[Tipp der Woche] Messer raus – „Knives Out“ im TV

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Video-Link: https://youtu.be/x8lep-IErac

„Bis Ende 2019 Jahr war das Whodunit-Genre1 mausetot. Action-Thriller und Co. hatten der Agatha-Christie-Mörderjagd anscheinend komplett den Garaus gemacht, sowas wollte man nur noch in Miss-Marple-Wiederholungen auf Nischensendern angucken. Doch dann kam „Knives Out“ und defibrillierte die togeglaubte Täterhatz in spektakulärer Weise. Zutaten? Ein exquisiter Cast (angeführt von einem brillanten Daniel Craig), ein fintenreiches Drehbuch, dass sich selbst nicht allzu Ernst nimmt und ein paar überraschend neuartige Ideen parat hat2 und eine gediegene, für gute Laune sorgende Regie haben für einen Kassenerfolg gesorgt. Vollkommen zurecht, der Film macht einfach Spaß, ohne übermäßig nostalgisch zu sein. “
Das schrieb ich vor zwei Jahren, als der Film auf Blu-ray herauskam. Heute Abend läuft er zur Primetime in der ARD (Wiederholung spät in der Nacht). Wer diesen Mordsspaß noch nicht kennt, sollte ihn sich nicht entgehen lassen. Und zum Wiederangucken ist er ebenfalls geeignet, auch wenn man den Mörder schon kennt.

Star Wars zum Abgewöhnen: „Obi-wan Kenobi“ auf Disneyplus

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Video-Link: https://youtu.be/J2ZgWmizTck

1978 hab ich den ersten Star-Wars-Film gesehen, in der ersten Reihe im Berliner Royal Palast, der damals eine der größten Leinwände Europas hatte. Als dieser gewaltige, nicht enden wollende Sternenkreuzer über mir auftauchte, wurde ich zum Star-Wars-Fan, und bin es bis heute geblieben. Obwohl mir eigentlich nur die ersten beiden Filme wirklich gefallen haben, aber ich hab dem Format die Treue gehalten. Weil die ersten beiden richtig schöne Oldschool-Abenteuerfilme mit einer echten Heldenreise waren, sowas schau ich einfach gerne an. Bei der „Rückkehr der Jedi-Ritter“ hab ich schon angefangen, lange Zähne zu machen: Vader als Schurken derart zu kompromittieren, das hab ich George Lucas echt übel genommen. Und mit den Ewoks war die Sache dann schon endgültig auf Merchandise-Kurs, das Drumherum wurde wichtiger als das Abenteuer. Zeitsprung: Als Disneyplus, der Streamingdienst von Disney, denen Lucas die ganze Star-Wars-Chose verscheuert hat, an den Start ging, brachten Sie mit „The Mandalorian“ eine Serie, die Star Wars zurück zu den Abenteuerwurzeln brachte: ein Weltraum-Western, der sich gewaschen hatte, mit deftiger Action, kernigem Humor und gerade genug Mythos, um nicht albern zu werden. An den zwei bisherigen Staffeln hatte ich eine Riesenfreude, und als in der letzten Folge von Staffel 2 Luke persönlich auftauchte, hüpfte mein Fan-Herz. Und als ich dann las, das eine Serie um Obi-wan Kenobi in der Mache war, in der es zum neuen, epischen Duell mit Darth Vader kommen sollte, begann mein Fan-Herz, sogar Bocksprünge zu machen…(es kommen milde Spoiler) weiterlesen…

[Tipp der Woche] Die Rückkehr des King – „Elvis“ startet im Kino

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Video-Link: https://youtu.be/8B3skj1Io1o

Filme mit und über Elvis sind Legion – kein Wunder. Der Mann hat zwar den Rock’n Roll nicht erfunden, aber er hat ihm zum Durchbruch verholfen. Elvis hat „Jung sein“ zur Marke gemacht, indem er der spießigen Erwachsenenwelt der 50er Jahre, in der jeder zweite Satz mit „Dafür bist edu noch zu jung!“ begann, ein rotziges „Dafür seid ihr schon zu alt!“ entgegenschleuderte und Konzerte gab, wie es sie nicht vorher gab und nach ihm nie wieder gegeben hat. Jeder, der das große Glück hatte, Elvis live erleben zu können, spricht mit Ehrfurcht von ihm: Er war einer der größten, wenn nicht der größte Performer aller Zeiten.

