Vive le Mutter aller Elfmeterschüsse – Turnier-Tagebuch Tag 11

Frankreich ist deutlich näher als Brasilien, trotzdem haben wir auch bei diesem Turnier keinen Sonderkorrespondenten vor Ort. Wir verfolgen die Spiele vor dem Fernseher. Zuhause, in der Kneipe, bei den Public Viewings, überall da, wo Männer sich treffen, die den Fußball lieben und leben. Wie bei jedem Turnier führt Chris Kurbjuhn spieltäglich ein Turnier-Tagebuch mit Kommentaren, Anekdoten, dummem Fußballzeugs und Erinnerungen an frühere Turniere. Football, bloody hell!

Boah, ist das spannend heute bei den letzten Spielen der Gruppe B. Alles offen, theoretisch kann jeder noch weiterkommen, England, Wales, die Slowakei, sogar Russland kann sich theoretisch noch als einer der besten Gruppendritten qualifizieren… Mörder-spannend! Oder eher nicht. Wer auch immer hier weiterkommt wird vermutlich im Viertelfinale nicht mehr zu sehen sein. Spannend ist einzig und allein, ob England noch alles verdaddelt, denn man kolportiert das Gerücht, Hodgson wolle heute Rooney nicht bringen, um ihn für ein mögliches Duell mit Deutschland im Achtelfinale zu schonen. Äh, ja! Der Engländer. Wie war das noch mal 1970 im Viertelfinale von Mexico? „Ich nehm Bobby raus, dann ist er im Halbfinale frisch. Ein 0:2 holen die Deutschen niemals auf…“ A pro pos 0:2, Deutschland und Aufholjagd… diesbezüglich haben wir heute ein historisches Datum… weiterlesen…

WM 2014: Unser Tippspiel

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Foto: pixabay.com, Public Domain

Nachdem wir’s seit Freitag schon auf Twitter, bei Facebook und im Nassrasurforum angekündigt haben, wollen wir’s auch hier tun, wo’s ja eigentlich hingehört: auf unser Tippspiel zur Fußball WM 2014 hinweisen.
Wir haben ganz bewusst kein WordPress-Tippspiel-Plugin genommen, sondern uns für ein Profi-Paket beim Hoster kicktipp.de entschieden, aus mehreren Gründen:
Erstens tipp ich seit Jahren bei diversen kicktipp-Runden mit, das wird von Profis gemacht, das ist komfortabel, das funktioniert reibungslos.
Zwotens die Funktion „Einzeltippabgabe mit Spielinfo“ (zu erreichen bei der Tippabgabe): Hier kann man sich komfortabel und übersichtlich die aktuellen Statistiken der Mannschaften anzeigen lassen, die man gerade tippt. Äußerst hilfreich z. B. bei kniffligen Tipp-Entscheidungen Länder betreffend, über deren aktuelle Formkurve man gerade nicht hundertprozentig á jour ist… Gerade für die ersten Spiele der Vorrunde unverzichtbar, wenn die Teams sich noch in das Turnier reinwurschteln.
Drittens: die Livepunkte! Meine Lieblingsfunktion. Man kann bei kicktipp bis Spielbeginn tippen, und solange sieht man auch nicht, was die Konkurrenz gemacht hat. Mit Spielbeginn kann man dann aber die Livepunkte anklicken, sieht sofort, was die anderen getippt haben UND wie sich der Tipprunden-Spielstand mit jedem erzielten Tor verändert. Da kommt wirklich Spannung auf, besonders, wenn man mit ein paar Kollegen Kopf an Kopf liegt.
Natürlich gibt’s tolle Sachen zu gewinnen, der erste Preis ist ein Einkaufsgutschein für den Nassrasur.com-Shop in Höhe von 50 Euro, in der Sonderwertung „Roberts Tipp-Kick-Challenge“ (an der jeder Tipper automatisch teilnimmt) gibt’s eine Tipp-Kick-„Cup“-Edition zu gewinnen… mitspielen kann sich lohnen und macht immer Spaß. Hier geht’s lang zu unserem WM-Tippspiel.

