Die Dovo-Rettung

Im April dieses Jahres musste die Nassrasurgemeinde einen ziemlichen Schock verdauen: Der Solinger Traditionsbetrieb „Dovo„, eine DER europäischen Nassrasur-Hausnummern u. a. für die Herstellung von Rasiermessern, musste Insolvenz anmelden. Seitdem war das Schicksal des Betriebs in der Schwebe, der Insolvenzverwalter suchte nach Investoren, um die Firma zu erhalten. Keine einfache Aufgabe in Zeiten, in denen sich gefühlte 11 von 10 Männern mit irgendwelchem Plastikzeugs im Gesicht herumfuhrwerken, um die Bartstoppeln loszuwerden, und Rasiermesser nur von Flohmartktständen kennen. Letztlich war die Suche aber doch erfolgreich. Am Donnerstag letzter Woche meldete das „Solinger Tagblatt“ (der Link zu dem Artikel ist leider etwas erratisch, manchmal kommt eine Bezahlschranke, manchmal nicht), dass ein Investor gefunden wurde. Mit Dovo kann’s weitergehen, aber augenscheinlich nur eingeschränkt. weiterlesen…

[Tipp der Woche] Thema Bébel – ein Abend auf arte

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Video-Link: https://youtu.be/FsfrXLG_O_c

In einer leider schon länger zurückliegenden Zeit, in der man Schauspieler noch als „Leinwandidole“ bezeichnete, ist Jean-Paul Belmondo einer meiner Lieblingsschauspieler geworden. Logisch, dass mein Lieblingsschauspieler hier im Blog öfter ein Thema war, einen längeren Text hab ich über ihn zu seinem 80. Geburtstag geschrieben. Am kommenden Sonntag hat arte einen Themenabend für „Bèbel“1 ausgerichtet. Der Abend startet um 20 Uhr 15 mit einem Belmondo-Klassiker, dem Krimi-Drama „Das Geheimnis der falschen Braut“ (Regie: François Truffaut, die „falsche Braut“ spielt Catherine Deneuve). Im Anschluss, um 22 Uhr 15, wird die Doku „Belmondo, der Unwiderstehliche“ gesendet, prallvoll gepackt mit zum Teil bisher unveröffentlichtem Archivmaterial. Ein absolutes Muss, nicht nur für Bébel-Fans wie mich.

Raumschiffe, unfreiwillige Models und Pellkartoffeln mit Quark – die Links der Woche vom 25.9. bis 2.10.

Jeden Freitag auf “Männer unter sich”: Links, die uns während der Woche untergekommen sind – Sport, Cartoons, Reportagen, Hintergründe zu unseren Artikeln usw. Männliche Themen zum Wochenende, viel Spaß!

Es ist Freitag, und es ist der Freitag, an dem wir erfahren habe, dass Donald Trump positiv auf Covid-19 getestet wurde. Ganz ehrlich, mein erster Gedanke war: der hat das nicht, das ist ein Wahlkampf-Trick. Da sieht man, wie erfolgreich Trumps Lügerei ist. Das Ziel von Propaganda ist ja nicht, eine bestimmte Sichtweise der Dinge durchzusetzen, sondern alle Positionen derart zu diskreditieren, dass man alles für möglich hält. Mission accomplished, letztlich leider. Wenigstens sind unsere Links der Woche keine Propaganda, die sollen eure Weltsicht nicht destabilisieren, sondern euch zum Wochenende ein paar Minuten Entspannung, Unterhaltung und Gedankenfutter bringen: die besten Geschichten und Videos der Woche, linkfrisch für euch gesammelt. weiterlesen…

Der Kleine für unterwegs und daheim

Das Schöne an vielen Taschenmessern – und besonders an den Opinel-Taschenmessern aus Carbonstahl, die ich gern mit mir herumtrage – ist, dass man sie überall schärfen kann, wenn sie mal stumpf sind. Am Bordstein, an einer umgedrehten Kaffeetasse oder an einer Treppenstufe – irgendwo findet sich immer was, wo mit man seinen täglichen Begleiter wieder halbwegs scharf kriegt. Doch – wie man so schön sagt – das Bessere ist der Feinde des Guten und das Bequemere der des Unbequemen. Seit ich mir einen Mini-Schärfstein zugelegt habe, kommt der auf Reisen immer mit. weiterlesen…

[Gedanken beim Rasieren] Meine zehn Minuten

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Meine morgendlichen zehn Minuten im Badezimmer lass ich mir nicht nehmen. Die zehn Minuten, in denen ich mich in aller Ruhe rasiere. Und zwar nur rasiere. Das was man sonst so im Bad erledigt (Körperfunktionen, Duschen, Reparaturarbeiten an sich selbst) sind da ausdrücklich nicht mit eingerechnet. In „meinen“ zehn Minuten wird nur rasiert, sonst nix. Und den Gedanken nachgehangen, die man beim Rasieren so hat. Wobei ich die Rasur ausdrücklich nicht zelebriere, sowas liegt mir nicht. Ich brauch kein Gedöns, um mir die Stoppeln aus dem Gesicht zu schaben. Ich mach ganz einfach, was ich will. Deshalb schätze ich diese zehn Minuten im Badezimmer so: Weil ich wirklich machen kann, was ich will.

