Tipp des Tages: „3 Millimeter bis Marseille“ – Theo gegen den Rest der Welt

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Video-Link: https://youtu.be/fhu3cckjG9Q

„Jetzt bleibt uns nichts anderes mehr übrig, als Gas zu geben, bis der Motor kotzt“. Das ist das Motto des von Marius Müller-Westernhagen gespielten,  den vollkommen schmerzfreien LKW-Fahrer Theo, der zusammen mit seinem Partner Enno durch halb Europa knattert, um den LKW zurückzubekommen, der den beiden geklaut wurde. Kaum zu glauben: „Theo gegen den Rest der Welt“ ist vor fast vierzig Jahren in die Kinos gekommen. Trotzdem ist diese wunderbare Abenteuer-Komödie um keinen Tag gealtert. Die Story wird so lässig und lakonisch serviert, dass es die reine Freude ist. Einziges Ärgernis: das offene Ende. Ganz offensichtlich war eine Fortsetzung geplant, die aber nicht realisiert wurde. Es gibt aber ein – ebenfalls sehr cooles – Prequel: Den Fernsehfilm „Aufforderung zum Tanz“ kann man sich auf DVD reinziehen. Aber heute Abend (22 Uhr 25, 3sat) ist Theo-Time. Warum werden keine Filme mehr gedreht, in denen Figuren vorkommen die „Doppel-Dieter“ heißen? Oder die uns mit Perlen der Dialogkunst wie „Mensch Enno, bis Marseille sind’s nur noch 3 Millimeter!“ erfreuen?

Tipp des Tages: Knallharter Stallone aus der frühen Schaffensphase – „Nachtfalken“

Wenn Robert Hill mich nicht darauf aufmerksam gemacht hätte, hätte ich glatt übersehen, dass es heute Abend im TV eine kleine Perle des Achtziger-Jahre-ActionKinos zu entdecken gibt. Um 23 Uhr 15 läuft auf ZDFNeo „Nachtfalken“ in dem Stallone einen knallharten Cop spielt, der Jagd auf den beinahe noch knallhärteren Top-Terroristen Wulfgard (Rutger Hauer, der Stallone – sorry, Sly – komplett den Arsch abspielt) macht. Das ist einigermaßen B-Movie-mäßig, aber die Action knallt, die Kerle und die Mucke sind cool… was will man denn mehr?

Tipp des Tages: Prost, Whiskey Cavalier!

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Video-Link: https://youtu.be/dp1A4Zl4CLY

Letzte Woche habe ich zufällig in die erste Folge der Agenten-Action-Comedy „Whiskey Cavalier“ reingezappt und bin hängen geblieben. Top-FBI-Agent mit Liebeskummer bildet wider willen ein Team mit extrem tougher CIA-Agentin – nuja, das ist alles andere als neu und überraschend, aber es ist ordentlich gemacht, die Action stimmt und die erste Folge hatte ordentlich Tempo und Schmackes. Leider waren wohl die Quoten in den USA nicht so doll, die Serie wurde nicht verlängert, und auch hierzulande haben nicht allzuviele Leute die erste Folge gesehen. Könnte also sein, dass der „Whiskey Cavalier“ bald in der Versenkung verschwindet. Deshalb schaut ruhig mal heute Abend um 20 Uhr 15 auf Sat1 rein. Macht Spaß.

Tipp der Woche: John Wick zum dritten Mal im Kino

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Video-Link: https://youtu.be/KSxQVQpwn3s

Ich mag die John-Wick-Filme. Das ist geradliniges, grimmiges Action-Kino, das störende Abwege Richtung „Aussage“ oder „Bedeutung“ oder gar „Filmkunst“ konsequent vermeidet und mich lediglich 2 Stunden lang gut unterhalten will. Keanu Reeves‘ Schauspielerei unterhalb der Warnehmungsgrenze kann durchaus gewöhnungsbedürftig sein (böse Menschen sprechen von Gesichtslähmung), aber zu der Rolle des eiskalten Super-Hitman Wick passt sein Stoizismus ganz gut. „John Wick 3“ startet am Donnerstag in den Kinos, die Kritiken sind gut, ich geh rein.

Unser Tipp der Woche: Die berühmteste Meuterei der Welt als Blu-ray-Special-Edition: „Die Bounty“

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Video-Link: https://youtu.be/cEaxoITrpWU

Die Meuterei auf der Bounty“ ist ein Klassiker der Abenteuerliteratur. Das Buch von Charles Nordhoff und James Norman Hall stand früher in jedem Jungszimmer-Bücherregal, und auch heute ist es noch zu haben, die Faszination dieser Geschichte scheint ungebrochen. Nur: Die Geschichte, die im Buch erzählt wird, hat mit der Geschichte der wirklichen Meuterei beinahe nur den Namen des Schiffs und die Namen der Beteiligten gemeinsam. In den meisten Bearbeitungen des Buchs – und in den Verfilmungen mit Clark Gable und Marlon Brando – wird Kapitän Bligh als rücksichtsloser Sadist und Fletcher Christian, der Anführer der Meuterer, als aufrechter Freiheitskämpfer geschildert. Historisch gesehen war es vermutlich etwas anders, und „Die Bounty“ aus dem Jahr 1984 mit Anthony Hopkins und Mel Gibson kommt der historischen Wahrheit vermutlich am nächsten. Der Film erscheint diese Woche als „Special Edition“ mit zahlreichen Extras auf Blu-ray. Dicke Empfehlung unsererseits.