In eigener Sache: RSS-Feed

Da ich eine Weile netzfern unterwegs war, habe ich erst eben gemerkt, dass Fa. Google  vor ein paar Tagen Feedburner ohne Ankündigung vorzeitig abgeschaltet hat. Da auch wir diesen Dienst genutzt haben, guckten seitdem einige Leser, die uns über den RSS-Feed gelesen haben, möglicherweise in die Röhre.

Tut uns leid, Stefan hat gleich auf die nötigen Knöpfe gedrückt, jetzt sollte wieder alles in gewohnten Bahnen funktionieren. Und ja, danke, Google! Das brauchen wir, gerade am Montag früh unerwartet zusätzliche Arbeit, das mögen wir, da blühen wir auf.

Schlägereien der Sonderklasse: John Wayne vs. Howard Keel (und den ganzen Saloon)

Früher gehörte sie zum Männer-Film wie der Kronkorken auf die Bierflasche: die deftige, unterhaltsame Schlägerei, bei der schon mal ein Saloon komplett zu Bruch gehen konnte. Leider hat sich der klassische Barroom Brawl als ziviler Zeitvertreib des weltläufigen Mannes aus der Filmgeschichte fast vollkommen verabschiedet und ist der stillosen, dumpfen  Gewaltausübung gewichen. Das finden wir schade und wollen auf “Männer unter sich” gegensteuern: mit einer kleinen Video-Serie erinnern wir an Filmschlägereien der Sonderklasse und fordern ihre Rückkehr in den Weltfilm. Und wenn der Weltfilm nicht auf uns hört, gibt’s was auf die Zwölf!

Die klassische Saloonschlägerei fußt auf 6 Grundsätzen: weiterlesen…

Schlägereien der Sonderklasse: Wayne vs. Scott – Revanche in Pittsburgh

Früher gehörte sie zum Männer-Film wie der Kronkorken auf die Bierflasche: die deftige, unterhaltsame Schlägerei, bei der schon mal ein Saloon komplett zu Bruch gehen konnte. Leider hat sich der klassische Barroom Brawl als ziviler Zeitvertreib des weltläufigen Mannes aus der Filmgeschichte fast vollkommen verabschiedet und ist der stillosen, dumpfen  Gewaltausübung gewichen. Das finden wir schade und wollen auf “Männer unter sich” gegensteuern: mit einer kleinen Video-Serie erinnern wir an Filmschlägereien der Sonderklasse und fordern ihre Rückkehr in den Weltfilm. Und wenn der Weltfilm nicht auf uns hört, gibt’s was auf die Zwölf!

Vor ein paar Monaten haben wir unsere „Schlägereien der Sonderklasse“-Serie mit der „Mutter aller  Saloon-Schlägereien“ eröffnet, der epischen Schlacht zwischen John Wayne und Randolph Scott (oder besser gesagt ihren Doubles, den der Duke konnte verletzungsbedingt nur in den Nahaufnahmen Hand anlegen) in „The Spoilers“. Wenige Jahre später kam es zu einer Revanche zwischen beiden Kontrahenten, und zwar in dem Minenarbeiter-Drama „Pittsburgh„.

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Video-Link: http://youtu.be/om-GB7inALw

Tja, eine absolute Rarität: John Wayne verliert eine Schlägerei. Ich weiß nicht, ob es wirklich die einzige Niederlage seiner Karriere war, aber ich kenne keinen anderen Film, in dem der Duke den kürzeren zieht. Nuja er MUSSTE diesen Kampf verlieren, denn in diesem Streifen spielte Wayne den fiesen Möpp und Scott den Guten, also umgekehrt wie in den „Spoilers“.
Sollte jetzt irgendwer von euch auf einen Gedanken wie „Minenarbeiterdrama, Scott, Wayne, die Dietrich… hört sich gut an, die DVD hol ich mir mal…“ kommen: vergesst es. Die Schlägerei ist das bei weitem Beste dieses Films, ansonsten haben wir hier einen ultra-patriotischen Flagwaver, Wayne war damals mit der Darstellung eines zwielichtigen Typen einigermaßen überfordert, Scott gibt einen Pappkameraden, und die Dietrich spielt ein nettes Mädel von nebenan. Alles in allem erstaunt an diesem Film nur die immense Talentverschwendung.
Und diese Prügelei. Die hat’s in sich.

