[Tipp der Woche] Goslings Kino-Comeback – „The Gray Man“ im Kino

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Video-Link: https://youtu.be/dLdV77HVtHc

Wer endlich mal wieder Ryan Gosling im Kino sehen möchte (die letzten – meist ziemlich guten – Gosling-Filme gab’s nur auf Netflix zu sehen), sollte diese Woche einen Kinobesuch in Erwägung ziehen. Am Donnerstag startet „The Gray Man„, in dem Gosling einen verdeckt operierenden CIA-Killer spielt, dessen Identität auffliegt. Diese schöne Gelegenheit nutzt ein früher Kollege, der sich für eine Laufbahn als Psychopath entschieden hat, um ein riesiges Kopfgeld auf den von Gosling gespielten Typen auszusetzen und eine gigantische Menschenjagd in Gang zu bringen. Das erinnert doch stark an die „John Wick“-Filme, was an sich nichts schlechtes ist, die waren ja immer für ordentlich stylishe Action gut. Beim Anschauen des Trailers muss man allerdings feststellen, dass die „Joh Wick“-Macher sich beim nächsten Film ihrer Serie gewaltig werden anstrengen müssen, um das hier vorgegebene Blockbuster-Niveau zu erreichen. Meine Herren, hier wird nicht gekleckert, sondern wirklich geklotzt. Wer nicht abwarten kann, sich dieses Popcorn-Blei-Gewitter reinzuziehen, kann ab Donnerstag ein Kino seiner Wahl aufsuchen. Wer ein bisschen mehr Geduld und ein Netflix-Abo hat, kann bis zumm 22. Juli warten, dann läuft der Streifen auf Netflix.

[Tipp der Woche] Arthouse goes Blockbuster – Last Night in Soho“ im Kino

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Video-Link: https://youtu.be/W3z8sZbrLD8

Seit ich die Cornetto-Trilogie gesehen habe, lasse ich keinen Film aus, bei dem Edgar Wright Regie geführt hat. Okay, zugegeben, dass ist kein großes Kunststück, das Werk des Mannes ist (noch?) überschaubar, aber zu meiner Freude kommt dieses Jahr – nach der wunderbaren Doku über die Sparks – ein zweiter Edgar-Wright-Film in die Kinos: „Last Night in Soho“ Von Wright ist man ja Unterhaltung mit Ecken und Kanten gewöhnt, aber diesmal scheint er ziemliches Risiko gegangen zu sein. Die Geschichte dreht sich um Eloise, eine Nachwuchs-Mode-Designerin, die beliebig zwischen der Gegenwart und dem London der Sechziger Jahre wechseln kann. Aus dieser Idee hat Wright einen Horror-Thriller gemacht, in dem er furios – wie immer – die Mittel des Blockbuster-Kinos mit Arthouse verbindet. Wenn man nach dem trailer geht, ist Wirght da ein atemberaubender Höllentrip gelungen, auch wenn ein paar Kritiker die Nase gerümpft haben, weil „man“ Filmkunst und Popcorn-Kino nicht kombinieren darf. Ich bin da gänzlich anderer Ansicht, ich hab weder was gegen Unterhaltung noch gegen Kunst. Deshalb sitz ich auch Donnerstag im Kino, wenn „Last Night in Soho“ anläuft.

[Tipp der Woche] Rätselhafter Arthouse-Blockbuster – Nolans „Tenet“ erscheint auf Blu-ray

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Video-Link: https://youtu.be/xscxntVQ8JE

„Wo ist er jetzt?“ – „Wer?“ – „Na, der Protagonist.“ – „Welcher, der aus der Gegenwart oder der Vergangnheit?“ – „Keine Ahnung.“ – „Welcher ist das jetzt?“ – „Wer?“  Der eben durchs Bild gegangen ist.“ – „Nur ein Statist.“ – „Bist du sicher?“ – „Nein.“

Wer „Tenet“ im Kino gesehen hat, kennt diese Fragen. Christopher Nolans Film ist keiner der üblichen Blockbuster, die man entspannt über den Rand der Popcorn-Tüte beobachten kann, während man nebenher noch die Whats-App-Nachrichten checkt. „Tenet“ ist ein vielschichtiges erzählerisches Rätsel, dass ich zum Beispiel erst nach längerem Nachdenken halbwegs knacken konnte, ich hab vor ein paar Monaten hier im Blog darüber geschrieben. Diese Woche erscheint „Tenet“ auf Blu-ray, und vielleicht ist das Heimkino das eigentliche Medium für diesen Zeitreise-Thriller.

Nicht falsch verstehen: Mindestens einmal sollte man „Tenet“ im Kino gesehen haben. Diese Wahnsinnsbilder gehören auf eine große Leinwand, Punkt. Aber der komplexen Story kommt man mit Vor- und Zurückspulen vielleicht besser auf die Schliche. Ich zum Beispiel hab beim ersten Mal Anschauen jede Menge wichtiger Details verpasst. Dass kann einem bei der Blu-ray nicht passieren. Und – wichtiges Kaufargument – der Blu-ray liegt eine Bonus-Disc mit einem 75minütigen „Making of“ bei. Vielleicht lässt Nolan sich ja da ein wenig in die Karten blicken. Oder wirft er neue Rätsel auf?

