Das männliche Zitat der Woche (LXXVI): Montaigne

Abb.: Thomas de Leu [Public domain]

„Da wir uns miteinander nur durch das Wort verständigen können, verrät, wer es fälscht, die menschliche Gemeinschaft. Das Wort ist der einzige Weg, auf dem wir unseren Willen und unser Denken austauschen, es ist der Mittler unserer Seele. Wenn es uns verloren geht, geht der Zusammenhalt zwischen uns verloren, und wir haben keine Kenntnis mehr voneinander. Wenn es uns betrügt, zerstört es all unseren Umgang und zerreißt alle Bande des menschlichen Miteinanders.“

Montaigne

(mit Dank ans Alternativlos-Aquarium)

[Klartext] Einigkeit und Recht und Schwachsinn – ein uralter Hut

Am Wochenende ist – der Zeitung mit den großen Buchstaben und den vielen Bildern sei’s gedankt – die Gleichstellungsbeauftragte des Bundesfamilienministeriums, Kristin Rose-Möhring in die Schlagzeilen geraten. Schreckliche Vorschläge hat sie gemacht: In der deutschen Nationalhymne soll das Wort „Vaterland“ durch das Frauen weniger diskriminierende Wort „Heimatland“ ersetzt werden. Und, wo wir schon mal beim Frühjahrs-Hymnen-Putz sind, ändern wir „brüderlich mit Herz und Hand“ in… nein, nicht „schwesterlich“ sondern „couragiert“, auch wenn’s dann mit der Betonung nicht so hinhaut. Ist die jetzt mit vollem Trompetenschall geführte Diskussion überflüssig, idiotisch oder beides zusammen? weiterlesen…