[Tipp der Woche] Noch 3 gute Spiele vor der Sommerpause – Halbfinale und Finale der EM

Foto:Marco Verch, CC-BY 2.0

Wäre keine Pandemie und gäbe es das (erwartbar) unsägliche Verhalten der UEFA nicht, wäre diese EM vielleicht die Mutter aller Turniere. Die Stimmung in den Stadien ist toll – auch wenn man immer „Wenn das mal gut geht…“ denkt, wenn man die Jungs und Mädels auf den Rängen feiern sieht – wir bekommen engagierten Fußball zu sehen, der Spaß macht – okay, natürlich wäre es noch schöner, wenn unsere Mannschaft nicht so unwürdig rausgekegelt wäre und man noch mitfiebern könnte – und das taktische Niveau steigt von Runde zu Runde an, je besser die Mannschaften sich einspielen. Genauso soll ein großes Turnier sein, und ich hab soviel Spaß beim Zuschauen, wie seit der EM 96 in England nicht mehr. Daher sind die Halbfinalspiele am Dienstag und Mittwoch und das Finale am kommenden Sonntag meine Tipps der Woche. Wer weiß, wann wir solchen Fußball und solch eine Stimmung wieder zu sehen bekommen…

Knusperschwarten-Kotelettes, Knowland über die Wokoharam und der Beginn der Sommerpause- die Links der Woche vom 25.6. bis 1.7.

Jeden Freitag auf “Männer unter sich”: Links, die uns während der Woche untergekommen sind – Sport, Cartoons, Reportagen, Hintergründe zu unseren Artikeln usw. Männliche Themen zum Wochenende, viel Spaß! 

Es ist Freitag, genauer gesagt der letzte Freitag im Juni, und damit ist es Zeit für unsere Links der Woche, die besten Geschichten und Videos, die uns während der Woche untergekommen sind. Für gute sechs Wochen werden das die letzten Links der Woche sein, die traditionelle sommerliche Saure-Gurken-Zeit beginnt, die Themen werden weniger, und das ist Anlass für uns, unsere Sommerpause zu nehmen. Die Links der Woche melden sich nach dieser Ausgabe Mitte August wieder. weiterlesen…

Wenn’s heiß wird…

desert, camel, sand

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…war es in kultivierteren Zeiten als den unseren eine Selbstverständlichkeit, allzeit ein Fläschchen Eau de Cologne und ein Stofftaschentuch dabei zu haben, um sich erfrischen zu können, wenn die Hitze gar zu arg wurde. Man faltete sein Taschentuch auseinander, kippte ein bisschen Eau de Cologne darüber und drückte sich das befeuchtete Tuch in den Nacken: Instant Coolness! Das hat damals funktioniert, das funktioniert auch heutzutage noch prächtig.
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[Eine wie keine] Wann hat ihn nur der Mut verlassen? – Turniertagebuch, Eintrag 10

Eine Europameisterschaft wie diese hat’s noch nicht gegeben: in mehreren Ländern… unter Pandemie-Bedingungen in beinahe leeren Stadien ausgetragen… ohne Fanmeilen und Public-Viewing-Volksfeste… was für ein Turnier wird das werden? Ich habe auch keine Ahnung, aber bis zum Finale werde ich’s vielleicht herausfinden. Und wenn ich mich reinschreiben muss.

Foto: Steindy (Diskussion) 10:00, 27 June 2011 (UTC) (Eigenes Werk) [CC-BY-SA-3.0-2.5-2.0-1.0], via Wikimedia Commons