Das Problem, wenn man einen Film über eine solche Persönlichkeit drehen will, ist immer das gleiche: Wie fängt man die Bühnenpräsenz einer solchen Ausnahmepersönlichkeit ein? Das Live-Erlebnis entzieht sich ja fast immer dem Medium Film: Wenn man die Kamera auf eine herausragende Bühnen-Performance einfach draufhält, erhält man meist nur einen Abklatsch des eigentlichen Events. Einer der Regisseure, die sich mit einem solchen Abklatsch nicht zufrieden geben, ist Baz Luhrman, der jetzt mit „Elvis“ ein Biopic abgeliefert hat, dass mehr ist, als das biedere Bebildern des Lebens eines herausragenden Performers. Das nicht nur hinter die Kulissen blickt – Tom Hanks scheint eine herausragende Leistung als Mr. Zwielicht persönlich, Elvis‘ Manager Col. Tom Parker abzuliefern – sondern tatsächlich zumindest in Momenten die Magie dieses Menschen eingefangen hat.

Beim Filmfestival in Cannes gab’s zehn Minuten lang Standing Ovations für diesen Film. Und vielleicht auch für Elvis, den King, persönlich. Der Trailer ist wirklich beeindruckend. Wenn der Film nur halb so gut ist… Ab Donnerstag können wir uns endlich im Kinosessel niederlassen und uns eine eigene Meinung über diesen Film bilden. Ich freu mich sehr darauf.

[Tipp der Woche] Hinter den Kulissen der Fab Four

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Video-Link: https://youtu.be/LqO3DIaKTXM

Älterwerden ist nichts für Weicheier, das steht mal fest. Und Älterwerden macht nicht immer Spaß. Das weiß ich aus Erfahrung. Was aber wirklich Spaß macht: sich an Dinge erinnern zu können, die jüngere Menschen noch nicht mal annähernd nachvollziehen können. Zum Beispiel die 60er Jahre. Das „Rennen zum Mond“. Die WM 66. Und, natürlich, die Beatles. Das Gefühl, ein neues Album dieser Gruppe auf den Plattenteller zu legen, die Nadel abzusenken, und sich, während es verheißungsvoll aus den Lautsprechern knisterte, zu fragen: „Was werden sie diesmal machen?“ ist unwiderbringlich dahin. Die Beatles hatten damals einen absoluten Sonderstatus, und für mich, ein Kind dieser Zeit, haben sie den immer noch. weiterlesen…

[Tipp der Woche] Gefahr im Anzug – „The Outfit“ im Kino

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Video-Link: https://youtu.be/AMGgk2AYAQc

Eigentlich stehen Filme, die an nur einem Schauplatz spielen, im Widerspruch zur Grundidee des Kinos. Das war in seinen Anfängen ja eine Jahrmarktattraktion, wo die Zuschauer Eintritt zahlten, um auf der Leinwand Dinge und Orte zu sehen, die sie normalerweise nicht zu sehen bekamen, je mehr, desto besser. Was kein Problem war und ist, denn die Kameras, mit denen die Kinobilder aufgenommen wurden, waren ja beweglich, und weil das Kino begann, diesen Vorteil konsequent auszunutzen, hatte es das Theater, das ja technisch auf weniger Schauplätze beschränkt war, binnen relativ kurzer Zeit in der Publikumsgunst verdrängt. Also scheint es widersinnig, Filme zu drehen, die sich auf wenige oder gar nur einen Schauplatz beschränken. Warum sollte man die Grenzen wieder errichten, die das Kino mit der beweglichen Kamera gesprengt hat? Und doch kommt alle paar Jahre wieder mal ein Film, der gerade dadurch, dass er die Möglichkeiten des Kinos ignoriert, grandioses Kino abliefert. Hitchcocks „Rope – Cocktail für eine Leiche“ ist ein solcher Fall. Oder einer meiner absoluten LIeblingsthriller, „Nicht auflegen!“ in dem Colin Farrell die ganze Zeit eine Telefonzelle(!) nicht verlassen darf, um die Geschichte zu einem vorzeitigen Ende zu bringen. Diese Woche kommt wieder so ein Film in die Kinos: „The Outfitweiterlesen…

