Was liegt an? – 30.5. bis 5.6.

Was nächste Woche auf uns zukommt.

Was nächste Woche auf uns zukommt.

Diese Woche ist wirklich was los: Kachelmann-Urteil, Hangover-2-Premiere, Österreich-Länderspiel und Vatertag. Da braucht man den Brückentag geradezu, um ein wenig entspannen zu können.
Morgen also – endlich – das Urteil in diesem unsäglichen Kachelmann-Prozess und hoffentlich ist dann das unwürdige Spektakel vorbei. Ich hab in den letzten Monaten ein paar Anwälte nach dieser Geschichte gefragt, und von jedem als Antwort nur ein verständnisloses Kopfschütteln bekommen. Es stünde Aussage gegen Aussage, da gelte „Im Zweifel für den Angeklagten“, fertig. Wie es überhaupt zum Prozess kommen konnte bzw. wie sich der über Monate hinziehen konnte, war allen Juristen, die ich gefragt habe, ein Rätsel. Morgen ist die Sache hoffentlich vorbei.

Für heute gibt’s allerdings schon zwei TV-Empfehlungen, einmal – wie üblich – „Der letzte Bulle“ auf Sat1, die heutige Folge trägt den schönen Titel „Die Kita des Grauens“. Und gestern hab ich gelesen, dass im Sommer eine dritte Staffel gedreht wird: Mick BRisgau bleibt uns erhalten.
Um 22 Uhr 15 gibt’s dann noch einen richtigen Kracher im ZDF: „Hot Fuzz„, Polizei-Action-Comedy mit reichlich Splatter-Effekten und derbe komischen Dialogen. Schöne Sache.
Auch am Mittwoch lohnt das lange Aufbleiben, in der ARD hat man für 23 Uhr 30 eine Doku  „Foulspiel – Hintergründe der FIFA“ angekündigt, in der es um Korruptionsvorwürfe in der FIFA und den Präsidentschaftswahlkampf zwischen „Slippery Sepp“ Blatter und Bin Hammam geht. Bin Hammam hat nun am Wochenende überraschend einen Rückzieher gemacht, in den nächsten Stunden/Tagen könnte sich in der FIFA einiges tun. Für die, die am Mittwochabend nicht so lange aufbleiben wollen oder zeitnah auf dem Laufenden bleiben möchten, empfehle ich das Blog von Sportjournalist Jens Weinreich, der berichtet aktuell aus Zürich.
Ja, doch, es ist auch die Woche für Nachteulen, Freitag um 23 Uhr 15 zeigt arte die interessante Doku „Die Himmelsläufer von New York“ über schwindelfreie Mohawk-Indianer, die beim Bau von Wolkenkratzern arbeiten. Ist das nun ein Mythos oder nicht?
Samstag kann man sich auf ProSieben „Schlag den Raab“ angucken (ich seh das von Zeit zu Zeit ganz gerne, diese Schulhof-Rüpeligkeit von Raab hat einen gewissen Unterhaltungswert), zwischendrin sollte man vielleicht auf 3sat umschalten, um 21 Uhr 45 läuft „Der schnellste Mann am Berg“, ein Film über den Speedkletterer Ueli Steck (der u.a. die Nordwand als erster ohne jede Kletterhilfe bestiegen hat). Um 22 Uhr 35 geht es dann um die „Faszination Bergfilm“, und das guck ich mir bestimmt an, u. a. geht es da um „Nordwand„, einen der beeindruckendsten Filme der letzten Jahre. Vielleicht erklären sie ja, wie sie zu diesen unglaublichen Bildern gekommen sind. Haben die die Schauspieler wirklich in die Nordwand gehängt? Wenn ja, wer hat denn das versichert? Die zugekoksten Puffbesucher von der Hamburg-Mannheimer?
Und – letzter Nachteulen-Tipp – am Sonntag um 23 Uhr 30 zeigt die ARD in TV-Erstausstrahlung „Abgedreht“ (Be kind rewind), eine Comedy-Perle über zwei durchgeknallte Aushilfen, die in einer Videothek versehentlich die VHSsen löschen und versuchen, sich über die Runden zu retten, in dem sie selbstgedrehte Remakes der gelöschten Blockbuster verleihen. Die Remakes sind der Hammer!

