Ein neues Sebel-Album, die Freundinnen-Falle und die Headline des Jahrunderts – die Links der Woche vom 18.6. bis 25.6.

Jeden Freitag auf “Männer unter sich”: Links, die uns während der Woche untergekommen sind – Sport, Cartoons, Reportagen, Hintergründe zu unseren Artikeln usw. Männliche Themen zum Wochenende, viel Spaß! 

Es ist Freitagmorgen, wir schreiben den zweiten spielfreien Tag der Fußball-Europameisterschaft, und ich hab mich nach dem kräftezehrenden Ungarn-Spiel immer noch nicht weit genug wieder raufgepowert, um die nächste Folge des Turniertagebuchs zu schreiben. Hab ja auch noch bis morgen Zeit. Aber die Links der Woche, die besten Geschichten und Videos der letzten sieben Tage, die müssen heute raus, so seid ihr es gewöhnt. Und hier sind sie auch schon. weiterlesen…

Gut getimete Coolness

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Wir haben ein paar sehr heiße Tage hinter uns, und – da wir erst Juni haben, der Klimawandel lässt grüßen – wir haben noch viele heiße Tage vor uns. Eins der probatesten Mittel, um die heißen Temperaturen besser ertragen zu können, ist für mich, das hab ich schon öfters geschrieben, eine gepflegte Nassrasur mit kühlender Software. Menthol ist das Mittel der Wahl, und das ist in meiner „Sommer-Software“ reichlich enthalten: Proraso-Rasierseife Grün und das zeitlose Floid sind meine Waffen gegen die Sommerhitze, und sie funktionieren ganz ausgezeichnet. Vor allen Dingen, wenn man sie mit dem richtigen Timing einsetzt… weiterlesen…

[Eine wie keine] Nicht neutral – Turniertagebuch, Eintrag 7

Eine Europameisterschaft wie diese hat’s noch nicht gegeben: in mehreren Ländern… unter Pandemie-Bedingungen in beinahe leeren Stadien ausgetragen… ohne Fanmeilen und Public-Viewing-Volksfeste… was für ein Turnier wird das werden? Ich habe auch keine Ahnung, aber bis zum Finale werde ich’s vielleicht herausfinden. Und wenn ich mich reinschreiben muss.

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Es ist Organisationen wie der UEFA oder der FIFA nicht mehr möglich, mich zu überraschen, da ich grundsätzlich nur das Schlechteste von Ihnen erwarte. Von daher war das Verbot, die Allianz-Arena in Regenbogenfarben anzuleuchten, zu erwarten: Fußballfunktionäre kuschlen lieber mit autoritären Gestalten anstatt sie zu vergrämen – woher das wohl kommen mag? Was mich hingegen überrascht hat, waren die vielen Posts auf social media, in denen gemeint wird, das gehe schon in Ordnung mit dem Nicht-Regenbogen, denn als Gastgeber wäre man ja der Neutralität verpflichtet. Was wäre denn am Regenbogen bitteschön nicht neutral? Der Regenbogen steht für das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit, das ist ein Grund- und Menschenrecht. Als „nicht neutral“ kann man das nur empfinden, wenn man mit Menschenrechten selber nix am Hut hat.

Zur sportlichen Seite des Spiels morgen gegen Ungarn: das wird schwer, besonders wenn Müller ausfällt. Der ist ja längst nicht mehr der wirr herumlaufende Bruder Lustig, der aus skurrilen Situationen einnetzt, der hat sich zu einem extrem offensiven Spielmacher gemausert, der seine Mitspieler blendend in Szene setzen kann. Goretzka, der ihn ersetzen könnte, ist vielleicht dynamischer und explosiver (gilt auch für Sané), aber die Übersicht Müllers geht beiden ab. Außerdem haben wir bei internationalen Spielen sehr schlechte Erfahrungen gemacht, wenn Müller nicht gespielt hat (Halbfinale 2010, remember?). Wird schwer, gegen Ungarn, Machbar, aber sehr schwer.

