Schlägereien der Sonderklasse: Drunken Boxing mit Jackie Chan

Früher gehörte sie zum Männer-Film wie der Kronkorken auf die Bierflasche: die deftige, unterhaltsame Schlägerei, bei der schon mal ein Saloon komplett zu Bruch gehen konnte. Leider hat sich der klassische Barroom Brawl als ziviler Zeitvertreib des weltläufigen Mannes aus der Filmgeschichte fast vollkommen verabschiedet und ist der stillosen, dumpfen Gewaltausübung gewichen. Das finden wir schade und wollen auf “Männer unter sich” gegensteuern: mit einer kleinen Video-Serie erinnern wir an Filmschlägereien der Sonderklasse und fordern ihre Rückkehr in den Weltfilm. Und wenn der Weltfilm nicht auf uns hört, gibt’s was auf die Zwölf!

Ein nostalgisches Lächeln macht sich im Gesicht des Filmschlägereien-Fans breit, wenn die Rede auf „Drunken Boxing“ kommt. Genau, dieser herrliche Quatsch, den Jackie die Drunken-Master-Filme erfunden hat. Unvergessliche Kampfszenen zum Ablachen wie diese hier aus „The Legend of Drunken Master„.

Die eigentliche Pointe dieses Beitrags ist jedoch… oh, mein Gott, nein, er wird doch nicht schreiben, dass es dieses „Drunken Boxing“ wirklich gibt? Genau das schreibt er jetzt. „Zui Quan„, wie Drunken Boxing in Wirklichkeit heißt, ist mitnichten der schier unerschöpflichen Phantasie des Slapstick-Geneis Chan entsprungen, es ist tatsächlich Bestandteil der traditionellen Chinesischen Kampfkünste.

„The Legend of Drunken Master“ zeichnet sich übrigens durch einen der besten Schluss-Kämpfe aller Chan-Filme aus, Drehzeit damals (94) schlappe 4 Monate. Chan selbst meinte, dass man pro Drehtag auf ca. 3 Sekunden verwertbares Material gekommen ist. Den zeigen wir euch nächste Woche.

 

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Die Traumelf oder doch nicht?

Die 11 Freunde haben heute den viermaligen Weltmeister historisch seziert und die beste Mannschaft aus vier Titelturnieren zusammengestellt.

Neuer
Breitner – Kohler – Beckenbauer -Lahm
Matthäus – Fritz Walter – Häßler
Müller – Seeler – Klose

Beinahe wäre ich hundertprozentig einverstanden, aaaaber… es tut mir beinahe weh das zu schreiben, weil der Mann mir unendlich sympathisch ist, aber… Icke Hä0ler? Nee, Sorry. Auch wenn er den Quali-Sack gegen Wales zugemacht hat, wirklich überragend war das nicht, was er 1990 gespielt hat. In meiner Jahrhundertelf würde Wolfgang Overath spielen, gar keine Frage.

Und, wen würdet ihr aufstellen?

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Un café double – Kaffeesatzleserei zur Tour de France 2018

Abb. by Membeth (Own work) [CC0], via Wikimedia Commons

Kaum ist die Tour de France vorbei, spekuliert die Fangemeinde schon über die Tour im kommenden Jahr. Ein Heidenspaß, bei dem wir gerne mitmachen. Aus einschlägigen Kreisen wurden uns nämlich exklusive Dokumente zugespielt.

Einiges ist ja schon “offiziell” durchgesickert, bevor im Oktober die feierliche Präsentation im Kongresszentrum in Paris stattfindet: Der Grand Départ ist im kommenden Jahr wieder in Frankreich – genauer auf der Île de Noirmoutier in der Vendée. Die Tour startet hier – an der zeitweise überfluteten Passage du Gois – immer mal wieder. Zuletzt im Jahr 2011 als Philippe Gilbert Mont des Alouettes das Gelbe Trikot übernahm.