In den Videotheken tut sich nichts weltbewegendes, einzig eine diese Woche rauskommende Special Edition des SF-Kultfilms Tron könnte eine Erwägung wert sein. Also: Im Kino hat man mehr vom Film, und in den Kinos ist die Hölle los. Ganz oben auf der Liste steht – natürlich – „Hangover 2„, der an diesem Wochenende in den USA gestartet ist und an 4 Tagen 118 Millionen $ eingespielt hat. Sieht so aus, als hätte man tatsächlich das Erfolgsrezept des 1. Teils wieder aufgelegt, der Trailer ist vielversprechend, ich freu mich drauf.

Außerdem startet endlich (oder wieder) Kottan ermittelt – Rien ne va plus. Die Wiederauflage der zwanzig Jahre alten Anarcho-TV-Serie kommt nun, nachdem sie Anfang April nur in zwei Städten gestartet wurde, richtig in die Kinos. Die Reaktionen auf den Film sind durchaus durchwachsen.
Und dann ist da noch“Transnationalmannschaft„, eine Doku über Fans der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, die – wie es so schön heißt – einen Migrationshintergrund haben. Der Trailer macht an, scheint ein sehr sympathischer Film zu sein.

Mit geschmeidigem Übergang kommen wir so zum Sport, denn die Nationalmannschaft spielt am Freitagabend gegen Österreich EM-Quali, die ARD überträgt ab 20 Uhr 15. Es scheint angeraten, während des Spiels nicht alzuviel zu trinken, damit man hinterher noch genug Körperkoordination hat, um umzuschalten, bevor Waldis EM-Club kommt.
Auf Eurosport kann man sich live die zweite Woche der French Open im Tennis und ein traditionsreiches U-21-Fußballturnier in Toulons anschauen, auf Sport1 laufen die letzten Halbfinalplayoffs der Basketballbundesliga, am Sonntag ab 15 Uhr 40 dann die erste Finalpartie. Und ein Leckerbissen am Sonnabend abend, ab 21 Uhr 15 zeigen sie live das Testspiel Brasilien-Holland. Könnte schöner Fußball bei rauskommen.

Was für eine Woche! Hab ich noch was vergessen? Ja. Vatertag. Vatertag ist auch noch. Freu ich mich drauf. Ich mach mit meinem Freund Uwe nach Angermünde. Da machen wir ’ne richtig lange Radtour, und zum Abschluss gönnen wir uns das größte Steak vom Galloway-Rind, das es auf Gut Kerkow gibt. Und was macht ihr?

„Was liegt an“ ist die montäglich erscheinende Wochenvorschau von „Männer unter sich“. Was Männer in den nächsten 7 Tagen interessieren könnte in total subjektiver Auswahl: TV, Sport, Kino, Musik, DVD, Events, was eben anliegt. Haben wir was vergessen? Sollen wir auf was hinweisen? Jederzeit gern, bitte die Kommentare benutzen oder unsere Mailadresse redaktion@maenneruntersich.de .

Was liegt an? – 23.5. bis 29.5.

Was nächste Woche auf uns zukommt.

