[Männeressen] Marc grillt: Lachskotelett mit Tomaten-Brot-Salat und Kräuteröl (Marley Spoon-BBQ-Test Teil I)

Einzelne Grillzutaten im Internet zu bestellen ist für mich nichts ungewöhnliches. Bei Zutaten, die man nicht unbedingt im Supermarkt findet oder eine weitere Fahrt erforderlich ist, ist es deutlich bequemer. Ganze Menüs habe ich bisher aber noch nicht bestellt. „Marley Spoon“ kannte ich schon von Chris‘ Berichten, daher freute ich mich auf ausgefallene Gerichte. Zum Wunschtermin geliefert wurden drei Grillmenüs mit je zwei Portionen. Gegrilltes Lachskotelett mit Tomaten-Brotsalat und Kräuteröl, Chili Chicken Wings mit gebratenem Mais und als Dessertmenü Gegrilltes Obst mit Kokossahne und Craft Beer.

Bild 1Das alles habe ich auf drei Tage aufgeteilt, begonnen habe ich mit dem Lachs. Alle Zutaten waren nach Menüs getrennt verpackt und von ausgezeichneter Qualität, zum großen Teil Bioqualität.

Bild 2Bild 3Ausreichend haltbar war auch alles, sodass man bei zu schlechtem Wetter entweder zur Pfanne zurückgreifen oder das Grillen auf einen der nächsten Tage verschieben kann. Für das erste Menü wurden geliefert: 2 Tomaten, 2 Lauchzwiebeln, 2 Knoblauchzehen, 1 Zitrone, 2 Bömlo Lachskotelettes, 2 kleine Baguettebrötchen sowie je 10g Schnittlauch und Kerbel1

Bild 4Dazu kamen von mir Salz, Pfeffer, Zucker und etwa 50ml Sonnenblumenöl. Der Anzündkamin wurde geladen und auf den Grill gestellt. In der Zwischenzeit wurde das Gemüse gewaschen und klein geschnitten, ebenso die Kräuter. Die Schale der Zitrone wurde mit einer Küchenreibe in eine kleine Schüssel gerieben. Den Saft der Zitrone, Knoblauch, Öl, Salz und Pfeffer dazu und kurz verrührt. Dann widmete ich mich dem Lachs. Lachsfilet hatte ich schon mehrfach auf dem Grill und in der Pfanne, damit kann ich umgehen. Die sahen leider so gar nicht wie auf den Fotos der Rezeptkarten aus. Die Scheiben waren sehr dünn, etwa 1,5cm dick, die auf den Fotos mindestens doppelt so dick. Schon beim Abwaschen musste ich vorsichtig sein, damit sie mir nicht auseinander fielen. Bis die Kohle soweit war, gab es ein kleines GriBi2 und die Brötchen wurden in kleine Würfel geschnitten. Eine Pfanne heizte ich mit etwas Öl auf und gab die Würfel hinein, bis sie goldbraun waren. Auf einem Küchenkrepp wurden diese dann noch kurz gesalzen. In eine Salatschüssel kamen die Tomaten mit den Lauchzwiebeln, je einer Prise Salz, Pfeffer, Zucker und etwas Öl. Dann stellte ich die Schüssel beiseite und verteilte die Kohle im Grill so, dass zwei Zonen zur Verfügung standen.

Laut Rezept sollte der Lachs von jeder Seite etwa eine Minute angegrillt und dann in der indirekten Zone ca. 10 Minuten fertig gegrillt werden.

Bild 5Soweit zum Rezept, hätte ich es so gemacht, wäre vom Lachs kaum etwas übrig geblieben und wenn, dann wäre es bestenfalls trocken gewesen. Liegt der Lachs erst auf dem Grill, dann kann man ihn erst wieder ablösen, wenn die Oberfläche kross geworden ist. Sonst bleibt alles am Rost kleben. Nach der angegebenen Minute habe ich mal kurz gezupft, aber es lies sich nichts anheben. Also wartete ich noch etwa eine Minute, dann ging es3.

Bild 6Die zweite Seite bekam auch zwei Minuten über der Glut, dann schob ich die Stücke beiseite. Ein kurzer Blick ergab, dass nur noch etwa zwei Minuten nötig waren4. Zum Schluss kam der Lachs auf den mit dem Kräuteröl vorbereiteten Teller und die Brotstücke zu den Tomaten in die Schüssel und, kurz vermischt, zum Fisch dazu.

Bild 7Lachs und Kräuteröl passten sehr gut zusammen und der Tomaten-Brotsalat war fantastisch! Wie schon mehrfach angesprochen waren die Lachskotelettes sehr dünn, gerne hätte ich daher noch ein zweites gehabt, denn es war noch mehr als genug Salat übrig, nachdem die ersten zwei Portionen von ihm verputzt waren. Allzu traurig war ich dann aber doch nicht, denn mir schmeckte der Salat so gut, ich aß den Rest ohne Lachs, einfach lecker!

Mein Fazit: eine sehr gute Kombination, mit wenig Vorbereitung und wenigen Zutaten wurde daraus ein sehr schmackhaftes Grillmenü. Sehr zum Nachgrillen empfohlen, dann aber bitte mit etwa drei Zentimeter dicken Koteletts.

MaDo1Marc Dobler (im Nassrasurforum auch als Lafette bekannt) stammt aus Baden-Württemberg, kann nicht alles, dafür aber Hochdeutsch. Er lebt und arbeitet seit drei Jahren in Ostfriesland. Wenn der leidenschaftliche Eishockeyfan nicht hinter dem Herd oder Grill steht, schnürt er die Laufschuhe und trotzt der steifen Brise. 

Fotos: Marc Dobler, alle Rechte vorbehalten

Dies ist Teil 1 einer dreiteiligen Serie, in der Marc Dobler Grill-Menüs von „Marley Spoon“ testet. Teil 2 und 3 erscheinen in den nächsten Tagen. Die Box mti den drei Grillmenüs haben wir gratis erhalten und bedanken uns dafür herzlich. Auf den Inhalt unserer Artikel wurde kein Einfluss genommen.

 

  1. Die Knoblauchzehe hatte sich auf das Zutatenfoto des zweiten Menüs gemogelt.
  2. Grillbier
  3. Eins der Koteletts ist mir beim Wenden teilweise auseinander gefallen, geschmeckt hat es dennoch.
  4. Bei einem Kugelgrill mit Deckel geht es eben etwas schneller.
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