20 Jahre Wikipedia, ein Stiel-Klavier und zwei vergessene Passwörter – die Links der Woche vom 8.1. bis 14.1.

Jeden Freitag auf “Männer unter sich”: Links, die uns während der Woche untergekommen sind – Sport, Cartoons, Reportagen, Hintergründe zu unseren Artikeln usw. Männliche Themen zum Wochenende, viel Spaß!

Der Freitag der 2. Kalenderwoche des neuen Jahrs ist da, Zeit für unsere Links der Woche. Mittlerweile merken auch wir, dass das öffentliche Leben ziemlich weit heruntergefahren ist: In Vor-Pandemie-Zeiten konnten wir oft ganz gelassen aus einer Fülle von Themen und Artikeln auswählen, mittlerweile müssen wir gelegentlich ein bisschen suchen, um interessante Geschichten und Videos für euch zu finden. Noch ist das nicht dramatisch, aber es ist ein Indiz dafür, dass viele Leute sich zurückgezogen und abgekapselt haben. Ich jedenfalls bin sowas von heilfroh, dass es das Internet gibt, über das man sich noch austauschen und von Dingen erzählen kann, die einen bewegen. weiterlesen…

„Shaving“

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Video-Link: https://youtu.be/we4iEQfrXUo

Diesen Kurzfilm habe ich vor 2 Tagen zufällig auf youtube entdeckt. Er ist zwar auf Englisch, aber man muss kein Englisch können, um ihn zu verstehen. Es handelt sich um eine ziemlich wortgetreue Verfilmung einer Kurzgeschichte des walisischen Autors Leslie Norris, die ihr hier nachlesen könnt.

 

[Männeressen] Wenn man sich mal ordentlich einen pfeffern will: Il Peposo

Rezepte wie das folgende hatten wir hier schon öfters: Durchwachsenes Fleisch, vorzugsweise vom Rind, wird sehr lange bei sehr milder Hitze geschmort, bis sich das Durchwachsene1 in der Schmorflüssigkeit aufgelöst hat. Das gibt butterzartes Fleisch und eine sensationelle, kräftige Sauce. So weit, so nix neues, aber dieses Traditions-Rezept aus der Toscana hat eine Besonderheit: Wie der Name „Il Peposo“ schon sagt: Hier wird sich ordentlich einer gepfeffert. Das ist zwar immer noch Lichtjahre von der Schärfe gewisser asiatischer Gerichte entfernt, doch man muss eine gewisse Schärfe schon mögen und abkönnen, um die wunderbare Aromatik dieses ansonsten sehr einfachen Schmorgerichts, das sich quasi von alleine kocht, genießen zu können. weiterlesen…

[Tipp der Woche] Die Rückkehr des Gentleman-Ganoven – „Lupin“ auf Netflix

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Video-Link: https://youtu.be/2s9OAWt9vCM