Eben hab ich meinen Zeitungshändler komplett aus der Spur geworfen. Der Mann, nennen wir ihn mal Herrn Üflüflü, hat seinen Laden direkt neben meiner Haustür, ich hol bei ihm meine Zeitungen und wir streiten uns jeden Tag wg. Fußball. Er ist , ich FC Bayern, er ist Türkei, ich Deutschland, wie das Fans so machen. Heut früh frag ich ihn: „Wer gewinnt die Championsleague?“ Er will schon antworten (Herr Üflüflü ist Barcelona), dann frag ich nach „Lyon oder Turbine Potsdam“? So ratlos hat Herr Üflüflü noch nie geguckt. Soweit zur Akzeptanz von Frauenfußball hierzulande. Achja, die Mädels sind Donnerstagabend dran, ZDF und Eurosport übertragen.
Der richtige Fußball schliddert in die Sommerpause: Rückspiel Relegation Bochum-Gladbach am Mittwoch um 20 Uhr 15 in der ARD: ich hatte Gladbach deutlicher vorn, das kann noch mal ganz eng und spannend werden.
Sonnabendabend dann der absolute Wochenhöhepunkt, CL-Finale Barcelona-ManU. Natürlich ist Barcelona haushoher Favorit, ich überlege, ob ich nicht ein paar Euro auf ManU setzen soll. Das Team ist über die ganze Saison kontinuierlich stärker geworden, die werden sich richtig reinhängen, ja, doch, könnte ein großer Abend werden. Public Viewing in irgendeinem English Pub könnte eine gute Idee sein.
Und damit die fußballerischen Erwartungen nicht gleich in den Himmel wachsen, gönnt uns der DFB am Sonntagabend zum Wochenausklang noch ein famoses Freundschaftsspiel gegen Uruguay. Nuja. Vielleicht bin ich ja am Sonntagabend noch auf der Siegesfeier im English Pub, dann brauch ich das nicht zu gucken.
Wer das Auge vom Dauerfußball ein wenig entlasten möchte schaltet zu Eurosport, 1. Woche French Open und der Giro sind da die Live-Themen, Sport1 erfreut mit den Playoffs der Basketball-Bundesliga und am Donnerstagabend gibt’s ein Leichtathletik-Meeting aus Rom.

TV ohne Sport ist diese Woche ziemlich dürftig, die Macho-Kultserie „Der letzte Bulle“ heute abend 20 Uhr 15 auf Sat1 ist ein Highlight, das andere läuft am Freitag Abend auf arte spät um 22 Uhr 35, die sehr anrührende Doku, „Marathon Boy“ über einen indischen Jungen, der mit vier Jahren schon reihenweise Marathon-Läufe absolviert, was die Frage aufwirft, ob er ausgebeutet wird oder nicht, und wie gesund das überhaupt ist, was da mit dem Kleinen angestellt wird. So eine Art „Slumdog Millionaire“ minus Schmalz.

Im Kino tut sich nix, wir freuen uns alle auf nächste Woche, wenn „Hangover 2“ und „Transnationalmannschaft“ anlaufen. Wer es gar nicht ohne Popcorn aushält, kann „Wer ist Hanna?“ anschauen, einen Mix aus „Nikita“ und „Leon der Profi„. Scheint gut gemacht zu sein, die Action stimmt.

Auch in den Videotheken tut sich nix besonderes, eventuell, ganz eventuell kann man sich „Dickste Freunde“ anschauen, ein einigermaßen unschlüssig zwischen Komödie und Drama schwankendes Buddy Movie. Eine saustarke Performance von Vince Vaughn reisst’s raus. Beinahe.

http://www.youtube.com/watch?v=uU00YYiGm44

Ich bleib bei Fußball, nach dieser Woche kommen noch zwei Länderspiele EM-Quali und dann ist Sommerpause bzw. Frauen-WM. Solange die Mädels die Plätze nutzen dürfen, kann man sich ja anderweitig beschäftigen. Viel Spaß, eine schöne Woche!

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Foto: Katharina Wieland Müller / pixelio.de

Was liegt an? – 16.5. bis 22.5.

Was nächste Woche auf uns zukommt.