Schlägereien der Sonderklasse: James Garner vs. Clint Eastwood

Früher gehörte sie zum Männer-Film wie der Kronkorken auf die Bierflasche: die deftige, unterhaltsame Schlägerei, bei der schon mal ein Saloon komplett zu Bruch gehen konnte. Leider hat sich der klassische Barroom Brawl als ziviler Zeitvertreib des weltläufigen Mannes aus der Filmgeschichte fast vollkommen verabschiedet und ist der stillosen, dumpfen  Gewaltausübung gewichen. Das finden wir schade und wollen auf “Männer unter sich” gegensteuern: mit einer kleinen Video-Serie erinnern wir an Filmschlägereien der Sonderklasse und fordern ihre Rückkehr in den Weltfilm. Und wenn der Weltfilm nicht auf uns hört, gibt’s was auf die Zwölf!

Heute kann ich eine echte Rarität präsentieren: eine Western-Schlägerei, bei der Clint Eastwood den Kürzeren zieht. Ungeheuerlicher Vorfall, aber wir müssen Verständnis haben: zum Zeitpunkt dieses Rencontres stand Eastwood ganz am Anfang seiner Karriere, und sein Kontrahent, James Garner als Maverick, war ein absoluter Top-Star, der durfte keinen Fight verlieren.

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Video-Link: http://youtu.be/-WBiHkAGVNQ

Sehr schön kann man hier beobachten, wie auch in einer schnell und preiswert heruntergekurbelten TV-Western-Serie die klassischen Regeln der Prügelei beachtet werden. Die Auseinandersetzung hat im Saloon zu beginnen, früher oder später muss dieser Rahmen gesprengt und die Prügelei im Freien beendet werden. Ganz offensichtlich aus Kostengründen wählen Garner und Eastwood nicht den teuren Weg durchs Fenster, sondern prügeln sich preisbewusst durch die Saloon-Tür, außerdem wird auf das abschließende Bad des Verlierers in der Pferdetränke 1 verzichtet, damit Eastwood gleich weiterdrehen konnte, ohne dass sein Kostüm getrocknet werden musste. Kernige, preiswert gemachte Routineware, aber immer noch gut anzuschauen.
Vollkommen irre allerdings, wie Eastwood versucht, wütend zu sein und Emotionen in die Stimme zu legen. Nuja, er konnte nach dieser Niederlage ein paar Jahre als Rowdy Yates in „Rawhide“ (hieß hierzulande „Die Cowboys“, wenn ich mich recht entsinne) trainieren, bis er sein Markenzeichen perfektioniert hatte, das montone, finstere Grollen mit dem er seine Sätze mehr herausspuckte als intonierte.

 

  1. damals immer für einen Lacher gut

Schlägereien der Sonderklasse: John Wayne vs. Victor McLaglen

Früher gehörte sie zum Männer-Film wie der Kronkorken auf die Bierflasche: die deftige, unterhaltsame Schlägerei, bei der schon mal ein Saloon komplett zu Bruch gehen konnte. Leider hat sich der klassische Barroom Brawl als ziviler Zeitvertreib des weltläufigen Mannes aus der Filmgeschichte fast vollkommen verabschiedet und ist der stillosen, dumpfen  Gewaltausübung gewichen. Das finden wir schade und wollen auf “Männer unter sich” gegensteuern: mit einer kleinen Video-Serie erinnern wir an Filmschlägereien der Sonderklasse und fordern ihre Rückkehr in den Weltfilm. Und wenn der Weltfilm nicht auf uns hört, gibt’s was auf die Zwölf!

Wenn man über die besten Schlägereien der Filmgeschichte diskutiert, landet die aus „Der Sieger (The Quiet Man)“ selten auf Platz eins, meistens in den Top Five, immer in den Top Ten. Kein Wunder, denn diese Prügelei zwischen John Wayne und Victor McLaglen ist der absolute Höhepunkt dieses Films, dieser Film wurde wegen der Schlägerei gedreht, er steuert ab Minute 1 auf diesen finalen Faustkampf zu.

