[Tipp der Woche] Clint und Jeff lassen es krachen – „Die Letzten beißen die Hunde“ im TV

In den 70er Jahren wurde Clint Eastwood vom Star zum Superstar. Kein Wunder, in dieser Zeit hat er einen Satz herausragender Filme rausgebracht. Western wie „Ein Fremder ohne Namen“, die Dirty-Harry-Cop-Thriller, die „San Fernando“-Komödien – es ist schlichtweg ein Wahnsinn, was dem Mann in dieser Zeit alles gelungen ist. Ein Film ragt allerdings aus dieser Epoche heraus. „Die Letzen beißen die Hunde (Thunderbolt and Lightfoort)“ ist für mich DER ikonische Eastwood-Film der 70er. „Thunderbolt and Lightfoot“, wie der Film im Original heißt, ist eine mutige, kaltschnäuzige Mischung aus Action-Thriller, Heist-Movie und Buddy-Komödie. Man wird knapp zwei Stunden lang bestens unterhalten, sieht Kino-Archetypen, die gleich wieder gebrochen werden, genießt kernige Action, furztrockene Dialoge und – das unterschätzt man ja gern bei Action-Filmen – absolut herausragende Schauspielerei. Dass es dem jungen, entfesselnd aufspielenden Jeff Bridges nicht gelingt, seinen Mitstreitern den Arsch abzuspielen, sondern dass Eastwood, Kennedy und Lewis mit gelassener Lakonie erfoglreich dagegenhalten ist eins der Erfolgsgeheimnisse des Films, dessen Regisseur übrigens Michael Cimino heißt. Auch kein kleines Licht am Filmhimmel. Wer den Film noch nicht kennt, MUSS ihn anschauen, alle anderen können sich ein Wiedersehen gönnen. Am Freitag vor Pfingsten, um 22 Uhr 25 auf 3sat.

[Tipp der Woche] Messer raus! – „Knives Out“ auf Blu-ray

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Video-Link: https://youtu.be/x8lep-IErac

Bis Ende letzten Jahres war das Whodunit-Genre1 mausetot. Action-Thriller und Co. hatten der Agatha-Christie-Mörderjagd anscheinend komplett den Garaus gemacht, sowas wollte man nur noch in Miss-Marple-Wiederholungen auf Nischensendern angucken. Doch dann kam „Knives Out“ und defibrillierte die togeglaubte Täterhatz in spektakulärer Weise. Zutaten? Ein exquisiter Cast (angeführt von einem brillanten Daniel Craig), ein fintenreiches Drehbuch, dass sich selbst nicht allzu Ernst nimmt und ein paar überraschend neuartige Ideen parat hat2 und eine gediegene, für gute Laune sorgende Regie haben für einen Kassenerfolg gesorgt. Vollkommen zurecht, der Film macht einfach Spaß, ohne übermäßig nostalgisch zu sein. Am Freitag erscheint die der Film – mit Extras gespickt3 auf Blu-ray.

[Tipp der Woche]Spannend, verstörend, umstritten – „Oldboy“ auf Blu-ray

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Video-Link: https://youtu.be/bYmHA4pB63w

Der Geschäftsmann Oh Dae-su wird – am Geburtstag seiner Tochter – entführt und in einem fensterlosen Zimmer gefangen gehalten, in dem sich nichts als ein Fernseher befindet. 15 Jahre lang wird er dort festgehalten, ohne zu erfahren, warum. Ohne zu erfahren, von wem. Dann wird er plötzlich freigelassen und versucht, herauszufinden, wer ihm das angetan hat. Und warum

Oldboy“ ist vermutlich der verstörendste Rache-Thriller aller Zeiten. Die Prämisse der Story wird einem als beängstigend plausibel verkauft, man fiebert mit dem Protagonisten mit, um zu erfahren, was hinter dem ganzen steckt. An der Auflösung der Geschichte scheiden sich die Geister. Die einen finden Sie genial, die anderen bezeichnen sie als gekünstelt und enttäuschend. Wie man zu dem Ende auch steht, der Film ist mordsspannend, un die Bilder, mit denen Regisseur Chan-wook Park die Geschichte erzählt, brennen sich einem förmlich in die Augen. 2013 ab’s ein US-Remake mit Josh Brolin, das Original, das am kommenden Donnerstag auf Blu-ray erscheint, bleibt unerreicht.

