Einer für alles

Wir Männer, die wir uns nass rasieren kennen das: wie beobachtende Blicke von Frauen zu begehrlichen wären. Leider sind – nach einer Weile – wir selbst nicht mehr Ziel der Begehrlichkeiten, sondern unser Rasierzeugs. Frauen, die mit erfahrenen Nassrasierern zusammenleben, merken bald, wie angenehm unsere Rasuren verlaufen und bekommen Zweifel an dem quietschbunten, bis zur Dämlichkeit spezialisierten Plastikzeugs, dass die Kosmetikindustrie Frauen zur Körperrasur andient. Früher oder später merkt man dann, dass der Rasierpinsel, der eigentlich trocken sein müsste, eine unerklärliche Restfeuchte aufweist. Und dass die Rasiercreme-Tube etwas schneller zur Neige geht als sonst. Da hat jemand das Rasier-Equipment ausprobiert und für gut befunden. An ein Werkzeug trauen sich unsere Frauen jedoch nicht oder nur sehr zögerlich heran. An unseren Rasierhobel. Da ist die offen liegende, scharfe Doppelklinge wohl doch deutlich Respekt einflößender als der Systemrasierer. Das könnte sich in Zukunft ändern, denn MÜHLE hat einen neuen Hobel auf den Markt gebracht, der Frauen und Männer gleichermaßen ansprechen soll: den Companion. weiterlesen…

Das männliche Zitat der Woche (C): Lemmy Kilmister

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Video-Link: https://youtu.be/n5UMIJoCDeU

„Man hat mich gefragt, was Motörhead zum Heavy Rock beigetragen hat. Und ich hab geantwortet: Nichts, Nada, Null. Wir haben nichts beigetragen, wir haben Zeugs weggenommen: die Egos, das hochnäsige Musikantentum, die 15 Minuten langen Schlagzeugsolos, die beschissenen Bühnenklamotten, das Make-Up und den Hype. Das, was übrigblieb, war echt. Das war Motörhead.“

Lemmy Kilmister

[Tipp der Woche] Antikapitalismus Reloaded – „Squid Game“ auf Netflix

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Video-Link: https://youtu.be/ALJ5EPWAfsc

Antikapitalistische Parabel? Kennen wir alle aus dem Deutschunterricht in der Schule. So dieser Brecht-Kram. Grauenhaft. >Total vorhersehbar. Stinklangweilig. Ist mausetot, dieses antikapitalistische Parabelzeugs. Dachte ich, bis ich „Squid Game“ gesehen habe. Von der Serie aus Korea reden ja zur Zeit alle. Zumindest alle, die ein Netflix-Abo haben. Also hab ich auch mal rein geschaut. Hoch verschuldete, total verzweifelte Menschen werden auf eine entlegene Insel gebracht, wo sie gegeneinander Kinderspiele spielen. Mit tödlichem Ausgang. Um ein gigantisches Preisgeld. Nach fünf Minuten war klar: antikapitalistische Parabel, alles klar. Vorhersehbar bis zum Gehtnichtmehr. Aber saugut gemacht. Tolle Bilder. Tolle Schauspieler. Und dann hab ich die 9 Folgen in zwei Tagen durchgebinget. Obwohl von Anfang an eigentlich klar ist, wie’s ausgeht, Überraschungen inklusive. Kann man so anschauen, ist sehr, sehr gute Unterhaltung. Obwohl es eigentlich Brecht-Kram ist. Besonders Folge 6 (die mit den Murmeln), die ist absolute Weltklasse.

Nächtliche Ruhestörung, der Bären-Urin der Schamanin und sechs Teile Kevin – die Links der Woche vom 1.10. bis 7.10.

Jeden Freitag auf “Männer unter sich”: Links, die uns während der Woche untergekommen sind – Sport, Cartoons, Reportagen, Hintergründe zu unseren Artikeln usw. Männliche Themen zum Wochenende, viel Spaß! 

Die Woche ist rum, wir atmen durch und auf: Laschet ist so gut wie weg, Corona vielleicht auch (wegen höherer Impfquote als gedacht), das Dschungelcamp wandert nach Südafrika und den Literatur-Nobelpreisträger kennt hierzulande wieder keiner. Alles tolle Geschichten? Zweifelsohne. Aber tatsächlich haben wir noch tollere Geschichten und Videos für euch im Netz gefunden und linkfrisch für euch aufbereitet. weiterlesen…

Gratismut auf billigen T-Shirts

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Photo by nattyjeff on Pixabay

Am letzten Wochenende wurden Comedians geehrt. Die Comedienne Hazel Brugger und ihr Mann gingen in T-Shirts auf die Bühne, auf denen „Konsequenzen für Comedian XY“ gefordert wurde. Viele Mitglieder ihrer Peergroup haben Frau Brugger applaudiert, einige Medien bezeichneten ihre T-Shirt-Aktion als „mutig“.