Wayne spielt den ehemaligen Profi-Boxer Sean Thornton, der sich in seinem irischen Heimatdorf Innisfree ansiedeln will. Die Jungs aus Innisfree sind ein fröhlicher, rauflustiger Haufen, der sich bald wundert, warum ein Ex-Profi wie Thornton jeder Schlägerei aus dem Weg geht. Was sie nicht wissen können: Thornton hat mit dem Boxen nach einem Unglücksfall im Ring aufgehört: sein Gegner ist durch einen unglücklichen Faustschlag gestorben, seitdem hat Thornton gegen niemanden mehr die Faust erhoben.
In Innisfree muss er sich deswegen einiges gefallen lassen, bald gilt er überall als Waschlappen, sogar bei seiner eigenen Frau, Mary Kate, deren Bruder, Will Danaher, sich weigert, ihm die Mitgift auszuzahlen. Als Mary Kate ihn verlassen will, platzt Thornton endgültig der Kragen. Er holt sie aus dem Zug nach Dublin und zwingt sie, mit ihm fünf Meilen durch das ganze Dorf zu marschieren. Schließlich, endlich tragen er und Danaher ihre Differenzen mit den Fäusten aus…

http://youtu.be/sR97_tCve08?t=3m52s

…und sind, wie es damals Sitte war, am Ende des Fights die besten Freunde aller Zeiten. Mary Kate fügt sich endlich ins Ehejoch, kocht Thornton lecker Essen und in Innisfree ist er „King of the Hill, Top of the Heap“.

Nuja, war eben eine andere Zeit. Eine schöne Zeit.

Heute Abend (Freitag, 24.11.) läuft „Der Sieger“ auf „Das Vierte„.

 

Buchtipps „Draußen zu Hause“ inkl. Gewinnspiel

Dienstagmorgen. Berufsverkehr. S-Bahnhof. Fast alle schauen noch etwas Müde aus. Und irgendwie habe ich dann immer den Eindruck: Die fahren gar nicht ins Büro. Der Aktenkoffer ist nur Tarnung. Ein Blick auf die Anoraks verrät: „Jack Wolfskin“. „Schöffel“. „Vaude“. „Gore Tex“ sowieso. Die ganz harten Jungs, Insider der Szene, verkleiden sich auf dem Weg zu ihren Schreibtischen mit edlen Funktionsjacken von „Marmot“, „Mammut“ & Co. Zum Schreibtisch? Oder befürchten die, dass auf dem Weg in die Stadt die S-Bahn im Hinterland „abstürzt“ und sie dann in der Wildnis zwischen Oberursel und Frankfurt-Rödelheim ums Überleben kämpfen müssen?

„Globetrotter“ und Kollegen machen glänzende Umsätze. Es sei ihnen von Herzen vergönnt. Aber: Wer „A“ sagt, muss auch „B“ sagen. Warum nicht wenigstens an einem verlängerten Wochenende die Zeit nutzen und den teuren Klamotten ein paar Tage lang die Welt zeigen, für die sie gemacht sind? Ein wenig Frischluft in die Nase, den eigenen Körper wieder mal spüren und Nachts nur den Himmel über sich. Ein Traum, dem nur eines im Weg steht: Der innere Schweinehund…

So ein Ausflug kostet meist nicht mal viel, da Du das meiste ja eh schon hast. Damit Du aber nicht schon am ersten Abend, noch bevor der Mond aufgeht, frustriert die Heimreise antrittst, solltest Du zumindest ein paar theoretische Grundlagen drauf haben. Literatur drüber gibt’s in Hülle und Fülle. Hier deshalb nur ein paar Anregungen, die ich in die Finger bekommen habe und meine Meinung drüber.

Beginnen wir mit „Trapperwissen – Leben in der Wildnis“ von Carsten Bothe (ISBN: 978-3-613-50642-8). Auf 176 Seiten mit 215 Farbbildern und 14 Zeichnungen zeigt uns der Autor wie man aber einen freiwilligen Aufenthalt im heimischen Wald oder gar in der Wildnis angenehm und erlebnisreich gestalten kann, wenn man eine komplette Ausrüstung und genug Proviant hat. Ein handliches Taschenbuch für alle Naturbegeisterten, die gerne draußen sind und es sich dabei ein bisschen angenehm machen möchten. Ach ja, der Preis: 19.95 €, die sich lohnen.

