Das männliche Zitat der Woche (CXIII): Jürgen Klopp

Foto: Fars Media Corporation, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

„Als verkündet wurde, dass die nächsten Weltmeisterschaften in Russland und Qatar stattfinden würden, war es, glaube ich, das erste Mal, dass 2 auf einmal verkündet wurden. Wir alle wissen, wie es geschehen ist, und dass es wieder geschehen kann. Keine legale Maßnahme hat danach dazu geführt, dass man ‚JEtzt liegt alles offen, jeder weiß Bescheid‘ sagen konnte. Es ist 12 Jahre her, und jetzt ist es soweit. Das ist die Situation, und sie kann einen wütend machen. Wie auch nicht?
Nochmal: Ich sehe es aus dem Blickwinkel des Fußballs, und mir gefällt es nicht, dass jetzt ausgerechnet die Spieler in eine Situation geraten sind, in der sie eine Botschaft aussenden sollen. Ihr seid alle Journalisten, ihr solltet die Botschaften verschicken…
Und bringt Gareth Southgate nicht andauernd in Situationen, in denen er über das alles reden muss. Er ist kein Politiker, er ist der englische Nationaltrainer. Lasst ihn haargenau das machen. Wenn ihr etwas zum Thema schreiben wollt, dann macht das, aber schreibt es selbst, anstatt von uns Statements einzufordern und dann ‚Klopp hat gesagt…‘ oder ‚Southgate hat gesagt…‘ zu schreiben. Als ob das irgendetwas ändern würde. Wir alle – ihr mehr als wir – haben das vor 12 Jahren geschehen lassen.“

Jürgen Klopp

Das männliche Zitat der Woche (CXII): Ulysses S. Grant

Brady-Handy Photograph Collection, Library of Congress, Public domain, via Wikimedia Commons

„Sollte uns in naher Zukunft erneut ein Wettstreit um die Zukunft unserer nationalen Existenz bevorstehen, dann sage ich voraus, dass die Linie, die uns trennt, nicht die von Mason und Dixon sein wird, sondern die zwischen Patriotismus und Intelligenz auf der einen Seite und Aberglauben, Ehrgeiz und Dummheit auf der anderen.“

Ulysses S. Grant

Das männliche Zitat der Woche (CX): C.S. Lewis

Foto: Aronsyne, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia

„Von allen Tyranneien ist wohl die, die grundehrlich zum Wohle ihrer Opfer ausgeübt wird, die schlimmste. Es ist besser, unter der Knute von Räuberbaronen zu leben als unter der von allmächtigen moralischen Wichtigtuern. Die Grausamkeit des Räuberbarons wird irgendwann einmal nachlassen, seine Habgier wird vielleicht irgendwann einmal befriedigt sein; aber die, die uns zu unserem eigenen Wohle foltern, werden uns endlos quälen, weil sie es mit der Zustimmung ihres eigenen Gewissens tun. Wahrscheinlich hoffen sie, deshalb in den Himmel zu kommen, aber sie erschaffen eine Hölle auf Erden.“

C.S. Lewis

Das männliche Zitat der Woche (CIX): Raymond Chandler

English: Photographer uncredited. Published by Alfred A. Knopf., Public domain, via Wikimedia Commons

“Gesunder Menschenverstand, das ist der Typ, der dir sagt, dass du deine Bremsen letzte Woche hättest einstellen sollen, nachdem du diese Woche eine Beule in dein Auto gefahren hast. Gesunder Menschenverstand ist der Quarterback vom Montagmorgen, der das Spiel gewonnen hätte, wenn jemand ihn aufgestellt hätte. Aber er wird niemals aufgestellt. Er steht auf der Tribüne, mit einem Flachmann in der Tasche. Gesunder Menschenverstand ist der kleine Kerl im grauen Anzug, der niemals einen Fehler beim Addieren macht. Aber er zählt immer das Geld anderer Leute, nie sein eigenes.“

Raymond Chandler

Das männliche Zitat der Woche (CXII): Carl Sagan

Foto: NASA/JPL, Public domain, via Wikimedia Commons

„Eine der traurigsten Lektionen der Geschichte ist folgende: Wenn wir lange genug beschwindelt wurden, weisen wir jeden Beweis dafür zurück, dass wir hereingelegt worden sind. Wir sind nicht mehr daran interessiert, die Wahrheit herauszufinden. Die Schwindelei hat uns eingefangen. Es ist einfach zu schmerzhaft – auch uns selbst – einzugestehen, dass wir hereingelegt worden sind. Wenn du einmal einem Scharlatan Macht über dich gegeben hast, bekommst du sie nie wieder zurück.“

Carl Sagan