Mit starken Schotten kann der Winter kommen…

Am letzten Sonntag haben wir die Uhr auf Winterzeit umgestellt, ich hab aber schon deutlich vorher den Bay Rum von Lustray in meine Aftershave-Rotation aufgenommen. Bay Rum ist „mein“ Winter-AS, und  jetzt stellte sich die Aufgabe, eine passende Rasierseife in meine Winter-Rotation aufzunehmen. Die frischen, erfrischenden Seifen haben ihren Platz ja eher im Frühling und im Sommer, im Winter bevorzuge ich kräftige, quasi „wärmende“ Aromen, wenn ich mich rasiere. Vor ein paar Jahren habe ich für diesen Zweck Rasierseifen mit Schafwollfett (Lanolin) für micht entdeckt. Die haben nicht nur einen pflegenden Effekt, der in der kalten Jahreszeit sehr willkommen ist, die bringen auch einen diskreten, zarten Lammbratenduft bei, der mich an so manchen wunderbaren Urlaub in Großbritannien erinnert. Eine solche Rasierseife soll es auch in diesem Jahr sein. weiterlesen…

Wenn’s auf die Konturen ankommt…

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Menschen die – sagen wir es mal freundlich – sich noch nicht wirklich intensiv mit der Materie befasst haben, unterstellen Männern, die Bart tragen, gern eine gewisse Faulheit. „Der macht sich’s einfach und lässt sich einen Bart stehen. Damit er sich nicht rasieren muss.“ Derart merkbefreite Statements hört man öfters. Das Gegenteil ist natürlich meistens der Fall. Dur wer bartmäßig auf der Alp-Öhi-Schiene unterwegs ist und dass Gestrüpp munter wuchern lässt, weil’s ja doch nur die Ziegenherde zu Gesicht bekommt, spart im Badezimmer Zeit. Wer einen gepflegten, mehr oder weniger gestylten Bart bevorzugt, dürfte mit dessen Pflege und Rasur mehr Zeit im Bad verbrauchen als unkomplizierte Männer wie ich, die sich morgens einfach ratzfatz alle Haare aus dem Gesicht schaben. Wer die Konturen seines Barts sauber ausrasieren will, braucht mehr Zeit als der, der alles platt macht. Zeit und Mühe sparen kann man aber mit einem cleveren Spezial-Rasierapparat.  weiterlesen…

Auf 6

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„Because it’s there.“ – „Weil er da ist“ , hat der Bergsteiger George Mallory einmal auf die Frage geantwortet, warum er unbedingt auf den Mount Everest klettern wolle. Das ist, wie mir scheint, eine typisch männliche Antwort. Wir Männer sind geneigt, Herausforderungen in dem Moment anzunehmen, in dem wir erfahren haben, dass sie existieren. Ohne sich erst groß über die damit verbundenen Gefahren und Risiken Gedanken zu machen- „Das könnte ghene? Dann probier ich’s doch!“ – Wer von uns hat das nicht schon mal gesagt? Wobei es derartige Herausforderungen nicht nur in der unwirtlichen Bergwelt des Himalaya gibt. Die lauern schon im heimischen Badezimmer … weiterlesen…

Die Dovo-Rettung

Im April dieses Jahres musste die Nassrasurgemeinde einen ziemlichen Schock verdauen: Der Solinger Traditionsbetrieb „Dovo„, eine DER europäischen Nassrasur-Hausnummern u. a. für die Herstellung von Rasiermessern, musste Insolvenz anmelden. Seitdem war das Schicksal des Betriebs in der Schwebe, der Insolvenzverwalter suchte nach Investoren, um die Firma zu erhalten. Keine einfache Aufgabe in Zeiten, in denen sich gefühlte 11 von 10 Männern mit irgendwelchem Plastikzeugs im Gesicht herumfuhrwerken, um die Bartstoppeln loszuwerden, und Rasiermesser nur von Flohmartktständen kennen. Letztlich war die Suche aber doch erfolgreich. Am Donnerstag letzter Woche meldete das „Solinger Tagblatt“ (der Link zu dem Artikel ist leider etwas erratisch, manchmal kommt eine Bezahlschranke, manchmal nicht), dass ein Investor gefunden wurde. Mit Dovo kann’s weitergehen, aber augenscheinlich nur eingeschränkt. weiterlesen…

[Gedanken beim Rasieren] Meine zehn Minuten

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Meine morgendlichen zehn Minuten im Badezimmer lass ich mir nicht nehmen. Die zehn Minuten, in denen ich mich in aller Ruhe rasiere. Und zwar nur rasiere. Das was man sonst so im Bad erledigt (Körperfunktionen, Duschen, Reparaturarbeiten an sich selbst) sind da ausdrücklich nicht mit eingerechnet. In „meinen“ zehn Minuten wird nur rasiert, sonst nix. Und den Gedanken nachgehangen, die man beim Rasieren so hat. Wobei ich die Rasur ausdrücklich nicht zelebriere, sowas liegt mir nicht. Ich brauch kein Gedöns, um mir die Stoppeln aus dem Gesicht zu schaben. Ich mach ganz einfach, was ich will. Deshalb schätze ich diese zehn Minuten im Badezimmer so: Weil ich wirklich machen kann, was ich will.

