hat, hat sich einiges geändert – und vieles nicht. Aus Daniel ist ein aalglatter, sehr erfolgreicher Geschäftsmann geworden, der ein riesiges Autohaus leitet, Johnny schlägt sich als Hilfsarbeiter durch und steht vor den Trümmern seines verpfuschten Lebens. Eine zufällige Begegnung mit dem jungen Miguel, der von ein paar Bullies gemobbt wird, inspiriert Johnny, den „Cobra Kai“-Dojo wieder aufzumachen und Jugendlichen Karate beizubringen. Als Daniel davon erfährt, rastet er aus. „Cobra Kai“ ist für ihn immer noch ein rotes Tuch. Erst versucht er, Johnny zu sabotieren. Als das scheitert, macht er den Myagi-Dojo wieder auf und konkurriert mit Johnny um die Gunst der Jugendlichen – und der eigenen Kinder… Mehr mag ich nicht verraten, da es ein paar wirklich überraschende Wendungen gibt und auch ein paar alte Bekannte aus dem Film wieder auftauchen. Das Ralph Macchio und William Zabka ihre Rollen aus dem Film wieder aufgenommen haben, verleiht der Geschichte eine tolle Authentizität. Und die beiden sind wirklich tolle Schauspieler, denen es gelingt, die Balance zwischen Tragödie und Komödie zu halten. Das ganze ist eine tolle, fesselnde Männer-Geschichte, mal traurig, oft sehr komisch und durchaus zum Nachdenken anregend.

[Tipp zu Weihnachten] Edel-Fantasy in Serie: „Jonathan Strange & Mr. Norrell“

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Video-Link: https://youtu.be/gXv9Ozt0thE

Die Weihnachtswoche hat begonnen, da stellt man gern den Plätzchen-Teller neben die Fernbedienung und legt die Füße hoch, um sich Qualitätsunterhaltung aus der Glotze zu gönnen. Unser TV-Tipp für die Feiertage ist die edel produzierte Fantasy-Serie „Jonathan Strange & Mr. Norrell„. Auch diejenigen, die bei Fantasy lange Zähne machen, weil ihnen Elfen und Orks zu den Ohren rauskommen, sollten der BBC-Serie eine Chance geben, denn sie hat mit der üblichen Schwertschwingerei des Genres nichts zu tun. Die Geschichte spielt während der Napoleonischen Kriege unter Männern, die Magie einsetzen, um England zum Sieg zu verhelfen. Mann kann die Serie am 1. und 2. Feiertag ab 20 Uhr 15 auf Tele 5 komplett anschauen, viel Spaß!

[Tipp der Woche] Wir ziehen weiter! – „Rawhide“ komplett auf 59 DVDs

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Video-Link: https://youtu.be/V3LeEeD6Ulc

„Wir ziehen weiter!“ war 1965/66 auf deutschen Schulhöfen ein geflügeltes Wort. Mit diesem Ruf hörte nämlich jede Folge der damals immens populären Westernserie „Cowboys“ (wurde in den 90ern unter dem Titel „Tausend Meilen Staub“ auf ProSieben versendet, Originaltitel war „Rawhide“). Die Serie erzählt von den Abenteuern, die eine Gruppe von Cowboys auf einem (ziemlich endlosen) Viehtreck erleben, und machte aus Clint Eastwood einen Star. Damals, von 59 bis 65, war die Serie Kult. Nur vier Western-Serien liefen länger (Wagon Train, Die Leute von der Shiloh Ranch, Bonanza) liefen länger, und das hatte 5 gute Gründe.
1. Clint Eastwood
2. Die meisten Episoden waren wirklich steinstark (kann man auch heute noch gut anschauen.
3. Der Titelsong „Rawhide“ der schon vor der obercoolen Version der Blues Brothers unsterblich war
4. Beinahe jeder prominente Western- oder Action-Star der 60er und 70er Jahre hat in der Serie mal eine Nebenrolle gespielt.
5. Clint Eastwood
Am 5. Dezember kommt die komplette Serie in einer Box mit 59 DVDs auf den Markt. Wer ein Weihnachtsgeschenk für einen Western-Nostalgiker sucht, liegt total richtig. Wenn ihr euch nicht sicher seid, ob dem die Serie gefallen wird, ruft einfach „Wir ziehen weiter!“. Wenn er feuchte Augen kriegt, werdet ihr mit der Serie einen Volltreffer landen.

[Tipp des Tages] Goodbye, Birmingham – das Staffelfinale von Peaky Blinders auf arte.

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Video-Link: https://youtu.be/Ruyl8_PT_y8

Sind sie da, sind sie auch schon wieder weg. Die Staffeln der britischen Kult-Gangster-Serie „Peaky Blinders“ sind kurz. NAch fünf bis sechs Folgen kommt auch schon der Cliffhanger für die nächste Staffel. Den kann man heute Abend auf arte anschauen: Vor einer Woche liefen hier die ersten Folgen der neuesten Staffel. Heute ist schon (vorläufig) Schluss. Dann bleiben noch Staffel 6 und 7, bevor es mit den Shelbys endgültig zu Ende geht.

[Tipp der Woche] Die Shelbys kommen zurück – die 5. Staffel von „Peaky Blinders“ auf arte

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Fans haben lange darauf gewartet, jetzt ist es soweit: die 5. Staffel der britischen Gangster-Epos-Serie „Peaky Blinders“ kommt ins Free-TV. Vor 6 Jahren, 2013 hatte die 1. Staffel TV-Premiere, und seitdem folgen wir den Geschicken der Shelby-Familie, die nach dem 1. Weltkrieg begonnen hat, in Birmingham ein Gangster-Imperium aufzubauen, ihr Territorium verteidigt, expandiert, Rück- und Schicksalsschläge hinnehmen muss und einen immer wieder mit überraschenden Wendungen aus dem Fernsehsessel haut1. Steinstarke Bilder, ordentlich Action und jede Menge Emotionen gibt’s auch in Staffel 5 wieder, wie man am Trailer sieht. Und natürlich gibt’s wieder jede Menge Bezüge zur historischen und aktuellen Politik: In der neuen Staffel kommen Toimmy Shelby und Oswald Mosley, der Anführer der britischen Faschisten sich näher… Großes Kino im TV! Die ersten drei Staffeln sind am Donnerstag ab 20 Uhr 15 auf arte zu sehen, den Rest gibt’s eine Woche später.

Tipp des Tages: Prost, Whiskey Cavalier!

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Video-Link: https://youtu.be/dp1A4Zl4CLY

Letzte Woche habe ich zufällig in die erste Folge der Agenten-Action-Comedy „Whiskey Cavalier“ reingezappt und bin hängen geblieben. Top-FBI-Agent mit Liebeskummer bildet wider willen ein Team mit extrem tougher CIA-Agentin – nuja, das ist alles andere als neu und überraschend, aber es ist ordentlich gemacht, die Action stimmt und die erste Folge hatte ordentlich Tempo und Schmackes. Leider waren wohl die Quoten in den USA nicht so doll, die Serie wurde nicht verlängert, und auch hierzulande haben nicht allzuviele Leute die erste Folge gesehen. Könnte also sein, dass der „Whiskey Cavalier“ bald in der Versenkung verschwindet. Deshalb schaut ruhig mal heute Abend um 20 Uhr 15 auf Sat1 rein. Macht Spaß.