In „outdoor-Wissen – Alles über Reisen, Wandern, Abenteuer“ (ISBN: 978-3-613-50657-2) ist das geballte Fachwissen der Redaktion vom „Outdoor-Magazin“ zusammengefasst. Chefredakteur Olaf Beck und seine Kollegen fassen auf den 160 Seiten des Hardcover-Buches im 215mm x 280mm Großformat mit 485 Abbildungen alles zusammen, was Du brauchst, um ein paar Tage fernab der Zivilisation abschalten zu können. Von der Zusammenstellung der Ausrüstung über die Planung oder der Orientierung abseits der Wegweiser bis hin zu Sicherheitstipps reicht das Spektrum. Die € 24.90 sind gut angelegt, wenn Du es ernst meinst.

Der Titel „Outdoor Survival mit dem Messer“ (ISBN: 978-3-613-50655-8) für das Paperback von Johannes Vogel ist ein „wenig“ untertrieben. Das Messer spielt zwar eine wichtige Rolle auf den 186 Seiten, doch der Inhalt ist weit umfangreicher. Thematisch wendet sich das Büchlein aber eher an Hardcore-Abenteurer, die sich auch im tiefsten Dschungel, den weitesten Outback oder der Weiten von Alaska bis Sibirien ohne fremde Hilfe durchschlagen wollen. Dennoch für € 14.95 machst Du nicht viel verkehrt, wenn Du es Dir auf dem Weg ins Büro in der S-Bahn mal zu Gemüte führst. Die passende Jacke dazu hast Du ja eh schon an…

Fehlt noch eine Anregung, wo es hingehen soll? Dann schau Dir mal „outdoor – Alpen/Dolomiten – Die 50 schönsten Tageswandertouren“ (ISBN: 978-3-613-50656-5) an. Traumhafte Gipfel, atemberaubende Täler, malerische Seen und jahrhundertealte Kulturlandschaften – die Alpen und Dolomiten sind ein wahres Paradies für leidenschaftliche Bergwanderer. Mit diesem neuen Tourenguide entdecken Wanderer auf wahren Traumpfaden die „Top 50“-Tagestouren – von hochalpinen Gipfeltouren bis zu genussvollen Almwanderungen. Jede Tour ist von den Experten der outdoor-Redaktion ausgewählt. Alle wichtigen Informationen für unterwegs sowie eine Übersichtskarte, die den besten Weg zeigt, sind auf 50 laminierten Tourenkarten im praktischen Format gewichtsparend zusammengefasst und regensicher in einer Klarsichttasche verpackt. Und alles, was man über die Regionen und ihre Sehenswürdigkeiten wissen muss, sowie alle Reiseinformationen steht im reich illustrierten Begleitbuch.

Und zum Abschluss unseres Outdoor-Themenschwerpunkts könnt ihr ein Paket mit drei der hier vorgestellten Bücher gewinnen: „outdoor-Wissen – Alles über Reisen, Wandern, Abenteuer“, „outdoor – Alpen/Dolomiten – Die 50 schönsten Tageswandertouren“ und „Outdoor Survival mit dem Messer“ können schon bald im Bücherschrank eines „Männer unter sich“-Lesers stehen. Und was müsst ihr tun, um an das Buchpaket zu kommen?
Ganz einfach: einen Witz zum Thema Outdoor erzählen, also einen wie den oder den, und zwar hier in den Kommentaren. Jeden Witz bitte nur einmal, Dubletten werden rigoros gelöscht. Aber natürlich dürft ihr es mit mehreren verschiedenen Witzen probieren. Ihr habt bis zum 18. November 2011, 14 Uhr Zeit, danach werden die Kommentare für diesen Beitrag dicht gemacht, und unser Witz-Experte, Harald Effenberg, wird unabhängig, unbestechlich und total subjektiv den besten Witz auswählen. Der Gewinner erhält unser Outdoor-Buchpaket.
Von der Teilnahme ausgeschlossen sind alle Mitarbeiter von nassrasur.com und die Autoren dieses Blogs. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. 
Viel Spaß! 