In dieser Woche beginnt die schlimme Zeit. Der letzte Bundesliagspieltag hatte die Hausnummer 34, die Saison ist rum, die Sommerpause steht an, und damit die ungeordneten Wochenenden. Die Bundesliga bietet uns Männern ja nicht nur spannenden Sport, sie verleiht auch der Wochenendfreizeit Stabilität und Struktur, um die herum nichtfußballerische Aktivitäten geplant werden können: Ist das Freitagabendspiel relevant, oder kann man ausgehen? Wo beobachte ich am Samstagnachmittag die Konferenz? Und muss die Familie am Sonntag auf Papi verzichten, weil sein Verein spielt? Dieses Rückgrat ist uns in den nächsten Wochen genommen. Wir taumeln ordnungslosen Wochenenden voller Beliebigkeit entgegen.
Wie um uns zu verhöhnen gibt es vorher natürlich noch Fußball satt. Am Mittwoch überträgt Sat1 das Uefa-Cup-Finale zwischen FC Porto und Sporting Braga (Anpfiff 20 Uhr 45), am Donnerstag ab 20 Uhr 15 können wir bei der ARD das 1. Relegationsspiel der Bundesliga zwischen Gladbach und Bochum anschauen (Sollte eine klare Sache für Gladbach werden, denke ich, Rückspiel ist am 25.5.) und am Sonnabend ist – wiederum von der ARD übertragen– das DFB-Pokal-Finale, Schalke-Duisburg, nuja. Wenn Schalke das nicht macht…

Für die Nichtfußballer: Eurosport sendet weiterhin täglich live vom Giro d‘Italia, ab kommenden Sonntag dann auch Weltklasse-Tennis von den French Open. Auch wenn uninformierte Fernsehkommentatoren immer wieder ahnungslos was von „langweiligem Sandplatz-Tennis“ faseln, in Paris bekommt man meist das schönste Tennis zu sehen (seit Bruguera und Corretja nicht mehr spielen). Eben weil‘s auf Sand langsamer zugeht, entscheiden hier nicht Athletik und Kraft sondern Taktik und spielerische Finesse.
Zur Einstimmung kann man sich auf Sport1 diese Woche über den World-Team-Cup aus dem Rochus Club in Düsseldorf reinziehen, acht Nationen spielen mannschaftlich gegeneinander, Deutschland läuft mit dem Davis-Cup-Team auf, ist doch was.
Und am Sonntag ist Grand Prix in Spanien, die Motorräder fahren auf Sport1, die Autos auf Sky und RTL, wie immer.
DAS Motorsport-Ereignis der Woche ist aber natürlich die Mille Miglia. Natürlich ist Don Alphonso wieder dabei, diesmal mit einem steinalten VW-Käfer. Erste Fotos stehen schon bei „Rebellen ohne Markt“.

Im Kino laufen zwei interessante Filme an, zum einen der vierte Teil von „Pirates of the Caribbean“. Nuja, wenn mir vor ein paar Jahren jemand gesagt hätte, dass Hollywood anfängt, Rummelplatzattraktionen zu verfilmen, hätte ich denjenigen für verrückt erklärt, und nun geht die Piraten-Achterbahn in die vierte Runde. Teil 1 war ja ganz okay, 2 und 3 fand ich zu wirr, aber von Teil 4 liest man jetzt schon sehr viel gutes.
Dokus haben’s hierzulande im Kino schwer, das gilt dann sicher auch für „Joschka und Herr Fischer“ von Pepe Danquart. Danquart hat zuletzt zwei absolut faszinierende Sport-Dokus gedreht, „Am Limit“ über Extrem-Kletterer und „Höllentour“ über die Tour de France, mit dem Film über Fischer – der ja wirklich eine faszinierende Biographie gelebt hat – scheint ihm ein tolles Stück Zeitgeschichte gelungen zu sein. Ich geh bei nächster Gelegenheit rein.

In die Videotheken kommt nix besonderes, 22 Bullets kann man sich vielleicht reinziehen, einen grundsoliden Marseiller-Mafia-Thriller mit Jean Reno.

