[Tipp der Woche] Noch eine Runde: „Killers Bodyguard 2“ im Kino

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Video-Link: https://youtu.be/1srgyotlMP8

Mit Sequels, also den Fortsetzungen erfolgreicher Filme, ist das so eine Sache. Manchmal sind sie richtig super, wenn die Macher die Erfolgsformel des ersten Teils optimiert haben, öfters (leider) sind sie eher mies, weil lediglich abgekocht werden soll: Ein Sequel macht immer mindestens die Hälfte des Umsatzes des ersten Teils, das ist für die Produktion sicheres, einfach verdientes Geld. Und jetzt kommt also „Killer’S Bodyguard 2“ in die Kinos. Ist das ein Sequel der guten oder der schlechten Art?
Letztlich weiß man’s nicht, bevor man’s gesehen hat. Aber „Killer’s Bodyguard“ war eine der besten Action-Komödien auf der Buddy-Movie-Schiene der letzten Jahre, Ryan Reynolds und Samuel Jackson waren schlichtweg brillant. Die beiden sind wieder dabei, und – was mich anbelangt – Jackson und Reynolds können gar nicht schlecht sein. Der Trailer sieht gut aus, auf der IMDB sind bei den User Reviews die positiven Bewertungen in der Mehrzahl, folglich ist dieser 2. Teil unser Tipp der Woche. Ich geh auf alle Fälle diese Woche ins Kino, um mir anzusehen, wie Bodyguard Michael Bryce (Reynolds), der eigentlich ein Sabbatical einlegen wollte, von Darius‘ Kincaids (Jackson) Frau (Salma Hayek) reaktiviert wird und wieder richtig in die Scheiße gerät. Ich freu mich drauf.

[Tipp zum Wochenende] Testosteron, Adrenalin, Benzin – „Le Mans 66“ im TV

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Video-Link: https://youtu.be/gfUBO7C1nTw

Als der Film ins Kino kam, war er Tipp der Woche. Als der Film auf Blu-ray kam, war er Tipp der Woche. „Tipp zum Wochenende“ ist logischerweise das mondeste, was wir machen können, wenn „Le Mans 66 – Gegen jede Chance“ seiner TV-Premiere feiert. „Le Mans 66“ erzählt die Geschichte einer irrsinnigen Herausforderung aus den 60er Jahren. Ganze 90 Tage hatte der legendäre Auto-Designer Carrol Shelby Zeit, ein Auto zu bauen, mit dem Ford im 24-Stunden-Rennen von Le Mans 1966 die unbesiegbaren Ferraris besiegen konnte. „Unmöglich“, sagte damals jeder, aber Shelby hat das Ding wirklich durchgezogen. In Le Mans gingen tatsächlich zwei Fords als erste durchs Ziel. Matt Damon spielt Shelby, Christian Bale gibt das Rennfahrer-As Ken Miles,  REgie hat James Mangold (Walk The Line, Todeszug nach Yuma) geführt. Allerbeste, kernige Unterhaltung. Am Sonntag um 20 Uhr 15 auf ProSieben.

[Tipp der Woche] Vom NPC zum Feelgood-Hero – „Free Guy“ im Kino

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Video-Link: https://youtu.be/dzS7hsSfjGM

