[Männeressen] Marc grillt: Lachskotelett mit Tomaten-Brot-Salat und Kräuteröl (Marley Spoon-BBQ-Test Teil I)

Einzelne Grillzutaten im Internet zu bestellen ist für mich nichts ungewöhnliches. Bei Zutaten, die man nicht unbedingt im Supermarkt findet oder eine weitere Fahrt erforderlich ist, ist es deutlich bequemer. Ganze Menüs habe ich bisher aber noch nicht bestellt. „Marley Spoon“ kannte ich schon von Chris‘ Berichten, daher freute ich mich auf ausgefallene Gerichte. Zum Wunschtermin geliefert wurden drei Grillmenüs mit je zwei Portionen. Gegrilltes Lachskotelett mit Tomaten-Brotsalat und Kräuteröl, Chili Chicken Wings mit gebratenem Mais und als Dessertmenü Gegrilltes Obst mit Kokossahne und Craft Beer.

Bild 1Das alles habe ich auf drei Tage aufgeteilt, begonnen habe ich mit dem Lachs. Alle Zutaten waren nach Menüs getrennt verpackt und von ausgezeichneter Qualität, zum großen Teil Bioqualität.

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[Männeressen] Marc grillt: Lachs. Und Spargel.

Zuletzt hab ich keinen der “Klassiker“ (Nackensteaks, Hähnchensteaks und jede Menge grober Bratwürste) auf den Grill gelegt, sondern Fisch. Was Fisch? Ja, es muss nicht immer Fleisch sein. Ich jedenfalls hatte großen Appetit auf eine Bratwurst und ein Stück Fisch vom Grill. Dazu besorgte ich beim Fischhändler ein ordentliches Stück Lachsfilet. Glücklicherweise gibt es bei uns im Ort ein sehr gutes Fischgeschäft, in dem man auch extravagantes bestellen kann. Lachs ist eigentlich immer ohne Vorbestellung im Angebot. Gekauft habe ich ein etwa 700g schweres Filetstück vom Lachs aus norwegischen Aquakultur. Wildlachs wäre natürlich noch besser, aber die Bestände sind überfischt und ein Fisch aus einer ordentlichen Aquakultur schmeckt ebenfalls. Mein Stück war von sehr guter Qualität. Die Fettstreifen im Filet waren sehr dünn, was auf relativ viel Bewegung des Lachses während seiner Zucht hindeuten soll.1 Da der Lachs vor meinen Augen filetiert wurde, konnte ich mich von seiner Frische überzeugen. Bei nächster Gelegenheit kommt so ein Fisch im Ganzen auf den Grill, soviel steht fest! Als Beilagen gab es Knobibrot, Maiskolben, Folienkartoffeln (die kamen auf den kleinen Leihgrill), Aubergine- und Paprikascheiben sowie frischer Spargel. Zum Ende der Saison wollte ich gerne nochmal frischen Spargel essen, denn ab sofort gibt es ihn bei uns nur noch tiefgefroren. Daher ließ ich mir von meinem Vater am Tag zuvor frischen Spargel schicken2 und bereitete ihn vor. Grüner Spargel wird häufig bevorzugt, weil er schneller gar ist und außerdem besser direkt gegrillt werden kann, ich mag den weißen einfach lieber. Den Spargel gab ich mit Butterflocken, Olivenöl, Salz, Zucker und einem Spritzer Zitronensaft in eine Aluschale.

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  1. Leider hab ich vergessen, ein einzelnes Foto vom Lachs zu schießen, bevor er auf den Grill kam.
  2.  Spargel aus Südhessen, fertig geputzt und direkt vom Bauern.

Männersommer 2013 – Küchentricks: Rührei mit Lachshaut (UFMK)

Wenn ihr das nächste mal beim Feinkost- oder beim Fischhändler seid, geht an die Theke mit dem Räucherfisch und fragt ihn nach einem Stück Haut vom Gravad Lachs. Das schenkt er euch, allerhöchstens sollte er ein paar Cent verlangen, denn für ihn ist es Abfall. Ihr tragt die Haut nach Hause, schneidet sie mit eurem schärfsten Küchenmesser in feine Streifen und knuspert sie in reichlich Butter mit einem Schuss Öl auf, bis sie sich kräuselt. In einer zweiten Pfanne macht ihr eine Portion Rührei, gebt die auf einen Teller und gebt die Lachshautkräuseln drüber.

Lecker? Ganz bonfortionös! Und es hat fast nix gekostet!

(UFMK ist die Abkürzung für Ultra-faule Männer-Küche – Rezepte mit geringstmöglichem Aufwand)