Was ist ein Scuttle?

Eigentlich müsste man die Frage zweiteilen: Was waren Scuttles früher, und was sind sie heute? Denn das ursprüngliche Shaving Scuttle stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts und hat nur das Grundprinzip mit den Rasurutensilien gemein, die heute als Scuttles angeboten werden. Fangen wir mit den historischen Scuttles an. Die wurden zu einer Zeit erfunden, in der heißes Wasser noch ein absoluter Luxusartikel war. Mitte des 19. Jahrhunderts kam das Wasser meistens aus der Pumpe, und heißes Wasser machte man daraus, in dem man es auf dem Kohlenherd oder über dem offenen Feuer erhitzte. Wenn man sich also mit heißem Wasser rasieren wollte, musste man meist erst mal in die Küche gehen, um es sich zu organisieren. Und irgendein findiger Kopf ist dann auf die Idee gekommen, so ein Kombi-Teil zu bauen. Mit dem man nicht nur heißes Wasser aus der Küche holen konnte, sondern das auch zum Aufbewahren und Aufschlagen der Rasierseife diente. Das Shaving Scuttle war geboren. weiterlesen…

Zen oder die Kunst der gepflegten Nassrasur

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Die regelmäßigen Leser meiner Posts zum Thema Nassrasur wissen es: Ich nutze die Minuten meines täglichen Wellness-Rituals gern dazu, die Gedanken mal fliegen zu lassen. Manchmal denke ich über Dinge nach, die mich aktuell bewegen, manchmal über Gott und die Welt und manchmal auch an – nichts. Dann fangen, wenn ich mein Gesicht einschäume, plötzlich alle Gedanken an, aus meinem Gehirn zu verschwinden. Wenn der Schaum in meinem Gesicht steht und ein wenig meinen Bart eingeweicht hat, setzte ich den Hobel an, und plötzlich gibt es nichts anderes mehr als meinen Hobel, die Bartstoppeln und mich. Der Rest der Welt ist unwichtig geworden, wichtig ist nur, dass der Hobel meinen Bart ab- und nicht in meine Haut einschneidet. Zug um Zug. Lange Züge auf den Wangen und am Hals, kurze am Kinn und um den Mund herum. Immer schön im Rhythmus bleiben, nicht nachlässig werden, und wenn der Schaum verschwunden ist, wiederholt sich das Spiel im zweiten Durchgang gegen den Strich: Zug um Zug, lang und kurz, immer im Rhythmus. Und schließlich, wenn ich die Seifenreste aus meinem Gesicht wasche, das Aftershave auftrage und meine Rasur-Utensilien säubere, komme ich in die Wirklichkeit und die Gedanken in mein Bewusstsein zurück. Ich fühle mich herrlich entspannt und erfrischt. Körperlich und geistig. Ganz erstaunlich, was so eine Nassrasur für einen tun kann.

Das beste Weihnachtsgeschenk für überzeugte Nassrasierer

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Der erste Advent liegt hinter, der zweite vor uns: so langsam können wir den Blick auf das anstehende Weihnachtsfest – Lockdown hin, Lockdown her – richten. Und Weihnachten bedeutet in den meisten Familien auch: Geschenke. Das sind nicht nur Dinge, die man sich selber wünscht: mit denen hat’s der passionierter Nassrasierer einfach: für gewöhnlich hat man ja eine nicht gerade kurze Liste mit Seifen, Cremes, Klingen, Rasierern, die man gern mal ausprobieren möchte. Die steckt man einfach an die lieben Nächsten durch, und die Vorfreude auf die Bescherung kann beginnen. Doch was ist mit befreundeten Nassrasierern, denen man selbst etwas schenken möchte? Deren Wünsche und Präferenzen kennt man ja meistens nicht… weiterlesen…

Was Pinsel und Sportschuhe gemeinsam haben…

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Ein Rasierpinsel hat sehr viel mit Sportschuhen gemeinsam. Sag ich mal so, auch wenn diese Einleitung vielleicht ein wenig Kopfschütteln hervorruft. Was hat denn unser geliebter Schaumschläger damit zu tun? Kann man den vielleicht zuschnüren? Haben Rasierpinseln seit neuestem drei Streifen oder eine springende Raubkatze auf dem Griff? Muss man den vor der Haustür stehenlassen, um keinen Ärger mit der Frau zu riskieren? Natürlich nicht. Aber… weiterlesen…

[Gedanken beim Rasieren] Was bleibt?

