Strohwitwerküche „UFMK“ (VII): Strammer Max

Strammer Max

Strammer Max

Noch bis zum Freitag (14.6.) bin ich Strohwitwer: normal koche ich für meine Frau und mich, aber die ist verreist. Für mich alleine lohnt sich großer Aufwand beim Kochen nicht, daher mache  ich seitdem UFMK. Dieser von Stefan P. Wolf im Nassrasurforum geprägte Ausdruck bedeutet “Ultra-Faule Männer-Küche”. Die UFMK wird definiert durch die drei großen “W”: wenig Einkauf, wenig Vorbereitung, wenig Abwasch. Derzeit bei “Männer unter sich” also 10x Strohwitwer-Küche nach UFMK.

Heute widmen wir uns einem Klassiker der Männer- und Kneipenküche, dem Schinkenbrot mit Spiegelei, auch „Strammer Max“ genannt. Wir erklären in detaillierten Step-by-Step-Fotos die Zubereitung dieser diffizilen Spezialität und sagen, warum der Stramme Max „Strammer Max“ heißt.

Das praktische am Strammen Max ist, dass man sich die Einkaufsliste schenken kann, da man die Zutaten sowieso im Haus hat. Brot, Butter, Eier, Schinken und die Tomate, auf die der Deko-Freak gern zugreift, hat man meist schon im Haus, also verdient der Einzelhandel heute mal nix an uns.

Scheibe Brot

Scheibe Brot

Wir beginnen mit dem Brot und platzieren eine Brotscheibe mittig auf einem Teller.

Brot mit Schinken

Brot mit Schinken

Anschließend buttern wir die Scheibe großzügig. Damit niemand sieht, wieviel Butter wir genommen haben, legen wir solange Schinken auf die gebutterte Brotscheibe, bis man die Butter nicht mehr sieht. Wenn auch die Brotscheibe nicht mehr zu sehen ist, hat man alles richtig gemacht.

Spiegeleier

Spiegeleier

Nachdem wir uns gewundert haben, dass durch unsere bisherigen Aktionen wie durch Zauberhand nebenbei ein vollwertiges Schinkenbrot entstanden ist, greifen wir zu unserer Lieblingspfanne und braten zwei oder mehr Spiegeleier in reichlich schäumender Butter1.

Strammer Max

Strammer Max

Die fertig gebratenen Spiegeleier platzieren wir möglichst unfallfrei auf unserem zuvor fertiggestellten Schinkenbrot.

Strammer Max mit Tomaten-Deko

Strammer Max mit Tomaten-Deko

Verspielte Naturen bzw. solche, die das Auge mitessen lassen, greifen jetzt noch zur geachtelten Tomate und dekorieren.

Bevor wir unseren „Strammen Max“ verspeisen, wollen wir aber noch wissen, wo sein Name herkommt. Wir schlagen in der Wikipedia nach und lesen erstaunt: „Der Begriff Strammer Max wurde um 1920 im Sächsischen mit der Bedeutung „erigierter Penis“ gebildet und anschließend auf das Gericht übertragen, wohl weil es ein besonders „kräftigendes“ belegtes Brot ist.“

Mahlzeit!

 

  1. Die Butter sollte sowohl reichlich schäumen als auch reichlich vorhanden sein
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3 Responses to Strohwitwerküche „UFMK“ (VII): Strammer Max

  1. AvatarAndreas Beck says:

    Für extrem Faule (wie mich) so wie für alle, die nicht die scharfen Messer abwaschen wollen, empfehle ich gewürfelten Schinken. Isst sich besser und wenn die Würfel mit der Butter und dem Eigelb emulgieren ist dies gar köstlich. Zu dem Wiki Artikel fällt mir nur der blöde Spruch meiner Oma ein:“Eier sind für Mami gut, wenn sie Papi essen tut.“

  2. Mit gewürfeltem Schinken komme ich nicht so gut klar. Der fällt mir immer von der Gabel, wenn ich beim Schlingen Tempo aufnehme.

  3. Pingback: Strohwitwerküche "UFMK" (VIII): Schinkennudeln | Männer unter sich

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