Explodierende Vagina-Kerzen, der Wellerman-Hintergrund und das 100-Meter-Tor – die Links der Woche vom 15.1. bis 21.1.

Jeden Freitag auf “Männer unter sich”: Links, die uns während der Woche untergekommen sind – Sport, Cartoons, Reportagen, Hintergründe zu unseren Artikeln usw. Männliche Themen zum Wochenende, viel Spaß!

Letzte Woche hab ich noch gemeckert, dass es zu wenig Themen für unsere wöchentliche Linksammlung gegeben hat, und diese Woche ist die Post abgegangen. Die spannenden Stories udn Videos haben sich geradezu in meinen Browser gedrängelt. Und wer profitiert daran? Ihr natürlich, denn ihr habt reichlich AUgenfutter für das Lockdown-Wochenende. Genug der Vorrede, hier ist das Beste von dem, was mir diese Woche unter den Mauszeiger gekommen ist. weiterlesen…

Das Blutbad

Letzten Sonnabend ist mir bei der Morgenrasur etwas gelungen, was ich schon lange nicht mehr hingekriegt habe: Ich hab mich wirklich geschnitten. War eigentlich ganz einfach: Ich hatte gute Laune, angenehme, schwungvolle Musik dudelte im Hintergrund, da möchte man doch im Rhythmus mitrasieren, und mit Schmackes auf die 1… Zack, hatte ich den Hobel mehr auf die Haut geworfen als angesetzt und mir einen Cut in die Lippe versetzt, mehr als einen halben Zentimeter lang. Sonderlich weh hat’s nicht getan, das Blutbad hingegen war ziemlich eindrucksvoll. Das rote Zeugs strömte mir das Kinn herunter und tropfte in breitem Strom über den Umweg Bauch ins Waschbecken. weiterlesen…

[Tipp des Tages] Norddeutscher geht’s kaum: „Sörensen hat Angst“ von und mit Bjarne Mädel

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Video-Link: https://youtu.be/z6LRnbmRXRA

Normalerweise mach ich bei den Mittwochsfilmen in Ersten extrem lange Zähne, aber diese Woche mach ich mal eine Riesenausnahme und erkläre 20 Uhr 451 ARD zum Pflichttermin. Da läuft nämlich „Sörensen hat Angst„, ein Krimi nicht nur mit Bjarne Mädel, sondern auch von, denn hier hat einer unserer Lieblingsschauspieler auch erstmals selbst Regie geführt. Bjarne Mädel spielt den Kripo-Beamten Sörensen, der wegen einer massiven Angststörung seine Versetzung in die extrem ruhige Kleinstadt Katenbüll beantragt hat. Kaum ist er dort angekommen, wird aber der Bürgermeister von Katenbüll erschossen im Viehstall aufgefunden, und in den folgenden 90 Minuten geht’s rund für Sörensen, der gegen seine Ängste, um die Akzeptanz seiner Kollegen und gegen ein ziemlich finsteres Komplott in Katenbüll zu kämpfen hat. Das ist anrührend, streckenweise brüllkomisch (diesen norddeutschen Extrem-Laidback-Humor hat Mädel drauf wie kein Zweiter), manchmal anrührend (die zweite Hälfte des Films geht einem ganz schön an die Nieren) und ziemlich spannend. Ich hab mir den Film in der Mediathek angeschaut und ihn gleich meiner ganzen Timeline empfohlen. HEute seid ihr dran. Um 20 Uhr 45 im Ersten. Oder in der Mediathek.

[Tipp des Tages] Allein mit sich um die Welt – „Vor uns das Meer“ auf arte

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Video-Link: https://youtu.be/6aZijmTLNjo

Das ist auch so ein Männertraum: Einmal um die Welt fahren. Allein. Auf dem eigenen Boot. Donald Crowhurst hat diesen Traum wahr gemacht. Beinahe. Er hat sich an einem Wettrennen rund um die Welt mit Einhandseglern beteiligt, das von der Sunday Times veranstaltet wurde. Obwohl er nur ein Amateur-Segler war, hat er es beinahe geschafft. Doch kurz vor dem Ziel ist er verschwunden. „Vor uns das Meer“ erzählt seine Geschichte, Colin Firth spielt die Hauptrolle. Der Film läuft heute um 13 Uhr 50 auf arte. Man kann ihn dort auch in der Mediathek anschauen.

[Tipp der Woche] Cruisin‘ all over the world – am PC

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Video-Link: https://youtu.be/FBjjYw-xcdg

Das ist jetzt eine Premiere. Zum ersten Mal, seit wir jeden Montag einen „Tipp der Woche“ veröffentlichen ist dieser Tipp eine Website. Aber was für eine Website das ist! „Drive and Listen“ ist das optimale Mittel gegen den Corona-Blues. Besonders, wenn es euch geht wie mir und ihr euch richtig danach sehnt, endlich mal wieder verreisen zu dürfen. „Drive and Listen“ ist ein wunderbarer, verblüffend einfacher Ersatz: Man kann sich aus fünfzig Weltstädten eine aussuchen, durch die man mit dem Auto fahren kann, inkl. Verkehrsgeräusche, Stadtatmo und Autoradio. Beim Radio könnt ihr sogar zwischen verschiedenen örtlichen Sendern wählen. Ich bin als erstes durch meine Lieblingsstädte gefahren. New York. Paris. London. War schön. Hilft sehr, wenn einem die Decke auf den Kopf zu fallen droht.