Bleibt die Glotze. Wie jede Woche empfehlen wir montags um 20 Uhr 15 „Der letzte Bulle“ auf Sat1, aber diese Woche kann Mann in Erwägung ziehen, sich die aktuelle Folge zu einem späteren Zeitpunkt anzuschauen. Denn zeitgleich läuft auf Das Vierte „Der Tod ritt dienstags“, eine Perle des Italo-Westerns mit Guliano Gemma und Lee van Cleef. Der Plot erinnert vage an „Mein Name ist Nobody“, was kein Wunder ist: Tonino Valerii heißt der Regisseur beider Filme. Wer in Zukunft mitreden will, sollte das Teil anschauen, spätestens nächstes Jahr werden Italo-Western das Über-Ding. Tarantino hat einen „Django“ angekündigt (kein Scheiß).
Kurzer Nachtrag: Hab ein bisschen hinter dem Tarantino-Western herrecherchiert, die Inhaltsangaben, die bis jetzt kursieren, lesen sich so, als wäre „Django Unchained“ tatsächlich ein Remake von „Der Tod ritt dienstags“, mit Will Smith und Christoph Waltz in den Gemma- und Van-Cleef-Rollen.

Samstagabend und kein Bock auf Pokalfinale? Der Wagemutige greift zur Fernbedienung und schaltet Tele5 ein, um mit heruntergefallener Kinnlade und weit aufgerissenen Augen „Mega Shark vs. Giant Octopus“ zu bestaunen, einen der schlechtesten Horrofilme, die je gedreht wurden, ja, dieses Machwerk spielt tatsächlich in der „Plan 9 from Outer Space“-Klasse, dieser Film ist auf allen Ebenen so schrecklich schlecht, dass er schon wieder eine gewisse Trash-Qualität hat. Bei seinem Kinostart in Großbritannien hat dieser Film übrigens am ersten Wochenende die horrende Summe von 733 Dollar (nein, ich habe keine Null vergessen), eingespielt, und Experten fragen sich heute noch, welche armen Irren für diesen Giga-Trash tatsächlich Geld ausgegeben haben. Der Trailer zeigt uns dieses Meisterwerk in seiner ganzen Herrlichkeit.

Der Trash-Fan kann mit diesem Film, reichlich Bier und einer Tüte Chips jede Menge Spaß haben. Apropos Trash mit übellaunigen Urzeit-Kreaturen: am Sonntag tritt Udo Lattek zum letzten Mal im Sport1-Fußball-Talk „Doppelpass“ auf. Die Woche endet mit einem auf Ex geleerten Weizenbier Paukenschlag. Bis dahin viel Spaß, eine schöne Woche!

„Was liegt an“ ist die montäglich erscheinende Wochenvorschau von „Männer unter sich“. Was Männer in den nächsten 7 Tagen interessieren könnte in total subjektiver Auswahl: TV, Sport, Kino, Musik, DVD, Events, was eben anliegt. Haben wir was vergessen? Sollen wir auf was hinweisen? Jederzeit gern, bitte die Kommentare benutzen oder unsere Mailadresse redaktion@maenneruntersich.de .

Foto: Katharina Wieland Müller / pixelio.de

Was liegt an? – 9.5. bis 15.5.

Der Eishockey-Wahnsinn geht weiter. Die Deutschen sind im Viertelfinale, es ist kaum zu glauben, Viertelfinale! Großartiger Kampf mit viel Pech gegen Finnland, über die Dänemark-Partie… sagen wir mal nix, heute abend ist mit der letzten Zwischenrundenpartie gegen Tschechien dann die nächste Giganten-Nation fällig (Sport1 überträgt)!
Wirke ich euphorisch? Gut möglich, ich bin’s nämlich. Derartige Hoch-Zeiten kamen im deutschen Eishockey bisher nur so alle zehn, zwanzig Jahre. Das muss man auskosten.
Zumal die Fußballsaison ihrem Ende entgegenstrebt. Am Wochenende letzter Bundesligaspieltag, Sonntag überträgt die ARD nach der DTM die Meisterfeier aus Dortmund, dann kommen noch die Relegationspartien, Pokalfinale in Berlin, Euro- und CL-Finale, und dann kommt die dunkle, Sommerpause genannte Zeit, in der man anfängt, hektisch nach Livestreams zu suchen, die die Qualis zum Uefa-Cup übertragen… schrecklich! Auf Eurosport gibt’s noch die U17-Fußball-EM in Serbien, sowie den Giro d’Italia. Und auf Sport1 – hab ich das schon erwähnt? – die Eishockey-WM!
Ganz, ganz großen Sport gibt’s ab Donnerstag auch im Kino: „Senna“, eine Doku über den vermutlich größten Rennfahrer aller Zeiten, läuft an. Herrgottsack, war das ein Draufgänger!