Meine Tipps für die nächsten Spiele:
Kroatien – Schottland 1:0
Tschechien – England 1:1
Slowakei – Spanien 0:2
Schweden – Polen 0:0
Portugal – Frankreich 0:2
Deutschland – Ungarn 3:21

[Tipp der Woche] Verstümmelt, aber sehenswert – die Mutter aller Schlachtenepen: John Woos „Red Cliff“

Wenn etwas aus der Mode gekommen ist, dann ist das der Monumentalfilm, also in jeder Hinsicht überdimensionierte Filme, die vor allen Dingen mit enormen Schauwerten das Publikum ins Kino locken wollen. Das Genre hatte seine Höhepunkte in den 50ern und 60ern, seitdem wird der Monumentalfilm nur noch sporadisch bedient, bzw. wenn Peter Jackson mal wieder so richtig auf die Kacke hauen will, dann bekommen wir wieder einen zu sehen, meistens als Trilogie. Ansonsten gilt der Monumentalfilm hierzulande als infantil, als cineastisch dubios, als potenzielles Kassengift. Was zur Folge hatte, das ein absolutes Meisterwerk des Genres, John Woos fantastisches „Red Cliff“ hierzulande nur in einer grotesk verstümmelten Version anzuschauen war. Der Film, der sich um eine der bedeutendsten Schlachten der chinesischen Geschichte aus dem Jahr 208 n. Chr. dreht, dauert satte 7 Stunden(!) und kam in Asien in zwei Teilen in die Kinos. Hierzulande hat man erst gar nicht versucht, ihn in die Kinos zu bringen, sondern ihn stattdessen in einer extrem zusammengeschnittenen Fassung auf DVD und Blu-ray rausgehauen. Was verdammt schade ist.

Mal abgesehen von der grundsätzlichen Überlegung, ob derartige cineastische Kraftakte noch zeitgemäß sind: das ist großes, klassisches Kino mit einer absolut exquisiten Bildkomposition, stellenweiser genialer Kampfchoreographie im Großen wie im Kleinen und – in der langen Fassung – ein ständiger, souveräner Wechsel zwischen betäubenden Action-Szenen und ruhigen, kontemplativen Sequenzen. „Red Cliff“ ist ein Meisterwerk des konservativen Kinos, punktum.

Die gekürzte Fassung läuft in der Nacht von Freitag auf Samstag um 2:30 Uhr auf ProSieben. Ich empfehle jedem, der den Film noch nicht kennt, wachzubleiben bzw. den Festplattenrecorder entsprechend zu timen. Schaut eine halbe Stunde rein, wenn ihr dann nicht sofort die ungekürzte Fassung auf Disc ordert, weiß ich auch nicht. Großes, monumentales(!) Kino!

[Eine wie keine] Wir sind Norwegen! – Turniertagebuch, Eintrag 6

Eine Europameisterschaft wie diese hat’s noch nicht gegeben: in mehreren Ländern… unter Pandemie-Bedingungen in beinahe leeren Stadien ausgetragen… ohne Fanmeilen und Public-Viewing-Volksfeste… was für ein Turnier wird das werden? Ich habe auch keine Ahnung, aber bis zum Finale werde ich’s vielleicht herausfinden. Und wenn ich mich reinschreiben muss.

Also, den Herrschaften, die jetzt noch nicht im Turnier sind, kann ich beim besten Willen nicht helfen. Die Nationalmannschaft ist im Turnier angekommen, und zwar mit haargenau der Reaktion, die sie 2018 leider nicht gezeigt hat. Ich freu mich auf Mittwoch! Wenn sie sich von dem Spirit, den sie gestern gezeigt haben, inspirieren lassen, wenn sie immer wieder mit dieser Leidenschaft auf den Platz gehen, dann können sie in der Tat weit kommen.

Heute guck ich die anstehenden Matches nur nebenbei. Heute schau ich nach Norwegen. Die Norweger machen heute nämlich etwas Beispielhaftes: Obwohl das Land zum ersten Mal seit 20 Jahren die Chance hat, sich für ein internationales Turnier zu qualifizieren, stimmen Sie heute darüber ab, ob sie die schändliche WM in Qatar boykottieren sollen. Eine solche Abstimmung sollte in jedem Land, das eine Chance hat, sich für dieses dubiose Turnier zu qualifizieren. Der Fußball gehört überall hin, er soll im hintersten Winkel dieser Erde rollen und Freude verbeiten, aber lasst ihn uns nicht in die Wüste eines korrupten Scheichtums schicken, wo die Menschenrechte mit Füßen getreten werden. Wir sind Norwegen!

[Eine wie keine] Einfach Spaß! – Turniertagebuch, Eintrag 5

Eine Europameisterschaft wie diese hat’s noch nicht gegeben: in mehreren Ländern… unter Pandemie-Bedingungen in beinahe leeren Stadien ausgetragen… ohne Fanmeilen und Public-Viewing-Volksfeste… was für ein Turnier wird das werden? Ich habe auch keine Ahnung, aber bis zum Finale werde ich’s vielleicht herausfinden. Und wenn ich mich reinschreiben muss.

