Der Entsorger

Eine besonders stylishe Art, gebrauchte Double-Edge-Klingen zu entsorgen: der Klingensammler BB von Mühle

Stumpfe Rasierklingen machen keinen Spaß. Das beste, was man mit einer stumpfen Klinge machen kann, ist, sie möglichst schnell durch eine frische, scharfe Klinge zu ersetzen. Doch spätestens wenn die frische Klinge im Hobel sitzt, stellt sich die Frage: „Wohin mir der Ollen?“ Auch wenn eine Rasur mit einer verbrauchten Klingen nicht mehr angenehm war, kann man sich ja immer noch an ihr schneiden. Deshalb ist es sicherlich keine Option, die Klinge einfach im Bad rumfliegen zu lassen oder sie „einfach so“ im Mülleimer zu versenken. Im Plastikspender von Rasierklingen ist zwar meistens ein Fach eingebaut, in dem man die gebrauchten Klingen unterbringen kann, doch je mehr Klingen man reinpackt, desto mühseliger wird das Reinfriemeln. Keine optimale Lösung also, und Kollegen, die Rasierklingen aus dem Pappschuber verwenden, gucken sowieso in die Röhre. Wohin also mit den verbrauchten Klingen? weiterlesen…

Mehr als ein Preshave – die Proraso Creme

Proraso Presahve-Creme

Die „Creme de la Creme“ von Proraso

Normalerweise nehme ich kein Pre-Shave. Ich bin mit einer unempfindlichen Haut und einem Bart gesegnet, der sich mit den „üblichen Verdächtigen“ einweichen lässt: mit warmem Wasser und Rasierseife oder -creme. Das genügt bei mir, mehr Aufwand muss ich nicht betreiben, und dafür bin ich dankbar. Trotzdem greife ich gelegentlich gern zu einer Preshave-Creme, und zwar zum „grünen Klassiker“ von Proraso. Weil sie eben nicht nur ein Preshave ist, sondern ein Allzweckmittel, das den Wellness-Faktor einer Rasur entscheidend erhöhen kann. weiterlesen…

[Gedanken beim Rasieren] Geschenkte Zeit – Luxusrasuren in Krisenzeiten

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Seit zwei Tagen kann ich nur noch von zuhause aus arbeiten. Das gefällt mir nicht besonders, aber die Verhältnisse sind eben so und werden auch noch eine Weile so bleiben. Also bleibt einem nichts anderes übrig, das Beste daraus zu machen und die Geschenke anzunehmen, die einem auch die Krise macht. Eins dieser Geschenke ist Zeit.        weiterlesen…

Hängen? Stellen? Legen!

Pinselständer von Thäter

Das Nonplusultra für euren Pinsel: der Thäter-Ständer.

„Was mach ich mit dem Rasierpinsel, wenn ich mit dem Rasieren fertig bin? Soll ich ihn eifnach hisntellen? Oder ist es besser, ihn hängend aufzubewahren?“ Diese Frage wird unter Nassrasur-Aficionados immer wieder diskutiert, und auch in den Nassrasurforen flammt die Diskussion über diese Frage immer wieder auf. Obwohl die Faktenlage eigentlich klar ist: Die mittlere Trocknungsdauer eines Dachshaarpinsels beträgt zwei Tage. Ob der Pinsel während dieser Zeit liegt oder hängt, ist beinahe egal. Die Unterschiede sind zu vernachlässigen. Etwas anders sieht es aus, wenn der Pinsel liegend gelagert wird… weiterlesen…

Staatsfeind Nr. 1: Kalkseife

Calciumpalmitat, Kalkseife (Jü / CC0)

Wer in einer Gegend mit weichem Wasser wohnt, kann hier eigentlich schon aufhören zu lesen. Oder vielleicht doch besser nicht. Vielleicht verschlägt’s dich ja mal – ob Urlaub, längere Geschäftsreise oder dauerhaft – in eine Gegend mit hartem Wasser. Und hartes Wasser bildet zusammen mit unseren geliebten Rasierseifen und Rasiercremes eine wirklich üble Substanz: das härteste Team seit Nitro und Glyzerin, das unsere Rasurutensilien tatsächlich beschädigen kann, die Kalkseife. weiterlesen…

Wie geht das mit dem Straffziehen der Haut?

