Mit starken Schotten kann der Winter kommen…

Am letzten Sonntag haben wir die Uhr auf Winterzeit umgestellt, ich hab aber schon deutlich vorher den Bay Rum von Lustray in meine Aftershave-Rotation aufgenommen. Bay Rum ist „mein“ Winter-AS, und  jetzt stellte sich die Aufgabe, eine passende Rasierseife in meine Winter-Rotation aufzunehmen. Die frischen, erfrischenden Seifen haben ihren Platz ja eher im Frühling und im Sommer, im Winter bevorzuge ich kräftige, quasi „wärmende“ Aromen, wenn ich mich rasiere. Vor ein paar Jahren habe ich für diesen Zweck Rasierseifen mit Schafwollfett (Lanolin) für micht entdeckt. Die haben nicht nur einen pflegenden Effekt, der in der kalten Jahreszeit sehr willkommen ist, die bringen auch einen diskreten, zarten Lammbratenduft bei, der mich an so manchen wunderbaren Urlaub in Großbritannien erinnert. Eine solche Rasierseife soll es auch in diesem Jahr sein. weiterlesen…

[Tipp der Woche] Er ist endlich wieder da – „Borat Anschluss Moviefilm“ im Stream

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Video-Link: https://youtu.be/bdpEUfgCmtE

Der erste Borat-Film hat das Publikum gespalten: Für die einen war es eine Sternstunde der Impro-Comedy1, die anderen fanden ihn konfus, öde und geschmacklos. Ich war zwiegespalten, als ich den ersten Borat angesehen hatte: Einerseits konnte ich nicht umhin, Sacha Barons Cohens Meisterschaft als Impro-Comedian zu bewundern, und die wunderbare, grenzensprengende Geschmacklosigkeit hat mir auch sehr zugesagt, aber: mir hat eine richtige Story gefehlt, und irgendwann hat sich die Masche doch wiederholt und wurde langweilig. Aber Sacha Baron Cohen hat scheinbar meine Gedanken gelesen und sich richtig Mühe gegeben zu haben, meine Wünsche zu erfüllen: „Borat Anschluss Moviefilm“ hat zwar immer noch reichlich mit versteckter Kamera gedrehte Impro-Szenen, aber Cohen hat sich ein gescheites Drehbuch gegönnt und den Film mit einer Story und einem Haufen gescripteter Gags ausgestattet. Die samt und sonders so wunderbare böse, gemein und geschmacklos sind, dass jeder aufrechte Social Justice Warrior spätestens nach zwanzig Minuten in Schnappatmung verfällt und ein umgehendes Verbot des Films fordert. Borat wird nach 14 Jahren Zwangsarbeit (der erste Film ist in Kasachstan nicht so gut angekommen) vom kasachischen Präsidenten wieder in die USA geschickt, diesmal mit dem Auftrag, Vize-Präsident Mike Pence ein Geschenk zu überbringen, damit der bei Trump Gutwetter für Kasachstan macht. Und das Geschenk ist durchaus speziell…

Ich hab mich schlapp gelacht, trotz des einen oder anderen Durchhängers. Der Film wird derzeit auf amazon prime gestreamt.

Ein Brief vom Boss, die schlimmste Leiter und Pizza vom Grill – die Links der Woche vom 16.10. bis 22.10.

Jeden Freitag auf “Männer unter sich”: Links, die uns während der Woche untergekommen sind – Sport, Cartoons, Reportagen, Hintergründe zu unseren Artikeln usw. Männliche Themen zum Wochenende, viel Spaß!

Das sind schwierige Zeiten, in denen wir leben. Ich kenn Leute, die drehen schon den Fernseher ab, wenn Nachrichten kommen, weil sie die Corona-Schreckens-News nicht mehr hören wollen oder können. Ich werd auch so langsam mürbe, aber ich halt noch durch und informier mich, was bleibt einem denn anderes übrig? Und bei meinen Informationsrundgängen durchs Internet find ich natürlich nicht nur Horror-News von Corona und/oder Donald Trump, sondern auch ein paar richtig gute, spannende und komische Geschichten, Material für die Links der Woche, die besten Geschichten und Videos, alles linkfrisch unter dem Mauszeiger hervorgeholt. weiterlesen…

Das männliche Zitat der Woche (LXXXVIII): Ferdinand Lassalle

Bundesarchiv, Bild 183-J0827-500-002 / CC-BY-SA, CC BY-SA 3.0 DE, via Wikimedia Commons

