Auf den zweiten Blick…

second birthday, happy birthday, dog

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Seit über zwanzig Jahren kann ich mich als bewussten Nassrasierer bezeichnen. Vorher hab ich mir nicht viel Gedanken über meine Rasur gemacht, hab einfach morgens „irgendwie“ die Stoppeln abgeschnitten, damit ich halbwegs manierlich aussehend durch den Tag komme. Vor etwas mehr als zwanzig Jahren machte ich mir dann ernsthaft Gedanken über das Rasieren – meinen Weg dorthin habe ich hier https://blog.nassrasur.com/2019-02-28/mein-langer-weg-zur-nassrasur/ beschrieben – und bin seitdem der besagte „bewusste“ Nassrasierer. Und seitdem habe ich
Vor über zwanzig Jahren habe ich begonnen, mich bewusst nass zu rasieren. Vorher hab ich mir keine großen Gedanken über die Gesichtshaarentfernung gemacht und hab – meist mit einem Elektromäher – morgens meine Stoppeln „irgendwie“ abgeschnitten, damit ich für den Rest des Tages halbwegs manierlich aussah. Dass mit dem Gedankenmachen hab ich dann nachgeholt – meinen Weg dorthin hab ich hier beschrieben – und seitdem rasiere ich mich bewusst und gerne nass. Und – wie viele von uns Nassrasur-Aficionados – probiere ich regelmäßig neue Sachen aus: Klingen, Pinsel, Rasierapparate, Aftershaves… ihr kennt das. Viele Artikel hab ich nur einmal benutzt bzw. aufgebraucht und dann nie wieder angefasst. Ein paar Sachen haben ihren Weg in meine tägliche Rotation gefunden: der Merkur Futur, die ASP-Klingen, das Floid als mein Sommer-AS… und keiner dieser Artikel, die ich mittlerweile fast täglich benutze, hat mir auf Anhieb gefallen.

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Das männliche Zitat der Woche (CIX): Raymond Chandler

English: Photographer uncredited. Published by Alfred A. Knopf., Public domain, via Wikimedia Commons

“Gesunder Menschenverstand, das ist der Typ, der dir sagt, dass du deine Bremsen letzte Woche hättest einstellen sollen, nachdem du diese Woche eine Beule in dein Auto gefahren hast. Gesunder Menschenverstand ist der Quarterback vom Montagmorgen, der das Spiel gewonnen hätte, wenn jemand ihn aufgestellt hätte. Aber er wird niemals aufgestellt. Er steht auf der Tribüne, mit einem Flachmann in der Tasche. Gesunder Menschenverstand ist der kleine Kerl im grauen Anzug, der niemals einen Fehler beim Addieren macht. Aber er zählt immer das Geld anderer Leute, nie sein eigenes.“

Raymond Chandler

[Tipps der Woche] Wieder Fußball, wieder zweimal Kino…

Kann sein, dass jetzt jemand ein Deja-Vu-Erlebnis hat: Genau wie letzte Woche empfehlen wir einmal Fußball und zweimal Film, und bei den Filmen ist schon wieder der Eberhofer dabei. Ist aber kein Deja Vu, sondern Zufall. Am Mittwoch ist das Supercup-Match zwischen Real Madrid und Eintracht Frankfurt, und im TV gibt’s diese Woche zwei Filmpremieren, die Mann sich auf keinen Falll entgehen lassen sollte, wenn man die Filme im Kino nicht gesehen hat.

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Video-Link: https://youtu.be/6S2O-wbFHiM

Die erste Filmpremiere fidnet heute Abend um 20:15 in der ARD statt, da läuft der Eberhofer-Krimi vom letzten Jahr, „Kaiserschmarrndrama„. Wenn ich richtig mitgezählt hab, ist das der 7. Film der Seire (Nr. 8, Guglhupfgeschwader“, ist letzte Woche in den Kinos angelaufen), und die Serie lässt nicht nach, was keine kleine Leistung ist. Die schrägen Niederkaltenkirchener machen schräge Sachen in Niederkaltenkirchen, irgendwie wird nebenher ein Kriminalfall gelöst und der Bauli ist wieder ein bisschen älter geworden. Besonderheiten gibt’s auch: Ein ungewöhnlicher Todesfall könnte Fans der Serie schockieren, der le-gen-dä-re Kreisverkehr wird nur einmal durchfahren und… sie haben die Outtakes nonchalant dringelassen. Ein paar Mal sieht man deutlich, wie Pezzel oder Schwarz privat über den Quatsch lachen müssen, den die Kollegen da gerade veranstalten. Normalerweise schneidet man das raus, diesmal haben sie diese Szenen dringelassen. Das hat Chuzpe, das hat mir gefallen. Und Simon Schwarz spielt kurz vor Schluss in einer Szene absolut grandios, dafür hätte er in den USA den Nebenrollen-Oscar bekommen, viel Spaß! weiterlesen…

