[Sommertipp] Bambi und Trinity in der Oberlausitz

Man kann sagen was man will, Sommertheater, Freilichtthetaer, das hat schon was. Man muss sich nicht in die dunkle Decke werfen und keinen Kulturstrick um den Hals binden, lässige Freizeitkleidung genügt. Das Catering ist in der Regel auch eher ungezwungen, Bratwurst und Nackensteak statt Häppchen, lecker Pils statt Sektplörre. Wenn jetzt auch noch die Action auf der Bühne stimmt, dann ist der Sommerspaß beinahe nicht mehr zu toppen. Und tatsächlich kann ich euch so eine Sommertheater-Empfehlung geben. Denn in der Waldbühne Jonsdorf geht tasächlich die Post ab, da bekommt man nicht das übliche Karl-May-Gedöns zu sehen, sondern eine Bühnenbearbeitung von „4 Fäuste für ein Halleluja“. weiterlesen…

[Tipp der Woche] „Yesterday“ – Danny Boyles neuer Film kommt ins Kino

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Video-Link: https://youtu.be/SXuvKG1Jnjc

Am Donnerstag ist es soweit – endlich kommt ein neuer Film von Kult-Regisseur Danny Boyle ins Kino, und „Yesterday“ hat das Zeug zum Sommerhit. Jack Malik, ein frustrierter, erfolgloser Musiker, gerät in ein Parallel-Universum, in dem die BEatles nicht existiert haben. Und Malik wird mit Beatles-Songs zum Superstar, weil aller denken, dass er diese genialen Songs geschrieben hat… Das ist – nicht nur für Beatles-Fans – ein Riesenspaß, das ist – wie man es von Boyle gewohnt ist – sehr clever gemacht und der Soundtrack – logisch – spielt in einer ganz eigenen Liga. Sympathisches Sommerkino, für das man gern den Biergartenstuhl mit dem Kinosessel tauscht.

[Wochenendtipp] Film-Trip in den Dschungel von Neuseeland

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Video-Link: https://youtu.be/OHKhw5wO7CM

Wo die wilden Menschen jagen“ ist ein Abenteuerfilm wie er sein soll: kernig, spannend und saukomisch. Bella und Hector adoptieren Ricky, einen rebellischen Jungen, den man neudeutsch als „Problemkind“ bezeichnet. Die Sache läuft ganz ordentlich, bis Bella plötzlich stirbt. Als das Jugendamt Ricky abholen will, verdünnisiert sich der in den Dschungel. Hector geht ihm nach, und bald machen beinahe sämtliche Ordnungshüter Neuseelands Jagd auf die beiden. Da geht die Post ab, ein gewisser John Rambo lässt grüßen.

Regisseur Taika Waititi („5 Zimmer, Küche, Sarg“) lässt es ordentlich krachen, sorgt dafür, dass das Sentiment nicht die Oberhand gewinnt und liefert richtig pralle Abenteuer-Unterhaltung ab. Und wer den Film gesehen hat, sieht „Deadpool 2“ mit ganz neuen Augen, meint der Mann, der uns diesen Film ans Herz gelegt hat, Robert Hill. Am Sonnabend um 20 Uhr 15 auf Tele5.

[Tipp des Tages] Lob der Faulheit – „Alexander der Lebenskünstler“ auf arte

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Video-Link: https://youtu.be/J4Cc4k_oRPI

Alexander, der Lebenskünstler“ ist ein Film, den man nicht so schnell vergisst. Pardon, korrigiere mich, das ist ein Film, den man, wenn man ihn einmal gesehen hat, gar nicht mehr vergessen kann. Weil die Szenen, die Bilder, die One-Liner dieser stellenweise brüllkomischen, stellenweise ganz leisen Komödie immer wieder zu einem zurückkommen. Landwirt Alexander, brillant gespielt von Philippe Noiret, leidet unter seiner drakonischen Frau, die ihn kujoniert, wo sie nur kann und ständig zu noch härterer Arbeit antreibt. Als dieser Drachen bei einem Autounfall den Löffel abgibt, beschließt Alexander, fortan gar nix mehr zu machen und einfach faul im Bett zu bleiben. Dieses Konzept ist für einige von Alexanders Mitbürgern sehr überzeugend, für andere wiederum gar nicht…

„Alexander“ macht wirklich Spaß, und ist übrigens einer der Lieblings-Filme von Robert Hill. Heute Abend um 20 Uhr 15 auf arte.