[Tipp des Tages] „Und eine Runde für die Jury!“ – „The Westerner“ auf arte

Der hier ist mir durchgerutscht. „The Westerner“ lief als „In die Falle gelockt“ am Montag um 20 Uhr 15 auf arte, und auf den hätte ich die Western-Freunde unter euch hinweisen MÜSSEN. „The Westerner“ ist ein wunderbarer klassischer Western, einer der besten Schwarz-Weiß-Western überhaupt und allein schon deswegen bemerkenswert, weil er zu den wenigen Filmen gehört, in denen eine der legendärsten Gestalten des Westens thematisiert wird, der selbsternannte Friedensrichter Judge Roy Bean. Hier brilliert Walter Brennan – sonst auf skurrile Nebenrollen abonniert – in der Hauptrolle, und er spielt dem eigentlichen Star des Streifens, Gary Cooper, rigoros den Arsch ab, Cooper sieht gegen Brennan, der für diese Rolle mit einem Oscar belohnt wurde, keine Sonne, und das ist gut so. Roy Bean ist in dieser Version ein schräger, hoffnungslos in die Sängerin Lily Langtry verliebter Vogel, der in einem kleinen texanischen Nest eine Kombi aus Saloon und Gerichtssaal betreibt. Als der Satteltramp Cole Harden (Cooper) in den Ort kommt, eskaliert die Situation, den Cole ergreift die Partei von Siedlern, die Bean aus der Gegend vertreiben will. Da Harden die Partei der Siedler ergreift, kommt es zwischen den beiden zum Konflikt, der schließlich in einem wirklich anrührenden Showdown in einem Theater mündet, dass Bean aufsucht, weil er dort Lily Langtry zu sehen und zu hören hofft. Großes Schwarzweiß-Kino auf arte, heute wieder um 14:15!

[Tipp des Tages] Duell auf höchstem Niveau – „The Foreigner“ im TV

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Video-Link: https://youtu.be/fU2jOz27ciE

Machen wir’s kurz: „The Foreigner“ ist einer der besten Rache-Thriller die ich kenne. Extrem spannende Handlung, kernige Action, extrem überraschende Wendungen und zwei Schauspieler, die sich ein Duell auf allerhöchstem Niveau liefern: Pierce Brosnan und Jackie Chan. Obwohl Chan hier wieder ein Stunt-Feuerwerk vom Feinsten abliefert (63 Jahre war er bei den Dreharbeiten, meine Herren!), überzeugt er hier auch als todernster Schauspieler. Er spielt den scheinbar unscheinbaren Restaurant-Inhaber Quan, dessen Tochter bei einem Bombenanschlag der IRA ums Leben kommt. Quan will, dass die Täter bestraft werden, und wird bei Liam Hennessy, einem irischen Top-Beamten, der früher einmal in der IRA war, vorstellig. Doch der scheint nicht mit letztem Einsatz bei der Täterjagd mitzumachen. Also besinnt Quan sich auf seine Vergangenheit bei den „Special Forces“ und beginnt, Druck zu machen. Das Katz-und-Maus-Spiel, was sich jetzt entwickelt, gehört zum besten, was in den letzten Jahren im Spannungskino zu sehen waren. Spektakuläre Action-Szenen wechselt mit subtilem, schauspielerisch hochkarätigem Kräftemessen des Willens, sowohl Chan als auch Brosnan agieren meilenweit entfernt von den Rollen, mit denen sie berühmt wurden, und sie machen ihre Sache wirklich außergewöhnlich gut. Heute Abend um 22 Uhr 15 kann man „The Foreigner“ im ZDF anschauen.