In meine Morgenrasur redet mir niemand rein. Warum sollte das auch jemand tun? Ich rasier mich seit ein paar Jahrzehnten jeden Morgen, ich weiß mittlerweile ziemlich gut, wie ich die Barthaare unfallfrei so aus dem Gesicht bekomme, dass ich hinterher halbwegs präsentabel aussehe. Das mach ich nicht jeden Tag auf die gleiche Weise. Mal nehm ich diese Seife, mal jene. Gelegentlich greif ich zum Rasieröl. Heute nehm ich einen Dachshaarpinsel, morgen einen aus Kunstfasern. Okay, zum Abschneiden der Bartstoppeln nehm ich fast immer meinen Futur. Aber auch das ist MEINE Entscheidung. Das ist das Schöne an der Nassrasur: Erlaubt ist, was funktioniert. Man kann machen was man will.

Und deshalb wundere ich mich immer wieder, wenn sich in einem der Rasurforen jemand aufregt, dass sich ein anderer nicht so rasiert, wie er das für richtig hält. Ist doch Quatsch. Lohnt doch das Adrenalin nicht. Du bist in deinem Badezimmer und ich in meinem. In seienm Badezimmer ist jeder König. Und der König kann machen was er will. Das ist doch das Schöne. Auch wenn’s nur zehn Minuten am Tag sind.

Das perfekte Übergangs-Aftershave: „Blue Spice“ von Lustray

Blue Spice“ von Lustray

Der Herbst ist eine durchaus diffizile Zeit, was die Wahl des passenden Aftershaves angeht. Der Sommer ist rum, der Winter – Gottseidank – noch nicht da, der Herbst ist die „Übergansgzeit“ in der man eine Brücke schlagen muss zwischen den leichten, frischen Sommer-Aftershaves und den wuchtigen, schweren Winterdüften. Das „Testriechen“, das ich Anfang des Monats angekündigt hatte, hat mittlerweile stattgefunden, und die Wahl ist auf das „Blue Spice“ von Lustray gefallen, meines Erachtens nach das perfekte Übergangs-Aftershave. weiterlesen…

Mit Brille oder ohne?

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Ohne Sehhilfe bin ich beinahe blind wie ein Maulwurf. Ohne Brille oder Kontaktlinsen sehe ich nur stark verschwommen, uns das kann durchaus ein Segen sein. Sich morgens den eigenen Anblick im Badezimmerspiegel ersparen zu können, hat durchaus seine Vorteile. Spätestens wenn man jedoch zu Rasierpinsel und Rasierer greift, kann die Sache problematisch werden. Viele Männer wollen verständlicherweise genau sehen, was sie da mit einer scharfen Klinge in ihrem Gesicht so anstellen. Aber ist das Rasieren mit Brille wirklich alternativlos? weiterlesen…

Nicht ohne meine Frau!

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Der Herbst steht vor der Tür! Woran merke ich das? Weil ich auf den Kalender geschuat habe? Weil mir kurze Hosen und sockenlose Füße langsam zu kalt werden? Aber nein. Mein sicheres Indiz für das unaufhaltsame Herannahen des Herbstes ist mein morgendlicher Blick auf die Aftershave-Pulle: das Floid geht zur Neige, der Sommer ist fast vorbei. Es wird also Zeit, sich um ein Aftershave für die Übergangszeit zu kümmern. Was mach ich mir morgens ins Gesicht, solange noch nicht Bay Rum-Zeit ist? Im Frühling und Herbst experimentier ich gern mit neuen Düften, beziehungsweise Düften, die ich noch nicht ausprobiert habe. Heute Abend wird es, denke ich, Zeit, mir ein Testprogramm zusammenzustellen. Und das werde ich meine Frau machen lassen. weiterlesen…

[Witz] Die kleine Holzkugel

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Ein Mann geht zum Barbier, um sich rasieren zu lassen. Während der Barbier die Rasur vorbereitet und ihn einseift, kommen die beiden ins Gespräch. Der Mann erzählt dem Barbier, dass er große Probleme habe, sich selbst gründlich zu rasieren. Und auch beim Barbier werde er nicht immer so gründlich rasiert, wie er sich das vorstelle.

„Da weiß ich einen kleinen Trick“, sagt der Barbier. „Die Gründlichkeit einer Rasur hängt vom Straffziehen der Haut ab. An den Wangen ist das nicht immer ganz einfach. Daher empfehle ich meinen Kunden immer, etwas in die Backe zu stecken, damit sie sich nach außen wölbt. So richten sich die Bartstoppeln auf, und man kann sie besser abschneiden. Hier, rpobieren Sie’s mal mit dieser kleinen Holzkugel.“

Der Barbier gibt seinem Kunden eine kleine Holzkugel, die der sich, während er rasiert wird, erst in die linke und dann in die rechte Backe steckt. Die Rasur gelingt super-gründlich.

„Glatt wie ein Babypopo!“, ruft der Kunde begeistert aus.

„Das freut mich.“

„Aber was wäre denn gewesen, wenn ich die kleine Kugel versehentlich verschluckt hätte?“

„Kein Problem, das passiert öfter. Sie hätten Sie mir einfach am nächsten Tag wieder vorbei gebracht, das machen alle meine Stammkunden so.“