[Tipp des Tages] Der Phönix auf Blu-ray

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Video-Link: https://youtu.be/V0hIoLNecqI

Heute erscheint „Der Flug des Phönix“ auf Blu-ray, und zwar das Original von 1965, nicht das ziemlich schnarchige Remake. Leute, für mich ist das einer der besten Abenteuer-Filme aller Zeiten. Ein von James Stewart pilotiertes Flugzeug stürzt mitten in der Sahara ab, es gibt keinen Funkkontakt, Hilfe ist nicht zu bekommen. Unter den Passagieren ist ein von Hardy Krüger gespielter Flugzeug-Ingenieur, der vorschlägt, aus den Wrackteilen ein neues Flugzeug zu bauen. Und das probieren sie dann auch…
Das ganze ist irrsinnig spannend inszeniert, toll gespielt, manchmal todtraurig, manchmal brüllkomisch, das ist einer der Filme, den man immer wieder sehen kann. Deshalb lohnt die heute erscheinende Blu-ray, aber hundertprozentig!

Tipp des Tages: Gangsterjäger im Kino – „The Highwaymen“

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Video-Link: https://youtu.be/3GJO8EhhXrA

„Bonnie und Clyde“ mit Faye Dunaway und Warren Beatty ist ein Kultfilm, der die Jahrezehnte überdauert hat, eine schöne, stilvolle Gangsterballade, die Action und Wehmut meisterhaft verbunden hat. 60 Jahre später wird die Geschichte jetzt noch einmal erzählt, aus einer anderen Perspektive. „The Highwaymen“ schaut den Polizisten über die Schulter, die damals Bonnie und Clyde gejagt haben, insbesondere den zwei ehemaligen Texas Rangers (gespielt von Kevin Costner und Woody Harrelson), die das Gangsterpaar schließlich zur Strecke gebracht haben. Der düstere, spannende Action-Film läuft heute in den Kinos an.

Tipp der Woche: Geradewegs hoch in den Himmel – „Free Solo“ im Kino

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Video-Link: https://youtu.be/ZEn-_gXvpJ8

Leute, auch wenn ihr mit der Bergsteigerei und Dokumentarfilmen nix am hut habt, geht ins Kino und schaut euch „Free Solo“ an, den Film, der vor ein paar Wochen bei der Oscar-Verleihung als beste Doku ausgezeichnet wurde. Der Film beschreibt, wie Freeclimber Alex Honnold als erster Mensch überhaupt allein und ohne Hilfsmittel den „El Capitan“ im Yosemite Nationalpark bestiegen hat. „Na und? Ist er halt auf ’nen Berg gekraxelt?“ sagt da wer? Meine Herren, der El Capitan, das sind 1000 Meter Granit geradewegs hoch in den Himmel. Sowas probiert nur ein komplett Wahnsinniger. Und sowas gelingt nur einem komplett Wahnsinnigen, der klettern kann wie kein anderer auf der Welt. Eine Reportage über diese Besteigung mit Irrsinns-Foto findet ihr bei National Geographic. Don’t try this at home, kids – geht lieber ins Kino!

Tipp der Woche: Western-Kino mit den Sisters Brothers

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Video-Link: https://youtu.be/IW9PjmhCFcU

Western sind leider selten geworden im Kino. Was nicht ganz leicht zu verstehen ist, denn der Western bietet traitionell großes visuelles Potenzial und spannende Stories lassen sich an der „Frontier“ immer erfinden. Entspricht das in diesem Genre meist propagierte, stoisch-kernige Männer-Bild vielleicht nicht mehr dem aktuellen Zeitgeist? Psscht, wir sind ja schon still. Statt zu polemisieren freuen wir uns, dass es mal wieder ein wunderbarer, top-besetzter Western (Joaquin Phoenix, John C. Reilly, Jake Gyllenhaal) auf die Kinoleinwand geschafft hat: „Die Sisters Brothers„. Und deshalb gehen wir auch gleich am Donnerstag ins Kino unserer Wahl, kaufen bier, Popcorn und Eintrittskarten und schauen uns an, wie die berüchtigten Killer Eli und Charlie Sisters den Goldsucher Kermit Warm tausend Meilen durch die Wüste verfolgen.

Tipp zum Wochenende: „Chatos Land“ – klassischer Western mit Bronson

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Video-Link: https://youtu.be/j4EUTzcdgj0

Der zweitbeste Charles-Bronson-Western1 kommt heute auf Blu-ray raus: „Chatos Land„. Für sich ist der Film, der von einem Halbblut (Bronson) erzählt, das in Notwehr einen Sheriff umbringt, von einem Lynchmob verfolgt wird und den Spieß umdreht und seine überlegene Ortskenntnis ausnutzt, um die Mitglieder des Lynchmobs auszuschalten, ein rasanter, spannender, toll fotografierter Western. Wenn man beim Anschauen des Films im Hinterkopf behält, dass die USA Krieg gegen Vietnam führten, als der Film entstand, erkennt man die bitteren Parallelen der Geschichte zur amerikanischen „Außenpolitik“. Ein Muss für Filmfreaks und Menschen, die sich für Politik und Geschichte interessieren.