[Tipp der Woche] Wildwest auf bayrisch: „Hopfen, Malz und Blei“ im Kino

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Video-Link: https://youtu.be/Q16sJXIqItg

Die Idee, einen Western nicht im Westen der USA anzusiedeln, ist so neu nicht. Das amerikanischste aller Film-Genres auszuwildern wurde schon öfters versucht, mit mehr oder weniger großem Erfolg. In den Alpen und in Bayern wurden schon manche Western-Varianten angesiedelt, und diese Woche kommt eine neue hinzu: „Hopfen, Malz und Blei“ kommt am Donnerstag in die Kinos. Der Film – dessen für letztes Jahr geplanter Start Virus-bedingt verschoben wurde – macht gegenüber gravitätisch daherkommenden anderen Alpen-Western einen hochsympathischen Eindruck, weil er sich überhaupt nicht ernst sondern ständig selbst auf die Schippe nimmt, da hat wohl eher Bully Herbig als John Ford die Westernpatenschaft übernommen. Die Dialoge im Trailer kommen zwar für meinen Geschmack etwas zu krachledern daher, aber das ist vermutlich Absicht: „Spiel mir das Lied vom Bauerntheater!“

[Tipp der Woche] Solche Filme machen sie leider nicht mehr: „Harley Davidson and the Marlboro Man“ als Collector’s Edition auf Blu-ray

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Video-Link: https://youtu.be/Ap3ws_lukLc

Solche Filme machen sie leider nicht mehr: Buddy-Movies über zwei Typen, die den großen Schlag landen wollen und einen vollkommen idiotischen Plan durchziehen wollen. Natürlich scheitern sie erstmal, an sich selbst und an allen möglichen Widrigkeiten, die sich ihnen in den Weg stellen. Doch sie geben nicht auf, obwohl sie keine Chance haben, und irgendwie ziehen Sie ihr Ding dann doch durch, mit ordentlich Action und jeder Menge dummer Sprüche, und am Ende haben sie ihr Ziel dann doch erreicht oder auch nicht, Hauptsache Spaß gehabt, noch ein letzter dummer Spruch und ab in den Sonnenuntergang, prima Film. „Harley Davidson and the Marlboro Man“ ist haargenau so ein Film, in dem Mickey Rourke und Don Johnson zwei Typen spielen, die ihre Lieblings-Bar vor dem Konkurs retten wollen, in dem sie einen Geldtransporter überfallen, in dem sich dann statt Geld Drogen befinden. Und dann geht der Ärger richtig lso und dauert bis zum Sonnenutnergang. Hoffnungslos altmodisch. Aber immer wieder schön. Ich jedenfalls mag solche Filme. Und diesen hier. Diese Woche kommt er als „Collector’s Edition“ auf DVD und Blu-ray raus. Keine Filmkunst, im Gegenteil. Gerade deswegen ma ich ihn ja.

Umfassendes Whiskywissen – tatsächlich geschenkt!

Nur die wenigstens Menschen auf der Welten können alles Single Malt Whiskys verkosten, die es gibt. Und genauso wenige Menschen können alle Bücher zum Thema Whisky lesen. Und auf dem Buchmarkt wird das Angebot von Jahr zu Jahr übersichtlicher. Denn die Zahl der Brennereien, sie Single Malts auf den Markt bringen, wächst nur sehr, sehr gemächlich. Und da es vielmehr Buchverlage als Whiskybrennereien gibt, und jeder Verlag an uns Whiskyfreunden gern etwas verdienen möchte, ist es – finde ich – wesentlich schwieriger, ein Whiskybuch, das einem zusagt, zu finden, als einen Whisky, der einem schmeckt. Doch für denjenigen, der sowohl die Welt des Whiskys als auch die Welt der Whisky-Bücher noch entdecken möchte, gibt es jetzt ein Angebot, dass man tatsächlich nicht abschlagen kann: Das Grundlagen-Buch „Whisky aus Schottland“ von whic.de vermittelt auf 572 meist farbigen Seiten nicht nur Grundlagenwissen über die Schottischen Brände, sondern es ist auch ein Nachschlagewerk, in dem alle relevanten Single-Malt-Brennereien in Schottland vorgestellt werden. weiterlesen…