Bei bestimmten, mit CGIs vollgestopften Filmen wie Superhelden-Blockbustern und Kino-Adaptionen von irgendwelchen Computerspielen mach ich ja mittlerweile ziemlich lange Zähne. Aber für „Free Guy“ mach ich mal ’ne Riesenausnahme und sage: Zieht euch das Teil unbedingt rein, am besten noch diese Woche, wenn der Film in den Kinos startet. Weil er nämlich haargenau das ironisiert, weswegen ich derart aalglatt durchkalkulierte Blockbuster meide. Ryan Reynolds spielt hier den Bankkassierer Guy, der sich überhaupt nicht wundert, dass seine Bank mehrmals am Tag überfallen wird, und dass die Stadt, in der er lebt, quasi im Minutentakt von Feuergefechten, Terroranschlägen und sonstigem Action-Gedöns durchgeschüttelt wird. Guy weiß (noch) nicht, dass er sich in einem Computerspiel befindet, und zwar als NPC (vom Computer gesteuerter Non-Player-Character). Das ändert sich, als er sich eines Tages allen Algorithmen zum Trotz in das  mysteriöse Molotov Girl verliebt und beginnt, ein Eigenleben zu entwickeln. Als er dann eines Morgens statt seiens üblichen Kaffees einen Cappuccino bestellt, gerät die unheile Spielewelt aus den Fugen.
Das knallt – natürlich – ordentlich – aber zwischen dem Action-Geknatter gibt’s reichlich Comedy-Gold zu schürfen. Der Film macht richtig Spaß, auch wenn man – wie ich – mit Computerspielen eher weniger am Hut hat und viele der zahlreichen Anspielungen auf irgendwelche Games nicht versteht. Für Schnarchsäcke wie mich bleibt „Free Guy“ DAS Feelgood-Movie der bisherigen Saison. Worauf wartet ihr? Ticket und Popcorn kaufen, reins ins Kino!

[Tipp der Woche] Stathams Bester? – „Cash Truck“ von Guy Ritchie im Kino

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Video-Link: https://youtu.be/nLGyDJbnhOg

Okay, ich bin einer der größten Jason-Statham-Fans der westlichen Hemisphere. Wenn ein neuer Statham-Film angekündigt wird, freu ich mich wie ein kleines Kind. Weil ich die typischen Statham-Film-Formel mag: jede Menge kernige Action, jede Menge Lakonie, staubtrockener Humor und eine Prise Ironie. Aber die kernige Action steht immer im Vordergrund. Nicht jeder Statham-Film liefert 100 Prozent, aber als Fan ist man ja schon mit 60, 70 oder 80 Prozent zufrieden. Aber diese Woche kommt ein Hundertprozenter in die Kinos, vielleicht sogareiner von Stathams Besten… weiterlesen…

[Tipp der Woche] Diesels Neunter – „Fast and Furious 9“ im Kino

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Video-Link: https://youtu.be/mWXyH3G2YkQ

Okay, seit ein paar Wochen haben die Kinos wieder geöffnet, zum Teil stark eingeschränkt, die Pandemie, die Pandemie… Egal, Hauptsache wieder Kino. Der Action-Kracher der Woche ist natürlich „Fast and Furious 9„, die 9. Inkarnation dieses etwas merkwürdigen Franchise-Formats, einer Mischung aus Capermovie, Action und Auto-Stunts. Ich selber bin nicht unbedingt ein Fan dieser Serie, ich halte Vin Diesel für einen stark limitierten Schauspieler und vermisse bei der ganzen Stunt-Show Ironie und Humor. Aber die gab’s ja im Spin-Off „Hobbes and Shaw“, in dem Dwayne Johnson und Jason Statham mich doch sehr amüsiert haben. Vielleicht hat ja ein bisschen vom dem Spaß dieses Films auf Diesels Neunten abgefärbt. Letztlich ist es ja wurscht: Bier trinken und Popcorn mampfen, während man zuschaut, wie jede Menge Sachschaden angerichtet wird… also, ich hab das sehr vermisst, als die Kinos zu waren.