Seit ich vor über fünfzig Jahren zum ersten Mal „Ihr Auftritt, Al Mundy“1 gesehen hab, bin ich von Gentleman-Ganoven fasziniert. Von Verbrechern, die Ihre Dinger nicht nur aus Gier begehen, sondern aus Leidenschaft. Aus sportlichem Ehrgeiz. Weil sie es können. Irgendwann hab ich dann erfahren, dass Arséne Lupin die wichtigste Inspiration für Al Mundy war, ein französischer Meisterdieb, der Anfang des 20. Jahrhunderts die Hauptfigur in einer in Frankreich und Kanada immens erfolgreichen Krimi-Serie war. Natürlich hab ich sofort ein paar LeBlanc-Bücher gelesen und war – leicht unterwältigt. Den Schwarten merkte man ihr Alter deutlich an, und so sehr ich auf Action bei der Lektüre stehe, die Original-Lupin-Romane sind ziemlich flach. Mag sein, dass sie mittlerweile einen nostalgischen Charme entwickelt haben, man kann ja mal reinschauen, aber nicht, bevor man sich nicht die sensationelle „Lupin„-Serie mit Omar Sy auf Netflix angeschaut hat. Sy spielt nicht Lupin, sondern den von Lupin inspirierten Meisterdieb Assane Diop, der als Jugendlicher von den Lupin-Romanen zu einer Gentleman-Gangster-Laufbahn inspiriert wurde. Außer Lupin stand bei dieser Serie auch „Der Graf von Monte Christo“ Pate, denn Diop befindet sich auf einem Rachefeldzug. Die reiche Familie Pellegrini hat seinem Vater, der als Chauffeur für die Pellegrinis arbeitete, ein Verbrechen untergeschoben und ihn so zum Selbstmord getrieben. Diops Coups dienen dazu, die Pellegrinis aus der Deckung zu locken, seinen Vater zu rehabilitieren und Rache zu nehmen. Das ist extrem clever ausgedacht, mit zahlreichen überraschenden Wendungen durchgezogen2 und von dem Charmebolzen Omar Sy hinreißend gespielt. Ich hab die ersten drei Folgen durchgebingt. Wenn ich diesen Post fertig geschrieben hab, guck ich weiter. Also jetzt.

Neujahrsansprachen, der Coléoptère und ein roter Pizzaboden – die Links der Woche vom 1.1. bis 7.1.

Jeden Freitag auf “Männer unter sich”: Links, die uns während der Woche untergekommen sind – Sport, Cartoons, Reportagen, Hintergründe zu unseren Artikeln usw. Männliche Themen zum Wochenende, viel Spaß!

Hier sind die ersten Links der Woche des Jahres 2021, auf das die berühmte Floskel „Das fängt ja gut an…“ nun sicher nicht passt. Was war diese Woche nicht alles los: Lockdown-Verlängerung, beingefährliche Corona-Mutanten, Chaoten rüpeln am Capitol, nachdem bei Trump wohl endgültig die letzten Sicherungen durchgeknallt sind… man seht sich direkt nach dem ruhigen, beschaulichen 2020 zurück, nicht wahr? Nix da, die Zeit lässt sich – im Guten wie im Schlechten – nicht zurückdrehen, wir müssen durch, wo wir eben durchmüssen. Zur Entspannung am Wochenende haben wir, wie immer, die besten Geschichten und Videos der Woche für euch gesammelt. Zum ersten Mal in diesem – siehe oben – hochspannenden 2021. weiterlesen…

Nichts neues unter der Sonne…

succo / Pixabay

Nichts neues unter der Sonne: es bleibt beim Lockdown, hier ein bisschen was verschärfen, da am Stellschräubchen drehen und auf das Beste hoffen. Den Ministerpräsidenten und der Kanzlerin fällt nix neues ein, und mir auch nicht, deshalb nochmal: Schaltet endlich die Parlamente wieder ein, damit in einer öffentlichen Diskussion NEUE Ideen geprüft werden können. Seit zehn Monaten verordnet hier ein Gremium vor sich hin, dass von den immer gleichen Beratern beraten wird, daher impuls- und ideenlos im eigenen Saft schmort und lieber Unsinn verzapft, als eigene Fehler einzugestehen und daraus eine veränderte Handlungsweise abzuleiten. Die Demokratie ist nicht deswegen die beste Staatsform, weil sie irgendwie gerechter wäre als andere. Der Vorteil einer funktionierenden Demokratie ist es, dass es hier am einfachsten ist, neue Ideen in die Diskussion zu bringen. Und alte Ideen, die es nicht oder nicht mehr bringen, über den Haufen zu werfen. Auch diesen Vorteil scheinen wir zur Zeit verspielt zu haben.

Gerry Marsden †

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Video-Link: https://youtu.be/NzJqv_Oj_W0

Gerry Marsden war der Leadsänger der Band „Gerry and the Pacemakers“ aus Liverpool und der Mann, der auf die Idee gekommen ist, aus dem obskuren Musical-Song „You’ll never walk alone“ eine Fußball-Hymne zu machen.