20 Jahre Wikipedia, ein Stiel-Klavier und zwei vergessene Passwörter – die Links der Woche vom 8.1. bis 14.1.

Jeden Freitag auf “Männer unter sich”: Links, die uns während der Woche untergekommen sind – Sport, Cartoons, Reportagen, Hintergründe zu unseren Artikeln usw. Männliche Themen zum Wochenende, viel Spaß!

Der Freitag der 2. Kalenderwoche des neuen Jahrs ist da, Zeit für unsere Links der Woche. Mittlerweile merken auch wir, dass das öffentliche Leben ziemlich weit heruntergefahren ist: In Vor-Pandemie-Zeiten konnten wir oft ganz gelassen aus einer Fülle von Themen und Artikeln auswählen, mittlerweile müssen wir gelegentlich ein bisschen suchen, um interessante Geschichten und Videos für euch zu finden. Noch ist das nicht dramatisch, aber es ist ein Indiz dafür, dass viele Leute sich zurückgezogen und abgekapselt haben. Ich jedenfalls bin sowas von heilfroh, dass es das Internet gibt, über das man sich noch austauschen und von Dingen erzählen kann, die einen bewegen. weiterlesen…

„Shaving“

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Video-Link: https://youtu.be/we4iEQfrXUo

Diesen Kurzfilm habe ich vor 2 Tagen zufällig auf youtube entdeckt. Er ist zwar auf Englisch, aber man muss kein Englisch können, um ihn zu verstehen. Es handelt sich um eine ziemlich wortgetreue Verfilmung einer Kurzgeschichte des walisischen Autors Leslie Norris, die ihr hier nachlesen könnt.

 

[Männeressen] Wenn man sich mal ordentlich einen pfeffern will: Il Peposo

Rezepte wie das folgende hatten wir hier schon öfters: Durchwachsenes Fleisch, vorzugsweise vom Rind, wird sehr lange bei sehr milder Hitze geschmort, bis sich das Durchwachsene1 in der Schmorflüssigkeit aufgelöst hat. Das gibt butterzartes Fleisch und eine sensationelle, kräftige Sauce. So weit, so nix neues, aber dieses Traditions-Rezept aus der Toscana hat eine Besonderheit: Wie der Name „Il Peposo“ schon sagt: Hier wird sich ordentlich einer gepfeffert. Das ist zwar immer noch Lichtjahre von der Schärfe gewisser asiatischer Gerichte entfernt, doch man muss eine gewisse Schärfe schon mögen und abkönnen, um die wunderbare Aromatik dieses ansonsten sehr einfachen Schmorgerichts, das sich quasi von alleine kocht, genießen zu können. weiterlesen…

[Tipp der Woche] Die Rückkehr des Gentleman-Ganoven – „Lupin“ auf Netflix

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Video-Link: https://youtu.be/2s9OAWt9vCM

Seit ich vor über fünfzig Jahren zum ersten Mal „Ihr Auftritt, Al Mundy“1 gesehen hab, bin ich von Gentleman-Ganoven fasziniert. Von Verbrechern, die Ihre Dinger nicht nur aus Gier begehen, sondern aus Leidenschaft. Aus sportlichem Ehrgeiz. Weil sie es können. Irgendwann hab ich dann erfahren, dass Arséne Lupin die wichtigste Inspiration für Al Mundy war, ein französischer Meisterdieb, der Anfang des 20. Jahrhunderts die Hauptfigur in einer in Frankreich und Kanada immens erfolgreichen Krimi-Serie war. Natürlich hab ich sofort ein paar LeBlanc-Bücher gelesen und war – leicht unterwältigt. Den Schwarten merkte man ihr Alter deutlich an, und so sehr ich auf Action bei der Lektüre stehe, die Original-Lupin-Romane sind ziemlich flach. Mag sein, dass sie mittlerweile einen nostalgischen Charme entwickelt haben, man kann ja mal reinschauen, aber nicht, bevor man sich nicht die sensationelle „Lupin„-Serie mit Omar Sy auf Netflix angeschaut hat. Sy spielt nicht Lupin, sondern den von Lupin inspirierten Meisterdieb Assane Diop, der als Jugendlicher von den Lupin-Romanen zu einer Gentleman-Gangster-Laufbahn inspiriert wurde. Außer Lupin stand bei dieser Serie auch „Der Graf von Monte Christo“ Pate, denn Diop befindet sich auf einem Rachefeldzug. Die reiche Familie Pellegrini hat seinem Vater, der als Chauffeur für die Pellegrinis arbeitete, ein Verbrechen untergeschoben und ihn so zum Selbstmord getrieben. Diops Coups dienen dazu, die Pellegrinis aus der Deckung zu locken, seinen Vater zu rehabilitieren und Rache zu nehmen. Das ist extrem clever ausgedacht, mit zahlreichen überraschenden Wendungen durchgezogen2 und von dem Charmebolzen Omar Sy hinreißend gespielt. Ich hab die ersten drei Folgen durchgebingt. Wenn ich diesen Post fertig geschrieben hab, guck ich weiter. Also jetzt.