[Tipp der Woche] Cobra-Kai 3 – die Karate-Kid-Fortsetzung geht in die 3. Staffel

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Video-Link: https://youtu.be/h2U1uaZ5vog

Zum Schluss ist die Wartezeit bis zum 1.1.21, dem Tag, an dem endlich die neue Staffel der fantastischen Serie „Cobra Kai“ erschien, eine Fortsetzung der „Karate Kid“-Filme aus den Achtzigern. Daniel und Johnnie, die ewigen Rivalen, sind älter, aber beileibe nicht kälter geworden, und mit ihrer Hingabe zum Karate-Sport und dem bedingungslosen Anspruch, gewinnen zu müssen, haben sich die beiden in eine ziemlich ungemütliche Ecke manövriert. bei einer Schulschlägerei hat Johnnys Sohn Robby dessen Lieblings-Schüler Miguel ins Koma geprügelt, und der Ruf der beiden unverbesserlichen Karate-Asse ist schlechter als der eines drittklassigen Bösewichts aus einem Chuck-Norris-Film. Es kann nur besser werden? Im Gegenteil. Erstmal wird’s schlimmer, und wie! Ich will nix spoilern, deshalb sei hier nur gesagt, dass das Erfolgsrezept der ersten beiden Staffeln auch in Staffel 3 funktioniert: ordentlich Action, Selbstironie, gebrochene Macho-Identitäten im Clash mit Moderne und Wirklichkeit – das ist allerbeste Unterhaltung, die einen immer noch eine Folge anschauen lässt. Schade, dass es nur zehn neue Folgen sind. Die Wartezeit auf Staffel 4 wird lang…

[Tipp der Woche] Rätselhafter Arthouse-Blockbuster – Nolans „Tenet“ erscheint auf Blu-ray

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Video-Link: https://youtu.be/xscxntVQ8JE

„Wo ist er jetzt?“ – „Wer?“ – „Na, der Protagonist.“ – „Welcher, der aus der Gegenwart oder der Vergangnheit?“ – „Keine Ahnung.“ – „Welcher ist das jetzt?“ – „Wer?“  Der eben durchs Bild gegangen ist.“ – „Nur ein Statist.“ – „Bist du sicher?“ – „Nein.“

Wer „Tenet“ im Kino gesehen hat, kennt diese Fragen. Christopher Nolans Film ist keiner der üblichen Blockbuster, die man entspannt über den Rand der Popcorn-Tüte beobachten kann, während man nebenher noch die Whats-App-Nachrichten checkt. „Tenet“ ist ein vielschichtiges erzählerisches Rätsel, dass ich zum Beispiel erst nach längerem Nachdenken halbwegs knacken konnte, ich hab vor ein paar Monaten hier im Blog darüber geschrieben. Diese Woche erscheint „Tenet“ auf Blu-ray, und vielleicht ist das Heimkino das eigentliche Medium für diesen Zeitreise-Thriller.

Nicht falsch verstehen: Mindestens einmal sollte man „Tenet“ im Kino gesehen haben. Diese Wahnsinnsbilder gehören auf eine große Leinwand, Punkt. Aber der komplexen Story kommt man mit Vor- und Zurückspulen vielleicht besser auf die Schliche. Ich zum Beispiel hab beim ersten Mal Anschauen jede Menge wichtiger Details verpasst. Dass kann einem bei der Blu-ray nicht passieren. Und – wichtiges Kaufargument – der Blu-ray liegt eine Bonus-Disc mit einem 75minütigen „Making of“ bei. Vielleicht lässt Nolan sich ja da ein wenig in die Karten blicken. Oder wirft er neue Rätsel auf?

Am 17. Dezember, dem Erscheinungstag der Disc, sind wir schlauer. Oder nach dem Lockdown, wenn wir uns Tenet fünf Mal angeschaut und endlich verstanden haben.

[Tipp der Woche] Mit und ohne Verstand – „Das Verhör in der Nacht“ im TV, „Guns Akimbo“ auf Blu-ray

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Video-Link: https://youtu.be/Rq864D8BgSw

In dieser Pandemie-Zeit ist nur eines sicher: Hin und wieder braucht der Mensch ein bisschen Ablenkung. Virus, Home-Office, Virus, Drosten-Podcast, Virus, Brennpunkt und in jeder Talkshow olle Lauterbach. Irgendwann will man mal was anderes sehen! Doch wie lenkt man sich am besten ab? Der eine möchte mit Action zugeballert werden, damit er mal zwei Stunden nicht nachdenken muss, der andere möchte das Gegenteil, der möchte seinen Denkapparat intensiv benutzen, um eben auf andere Gedanken zu kommen. Für beide Zielgruppen haben wir diese Woche einen Tipp.