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Letzte Woche hab ich’s mal wieder geschrieben: das Straffziehen der Haut ist der spielentscheidende Move, wenn man eine gründliche Nassrasur durchführen will. Das ist – gerade wenn man sich an Anfänger wendet –  leichter gesagt bzw. geschrieben als getan. Wie soll man denn die Haut straff ziehen, wenn alles voll glitschigem Rasierschaum ist? Und a Kinn, da kann ich mit den Fingern ziehen wie ich will, da wird’s nicht straffer… Keine Panik. Nassrasur ist keine Nuklearphysik, und das Straffziehen der Gesichtshaut geht wirklich einfach. Wenn man nicht nur die Finger benutzt. weiterlesen…

Gründlich nur ganz ohne Druck

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Eine der häufigsten Ursachen für Probleme bei der Nassrasur ist zuviel Druck, insbesondere bei Männern, die von der Elektrorasur kommen. Wenn man gewohnt ist, morgens mit der Elektrofräse durch sein Gesicht zu fräsen, dann ist Druck eine rasurtechnische Alltäglichkeit. Man muss so ein Ding ja ans Gesicht drücken, damit es überhaupt ein Barthaar erwischt. Wenn man dann auf einen Systemrasierer oder Hobel umsteigt, macht man so weiter wie gewohnt, klar. Druck bedeutet Gründlichkeit. Dann – insbesondere wenn man Mitglied in einem Nassrasurforum ist und sich kundige Ratschläge einholt – erfährt man, dass Druck bei der Nassrasur kontraproduktiv ist. Man reduziert das Aufdrücken, aber es wird nicht besser. Logisch: „Wenig aufdrücken“ genügt nicht. Nur komplett ohne Druck wird die Nassrasur gründlich. weiterlesen…

Meine Referenz-Klasse

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Wer mal vom HiFi-Virus infiziert war1 kennt das: Wenn ein Audio-Magazin Geräte der Highend-Klasse testete, blätterte man zuerst diesen Test auf, wenn man das Magazin vom Kiosk oder aus dem Briefkasten geholt hatte. War es einem Newcomer gelungen, die Geräte zu toppen, die bisher das Maß aller Dinge waren, an denen sich die anderen messen mussten. Die Referenz-Klasse war heilig, aber nicht unnahbar. Den Platz in dieser illustren Runde musste und konnte(!) eine Firma sich erkämpfen. Aber wenn der Platz dort oben einmal erobert war, war auch klar: der war nur geborgt. Früher oder später wird ein Herausforderer kommen, der den Thron erobert. Wie beim Boxen. In der Welt der Nassrasur ist es ähnlich. Aber doch ganz anders…
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[Gedanken beim Rasieren] Den Rasur-Blues überwinden

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Wir Männer, die wir die Nassrasur als tägliches Wellness-Programm betreiben, haben einen großen Vorteil gegenüber Männern, die sich rasieren, weil sie es müssen: Wir wissen, dass Rasieren spaß machen kann. Das Schlagen eines steifen, sahnigen Schaums… der Duft, der einem in die Nase steigt, wenn man den Schaum aufträgt… das befriedigende Gefühl, dass man erlebt, wenn die scharfe Klinge mühelos durch die engeweichten Bartstoppeln gleitet… das erfrischende Hautgefühl, nachdem man das Aftershave aufgetragen hat… Herrlich. Aber manchmal hängt selbst dem größten Wetshaving-Aficionado die Rasiererei zum Hals heraus… weiterlesen…

Faszination Bay Rum

Dezent, aber kraftvoll : Bay Rum von Lustray

An Bay Rum scheiden sich die Geister. Entweder man liebt dieses Destillat, das einmal eines der beliebtesten Aftershaves weltweit war, oder man hasst es. Was natürlich am Duft liegt. Bay Rum riecht nämlich nicht nach Rum. Weil es keinen Rum enthält. Bay Rum wird nämlich aus den Blättern des Bayrum-Baums, der auch als Westindischer Lorbeer bekannt ist, gewonnen, wie man der Wikipedia entnehmen kann. Deshalb sind die meisten Menschen verblüfft, wenn sie zum ersten Mal Bay Rum zu riechen bekommen. Sie erwarten intensives Rum-Aroma, Freibeuter-Feeling á la Captain Morgan, und sie bekommen… Gewürznelken. Ja, Bay Rum riecht nach Gewürznelken oder Piment, irgendwie winterlich-weihnachtlich, oder, wie meine liebe Frau so treffend formulierte, als sie zum ersten Mal Bay Rum an mir roch: „Du riechst wie ein Glas Punsch.“ weiterlesen…