Am 17. Dezember, dem Erscheinungstag der Disc, sind wir schlauer. Oder nach dem Lockdown, wenn wir uns Tenet fünf Mal angeschaut und endlich verstanden haben.

[Tipp der Woche] Die Rettung der Kinos? „Tenet“ startet

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Video-Link: https://youtu.be/5Oxbl3yAzUc

Die Kino-Branche zählt zu denen, die von Corona am stärksten getroffen wurde. Die Einnahmen versiegten von einem Tag auf den anderen, die laufenden Kosten (mieten, Gehälter) liefen weiter, und die finanziellen Ausfälle werden nie kompensiert werden können: eine Kinokarte, die du heute nicht verkaufst, kannst du ja nicht morgen doppelt verkaufen. Zwar dürfen die Kinos seit ein paar Wochen wieder Filme zeugen, doch nur mit stark reduzierter Zuschauerzahl in den Sälen. Zudem konnten die Kinos ihren Zuschauern kein sonderlich attraktives Angebot machen. Die Verleiher haben derzeit fast ausschließlich Filme im Programm, die schon länger gelaufen sind. Novitäten beschränken sich meist auf B-Pictures bzw. Arthouse-Produktionen, die nur ein Nischen-Publikum ansprechen. Die Folge? Es gab keine Zuschauerströme, die eute tröpfelten eher in die Kinosäle hinein.Was bisher gefehlt hat, sind die echten Zugpferde, die mit Starpower ausgestatteten Hollywood-Produktionen, die Blockbuster. Denn Hollywood lässt derzeit eine erkleckliche Zahl fertiger Neuproduktionen im Schrank, weil man fürchtet, dass jetzt gestartete Filme bei der reduzierten Zahl der Plätze in den Kinos deutlich weniger Geld als geplant einspielen. Die Branche ist in einem Teufelskreis: Die Kinos bekommen keine Filme, mit denen sie ein Massenpublikum anlocken könnten, und die Verleihe halten Filme zurück, weil sie Angst haben, das nicht gengu Leute kommen.

Diese Woche kommt nun endlich der erste Post-Lockdown-Blockbuster in die Kinos, der Film, der den gordischen Knoten zerschlagen soll: Christopher Nolans „Tenet„. Und „Tenet“ ist ein typischer Christopher-Nolan-Fil: verzwickte, doppelbödige Story, jede Menge Schauwerte, atemberaubende Action und ja, Blockbuster hin, Kommerz her, Anspruch, denn Nolan bedient immer auch die Mitdenker unter den Zuschauern. „Tenet“ ist eine Spionagegeschichte, in der der Protagonist des Films – der sinnigerweise „Der Protagonist“ heißt – in James-Bond-Manier den dritten Weltkrieg verhindern muss, in dem er eine Technik namens „Zeitinversion“ anwenden muss, also irgendwie gleichzeitig vorwärts, rückwärts und vermutlich auch seitwärts in der Zeit rumeiern muss. Wer sich z. B. an Nolans „Inception“ erinnert, ahnt, was für Bilder uns im Kino erwarten, und der Trailer ist tatsächlich sehr eindrucksvoll. Ich geh baldmöglichst ins Kino, DEN Film will wich sehen.

 

Wochenend-Tipp: 2 coole neue Blu-rays

Zum Wochenende möchte wir euch zwei saubere Actionfilme empfehlen, die diese Woche in den Verkaufs- und Leih-Regalen aufgeschlagen sind.

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Video-Link: https://youtu.be/OPk1dbFRA_w

Tom Cruises „Mission Impossible“-Reihe ist seit Jahren das Non-Plus-Ultra, was pausenlose Achterbahn-Action anbelangt, und „Fallout„, die diesjährige Folge, macht da keine Ausnahme. Der Adrenalin-Spiegel bleibt kontinuierlich hoch, und wie Cruise sich reinhängt ist einfach bewunderungswürdig.

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Video-Link: https://youtu.be/R3YXwUZlQVs

Wer seine Schurken etwas größer und seinen Helden etwas stoischer mag, greift zu „Meg„. Unser Lieblings-Schauspieler Jason Statham war gelangweilt, immer nur bsöe Buben zu verdreschen und suchte eine neue Herausforderung. Die fand er in einem 25 Meter langen Urzeit-Hai, der im Finale dann die übliche Statham-Behandlung bekommt und zur Fisch-Boulette verarbeitet wird. Natürlich ist das schwachsinniger Quatsch, aber wenn unser Jason mitmsicht, dann macht uns der Quatsch Spaß. Ab in die Videothek, es lohnt!

Tipp der Woche „Mortal Engines“ im Kino

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Video-Link: https://youtu.be/hMeTa-tSzQU

Peter Jackson ist einer der bildgewaltigsten Regisseure des Blockbuster-Kinos, und diesmal hat er sich wirklich ausgetobt. „Mortal Engines“ ist augenscheinlich eine Art Steampunk-Version von „Mad Max“, aber mit mobilen Städten statt popligen Autos. Geht ins Kino mit der größten Leinwand und dem lautesten Sound. Vergesst das Popcorn nicht.