Bankrotte, Diner und All Blues – Die Links der Woche vom 28.10. bis 3.11.

Jeden Freitag auf “Männer unter sich”: Links, die uns während der Woche untergekommen sind – Sport, Cartoons, Reportagen, Hintergründe zu unseren Artikeln usw. Männlicher Lesestoff zum Wochenende, viel Spaß!

Bankrotterklärungen waren das Thema der Woche, an allererster Stelle stand eine Bankrotterklärung der Demokratie. Wer die Bürger nach ihrem Willen befragen möchte, gefährdet Europa. Doll. Wir haben die Phase erreicht, in der die Regierenden glauben, ihr Volk ignorieren zu können. Darauf folgte im sich wiederholenden Ablauf der Geschichte immer die Phase, in der die Regierenden ihr Volk fürchten mussten.

Eine Bankrotterklärung in Sachen Anstand und Ehrlichkeit hat auch der DFB diese Woche abgegeben. Zum Konflikt zwischen DFB und den Ultras bezüglich der Legalisierung von Pyro-Technik in den Fußballstadien bringen wir gleich noch einen Kommentar. Eine ausführliche, ausgezeichnete Analyse der gesamten Problematik findet sich bei schwatzgelb.

Der wöchentliche Blick zu den Retronauten fällt auf Bilder aus dem LIFE-Archiv: Aufnahmen aus einem Diner im Jahr 62. Und wie ich die Bilder so anguck, denk ich mir plötzlich: Diner? War da nicht mal ein Film, der auch irgendwo in der Zeit spielte?Natürlich! Hieß auch moch „Diner„, das Regie-Debüt von Barry Levinson. Erzählte von einem Haufen junger Kerle 1959 in Baltimore, ein paar wollten erwachsen werden, ein paar nicht. Der Trailer gibt ’ne schwache Ahnung von dem Streifen.

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Video-Link: http://youtu.be/dGZZ-CLphCI

Man sieht Steve Guttenberg, Ellen Barkin, natürlich Kevin Bacon und einen unfassbar jungen Mickey Rourke. Ganz typische Szene: Man trifft sich im Diner und versucht, Weltfragen zu klären, z.B. wer besser ist – Frank Sinatra oder Johnny Mathis?

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Video-Link: http://youtu.be/F3QANzPkkR4

Ein Wahnsinns-Männerfilm, eine DVD mit der deutschen Fassung gibt es leider (noch?) nicht.

Für den Jazz der Woche hat mich diesmal was ganz besonderes angesprungen. Miles Davis. Wayne Shorter. Herbie Hancock. All Blues.

http://youtu.be/vFTp2O0ywyw

Schönes Wochenende, viel Spaß!

 

 

 

Nur noch mit Helm?

Mit oder ohne?

Gerade lese ich bei Spiegel Online, dass Minister Ramsauer über eine allgemeine Helmpflicht für Radfahrer nachdenkt. Das ist sein gutes Recht, gerade Ministern sollte man das Denken nicht verbieten, aber über die Gründe, weshalb Ramsauer nachdenkt, erstaunen mich dann doch ein wenig.

Denn im selben Artikel stehen konkrete Zahlen vom Statistischen Bundesamt. Laut denen sind letztes Jahr deutlich weniger Radfahrer verunfallt als 2009. Gilt nicht, meint Ramsauer. Letztes Jahr war es extrem nass und kalt, da wären wesentlich weniger Leute mit dem Rad unterwegs gewesen. Gilt nicht, meine ich. Die Zahl der Radfahrer steigt von Jahr zu Jahr signifikant an, das dürfte die Wetter-Delle zumindest teilweise ausgleichen. Werden wir zahlenmäßig doch mal konkret:  Laut Verkehrsunfallstatistik hatten 2010 insgesamt 65.573 Radfahrer einen Unfall (13 Prozent weniger als im Vorjahr), 381 verunglückten tödlich, das sind 18 Prozent weniger als 2009 (da waren’s 462). Ich kann mir nicht helfen, eine „dramatische Zunahme“ der unfalltoten Radfahrer (Ramsauer laut SZ) sieht anders aus. Was ist mit unserem Verkehrsminister los? Was denkt der Mann?