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Zehn Tage dauert jetzt der zweite Lockdown, und wenn ich morgens beim Rasieren in den Badezimmerspiegel und voraus in den kommenden Tag schaue, fühle ich mich seelisch schon ziemlich angeknabbert. Eigentlich fehlt mir ja nur wenig. Ich hab Arbeit, ich hab meine Frau, ich hab ein schönes Zuhause… darf ich mich wirklich beklagen? Ich finde ja, denn das „Wenige“ was mir fehlt, fällt doch ziemlich ins Gewicht. Auf mein wöchentliches Kartenspielen mit meinen Freunden muss ich zum Beispiel verzichten, und das ist eben nicht nur Zockerei und Ausrede, sich ein paar Bier einzufüllen. Das ist auch menschlicher Austausch, von neuen Dingen erfahren, die nicht in Zeitung, TV und Internet vorkommen und Kommunikation, den eigenen Standpunkt unmittelbar mit dem anderer Menschen abgleichen. Das war mir wichtig und fehlt mir sehr. weiterlesen…

Rasurbrand-Prävention

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Video-Link: https://youtu.be/LPi86Ubfq-w

Nur wer ihn schon mal hatte, weiß, wie unangenehm er sein kann: der Rasurbrand, also die gereizte Gesichtshaut nach einer suboptimalen Rasur. Fa. Gillette hat zu dem Thema ein ganz instruktives Video online gestellt, dass anschaulich zeigt, wie Rasurbrand entstehen kann. Zumindest in der ersten Hälfte, denn nach ca. einer Minute kippt das Ganze über in eine unverhohlene Werbung für Gillette-Klingen. Nun, es sei den Menschen bei Gillette gegönnt, so ein Video kostet ja Geld, was wieder reingeholt werden muss, Schwamm drüber. Trotzdem, die erste Hälfte des Videos lohnt das Betrachten, denn es zeigt haargenau das Kernproblem, mit dem unsereins beim Rasieren zu kämpfen hat: weiche, empfindliche Gesichtshaut gegen (im wahrsten Sinne des Wortes) stahlharte Bartstoppeln. weiterlesen…

Mit starken Schotten kann der Winter kommen…

Am letzten Sonntag haben wir die Uhr auf Winterzeit umgestellt, ich hab aber schon deutlich vorher den Bay Rum von Lustray in meine Aftershave-Rotation aufgenommen. Bay Rum ist „mein“ Winter-AS, und  jetzt stellte sich die Aufgabe, eine passende Rasierseife in meine Winter-Rotation aufzunehmen. Die frischen, erfrischenden Seifen haben ihren Platz ja eher im Frühling und im Sommer, im Winter bevorzuge ich kräftige, quasi „wärmende“ Aromen, wenn ich mich rasiere. Vor ein paar Jahren habe ich für diesen Zweck Rasierseifen mit Schafwollfett (Lanolin) für micht entdeckt. Die haben nicht nur einen pflegenden Effekt, der in der kalten Jahreszeit sehr willkommen ist, die bringen auch einen diskreten, zarten Lammbratenduft bei, der mich an so manchen wunderbaren Urlaub in Großbritannien erinnert. Eine solche Rasierseife soll es auch in diesem Jahr sein. weiterlesen…

Wenn’s auf die Konturen ankommt…

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Menschen die – sagen wir es mal freundlich – sich noch nicht wirklich intensiv mit der Materie befasst haben, unterstellen Männern, die Bart tragen, gern eine gewisse Faulheit. „Der macht sich’s einfach und lässt sich einen Bart stehen. Damit er sich nicht rasieren muss.“ Derart merkbefreite Statements hört man öfters. Das Gegenteil ist natürlich meistens der Fall. Dur wer bartmäßig auf der Alp-Öhi-Schiene unterwegs ist und dass Gestrüpp munter wuchern lässt, weil’s ja doch nur die Ziegenherde zu Gesicht bekommt, spart im Badezimmer Zeit. Wer einen gepflegten, mehr oder weniger gestylten Bart bevorzugt, dürfte mit dessen Pflege und Rasur mehr Zeit im Bad verbrauchen als unkomplizierte Männer wie ich, die sich morgens einfach ratzfatz alle Haare aus dem Gesicht schaben. Wer die Konturen seines Barts sauber ausrasieren will, braucht mehr Zeit als der, der alles platt macht. Zeit und Mühe sparen kann man aber mit einem cleveren Spezial-Rasierapparat.  weiterlesen…

Auf 6

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„Because it’s there.“ – „Weil er da ist“ , hat der Bergsteiger George Mallory einmal auf die Frage geantwortet, warum er unbedingt auf den Mount Everest klettern wolle. Das ist, wie mir scheint, eine typisch männliche Antwort. Wir Männer sind geneigt, Herausforderungen in dem Moment anzunehmen, in dem wir erfahren haben, dass sie existieren. Ohne sich erst groß über die damit verbundenen Gefahren und Risiken Gedanken zu machen- „Das könnte ghene? Dann probier ich’s doch!“ – Wer von uns hat das nicht schon mal gesagt? Wobei es derartige Herausforderungen nicht nur in der unwirtlichen Bergwelt des Himalaya gibt. Die lauern schon im heimischen Badezimmer … weiterlesen…