Mit „Comedian XY“ war Luke Mockridge gemeint, dem von einer Ex-Partnerin Vergewaltigung vorgeworfen worden ist. Die Staatsanwaltschaft hat gegen Mockridge ermittelt, keine Hinweise auf Straftaten gefunden und das Verfahren eingestellt. Außerdem existiert noch ein SpOn-Artikel hinter einer Paywall, in dem Mockridge wohl ein generell übergriffiges Verhältnis zu Frauen nachgesagt wird, der m. W. aber nichts strafrechtlich Relevantes enthält1. Deswegen hat Frau Brugger aus Mockridge wohl  den „Comedian XY“ gemacht. Weil sie ein wenig mit Dreck werfen wollte, ohne ihrerseits eine Klage wegen Verleumdung zu riskieren. Eine solche Aktion „mutig“ zu nennen, ist definitiv sehr mutig.

Nochmal kurz zum Mitschreiben: Laut aktuellem Stand hat Mockridge sich nichts zu Schulden kommen lassen, was die Gerichte interessiert. Möglicherweise ist er ein Vollidiot und ein Arschloch, das sich Frauen gegenüber nicht korrekt verhält. Das ist unschön, vielleicht verachtenswert, aber mit Sicherheit nicht strafbar. Wenn man der Meinung ist, dass jemand ein Arschloch ist und dies öffentlich kundtun möchte, dann sagt man’s demjenigen ins Gesicht. Das erfordert möglicherweise Mut. T-Shirts mit Andeutungen bedrucken lassen ist billig. Kostet nur ein paar Euro im Copyshop um die Ecke.

Glubsch nicht so!

Foto: Naotake Murayama, Creative Commons CC BY 2.0

Wer sich mit Systemrasierern rasiert, kennt den Glubsch-Streifen, den kleinen, über oder unter den Klingen angebrachten Streifen, der, wenn er während der Rasur feucht wird, so ein Glubschzeugs absondert. Wenn ich mich recht entsinne, hat Firma Gillette den erstmals beim Contour Plus eingebaut, 1985 war das. Die anderen Hersteller haben nachgezogen, mittlerweile ist es beinahe unmöglich, einen Systemrasierer ohne das Glibberdings zu kaufen. Was ein wenig verwundert, wenn man mal genauer hinschaut, um herauszufinden, was das Ding eigentlich bewirkt: Nämlich pfeilgerad nix, vor allem, wenn man sich mit selbstgeschlagenem Schaum aus Rasierseife oder -creme einseift. weiterlesen…

[Tipp der Woche] Was macht DER denn in einer Band? – Edgar Wrights Doku „The Sparks Brothers“ im Kino

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Video-Link: https://youtu.be/CGimo_mQqz0

„Was macht DER denn in einer Band?“ dachte sich fast jeder, als die Sparks so um 1974 herum zum ersten Mal im Fernsehen zu sehen waren. Denn die Band um die Brüder Ron und Massael machten damals nicht nur durch ungewöhnliche Sounds sondern auch durch bizarre Optik auf sich aufmerksam. Während Russell den deutlich an Marc Bolan orientierten Frauenschwarm mit Falsett gab, pflegte Gruppen-Mastermind und Keyboarder Ron eine politisch inkorrekte Optik, denn er setzte sich grundsätzlich nur mit Krawatte und Hitlerbart hinters Fender-Piano. Gemeinsam produzierten die beiden auf der Bühne und im Studio damals ungewohnte, beinahe avantgardistische Klänge, die tatsächlich die Zeit überdauert haben. Die „Sparks“ gibt’s heute noch. Jetzt hat kein Geringerer als Edgar Wright (Cornetto-Trilogie, Baby Driver“ eine Doku über diese „Sparks Brothers“ gedreht, die diese Woche in die Kinos kommt und (fast) genauso schräg ist wie die Band.

Die Zerstörung der EU, Calles Lasagne und die Uhren des Commander – die Links der Woche vom 24.9. bis 30.9.

Jeden Freitag auf “Männer unter sich”: Links, die uns während der Woche untergekommen sind – Sport, Cartoons, Reportagen, Hintergründe zu unseren Artikeln usw. Männliche Themen zum Wochenende, viel Spaß! 

Die Wahl ist vorbei, mit den Spätfolgen derselben werden wir noch eine Weile zu tun haben. Vermutlich bis zur nächsten Wahl, die in Berlin vermutlich schneller kommt als gedacht, die Anzeichen mehren sich, dass der Wahlvorgang dort wiederholt werden muss. Gibt’s irgendwo auf der Welt eine peinlichere Hauptstadt? Genug davon, wir schauen nach vorn. Aber ihr tut das bitte erst, wenn ihr die Links der Woche angeschaut habt, die besten Geschichten und Videos, die wir in der letzten Woche für euch gesammelt haben. weiterlesen…