[Tipp der Woche] Hucks Traum vom Wrestler – „The Peanut Butter Falcon“ auf Blu-ray

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Video-Link: https://youtu.be/2xEyuLodfTA

Hast du als Junge mit roten Ohren mehrmals „Huckleberry Finn“ gelesen? Und warst im letzten Dezember nicht im Kino, um „The Peanut Butter Falcon“ anzuschauen? Dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um die Blu-ray dieses wunderbaren modernen Abenteuerfilms zu ordern, die diese Woche in den Handel kommt.
Der junge Zac (Zack Gottsagen) leidet am Down-Syndrom und träumt davon, Profi-Wrestler zu werden. Er reißt aus dem Heim aus, um auf eine Profi-Wrestlign-Schule zu gehen, die er aus der TV-Werbung kennt. Auf der Flucht lernt er den Klein-Gangster Tyler (Shia LaBoeuf) kennen, der ihn widerwillig unter seine Fittiche nimmt. Die beiden absolvieren gemeinsam eine ODyssee durch die USA; wie seinerzeit Huck und Jim.
Die Parallelen zu Mark Twains Jahrhundertroman sind offensichtlich, der Film bedient offensiv dieses Mississippi-Feeling. Die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern ist sensationell, die Story hat alles, was eine moderne Abenteuer-Story braucht: Action, Humor, Spannung und eine gehörige Portion Sentiment. In einem übertrifft der Film das Twainsche Vorbild sogar1Was allerdings nicht sonderlich schwierig war2: Das Ende ist viel besser.

[Tipp des Tages] Suspense on a Train – „Last Passenger“ auf Tele 5

Falls ihr heute Abend zuhause seid1, macht ihr überhaupt nix falsch, wenn ihr um 20 Uhr 15 auf der Fernebdienung den Knopf für Tele 5 drückt. Denn da läuft „Last Passenger – Zug ins Ungewisse„, eine B-Moive-Perle aus Großbritannien. Die Story ist einfach: Dr. Lewis Shaler ist mit seinem Sohn im Zug unterwegs und stellt fest, dass der Lokführer die Bremsen sabotiert hat, um mit einem Zugunglück Selbstmord zu begehen. Das versucht Dr. Shaler natürlich zu verhindern… Okay, dieser Plot ist nicht unbedingt neu und ziemlich vorhersehbar ist er auch. Aber dieses für ganz kleiens Geld gedrehte B-Movie hat Charme, Tempo und ist mordsspannend. Wenn ihr den Film noch nicht kennt, gibt’s keinen Grund, Tele 5 nicht einzuschalten.

[Tipp der Woche] Der wahre Rocky heißt Chuck – Biopic über Rocky Balboas Vorbild

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Video-Link: https://youtu.be/PtPRaZhaKXA

Der Name Chuck Wepner sagt nur noch echten Box-Experten etwas. Die wissen (vielleicht), dass Wepner vor 50 Jahren ein eher durchschnittlicher Schwergewichts-Profi war. Überdurchschnittlich waren hingegen seine Nehmerqualitäten, die er einmal gegen Muhammad Ali unter Beweis stellen konnte, gegen den er 1975 sagenhafte 14 Runden durchhielt, bis Ali ihn in der 15. endlich auf die Bretter schickte. Diesen Fight hat auch der damals vollkommen unbekannte Schauspieler Sylvester Stallone angeschaut, und dabei fiel ihm eine Geschichte ein: über einen durchschnittlichen Boxer mit großen Nehmer- und Kämpferqualitäten, der einen Kampf gegen den Weltmeister bekommt. Genau, Stallone hat sich für Rocky Balboa Chuck Wepner zum Vorbild genommen. 2016 wurde Wepners Geschichte verfilmt. „Chuck – der wahre Rocky“ kam hierzulande nicht in die Kinos sondern wurde direkt auf DVD und Blu-ray gestartet. Am kommenden Sonntag läuft der Film um 22 Uhr 50 auf RTL II. Wer den direkten Vergleich ziehen möchte, kann sich um 20 Uhr 15 auf dem gleichen Sender Stallone als Balboa in „Creed – Rocky’s Legazcy“ anschauen.