Das war’s also: gestern ist die Nationalmannschaft mit 0:2 rausgekegelt, Jogi Löw hat zum letzten Mal sein Team gecoacht, und die Ära, die er begründet hat, endete ganz anders, als sie begonnen hat: enttäuschend mutlos. Denn sein Mut war es, der Löw von allen seinen Vorgängern unterschied. Löw war tatsächlich der erste Bundestrainer – sieht man mal von Helmut Schöns Zwischenhoch mit der 72er Europameister-Elf ab – der bedingungslos an das spielerische Potenzial seiner Spieler zu glauben bereit war und nicht nur, wie die Herbergers, Beckenbauers und Völlers vor ihm einen Mangel verwalten wollte. Löw glaubte an das „beautiful game“, den schönen, kombinatorischen Angriffsfußball, und ließ ihn auch spielen, vor allen Dingen in Südafrika 2010 und in Brasilien 2014, wo sein Mut dann mit dem Titel belohnt wurde. Dazwischen – das soll man nicht verschweigen – gab es immer wieder Partien, wo Löw von einer merkwürdigen Angst vor der eigenen Courage befallen wurde, das Halbfinale der EM 2012 gegen Italien fällt einem sofort ein, als er das gesamte Offensivpotenzial der Mannschaft opferte, um Pirlo auszuschalten…

Diese merkwürdige Angst scheint ihn auch gestern wieder befallen zu haben, denn die Mannschaft hat in Wembley merkwürdig gehemmt gespielt. Von 15 aggressiven Minuten in der ersten Hälfte abgesehen, spielte die Mannschaft viel zu abwartend, vorsichtig, reaktiv… als hätte man gar nicht vor zu gewinnen. So tritt man nicht auf, wenn man in Wembley, einer der Kathedralen des Fußballs irgendwas gewinnen will. Bezeichnend waren Löws letzte Einwechslungen: das Team liegt 0:1 hinten und er bringt… Emre Can? Ernsthaft? Nicht Sané, nicht Musiala1 sondern Emre Can?

Ich fand’s schade, dass Löw seinen Abschied so verhalten gestaltet hat. Dass er ausgerechnet bei seiner Derniere (wie auch leider bei der vergurkten 2018er WM) zum drögen Zweckfußball seiner Vorgänger zurückgekehrt ist, statt sich an den gloriosen Spielen seiner eigenen Ära zu orientieren, an den 2010er Partien gegen England und Argentinien, an dem Halbfinal-Spektakel gegen 2014 gegen Brasilien… das wäre ein Abschied gewesen. „All in“ gehen, Manu Neuer rausnehmen und jeden auf der Bank einwechseln, der irgendwie nach vorne spielen kann… Out with a Bang!

Das wäre der Abgang gewesen, den ich Jogi Löw gegönnt hätte.

Meine Tipps fürs Viertelfinale:
Schweiz – Spanien 0:2
Belgien – Italien 1:2
Tschechien – Dänemark 0:2
Ukraine – England 0:2

[Eine wie keine] Volltreffer – Turniertagebuch, Eintrag 9

Eine Europameisterschaft wie diese hat’s noch nicht gegeben: in mehreren Ländern… unter Pandemie-Bedingungen in beinahe leeren Stadien ausgetragen… ohne Fanmeilen und Public-Viewing-Volksfeste… was für ein Turnier wird das werden? Ich habe auch keine Ahnung, aber bis zum Finale werde ich’s vielleicht herausfinden. Und wenn ich mich reinschreiben muss.

Lottospieler verhalten sich vollkommen irrational: An jedem Samstag (sehr viele spielen auch mittwochs und samstags, permanent englische Wochen sozusagen) beteiligen Sie sich an einem Glücksspiel mit verschwindend geringen Gewinnchancen. Ihre einzige Begründung, warum sie wieder und wieder Lottoscheine abgeben, obwohl mittlerweile allgemein bekannt ist, dass es wahrscheinlicher ist, ins englische Königshaus einzuheiraten als einen Sechser im Lotto abzuräumen: „Vielleicht klappt’s ja diesmal. weiterlesen…

[Tipp der Woche] Mehr Rivalität und Tradition geht nicht: Deutschland – England am Dienstag

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Video-Link: https://youtu.be/pP6MH–lllA