Bleibt das normale TV-Programm. Auf die montägliche Zweitliga-Partie müssen wir bereits verzichten, wenigstens sorgt Retro-Bulle Mick Brisgau um 20 Uhr 15 auf Sat1 für männerhumorige Kontinuität („Der letzte Bulle“). Am Mittwoch um 22 Uhr 45 auf Kabel 1 für all diejenigen, die ihn vielleicht noch nicht kennen, die geniale DVD nicht besitzen oder die ihn einfach mal wieder sehen wollen: David Fincher’s Meisterwerk „Fight Club„, einer der brillantesten, bösesten, faszinierendsten Filme die je gedreht wurden.
Ebenfalls zu später Stunde, am Freitag um 23 Uhr 30 kann man auf der ARD eine Entdeckung machen. Das Erste sendet in der Nacht ein paar Filme mit der jungen Senta Berger, und die Thriller-Komödie „Marrakesch“ aus 1966 ist eine echte Perle. Komisch, temporeich, spannend, und neben der Berger spielen Tony Randall, Terry-Thomas, Herbert Lom, Klaus Kinski. Da lohnt das Wachbleiben.
Ob das auch am Samstag abend beim European Song Contest lohnt, ist die Frage. Wenn der ganze Hype, der diese Woche von ARD und ProRaab ProSieben auf die Menschen losgelassen wird, mich nicht endgültig abtörnt, werde ich wohl gucken. Ich hab einfach eine Schwäche für Ostblock-Transen, die sich als Container-Schlampen verkleiden und Technopop singen. Wem das zu heftig ist – wofür ich tiefstes Verständnis habe – kann sich parallel auf ProSieben einen ganzen Abend lang olle Simpsons-Folgen gucken.
Und am Sonntag um 20 Uhr 15 macht dann auf Tele 5 „Balduin, das Nachtgespenst“ (herrliche Klamotte mit Louis de Funès und Jean Gabin) dem ganzen Spuk ein Ende. Bis dahin viel Spaß, eine schöne Woche!

„Was liegt an“ ist die montäglich erscheinende Wochenvorschau von „Männer unter sich“. Was Männer in den nächsten 7 Tagen interessieren könnte in total subjektiver Auswahl: TV, Sport, Kino, Musik, DVD, Events, was eben anliegt. Haben wir was vergessen? Sollen wir auf was hinweisen? Jederzeit gern, bitte die Kommentare benutzen oder unsere Mailadresse redaktion@maenneruntersich.de .

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Was liegt an? 2.5. bis 8.5.

