[Männeressen] Roberts Geheim-Marinade

Machen wir uns nix vor: die ganze Grillerei ist im Grunde genommen wenig spannend. Fleisch vom Grill schmeckt nun mal wie, ja, Fleisch vom Grill. Das ist erstmal nix Schlimmes. Wenn man z. B. eine schöne, marmorierte Hochrippe mit Dry-Age-Hintergrund auf dem Rost hat, ist das ja voll okay. Aber beim Alltags-Nackensteak kommt doch schnell Langeweile auf, wenn man’s „einfach so“ auf den Grillrost packt. Es gibt ein Griller-Leben jenseits von Salz und Pfeffer, und auf dem Wegweiser in dieses gelobte Land steht „Marinade“. Robert Hill hat uns sein Geheimrezept verraten. 

Okay, gehen wir einkaufen. Für Steaks mit Roberts Geheim-Marinade brauchen wir pro Nase:

1 Steak
1-2 mittelgroße Zwiebeln
1-2-3 Zehen Knoblauch
Korianderkörner
Rosmarin, Majoran, Thymian (alles getrocknet)
1-2 Zeige frischen Rosmarin (wenn ihr welchen bekommt)
Senf (mittelscharf bis scharf)1
Öl2
Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer und KüBi3 habt ihr zuhause, oder?

Ihr solltet am Tag vor der Grillerei anfangen, die Steaks sollten 24 Stunden in der Marinade liegen, um ordentlich Aroma aufzunehmen. Um Körper und Geist für die kommenden Küchentechnischen Herausforderungen zu sensibilisieren, knacken wir erstmal ein KüBi und trinken es sensibel an. Derart gestärkt bringen wir unseren Mörser an den Start und geben frei Schnauze bzw. nach Geschmack Koriander, Rosmarin, Majoran und Thymian hinein und fangen an, sie mit dem Stößel zu zerkleinern. Ein paar Tröpfchen Öl verhindern, das zermörserte Gewürzteilchen aus dem Mörser springen. Vergesst während der schweißtreibenden Arbeit nicht, euch in regelmäßigen Abständen mit KüBi zu stärken: Dehydrierung und Unterhopfung können lebensbedrohlich sein. Die zerkleinerten Gewürze verrührt ihr mit mehr Öl und Senf zu einer cremigen Paste, die ihr mit Salz, Pfeffer und Cayenne abschmeckt. In der werden die Steaks gewendet, und die Masse massiert ihr dabei schön ins Fleisch rein.

Jetzt werden Zwiebeln und Knoblauch gepellt und in feine Scheiben geschnitten. Die marinierten Steaks gebt ihr mit Zwiebeln, Rosmarinzweigen und Knoblauch schichtweise in eine Schüssel, und die stellt ihr bis zum nächsten Tag in den Kühlschrank. Wo der Kühlschrank schon mal offen ist, könnt ihr euch gleich noch ein KüBi rausholen, das spart Energie und Wege.

Am nächsten Tag holt ihr die Steaks aus dem Kühlschrank, ein bis zwei Stunden bevor ihr sie grillen wollt. Kühlschrank-kalt sollte man nix auf den heißen Rost legen, logisch. Zwiebeln und Knoblauch streift ihr penibel von den Steaks ab, die werden separat in einer Pfanne gar gedünstet und bis zum Servieren warm gestellt.

Der Rest ist Timing. Von KüBi auf GriBi4 umsteigen, an den Grill stellen, die Steaks so grillen, wie ihr sie mögt. Dann gebt ihr die gedünsteten Zwiebeln drauf und serviert das Ganze. Mahlzeit!

Als Beilage lecker Djuvec gefällig? Haben wir schon verbloggt: hier klicken!5

  1. Robert nimmt Bautzner
  2. Ich nehm Olivenöl, NICHT kaltgepresstes, wegen der Grillhitze
  3. Küchen-Bier
  4. Grill-Bier
  5. Übrigens ebenfalls ein Rezept von Robert. Guter Mann!.
Markiert mit , , , .Speichern des Permalinks.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
Bitte nicht wundern: nach dem Absenden verschwindet Dein Kommentar einfach und wird erst nach Freischaltung durch uns sichtbar -- also nicht mehrfach absenden!