Nun, Zugang zu dieser Gedankenwelt bekommt man, wenn man andere Zahlen betrachtet. In Deutschland gibt es (lt. Der Westen) 70 Millionen (!) Fahrräder1 Und laut Ramsauer tragen gerade mal 9 (neun!) Prozent der Radfahrer einen Helm.

Könnte es eventuell sein, dass ein paar Lobbyisten von der Fahrradzubehör-Industrie dem Minister gedanklich ein bisschen auf die Sprünge geholfen haben?. „Schauen Sie, Herr Minister, nur 9 Prozent aller deutschen Radfahrer tragen Helm, das ist doch ein unhaltbarer Zustand. Mit einer gesetzlichen Helmpflicht könnten wir Millionen von Helmen verkaufen, tausende Arbeitsplätze schaffen und die Verkehrsunfallstatistik sehe hinterher auch viel schöner aus. Klassische Win-Win-Situation!“

Wie dem auch sei, trotzdem lohnt es sich natürlich, über die Notwendigkeit, einen Fahrradhelm zu tragen, nachzudenken. Nun ist das kein absolut neues Thema, in Sachen Radhelmpflicht prügeln Gegner und Befürworter seit Jahren wortreich aufeinander ein. So wortreich, dass es mittlerweile für zwei (!) Wikipedia-Beiträge gelangt hat: einen im Artikel „Helmpflicht“ und einen im Artikel „Fahrradhelm„.

Die Befürworter haben die Schutzwirkung eines Helms2 als Totschlagargument Gegenteil eines Totschlagarguments auf ihrer Seite, die Gegner argumentieren u.a. damit, dass Radfahrer, die einen Helm tragen, zu einer riskanteren Fahrweise neigen könnten, was Unfälle wahrscheinlicher macht. Interessant sind auch Statistiken von Ländern, in denen die Helmpflicht eingeführt wurde (z.B. Australien): Hier nahm die Fahrradnutzung insgesamt ab, so dass statistisch von einer höheren Gefährdung der verbleibenden Radfahrer auszugehen ist. Es gibt zahlreiche weitere Argumente pro und contra, ich verzichte jetzt darauf, die auszubreiten, in den o. g. Wikipedia-Artikeln stehen sie alle drin.

Und jetzt Butter bei die Fische: Wie hält’s denn unsereins mit dem Radhelm? Wenn ich mir so durchlese, was ich bisher geschrieben hab, klingt das so, als wär ich Helmgegner. Bin ich aber nicht. Ich trage fast immer einen Fahrradhelm, seit ich in diesem Beitrag im Bestatterweblog gelesen habe: „Wir hatten noch keinen einzigen Fall, in dem jemand, der einen Fahrradhelm trug, ums Leben gekommen ist.“ Dieser Satz aus dem Munde eines Bestatters ist für mich ein sehr überzeugendes Argument.

Allerdings – im Urlaub trag ich auch keinen. Da ist es mir zu heiß für ’n Helm, und ich fahr praktisch ausschließlich auf prima ausgebauten Radwegen im Burgenland. Da ist die Unfall-mit-Kopfverletzung-Wahrscheinlichkeit minimal, da brauch ich keinen Helm, denk ich. Oder red ich mir ein?

Aber wie ist das mit euch? Tragt ihr Helm, oder eher nicht? Und welche Gründe habt ihr, einen Radhelm zu tragen bzw. nicht? Ich freu mich auf zahlreiche Teilnehmer bei der kleinen Umfrage und auf eure Meinungen in den Kommentaren.

Trägst du Helm, wenn du auf'm Rad unterwegs bist?

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Foto: Thomas Siepmann  / pixelio.de

  1. Diese Zahl sagt natürlich nichts darüber aus, wie häufig diese Räder benutzt werden, aber imposant ist sie trotzdem.
  2. Wobei die Studien, mit denen diese Wirkung belegt wird, lt. Wikipedia durchaus methodische Fehler aufweisen