Weil egal ist, wie’s ausgeht…

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In den Rumpelkicker-Jahren der deutschen Fußballnationalmannschaft (1998 bis 2006) bediented sich Günter Netzer als TV-Experte gern der Formulierung „neuerlicher Tiefpunkt“, wenn es galt, ein Spiel einzuordnen. Am letzten Mittwoch hatten wir – was das Zuschauerinteresse am Aushängeschild des deutschen Fußballs anbelangt – den neuerlichsten, tiefsten Tiefpunkt erreicht: Horst Lichter hatte mit seinem parallel ausgestrahlten Ramschladen mehr Zuschauer als das Spiel gegen Tschechien. Ist das verwunderlich? Nein. weiterlesen…

Einwurf des Tages: Fußball geht weiter

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Letzte Woche ist die Welt untergegangen. Alle deutschen Vereine sind im Achtelfinale aus der Champions League gekegelt, wie forchtbar! Weltuntergang! Alle Spieler feuern, alle Trainer sowieso, Löw muss SOFORT von Klopp abgelöst werden und wir müssen uns alle Pay-TV zulegen, damit unsere BuLi-Vereine genauso viel verdienen wie die Neureichen aus der Premiere League und auf Shopping Tour gehen können…

Wir sollten auf dem Teppich bleiben. Wir sind Deutschland. Wir sind bisher so alle zwanzig Jahre Weltmeister geworden, deutsche Vereine haben alle zehn, zwanzig Jahre mal den Pokal der Landesmeister/die Champions League gewonnen1… das ist normal. Warum hätte sich das plötzlich ändern sollen? Auf jede goldene Generation folgt eine aus etwas weniger edlem Metall. Niemand hat ein Recht auf Titel. Nehmen wir Vernunft und den Alltag an. Heute testet Deutschland gegen Serbien, Sonntag geht’s gegen die Niederlande in die EM-Quali. RTL überträgt. Ich bin gespannt.

Die beste DFB-Elf aller Zeiten?

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Der DFB will eine Fußball-WalhallaFußballhalla „Hall of Fame“ einrichten und hat dafür eine „beste Nationalelf aller Zeiten“ wählen lassen, die aus 
Maier, Brehme, Beckenbauer, Breitner, Fritz Walter, Sammer, Matthäus, Netzer, Müller, Seeler und Rahn. Bis auf Fritz Walter und Helmut Rahn habe ich alle anderen Erwählten spielen sehen und widerspreche vehement auf 3 Spieler-Positionen: weiterlesen…

Wer muss hier zurücktreten?

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„Au, au, au, ganz schlimmes Eigentor!“ – „Unverschämtheit!“ – „Die müssen zurücktreten!“ – „Ausschluss aus der Nationalmannschaft, sofort!“ Äh, ja, nun… weiterlesen…

Tele Santana – die Verweigerung des Resultats

Foto by Tales.ebner (Own work) [Public domain], via Wikimedia Commons

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Wenn ich mir ein Fußball-Match angesehen habe,, schalte ich nach dem Schlusspfiff reflexartig ab, um die Interviews nicht anhören zu müssen. Wobei es nicht unbedingt die Statements von Spielern und Trainern sind, die mir auf den Zeiger gehen, es ist vielmehr die Mentalität der fragenden Reporter.

Die reduzieren nämlich den Fußballsport auf die einfachst mögliche Formel, auf die Unterscheidung in Gewinner und Verlierer. Wer gewinnt hat recht gehabt und wird gelobt. Wer verliert hat unrecht gehabt, und muss erklären, warum er alles falsch gemacht hat. weiterlesen…

Die Bundestrainer (8): Joachim Löw

Foto: Steindy (Diskussion) 10:00, 27 June 2011 (UTC) (Eigenes Werk) [CC-BY-SA-3.0-2.5-2.0-1.0], via Wikimedia Commons

Foto: Steindy (Diskussion) 10:00, 27 June 2011 (UTC) (Eigenes Werk) [CC-BY-SA-3.0-2.5-2.0-1.0], via Wikimedia Commons

Seit der letzten EM steht Bundestrainer Joachim Löw in der Diskussion, die seit dem Algerienspiel bei der WM durchaus heftig wird. Löws taktische Ideen und sein In-Game-Coaching werden sehr unterschiedlich bewertet. Anlass für mich, den Vergleich zu den anderen Bundestrainern, die ich (ich bin Fan der Nationalmannschaft seit 1965)erlebt habe, zu ziehen und eine kleine Serie über die deutschen Bundestrainer zu schreiben. Heute ist Jürgen Klinsmann dran.

Um Jogi Löw als Bundestrainer richtig einordnen zu können, müssen wir zunächst die persönliche Tragik Franz Beckenbauers ins Spiel bringen. Wie jetzt? Tragik bei der Lichtgestalt? Doch, doch…

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