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Unvergessen ist auch das Einzelzeitfahren von Fromentine auf die Insel im Jahr 2005, als Armstrong Jan Ullrich einholte. Ein Moment, der sich als “The Catch” ins Radsportgedächtnis eingebrannt hat. Auch den Massensturz auf der Passage du Gois im Jahr 1999 haben wir noch gut in Erinnerung bei dem Alex Zülle seine Hoffnungen auf einen Toursieg zu Gunsten eines gewissen Lance Armstrong begraben konnte.

Aber zurück zur Tour 2018. Von der Noirmoutier-en-l’Île geht es über die berüchtigte Passage immer am Atlantik entlang zum ersten bestätigten Etappenort Fontenay-le-Comte, dem Hauptort der unteren Vendée. Auch die nächste Etappe bleibt in der Region. Von Mouilleron geht es nach La-Roche-sur-Yon.

Das vermaledeite Mannschaftszeitfahren ist zurück. Einige hatten schon auf drei Einzelzeitfahren spekuliert – was einem Genickbruch für Bardet gleichgekommen wäre. Aber nein, die dritte Etappe rund um Cholet wir als Contre-la-montre par équipes ausgetragen. Ein höchst riskantes Unterfangen, da die Teams diesen Wettbewerb nicht gewohnt sind.

La Baule ist als Startort für die 4. Etappe auch schon bestätigt, aber ab dort bewegen wir uns in der Spekulation. Vermutlich ist das nächste Ziel die Pointe du Raz, die uns zu einer Etappenserie in die Bretagne führt. Die nächsten Stationen sind dann: Lorient zum Cap Sizun. Von Brest geht es nach Guerlédan.

Über Yffiniac verlassen wir die Bretagne nach Alencon an der Briante in der Normandie.Es folgt eine weiter Überführungsetappe von Chartres nach Nevers im Loire-Tal. Dann kommt die erste richtige Bergankunft auf der Etappe von Yzeure zum Col du Béal im Zentralmassiv.

Der erste Ruhetag sollte dann in Lyon sein. Dann geht es in die Alpen mit dem Col de du Grand Colombier (zuletzt 2012) wartet dann der erste Hammerberg der Ehrenkategorie, bis es zur Abfahrt nach Bellegarde-sur-Valserine geht.

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In Annecy könnte dann ein Bergzeitfahren auf dem Programm stehen. Mit der Folgeetappe von Albertville nach Alped’Huez (Freufäustchen!) könnte das eine Variante sein, mit der sie Lokalmatador Bardet pushen vollen. Ob das gelingt? Ich habe arge Zweifel. Denn der weitere Verlauf über Grave Bourg-d’Oisans, Valence und rauf auf den Ventoux (Nationalfeiertag!) könnte erneut ein Schaulaufen für Froomey werden.

Es folgt die übliche Überführungsetappe am Mittelmeer. Von Carpentras geht es nach Agde am ètang de Thau. Der zweite Ruhetag ist dann in Carcassonne bevor drei Etappen in den Pyrenäen ins Haus stehen. Es geht rauf nach Superbagnères, Loudenvielle und von Pau nach Bagnères de Bigorre. Da bauen sie garantiert den Tourmalet ein.

Über Auch nähern wir uns dem Bordelais, wo am vorletzten Tag das abschließende Einzelzeitfahren stattfindet. Wenn Bardet nicht mindestens 4 Minuten vorne liegt, endet das wie in diesem Jahr. Das Schaulaufen auf die Champs-Élysées wird dann am 22. Juli in Clairière de Rethondes nördlich von Paris gestartet.

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Tippspiel reloaded – es geht wieder los!