[Tipp der Woche] Ode an Benzin und Testosteron – „Le Mans 66: Gegen jede Chance“ auf Blu-ray

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Video-Link: https://youtu.be/ZUgN91UESpU

Beim Tipp der Woche muss ich gar nicht viele Worte machen. „Le Mans 66: Gegen jede Chance“(Original „Ford v. Ferrari“) ist auf Blu-ray erschienen. Diese extrem kernige Ode an Benzin und Testosteron darf in keiner Ernst zu nehmenden Sammlung fehlen. Sogar Fußgänger und Radfahrer werden an diesem Rennsport-Fanal ihren Spaß haben. Ein grandioser Spaß, ein absolutes Muss.

[Tipp der Woche] Wenn Wünsche wahr werden – Mythos-Western „Barbarosa“ endlich auf DVD

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Video-Link: https://youtu.be/QOmNwG0c8kc

Wenn man einen Wunsch eine lange Zeit lang hegt, dann glaubt man irgendwann nicht mehr, dass er in Erfüllung geht. „Die Hoffnung stirbt zuletzt“ – dieser Satz wird zwar gern und oft zitiert, aber irgendwann stirbt die Hoffnung doch. Aber manchmal gibt man die Hoffnung doch ein wenig vorschnell auf. Wie ich, als ich an Weihnachten 2015 einen Blogbeitrag über einen meienr unerfüllbaren Wünsche schrieb: Dass der fantastische Western „Barbarosa“ endlich in einer akzeptablen Fassung auf DVD herauskommt. Nun, letzten Freitag war es soweit. „Barbarosa“ ist in Deutschland auf DVD erschienen… weiterlesen…

[Tipp des Tages] Ein doppelter Boden ist nicht genug – „Kiss Kiss Bang Bang“ heute im TV

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Video-Link: https://youtu.be/M5ArE7nqzGg

Über der  ganzen Iron-Man-Blockbusterei vergisst man gelegentlich, was für ein intelligenter, subtiler Schauspieler Robert Downey jr. ist. Die schlicht geniale Kimi-Komödie „Kiss Kiss Bang Bang“, die heute Abend um 20 Uhr 15 auf kabel eins ausgestrahlt wird, ruft einem das ins Gedächtnis zurück. Wobei die Bezeichnung „Krimi-Komödie“ deutlich zu kurz greift. Eigentlich ist der Film, in dem neben Downey jr. auch Val Kilmer herausragende Schauspielerei abliefert, ein schräger Buddy-film noir, eine mit überraschenden Wendungen gespickte Hollywood-Geschichte, in der nichts so ist, wie es scheint, und niemand der ist, als der er sich ausgibt. Kleine Warnung: „Kiss Kiss Bang Bang“ kann man nicht nebenher anschauen, man muss sich auf den Film konzentrieren, sonst hat man binnen weniger Minuten den Faden verloren. Für die ungeteilte Aufmerksamkeit wird man allerdings mit bester, hochintelligenter Unterhaltung belohnt.

[Tipp der Woche] Kevin allein auf Netflix – „Die wahren Memoiren eines internationalen Killers“

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Video-Link: https://youtu.be/VVg-roYSuBk

Die Corona-Krise hat jetzt auch dieses Blog erreicht. Bisher haben wir euch bei unseren Wochen-, Tages- und Wochenend-Tipps ein breites Spektrum an Hinweisen gegeben mit einem ziemlichen Schwerpunkt auf Film und Kino. Nun, das öffentliche Leben wird wegen dem Scheiß-Virus für ein paar Wochen runtergefahren, daher passen wir uns mit unseren Tipps auch an: Ab sofort geben wir hier Tipps für Menschen, die zuhause bleiben wollen oder müssen, und damit’s nicht zu einseitig wird, erweitern wir unser Tipp-Spektrum auch auf Streamingdienste wie amazon prime oder Netflix. Von Netflix kommt auch unser erster Wochentipp: die coole Action-Comedy „Die wahren Memoiren eines internationalen Killers“ mit Kevin James, einem unserer Lieblingsschauspieler. weiterlesen…