„Dies ist die Macht des Aussprechens dessen, was ist. Es ist das gewaltigste politische Mittel! Fichte constatirt in seinen Werken, daß »das Aussprechen dessen, was ist,« ein Lieblingsmittel des alten Napoleon gewesen, und in der That hat er ihm einen großen Theil seiner Erfolge verdankt. Alle große politische Action besteht in dem Aussprechen dessen, was ist, und beginnt damit. Alle politische Kleingeisterei besteht in dem Verschweigen und Bemänteln dessen, was ist.“

Ferdinand Lassalle

Wenn’s auf die Konturen ankommt…

zeradodich / Pixabay

Menschen die – sagen wir es mal freundlich – sich noch nicht wirklich intensiv mit der Materie befasst haben, unterstellen Männern, die Bart tragen, gern eine gewisse Faulheit. „Der macht sich’s einfach und lässt sich einen Bart stehen. Damit er sich nicht rasieren muss.“ Derart merkbefreite Statements hört man öfters. Das Gegenteil ist natürlich meistens der Fall. Dur wer bartmäßig auf der Alp-Öhi-Schiene unterwegs ist und dass Gestrüpp munter wuchern lässt, weil’s ja doch nur die Ziegenherde zu Gesicht bekommt, spart im Badezimmer Zeit. Wer einen gepflegten, mehr oder weniger gestylten Bart bevorzugt, dürfte mit dessen Pflege und Rasur mehr Zeit im Bad verbrauchen als unkomplizierte Männer wie ich, die sich morgens einfach ratzfatz alle Haare aus dem Gesicht schaben. Wer die Konturen seines Barts sauber ausrasieren will, braucht mehr Zeit als der, der alles platt macht. Zeit und Mühe sparen kann man aber mit einem cleveren Spezial-Rasierapparat.  weiterlesen…

[Tipp der Woche] Es ist noch lange nicht vorbei – „Cobra Kai“ auf Netflix

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Video-Link: https://youtu.be/Xe45mmev65o

Normalerweise hab ich’s nicht so mit Fortsetzungen. Wenn eine Geschichte rund und stimmig ist, dann ist es meinethalben vollkommen okay, dass sie nicht weitergeht. Die meisten Fortsetzungen erzählen sowieso nur die gleiche Geschichte in neuen Kulissen und mit neuen Personen. Der erste „Karate Kid“-Film aus 1984 ist so ein Fall: prima Geschichte, schlüssiges Ende, fertig. Die beiden Fortsetzungen waren überflüssig wie ein Kropf und kamen nicht annähernd an den ersten Streifen an. Als ich vor zwei Jahren erfuhr, dass Sie eine Fortsetzung des ersten Films als Serie drehen, die 35 später spielt, hab ich abgewinkt. Was soll das, bitteschön, werden?

Nun, tatsächlich eine der besten TV-Serien des 21. Jahrhunderts, wie ich jetzt zugeben muss, nachdem ich mir die ersten beiden Staffeln von „Cobra Kai“ im Eiltempo auf Netflix reingezogen habe. 30 Jahre nach dem schicksalhaften Kampf, in dem Daniel LaRusso Johnny Lawrence mit dem „Kranich“ besiegt hat, hat sich einiges geändert – und vieles nicht. Aus Daniel ist ein aalglatter, sehr erfolgreicher Geschäftsmann geworden, der ein riesiges Autohaus leitet, Johnny schlägt sich als Hilfsarbeiter durch und steht vor den Trümmern seines verpfuschten Lebens. Eine zufällige Begegnung mit dem jungen Miguel, der von ein paar Bullies gemobbt wird, inspiriert Johnny, den „Cobra Kai“-Dojo wieder aufzumachen und Jugendlichen Karate beizubringen. Als Daniel davon erfährt, rastet er aus. „Cobra Kai“ ist für ihn immer noch ein rotes Tuch. Erst versucht er, Johnny zu sabotieren. Als das scheitert, macht er den Myagi-Dojo wieder auf und konkurriert mit Johnny um die Gunst der Jugendlichen – und der eigenen Kinder… Mehr mag ich nicht verraten, da es ein paar wirklich überraschende Wendungen gibt und auch ein paar alte Bekannte aus dem Film wieder auftauchen. Das Ralph Macchio und William Zabka ihre Rollen aus dem Film wieder aufgenommen haben, verleiht der Geschichte eine tolle Authentizität. Und die beiden sind wirklich tolle Schauspieler, denen es gelingt, die Balance zwischen Tragödie und Komödie zu halten. Das ganze ist eine tolle, fesselnde Männer-Geschichte, mal traurig, oft sehr komisch und durchaus zum Nachdenken anregend.