Das männliche Zitat der Woche (LXXVIII): Bob Loveless

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Video-Link: https://youtu.be/ye5JAdAHpQc

„Wenn ein Mann ein Messer in die Hand nimmt, überkommt ihn eine alte Erinnerung aus dem gemeinsamen Unbewussten. Ein Messer ist eine archaische Erfahrung. Es war das erste Werkzeug und die erste Waffe des Menschen. Der Mensch hat Feuerstein zu Schneiden geschärft, bevor er das Rad erfunden hat. Egal, wie hoch wir uns entwickelt haben, ein Messer bringt uns zurück in die Höhle.“

Bob Loveless, Messermacher

Das männliche Zitat der Woche (LXXVI): Montaigne

Abb.: Thomas de Leu [Public domain]

„Da wir uns miteinander nur durch das Wort verständigen können, verrät, wer es fälscht, die menschliche Gemeinschaft. Das Wort ist der einzige Weg, auf dem wir unseren Willen und unser Denken austauschen, es ist der Mittler unserer Seele. Wenn es uns verloren geht, geht der Zusammenhalt zwischen uns verloren, und wir haben keine Kenntnis mehr voneinander. Wenn es uns betrügt, zerstört es all unseren Umgang und zerreißt alle Bande des menschlichen Miteinanders.“

Montaigne

(mit Dank ans Alternativlos-Aquarium)

Das männliche Zitat der Woche (LXXIV): Groucho Marx

Foto von Ralph F. Stitt, Rivoli Theatre [Public domain], via Wikimedia Commons

„Wenn du im Gefängnis sitzt, wird ein guter Freund versuchen, für dich die Kaution zu stellen und dich frei zu bekommen. Dein bester Freund wird in der Nachbarzelle sitzen und sagen: ‚Verdammt noch mal, war das ein Spaß!'“

Groucho Marx

Das männliche Zitat der Woche (LXXIII): Dietrich Bonhoeffer

Bundesarchiv, Bild 146-1987-074-16 / CC-BY-SA 3.0 [CC BY-SA 3.0 de], via Wikimedia Commons

„Dummheit ist ein gefährlicherer Feind des Guten als Bosheit. Gegen das Böse läßt sich protestieren, es läßt sich bloßstellen, es läßt sich notfalls mit Gewalt verhindern, das Böse trägt immer den Keim der Selbstzersetzung in sich, indem es mindestens ein Unbehagen im Menschen zurückläßt. Gegen die Dummheit sind wir wehrlos. Weder mit Protesten noch durch Gewalt läßt sich hier etwas ausrichten; Gründe verfangen nicht; Tatsachen, die dem eigenen Vorurteil widersprechen, brauchen einfach nicht geglaubt zu werden – in solchen Fällen wird der Dumme sogar kritisch – und wenn sie unausweichlich sind, können sie einfach als nichtssagende Einzelfälle beiseitegeschoben werden. Dabei ist der Dumme im Unterschied zum Bösen restlos mit sich selbst zufrieden; ja, er wird sogar gefährlich, indem er leicht gereizt zum Angriff übergeht. Daher ist dem Dummen gegenüber mehr Vorsicht geboten als gegenüber dem Bösen.“

Dietrich Bonhoeffer