[Tipp der Woche] Der Becher mit dem Fächer und der Kelch mit dem Elch – „Der Hofnarr“ auf Blu-ray

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Video-Link: https://youtu.be/Pt37TRvU_Mw

Diese Woche wird’s wieder mal nostalgisch: Als ich unseren Tipp der Woche, den Komödienklassiker „Der Hofnarr“ zum ersten Mal gesehen habe, da war die Zahl der Geburtstagskerzen auf der jährlichen Torte noch einstellig. Der Film selbst, in dem Giganten wie Danny Kaye, Angela Lansbury und Basil Rathbone die Komik-Muskeln spielen lassen, ist bereits 1955 gedreht worden, aber erstaunlich frisch geblieben: Ich hab ihn mir erst letztes Jahr mal wieder angeschaut und mich wieder scheckig gelacht. Der Film zieht einfach jedes Klischee des Mantel-und-Degen-Films durch den Kakao, nimmt die ganze Robin-Hood-Romantik gnadenlos auf die Schippe, und Danny Kaye fackelt als Vollpfosten, der sich als besten Hofnarren der Welt ausgeben muss und daran immer wieder scheitert, ein Komik-Feuerwerk der Sonderklasse ab. Allein die Szene, in der er zum Ritter geschlagen wird, und – natürlich – die Szene, in der er sich zu merken versucht, welche Geheimpille in welchem Trinkgefäß ist, sorgen bei mir verlässlich für Erstickungsanfälle.

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Video-Link: https://youtu.be/jOvHMOjIG9s

Am Donnerstag erscheint der Film erstmals auf Blu-ray.

Der Scholzfinger, Kinos dicht und Gollums Entstehung – die Links der Woche vom 26.11. bis 2.12.

 Jeden Freitag auf “Männer unter sich”: Links, die uns während der Woche untergekommen sind – Sport, Cartoons, Reportagen, Hintergründe zu unseren Artikeln usw. Männliche Themen zum Wochenende, viel Spaß! 

Es ist Freitag, die Woche ist rum, und für die Kanzlerin endete die Dienstzeit gestern Abend mit einem Großen Zapfenstreich. Sollte ich mal einen bekommen, würde ich mir als Musiktitel „JE t’aime“, „Tiptoe through the Tulips“ und „Revolution No. 9“ vom Weißen Album wünschen, einfach um mal zu sehen und zu hören, wie eine Militärkapelle mit diesen Titeln umgeht. Aber auch nach dem Kanzlerinnen-Zapfenstredeich gilt: Läbbe geht weiter, Links der Woche komme. Hier sind die besten Geschichten und Videos der vergangenen Woche. weiterlesen…

Irrlicht Impfpflicht

Ich weiß gerade nicht, worüber ich mich mehr ärgern soll: Über die Idioten, die sich nicht impfen lassen wollen und uns in diese Scheiße reingeritten haben oder diese vollkommen bescheuerte Impfpflicht-Diskussion, die nur einen Zweck hat: Nämlich vom Versagen der Corona-Politik ALLER Beteiligten abzulenken. Deshalb redet unsere aktuelle Politikergarde ja so gern über die Impfpflicht und lässt sich von den Medien mit Freuden dafür kritisieren, dass sie vor drei Monaten noch alle gesagt haben „Impfpflicht? Niemals!“ In dieser – aktuell vollkommen nebensächlichen – Angelegenheit kritisiert zu werden, ist nämlich deutlich angenehmer, als sich dafür rechtfertigen zu müssen, dass man die Vorbereitung auf den Corona-Herbst und -Winter komplett verschlafen hat. Dass man auf ALLE seriösen Experten nicht gehört hat. Dass man die Impfstoffbeschaffung wieder und wieder und immer wieder verkackt hat. Dass einem monatelang der Wahlkampf und das eigene Abschneiden bei den Wahlen wichtiger waren als der Schutz der Bevölkerung. Da redet man dann doch lieber über eine nebulöse Impfpflicht, die in zwei, drei Monaten kommen soll1, und von der noch niemand weiß, wie sie überhaupt durchgesetzt werden soll. Schon jetzt schaffen die Ordnungsämter die Kontrollen, ob die 2G-Vorschriften im Handel, bei Veranstaltungen oder in der Gastronomie eingehalten werden, allerhöchstens stichpunktartig. Die Gesundheitsämter sind mit der Kontaktnachverfolgung der infizierten Bevölkerung heillos überfordert. Die Polizei steht oft genug in der Gegend herum und dreht Däumchen, während direkt vor ihrer Nase die Covidioten gegen jeder Vorschrift verstoßen, die ihnen einfällt. Wer, bitte, soll eine Impfpflicht durchsetzen und das kontrollieren? Wer hat die Zeit, die Ressourcen und die Leidensfähigkeit dazu? Jeder Vorsitzende eines Kleingärtnervereeins weiß aus Erfahrung, dass man nur Dinge anordnen kann, die man auch durchzusetzen in der Lage ist. Warum reden wir also über diesen Popanz namens Impfpflicht? Warum reden wir nicht über wichtigere Dinge, die uns weiterbringen? Zum Beispiel, wie wir die Impflücke tatsächlich schließen? Oder wie wir Politiker dazu bringen, Verantwortungsgefühl zu entwickeln?