In meine Morgenrasur redet mir niemand rein. Warum sollte das auch jemand tun? Ich rasier mich seit ein paar Jahrzehnten jeden Morgen, ich weiß mittlerweile ziemlich gut, wie ich die Barthaare unfallfrei so aus dem Gesicht bekomme, dass ich hinterher halbwegs präsentabel aussehe. Das mach ich nicht jeden Tag auf die gleiche Weise. Mal nehm ich diese Seife, mal jene. Gelegentlich greif ich zum Rasieröl. Heute nehm ich einen Dachshaarpinsel, morgen einen aus Kunstfasern. Okay, zum Abschneiden der Bartstoppeln nehm ich fast immer meinen Futur. Aber auch das ist MEINE Entscheidung. Das ist das Schöne an der Nassrasur: Erlaubt ist, was funktioniert. Man kann machen was man will.

Und deshalb wundere ich mich immer wieder, wenn sich in einem der Rasurforen jemand aufregt, dass sich ein anderer nicht so rasiert, wie er das für richtig hält. Ist doch Quatsch. Lohnt doch das Adrenalin nicht. Du bist in deinem Badezimmer und ich in meinem. In seienm Badezimmer ist jeder König. Und der König kann machen was er will. Das ist doch das Schöne. Auch wenn’s nur zehn Minuten am Tag sind.

[Tipp der Woche] Beyond Lummerland – „Jim Knopf und die Wilde 13“ kommt ins Kino

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Darauf warten wir seit 2018. Seit wir die Neuverfilmung von „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ im Kino angeschaut haben, sehen wir die Fortsetzung „Jim Knopf und die Wilde 13“ herbei. Weil wir da mit unseren Kindern reingehen wollen. Oder mit den Enkeln. Oder weil wir ganz einfach selber noch mal zwei Stunden lang im Kinosessel um die zehn Jahre alt sein wollen, um dieses prachtvolle Abenteuer noch mal zu erleben. Ich will – und muss, vermutlich – da auch nicht viele Worte machen. Michael Endes in zwei Büchern erzählte Abenteuergeschichte von Jim Knopf und seinen phantastischen Abenteuern ist ein Klassiker der Jugendliteratur, der meine – weit zurückliegende – Kindheit bereichert und mein Leseverhalten für mein ganzes Leben geprägt hat. An Jim Knopf messe ich grundsätzlich alle Bücher, die ich zur Unterhaltung lese: So lustig wie Jim Knopf? So spannend wie Jim Knopf? So emotional wie Jim Knopf?

Die Neuverfilmung des ersten Teils, die 2018 in die Kinos kam, hat mir sehr gut gefallen, nicht zuletzt, weil sie das Lokomotivenrad nicht neu erfunden hat, sondern weil sie die bekannte, wunderbare Geschichte mit neuem Leben erfüllt hat. Die Tricks waren – für einen Kinderfilm – sehr okay, und schauspielerische Glanzlichter gab’s in Serie, allen voran Ochsenknecht als König Alfons der Viertelvorzwölfte und Mick Brisgau Henning Baum als Lukas, der in die Rolle eine wunderbare Bud-Spencer-Hommage (inkl. Dampfhammer und Doppel-Backpfeife) gepackt hat. Seit ich mir den Film vor wzei Jahren angeschaut hab, freu ich mich auf die Fortsetzung. Und jetzt ratet mal, wer am Donnerstag im Kino sitzt?

Und falls sich jemand fragt, warum ich in diesem Zusammenhang nicht auf diese Frau Maltzahn aus der Hamburger KiTa eingegangen bin, die es vor ein paar Wochen mit der Behauptung, Jim Knopf wäre rassistisch, in die Schlagzeilen geschafft hat: Man muss nicht jeden überspannten Quatsch kommentieren. 

Feministische Irrtümer, Varions Nachbarn und die Frisbee-Wurf-Maschine – die Links der Woche vom 18.09. bis 24.09.

Jeden Freitag auf “Männer unter sich”: Links, die uns während der Woche untergekommen sind – Sport, Cartoons, Reportagen, Hintergründe zu unseren Artikeln usw. Männliche Themen zum Wochenende, viel Spaß!

Der letzte Freitag im September ist da, nächste Woche freuen wir uns also auf das erste Oktoberwochenende. Bevor es soweit ist, schmeißen wir den Rezember mit unserer wöchentlichen Linksammlung raus, den besten Geschichten und Videos, wie wir während der Woche für euch gesammelt haben. weiterlesen…