Gibt es brisantere Paarungen als Deutschland – England bei einer Welt- oder Europameisterschaft? Wohl kaum. Bereits das erste Aufeinandertreffen beider Teams im Finale der WM 1966 führte zu einem fulminanten, extrem emotionalen Klassiker mit dem umstrittensten Nicht-Tor, über den Freunde des Fußballspiels noch nach über 50 Jahren gern sprechen. Im Viertelfinale Bei der WM 1970 ging’s schon weiter, diesmal bekamen wir den schlimmsten Wechselfehler aller Zeiten zu sehen, Sir Alf Ramsey wollte beim scheinbar sicheren Spielstand von 2:0 seinen Spielmacher Bobby Charlton fürs Halbfinale schonen und nahm ihn aus der Partie. Was zur Folge hatte, dass Franz Beckenbauer, sein direkter Gegenspieler, plötzlich Zeit und Raum hatte, sich um das deutsche Aufbauspiel zu kümmern, was eine der begeisterndsten Aufholjagden der Fußball-Geschichte und schließlich dem Jahrhundertspiel Deutschland-Italien führte. 1990 und 1996 bekamen wir epische Schlachten zu sehen, die nur in Elfmeterschießen entschieden werden konnten, und in 2010 schließlich wiederholte sich die 1966 begonnene Geschichte mit umgekehrten Vorzeichen: ein diesmal zu Unrecht nicht gegebenes Tor führte zu einer epischen Niederlage der Engländer. Man sieht: Wenn beide Mannschaften in einem Turnier aufeinander treffen, können sie offenbar gar nicht anders als überlebensgroßes Drama zu produzieren. Der Vorhang hebt sich morgen, Dienstag, um 18 Uhr, im neuen Wembley Stadion.

[Eine wie keine] Ein ganz neues Turnier – Turniertagebuch, Eintrag 8

Eine Europameisterschaft wie diese hat’s noch nicht gegeben: in mehreren Ländern… unter Pandemie-Bedingungen in beinahe leeren Stadien ausgetragen… ohne Fanmeilen und Public-Viewing-Volksfeste… was für ein Turnier wird das werden? Ich habe auch keine Ahnung, aber bis zum Finale werde ich’s vielleicht herausfinden. Und wenn ich mich reinschreiben muss.

Mittwoch abend war hart. Sehr, sehr hart. Knallhart. Vor allen Dingen, weil man gesehen hat, was schief lief und sich fragte: Sieht Löw das nicht? Merken die Spieler auf dem Platz nicht, dass sie genau das machen, was die Ungarn von Ihnen erwarten? Offensichtlich nicht, sonst hätte ja früher jemand etwas geändert. weiterlesen…

Ein neues Sebel-Album, die Freundinnen-Falle und die Headline des Jahrunderts – die Links der Woche vom 18.6. bis 25.6.

Jeden Freitag auf “Männer unter sich”: Links, die uns während der Woche untergekommen sind – Sport, Cartoons, Reportagen, Hintergründe zu unseren Artikeln usw. Männliche Themen zum Wochenende, viel Spaß! 

Es ist Freitagmorgen, wir schreiben den zweiten spielfreien Tag der Fußball-Europameisterschaft, und ich hab mich nach dem kräftezehrenden Ungarn-Spiel immer noch nicht weit genug wieder raufgepowert, um die nächste Folge des Turniertagebuchs zu schreiben. Hab ja auch noch bis morgen Zeit. Aber die Links der Woche, die besten Geschichten und Videos der letzten sieben Tage, die müssen heute raus, so seid ihr es gewöhnt. Und hier sind sie auch schon. weiterlesen…

Gut getimete Coolness

thermometer, summer, heiss

Photo by geralt on Pixabay

Wir haben ein paar sehr heiße Tage hinter uns, und – da wir erst Juni haben, der Klimawandel lässt grüßen – wir haben noch viele heiße Tage vor uns. Eins der probatesten Mittel, um die heißen Temperaturen besser ertragen zu können, ist für mich, das hab ich schon öfters geschrieben, eine gepflegte Nassrasur mit kühlender Software. Menthol ist das Mittel der Wahl, und das ist in meiner „Sommer-Software“ reichlich enthalten: Proraso-Rasierseife Grün und das zeitlose Floid sind meine Waffen gegen die Sommerhitze, und sie funktionieren ganz ausgezeichnet. Vor allen Dingen, wenn man sie mit dem richtigen Timing einsetzt… weiterlesen…