Um Missverständnissen vorzubeugen: Natürlich bin ich zweimal gegen Corona geimpft und geboostert. Für impfunwillige Querdullies halte ich eine Skala von Kopfschütteln bis Verachtung bereit.

 

[Männeressen] Blonkettevo oder das beste Kalbsfrikassee aller Zeiten

Kalbsfrikassee – das war mal ein beliebtes, herrliches Sonntagsessen.  Auch bei unseren französischen Nachbarn, die traditionell wissen, was gut ist, kommt es als „Blonkettevo“ 1 auf den Tisch. Hierzulande ist Kalbsfrikassee selten geworden. Kalbfleisch ist ziemlich aus der Mode gekommen, was vielerlei Gründe hat. Zum einen ist der Ruf von Kalbfleisch seit einiger Zeit wegen diverser Lebensmittelskandale nicht mehr der Beste, zum anderen schmeckt Kalbfleisch heute oft langweilig bis fade, und wer möchte sich denn sowas („Schonkost“) auf den Teller packen? Aber da gibt’s eine Alternative: langes, gemächliches Schmoren des Materials. Ossobuco-Freunde wissen, was ich meine. Und wenn man beim Kalbsfrikassee die Schmorzeit verlängert, bekommt man eine ausverschämt leckere Delikatesse auf den Tisch. Aber wie soll das gehen, ohne dass das zarte Fleisch trocken wird? weiterlesen…

Aus dem Badezimmer direkt an die See: das Eau de Cologne „Atlantico“

Das Luxus-EdC „Atlantico

Freunde der christlichen Seefahrt, die sich etwas Bewsonderes unter den Wehnachtsbaum in der Kapitänskajüte legen wollen, sollten mal an dem Eau de Cologne „Atlantico“ von der portugiesischen Traditionsfirma „Ach Brito“ schnuppern. Da erwartet sie nämlich ein ganz besonderes olfaktorisches Erlebnis, sozusagen eine komplette Seereise, die unkompliziert im heimischen Badezimmer startet. weiterlesen…

[Tipp der Woche] „Fußballsam“ für die Seele – „The Hand of God“ startet in ausgewählten Kinos und demnächst auf Netflix

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Video-Link: https://youtu.be/WRj3NDsBL5I

Wer den Fußballsport liebt, weiß, dass dieser Sport viel mehr sein kann als bloße Körperertüchtigung und etwas, mit dem man sich in seiner Freizeit befasst. Fußball, das kann auch ein Way of Life sein, eine Sache, an der man sein Leben ausrichtet, zu der man immer wieder kommt, um sich zu orientieren, sich zu erden oder zu erheben, ganz nach Bedarf. Von einer solchen Beziehung erzählt „The Hand of God“ von Meister-Regisseur Paolo Sorrentino. Der Film läuft ab dieser Woche in einigen wenigen Kinos1, ab Mitte Dezember läuft er dann bei Netflix. Der junge Fabietto Schisa lebt in den achtziger Jahren in Neapel, er ist Mitglied einer sympathisch-exzentrischen Familie und – natürlich – ein Fan des SSC. Als ihm ein furchtbarer Schicksalsschlag den Boden unter den Füßen wegzieht, ist es der Fußball, der ihm eine Perspektive zum Weiteleben, zum sich Weiterentwickeln wird, insbesondere als Diego Maradona nach Neapel kommt, um für den SSC zu spielen. Und schließlich – die Geschichte ist offenbar autobiographisch – findet Fabio sein Lebensziel: er wird – nein, nicht Fußball-Profi sondern Film-Regisseur. „The Hand of God“ ist eine stürmische, bildgewaltige Achterbahnfahrt, mal komisch, mal überschäumend lebensfroh, mal abrundtief traurig, mal absurd. Das ist ein Film, der auch Nicht-Fußball-Fans begeistert, ein Abbild des Lebens, bei dem der Fußball eine bestimmende Nebenrolle spielt. Wenn man in der Nähe eiens Kinos wohnt, in dem der Film ab Donnerstag gespielt wird, sollte man ihn unbedingt dort anschauen, obwohl er ab dem 15.12. im Netflix-Abo enthalten sein wird: die wunderbaren, gewaltigen Bilder gehören einfach auf die große Leinwand!