Fangen wir mit den Denkern an. Am Freitag lief auf arte der Kammerspiel-Thriller „Das Verhör in der Nacht„. Ein Verhör-Spezialist (Charly Hübner) hat 90 Minuten Zeit, um herauszufinden, ob eine Professorin (Sophie von Kessel) nur eine Übung mit ihren Studenten veranstaltet oder tatsächlich eine Bombe gelegt hat, die am Ende besagter 90 Minuten hochgehen wird. Das wirkt ein bisschen wie eine Theatersituation, und das ist es auch: der Film basiert auf einem Theaterstück von Daniel Kehlmann, der auch das Drehbuch geschrieben hat. Vorher hat Kehlmann sich vermutlich mehrmals den französischen Klassiker „Das Verhör“ angeschaut, mit dem seine Verhör-Geschichte mehr als nur flüchtige Ähnlichkeiten hat. Und Charly Hübner durfte auch mal mitgucken, der hat sich einiges von Lino Ventura abgeschaut. Neunzig Minuten lang passiert eigentlich nichts, aber das Duell zwischen Polizist und mutmaßlicher Terroristin ist trotzdem sehr spannend und exzellent gespielt. Solange man sich auf die minimalistische Erzählweise einlässt und gewillt ist, den durchaus komplexen Gedankengängen der beiden Protagonisten zu folgen. Der Film läuft heute Abend im ZDF, man kann ihn aber auch in der arte-Mediathek anschauen.

Wer nicht mitdenken sondern sich lieber vollkommen hirnlos aber sehr amüsant beballern lassen möchte, ist hingegen bei „Guns Akimbo„, der diese Woche auf Blu-ray rauskommt, goldrichtig. Daniel Ratcliffe bekommt zwei Knarren in die Hände geschraubt(!), um sich an einem durchgedrehten Gladiatorn-Spiel im Internet zu beteiligen, und dann geht die Party los. Ds ist total konstruiert, unglaubwürdig bis zum geht nicht mehr, aber eben – nicht zuletzt dank einem Ratcliffe in Topform – ein grandioser Achterbahn-Spaß.

 

[Tipp des Tages] Der Außenseiter-Samurai – „Ronin“ im TV

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Video-Link: https://youtu.be/_3CBxiCQlxs

Ein Ronin ist ein Samurai, der keinem Herren dient, und in „Ronin“ haben wir es mit mehreren dieser Kerle zu tun. Ein Haufen Gangster und Agenten – bei keinem weiß man, für wen er arbeitet bzw. ob er für jemanden oder auf eigene Rechnung arbeitet – sind hinter einem mysteriösen Koffer her. Was in dem Koffer ist, ist auch nicht so ganz klar, aber letztlich ist das egal: Wichtig ist, dass die Iren den Koffer wollen. Und die Russen. Und andere vervorragende Nationen bestimmt auch. Und um an den Koffer zu bekommen, ist den Agenten und Gangstern, die hinter dem Ding herkommen, jedes Mittel recht. Hier wird betrogen, gemeuchelt, sabotiert und geprügelt, dass es die reine Freude ist. Auch schauspielerisch ist der Film vom Allerfeinsten: Robert de Niro, Jean Reno, Jonathan Pryce, Sean Bean, Michael Lonsdale, Stellan Skarsgård – die Namen sprechen wohl für sich selbst, da kann sogar Katharina Witt(!) eine Russin spielen, ohne weiteren Schaden anzurichten. „Ronin“ war und ist ein grpßer Kino-Spaß, einer der besten AGenten-Thriller überhaupt. Heute Abend läuft er um 20 Uhr 15 auf kabeleins.