Foto: Florian K. under CC-SA 3.0 Unported, via Wikimedia Commons

Nur noch ein paar Tage, dann rollt die Kugel wieder in der Bundesliga, dann startet die Saison 17/18. Ich leg mich jetzt mal aus dem Fenster und sage voraus: die Saison wird so spannend wie keine der letzten fünf. Nicht zuletzt, weil die Bayern nicht Meister werden. Die Bayern haben keinen adäquaten Ersatz (gibt‘s den überhaupt) für Philipp Lahm zugekauft, sie werden massive Probleme in der Defensive und im Spielaufbau bekommen und besonders Arjen Robben wird Lahm sehr schnell sehr stark vermissen. Diese Schwäche der Bayern wird Leipzig und Dortmund in den Fokus rücken, aber Dortmund wird sich an einen neuen Trainer gewöhnen müssen und Leipzig wird – vor allen Dingen in engen Spielen – die Euphorie-Welle fehlen, auf der die Mannschaft in der letzten Saison gesurft ist. Weder Dortmund noch Leipzig sind so stark, dass nicht eine Mannschaft wie z. B. Gladbach vorbeiziehen könnte. Oder hat vielleicht eine noch unbekannte Größe aus dem Tabellenmittelfeld das Zeug, den großen Schlag zu landen? Es wird spannend… weiterlesen…

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Tour de France 104 – 21. Etappe

Ehrenrunde durch Paris.Es sind nur 103 KIlometer von Montgéron bis auf die Champs-Éllysées. Dort wird es aller Voraussicht nach eine Sprintankunft geben. Jetzt muss es doch mal bei André Greipel klappen. Es wäre doch ein schöner Grund für die Schmitter, Greipels Stammverein in Hürth, die Korken knallen zu lassen. weiterlesen…

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Tour de France 104 – 20. Etappe

Edvald Boasson Hagen, der Norweger, gewinnt die 20. Etappe der Tour de France. Fünf Sekunden dahinter rollt Nikias Arndt aus Buchholz in der Nordheide ins Ziel. Was für eine Etappe! Okay. Zwischenzeitlich bin ich auch ein wenig weggedämmert, aber auf den letzten Kilometern war dann doch Musik drin. weiterlesen…

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Tour de France 104 – 19. Etappe

Das Polka-Trikot hat Warren Barguil so gut wie sicher. Romain Bardet resümierte schon im französischen Fernsehen, dass er alles gegeben habe. Ist im Kampf um das Gelbe Trikot die Messen schon gelesen? KIttel “Le Kaiser” ist raus. Beim Grünen Leibchen werden die Dinge neu geordnet. Heute ist dazu Gelegenheit.

Ich gehe von einer Sprintankunft nach den 222,5 Kilometern von Embrun nach Salon-De-Provence aus. Allerdings haben wir bei Etappen in der Provence oft erlebt, dass der Wind eine Rolle spielt. Sollte das Peloton auseinanderbrechen, gerät das Klassement in Gefahr.

Wer gewinnt? Greipel fehlt noch ein Etappensieg.

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Tour de France 104 – 18. Etappe

Der ehemalige Skispringer Primoz Roglic hat sich mit diesem Etappensieg in Serre-Chevalier ein perfektes Zeugnis als Rouleur ausgestellt. Dass es ein sehr vollständiger Fahrer ist, wissen wir spätestens seit seinem Zeitfahrerfolg beim Giro im Jahr 2016. Im Gesamtklassement liegt er allerdings hoffnungslos weit hinten. Da ist heute der Tag der Entscheidung.

Wir knacken zwei Mal die 2000-Meter-Grenze. Einmal am Col de Vars und dann heißt es zum letzten Mal bei der Tour de France 2017 Bergankunft. Der Schlussanstieg am Col d’Izoard geht bis auf 2360 Meter rauf.

Bardet und Co. sind gestern etwas konservativ vorgegangen. Heute werden wir ein Feuerwerk an Angriffen erleben. Damit Bardet noch Aussichten auf den Toursieg hat, muss er beim Zeitfahren in Marseille mindestens 2 Minuten vor Froome liegen. Uran ist ein anderer Typ. Er wartet auf eine Schwäche von Froome. Wer heute das Rennen machen könnte? Mikel Landa. Sein Vertrag bei Sky endet in Kürze. Er möchte Kapitän bei Movistar werden.

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