[Tipp der Woche] Oscar für Toni? – die Fußball-Doku „Kroos“

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Video-Link: https://youtu.be/EMc72aq69uQ

Ich gestehe: als Freund des Fußballsports und als Fan der deutschen Nationalmannschaft pflege ich ein durchaus distanziertes Verhältnis zu Toni Kroos. Trotzdem möchte ich euch diese Woche unbedingt ins Kino schicken, um euch eine Doku über diesen Mann anzuschauen… weiterlesen…

[Geheimtipp des Tages] Klasse-Krimi mit Hardy und Gandolfini – The Drop

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Video-Link: https://youtu.be/PL9DsadTmdo

Heute Nacht könnt ihr einen tollen Film entdecken, wenn ihr um 22 Uhr 30 Tele 5 einschaltet (oder programmiert die Festplattenrekorder). Da läuft „The Drop„, ein toller, sehr atmosphärischer Krimi mit Tom Hardy und James Gandolfini. Es geht um Bars, Gangster, Überfälle, Untersuchungen, Männer, Freundschaft, Loyalität… Ganz toller Film. Hardy und Gandolfini sind grandios. Keine Ahnung, warum der Film mehr oder weniger untergegangen ist, als er 2014 heraus gekommen ist. Danke für den Hinweis, Robert!

[Tipp der Woche] Männer im Krieg – ganz nah

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Video-Link: https://youtu.be/IrabKK9Bhds

Ausnahme-Regisseur Peter Jackson (u. a.  „Herr der Ringe“) hat etwas selbst für seine Maßstäbe außergewöhnliches getan. Er hat historisches Filmmaterial des britischen Kriegs-Museums aus dem ersten Weltkrieg genommen, es restauriert, modernisiert, coloriert und 3disiert. Das Ergebnis ist „They shall not grow old„, ein Dokumentarfilm über den 1. Weltkrieg, der sprachlos macht. Denn wir sehen diese Männer, die im 1. Weltkrieg kämpfen mussten, nicht mehr aus historisch verruckelter, tonloser Schwarz-Weiß-Distanz, nein, diese Männer in den Schützengräben wirken plötzlich wie Zeitgenossen, wie Menschen im Hier und Heute, nicht wie hundert Jahre alte Pappkameraden. Und das bringt uns diesen Weltkrieg verdammt nahe, und damit die schmerzliche Erkenntnis, dass sich die Geschichte durchaus wiederholen kann. Dass Frieden keine Selbstverständlichkeit ist. Der Film ist keine trockene Geschichtsstunde, sondern eine emotionale Erfahrung. Und zwar eine wichtige. Am Donnerstag läuft er in einigen Kinos an.

Mit den Jungs im Boot

Eins vorweg: Ich hab mit Rudern nix am Hut. Merkwürdiger Sport. Man hockt in einer Nusschale, rührt das Wasser um, nach spätestens einer Minute drohen die Muskeln mit Kater und das Ganze auch noch ohne Ball… sowas muss doch nicht sein. Trotzdem hab ich gerade ein Buch gelesen, Quatsch, geradezu verschlungen, das sich beinahe ausschließlich ums Rudern dreht. “Das Wunder von Berlin” erzählt nämlich die Geschichte der amerikanischen Rudermannschaft, die 1936 bei den Nazi-Spielen in Berlin die Goldmedaille gewonnen hat.

Ich kann mich nicht erinnern, jemals ein Buch gelesen zu haben, dass dermaßen tief in eine Sportart eintaucht, tatsächlich bis zum Kern vordringt und dem Leser diese Quintessenz dieses Sports derart anschaulich vorträgt. weiterlesen…

[Kino-Tipp des Tages] Greenbook – preisgekrönte Männerfreundschaft

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Heute startet „Greenbook: eine besondere Freundschaft“ in den Kinos, der Film, der bei der diesjährigen Oscar-Verleihung zum besten Film des Jahres gewählt wurde. Als die Entscheidung bekannt gegeben wurde, gab es ordentlich Gegenwind, vor allen Dingen aus der überkorrekten Ecke: der Film wäre nicht divers genug, politisch fehlt da dies und weltanschaulich das und überhaupt… Man sollte das nicht zu hoch hängen. Der Film erzählt, wie ein schwarzer Konzertpianist in den 60er Jahren von einem weißen Working-Class-Amerikaner auf einer Konzertreise durch die schwerst rassistischen Südstaaten der USA chauffiert wird, und wie sich zwischen diesen Männern eine Freundschaft entwickelt. „Greenbook“ ist ein Feelgood-Movie, das nicht mehr als unterhalten will. Was ist dagegen zu sagen? Nix. Kauft euch ’ne Karte, ihr werdet euren Spaß haben.

[Tipp zum Wochenende] Sizilianische Familienbande, Hanks-Abend

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Freunde des gepflegten Spannungskinos können sich freuen: am Wochenende zeigt Servus TV am Sonnanbend Abend um 21 Uhr 55 „Der Clan der Sizilianer„, eine im typischen 60er Jahre-Stil gedrehter Mix aus Heist-Movie und Gangster-Film, einen der am besten besetzten französischen Filme überhaupt: zusammen auf der Leinwand bzw. auf dem Bildschirm sind Alain Delon, Lino Ventura und Jean Gabin. Drei solche Schauspielgiganten auf einmal – das ist ein großes Versprechen, dass der Film brillant einlöst. Wer ihn noch nicht kennt: unbedingt anschauen! Wer ihn schon kennt: wieder anschauen!

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