Gestern hatte ich vor dem Fernseher jede Menge Spaß. Ich hab mir England-Schottland angeschaut und den Schotten die Daumen gedrückt. Tatsächlich ist es den Männern aus dem Norden en ja gelungen, diesen in der teuersten Liga der Welt geschulten Spielern mit einfachsten Mitteln ein Unentschieden abzutrotzen. Zwei Viererketten, Laufbereitschaft, Leidenschaft… das genügt schon, um die ehrgeizigsten Matchpläne zu kippen. Das ist ja das Besondere am Fußball: dass nicht immer die Mannschaft mit den besseren Spielern gewinnt, sondern dass die Mannschaft, die mehr in die Waagschale wirft, ebenfalls eine Chance hat.

Auf alle Fälle hatten die Schotten gestern Spaß am Fußballspielen, viel mehr Spaß als ihre Gegner. Das hat man gemerkt, und die schottischen Fans waren schon im Flugzeug auf dem Weg zum Spiel in bester Stimmung:

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Video-Link: https://youtu.be/9m3jMydIP2I

Ein bisschen von dem Spaß, den die Schotten und ihre Fans gestern hatten, würde auch der deutschen Nationalmannschaft gut tun. Spaß oder, anders gesagt, Spielfreude ist  Grundvoraussetzung für erfolgreichen Fußball, und wer verkniffen in ein wichtiges Match geht, hat schon halb verloren. Und das wollen wir doch nicht. Wir wollen Spaß, oder?

Meine Tipps für die nächsten Spiele:
Ungarn – Frankreich 0:4
Portugal – Deutschland 0:2
Spanien – Polen 2:0
Italien – Wales 3:0
Schweiz – Türkei 1:0

Depression bei Vätern, der Rashomon-Effekt und beruhigende Verschlussgeräusche – die Links der Woche vom 11.6. bis 17.6.

Jeden Freitag auf “Männer unter sich”: Links, die uns während der Woche untergekommen sind – Sport, Cartoons, Reportagen, Hintergründe zu unseren Artikeln usw. Männliche Themen zum Wochenende, viel Spaß! 

Schon wieder ist Freitag, schon wieder haben wir den letzten Arbeitstag einer prallgefüllten Woche erreicht. Wenn ein großes Fußball-Turnier läuft, heißt es ja immer, dass alles sich nur um unseren Leiplingssport dreht. Das war schon immer Unsinn, und das war und ist auch diesmal Unsinn. Fußball war ur eins von vielen Themen, die diese Woche hochgekocht haben. Sieht man auch an unseren Links der Woche, den besten Geschichten und Videos der letzten 7 Tage: gerade mal 2 Links zum Thema EM. Die haben’s aber, wie alle unsere Links, in sich! weiterlesen…

Beine rasieren – nur was für Frauen und Profis?

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Photo by KeithJJ on Pixabay

Was haben die Fußball-Europameisterschaft und „Germany’s Next Top-Model“ gemeinsam? Auf den ersten Blick natürlich wenig bis gar nichts, aber wenn man genauer hinschaut entdeckt man: bei beiden Events legen die Akteure Wert auf möglichst glattrasierte Beine. Bei den angehenden Models sind die Gründe klar, die liegen im ästhetischen Bereich. Aber sind Fußballspieler genauso eitel? Oder haben die glattrasierten Beine bei den Profis handfestere Gründe? Das zweite ist tatsächlich der Fall… weiterlesen…

[Streaming-Tipp] Die Rückkehr des Rückkehrers – neue „Lupin“-Folgen auf Netflix

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Video-Link: https://youtu.be/M1Egiqwir70

Als „Die Rückkehr des Gentleman-Ganoven“ hab ich Anfang des Jahres die ersten Folgen der genialen Netflix-Serie mit Omar Sy bejubelt. Der Katzenjammer folgte auf dem Fuß, als ich feststellte, dass die Geschichte einfach mittendrin (auch noch mit einem Cliffhanger) aufhörte. Frust! Frust, der fast ein halbes Jahr lang anhielt. Bis letzten Freitag. Seitdem stehen die neuen Folgen online. Der Gentleman-Ganove ist endlich nochmal zurückgekehrt!