Druck auf den Dax, Druck auf die Haut…

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Video-Link: https://youtu.be/pNYTUawHADQ

Zuerst das Do: Bitte, schaut euch – wenn ihr denn ein Abo habt – unbedingt „King of Stonks“ auf Netflix an. Das ist ungelogen einer der besten deutschen Serien der letzten Jahre, ein ganz großer Betrüger-Spaß. Thomas Forster und Matthias Brandt mimen eine faszinierendes Gaunerduo, das mit einem Luftunternehmen die gesamte wirtschaftliche und politische Elite aufs Kreuz legt. Wer jetzt an ein Buddy-Movie denkt, iiegt vollkommen falsch, denn die ehrbaren Geschäftsleute trauen sich gegenseitig – vollkommen zurecht – nicht über den Weg und versuchen ständig, einander zu bevorteilen. Der Alltag des börsennotierten Unternehmen „Cablecash“ (das ist die an „Wirecard“ angelehnte Firma der beiden) läuft in etwa so ab wie eine Karnevalsitzung in einer Irrenanstalt, nachdem die Irren die Ärzte in die Gummizelle gesperrt haben. Das ist großes, sehr komisches und sehr spannendes Serien-Kino.

Zeit für das „Don’t“… weiterlesen…

Es ist sinnlos…

yin, yang, emblem

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… sich über das Gendern aufzuregen. Früher oder später wird sich das von selbst erledigt haben. Ich habe beruflich (ich arbeite u.a. als Dozent in der Fort- und Weiterbildung) häufig mit Menschen aus dem nicht-akademischen Milieu zu tun, die (beinahe hätte ich doch „Gottseidank!“ geschrieben) hierzulande immer noch die Mehrheit stellen. Den meisten dieser Menschen ist die Genderei vollkommen unbekannt. Wenn ich meine Teilnehmer mit einem gegenderten Text konfrontiere, fallen unfehlbar zwei Fragen: „Was soll das?“ und „Muss ich das auch machen?“ Wenn ich das Konzept erklärt und die zweite Frage negativ beantwortet habe („Ist nicht offiziell, kein Zwang“), kommt immer: „Dann mach ich das auch nicht, zu umständlich.“ Bei Menschen, die unsere Sprache erst lernen, erübrigt sich das: Denen kann ich gar keinen gegenderten Text in die Hand geben, weil sie ihn schlicht und einfach nicht verstehen können1. Gendern wird von einer intellektuellen Elite (bzw. von Menschen, die sich für Mitglieder einer solchen halten) benutzt, um sich gegenseitig zu signalisieren, wie achtsam und aufgeklärt man doch ist. Das bleibt in dieser Blase stecken und läuft sich früher oder später tot. Das ist alles. Lohnt die Aufregung nicht, wie gesagt.

[Tipps der Woche] Bundesligastart und 2mal Kino

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Video-Link: https://youtu.be/2klRo_zBZMA

Mitten in der sommerlichen Saure-Gurken-Zeit, und dann so eine Woche! Die Bundesliga startet endlich wieder, und im Kino laufen gleich zwei Filme an, die Mann sich nicht entgehen lassen sollte. Fangen wir mit dem Kino an, da hätten wir zuerst ein Wiedersehen mit guten alten Bekannten, denn diese Woche kommt mit „Guglhupfgeschwader“ das neueste Kapitel der Eberhofer-Saga in de Kinos. In Eberhofers Revier geht’s wieder rund, der Rudi Birkenberger wird sich wieder mit dem guten Essen von der Oma vollstopfen, der Bauli ist schon wieder gewachsen, und der Flötzinger ist sowieso der härteste Womanizer von Niederkaltenkirchen. Wollen wir mal hoffen, dass diesmal wieder öfters durch den Kreisverkehr gefahren wird als im „Kaiserschmarrndrama“… weiterlesen…

Das männliche Zitat der Woche (CXII): Carl Sagan

Foto: NASA/JPL, Public domain, via Wikimedia Commons

„Eine der traurigsten Lektionen der Geschichte ist folgende: Wenn wir lange genug beschwindelt wurden, weisen wir jeden Beweis dafür zurück, dass wir hereingelegt worden sind. Wir sind nicht mehr daran interessiert, die Wahrheit herauszufinden. Die Schwindelei hat uns eingefangen. Es ist einfach zu schmerzhaft – auch uns selbst – einzugestehen, dass wir hereingelegt worden sind. Wenn du einmal einem Scharlatan Macht über dich gegeben hast, bekommst du sie nie wieder zurück.“

Carl Sagan