Das männliche Zitat der Woche (XVIC): Ricky Gervais

Foto: Thomas Atilla Lewis, CC BY-SA 2.0 , via Wikimedia Commons

„Bitte, sagt nicht mehr ‚Darüber kann man keine Witze mehr machen‘. Man kann. Man kann Witze über alles machen, was man verdammt noch mal will. Und einigen Leuten wird das nicht gefallen, und sie werden einem sagen, dass es ihnen nicht gefallen hat. Und dann muss man entscheiden, ob einem das wichtig ist oder nicht. Und so weiter. Das ist ein gutes System.“

Ricky Gervais

[Witz] Vermisst

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Mann: Ich möchte eine Vermisstenanzeige aufgeben. Meine Frau ist verschwunden. Sie ist gestern ins Einkaufszentrum gegangen und nicht zurückgekommen.
Polizist: Wie alt ist Ihre Faru?
Mann: Kann ich so genau nicht sagen. Um die 40, ungefähr. Wir feiern keine Geburtstage.
Polizist: Größe?
Mann: Weiß ich nicht genau, irgendwas zwischen einssechzig und einssiebzig.
Polizist: Gewicht?
Mann: Ja, normal. Nicht dünn, nicht dick…
Polizist: Augenfarbe?
Mann: Irgendwie braun. Glaube ich.
Polizist: Haarfarbe?
Mann: Die wechselt ständig. Derzeit so bräunlich. Vielleicht. Ich weiß das nicht mehr so genau.
Polizist: Was hatte sie an?
Mann: Oh. Schwierig. Hosen vielleicht. Oder einen Rock. Oder Shorts. Ich erinnere mich nicht.
Polizist: Wie ist sie zum Einkaufszentrum gekommen? Mit dem Auto?
Mann: Nein, sie hat mein Motorrad genommen.
Polizist: Was ist das für ein Motorrad?
Mann: 2018er Harley Davidson Roadglide „Twisted Cherry“, 14 Zoll Ape-Hanger-Lenker, Stage 2 Kit, Fishtail-Auspuff  von Vance and Hines, Klock Werks Windschutzscheibe, JPcycles-Fußstützen, Highway Pegs und Sturzbügel… (leises Schluchzen)
Polizist: Beruhigen Sie sich. Ich verspreche Ihnen, wir werden ihr Motorrad finden.

 

[Tipp der Woche] Stathams Bester? – „Cash Truck“ von Guy Ritchie im Kino

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Video-Link: https://youtu.be/nLGyDJbnhOg

Okay, ich bin einer der größten Jason-Statham-Fans der westlichen Hemisphere. Wenn ein neuer Statham-Film angekündigt wird, freu ich mich wie ein kleines Kind. Weil ich die typischen Statham-Film-Formel mag: jede Menge kernige Action, jede Menge Lakonie, staubtrockener Humor und eine Prise Ironie. Aber die kernige Action steht immer im Vordergrund. Nicht jeder Statham-Film liefert 100 Prozent, aber als Fan ist man ja schon mit 60, 70 oder 80 Prozent zufrieden. Aber diese Woche kommt ein Hundertprozenter in die Kinos, vielleicht sogareiner von Stathams Besten… weiterlesen…

Schwanzvergleich im Weltall

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Dieser Tage machen sich ein paar weltbekannte Milliardäre dahin auf, wo nie jemand gewesen ist ein paar Astronauten schon gewesen sind. Richard Branson, Elon Musk und Jeff Bezos wollen den Weltraum erobern. In den Social Networks stoßen diese Pläne vorwiegend auf Ablehnung. Von Schwanzvergleichen im Weltraum ist die Rede, von interstellarer Eitelkeit und astronomischer Geldverschwendung. Ich sehe das komplett anders. Diese Männer haben Imperien aufgebaut, weil sie Möglichkeiten gesehen haben, die außer ihnen niemand gesehen hat. Branson hat das Potenzial eines unbekannten Bassisten namens Mike Oldfield erkannt, Bezos hat auf den Versandhandel gesetzt, als alle Welt Neckermann für das Nonplusultra hielt und Musk hat ein Internet-Bezahlsystem gegen die allmächtige Kreditkarte gesetzt und dem als unverkäuflich geltenden Elektro-Auto zum Durchbruch verholfen. Wenn diese Männer sich jetzt für die Raumfahrt starkmachen, bedeutet das, dass wir endlich die unendlichen Weiten des Alls mit ihren unendlichen Möglichkeiten nutzen werden. Weil sich daraus – auch – ein Geschäft machen lässt. Denn machen wir uns nichts vor: die staatlich betriebene Raumfahrt hat – seit der Einstellung des Apollo-Programms – nur so mittelgut funktioniert. Weil es an Politikern mit Visionen gefehlt hat. Jetzt sind die Visionen wieder da, und sie werden privat finanziert. Ich freue mich auf aufregende Zeiten.

[Tipp der Woche] Nicht für jedermann – „Der Rausch“ im Kino

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Video-Link: https://youtu.be/QK2hGX7U508

Es gibt Filme, bei denen die Inhaltsangabe einen abschreckt. „Der Rausch“ ist so ein Film. Vier Männer mittleren Alters, die mit ihrem Leben nicht so hundertprozentig zufrieden sind, wagen ein Experiment. Sie versuchen zukünftig, leicht angetrunken durchs Leben zu gehen, weil sie von einer Theorie gehört haben, dass sich die Dinge kreativer und entspannter meistern lassen, wenn man permanent so 0,5 Promille im Blut hat. Hat Churchill nicht permanent gebechert, und trotzdem – oder deswegen? – den 2. Weltkrieg gewonnen? Eben! Die vier Freunde erproben diese Theorie in der Wirklichkeit, mit unterschiedlichen Resultaten.

Auf Anhieb hört sich das nach einem moralinsaurem Sozialdrama an, das mit erhobenem Zeigefinger vor den Gefahren des Alkohols warnt. Das ist es aber gar nicht. „Der Rausch“ ist ein spannender Film, der tatsächlich Spaß macht und – in Maßen – zum Nachdenken anregt: über Freiheit, Freundschaft und – auch – den Alkohol. Intelligentes Kino, wie es sein soll. Dicke Empfehlung.