Das ist nicht zu fassen! Die Slowakei geschlagen und dann die Russen! Die Russen! Im Eishockey! Geschlagen! Die Eishockey-WM diktiert ab sofort den Terminkalender. Morgen geht’s noch gegen Slowenien (16 Uhr, Sport1), dann steht die bereits gesicherte Zwischenrunde an, Wahnsinn!
Wirklich gut, dass das Eishockey in die Bresche springt, denn aus dem Fußball ist die Luft derzeit ziemlich raus. Dortmund ist Meister, auf den Abstiegsrängen wird sich wohl auch nicht mehr allzuviel ändern, nuja, die Saison ist rum. In Liga zwo geht‘s immerhin noch um die Plätze hinter Hertha BSC, Augsburg kann heute gegen Cottbus Platz 2 (fast) sichern, der Eishockey-Sender Sport1 überträgt.
Am Tag des Eishockey-Spiels gegen Slowenien wurde auch Clásico 4 angesetzt, das Rückspiel im Champions-League-Halbfinale zwischen Barcelona und Real Madrid. Wird Mourinho endlich mal den Betonmischer in der Kabine lassen, weil Barca mit zwei Treffern vorne liegt? Oder werden wieder die Verschwörungstheorien auf der PK deutlich unterhaltsamer sein als das sture Gemaure auf dem Platz? Wer Sky einschaltet, wird es sehen.
Am Mittwoch laufen die letzten Gruppenspiele der Eishockey-WM, sowie das andere CL-Halbfinal-Rückspiel, ManU gegen Schalke, und das ist ungefähr so spannend wie die xte Wiederholung eines Miss-Marple-Krimis: ManU ist durch.
Am Donnerstag beginnt dann die Zwischenrunde der Eishockey-WM. Wenn Deutschland am Donnerstag nicht spielt, können wir ins Kino gehen, zwei möglicherweise interessante Filme stehen an, zum einen „Scream 4“, Original-Regisseur Wes Craven und Original-Drehbuchautor Kevin Williamson haben sich der Sache wieder angenommen, das Ergebnis soll mehr als akzeptabel sein.
Der Preis für den Filmtitel der Woche geht – natürlich – an „Metaller, die auf Brüste starren“, eine Doku über Kerle, die beim Festival in Wacken derbe abfeiern. Der Trailer sagt alles:

Bleibt die Frage, ob es wirklich lustig ist, anderen Kerlen beim Feiern zuzugucken, ich würd ja lieber selber mitmachen. Nuja. Es gibt ja noch Eishockey.
Und die U17-Fußball-EM, die Eurosport während der Woche überträgt. Und heute das Finale der Snooker-WM in Sheffield, Judd Trump führt gegen John Higgins 10:7, da ist noch alles drin.
Donnerstagabend überrascht Kabel1 mit einer Konferenz der Euro-League-Halbfinalspiele Villarreal – FC Porto, Sporting Braga – Benfica Lissabon. Am Wochenende dann die Bundesliga, die Formel 1 in der Türkei (Sky und RTL), Samstagnacht-Boxen in der ARD (Sebastian Sylvester – Daniel Geale) und – natürlich – die Eishockey-WM!
Und sonst? Den Weg in die Videothek kann man sich sparen, vor allen Dingen Finger weg von „Meine Frau, unsere Kinder und ich“, lauter alte Witze, schlecht erzählt.
Im Fernsehen läuft heute um 20 Uhr 15 unsere Lieblingsserie „Der letzte Bulle“ auf Sat1, und auf arte gibt‘s noch einen Monty-Python-Abend, sie zeigen „Die Ritter der Kokosnuss“ (Beim ersten Mal Anschauen wäre ich schon während des Vorspanns beinahe erstickt) und zwei weitere Folgen einer Doku über die Komik-Legenden.
Am Mittwoch kann man sich Liefers als Rocker im Seniorenheim angucken, „Die Spätzünder“ (ARD, 20 Uhr 15), sollen ein paar nette Dialoge drin sein. Freitag kann man – wenn die deutsche Eishockey-Mannschaft nicht spielt – auf Pro Sieben einen Martial-Arts-Abend einlegen, erst Jackie Chan in dem Spaß-Karate-Western „Shang-High Noon“ und dann der sehr sehenswerte „Ong Bak 2“.

http://www.youtube.com/watch?v=hIVOv1JQgsk

Alles okay? Eishockey! Viel Spaß, eine schöne Woche.

„Was liegt an“ ist die montäglich erscheinende Wochenvorschau von „Männer unter sich“. Was Männer in den nächsten 7 Tagen interessieren könnte in total subjektiver Auswahl: TV, Sport, Kino, Musik, DVD, Events, was eben anliegt. Haben wir was vergessen? Sollen wir auf was hinweisen? Jederzeit gern, bitte die Kommentare benutzen oder unsere Mailadresse redaktion@maenneruntersich.de .

Foto: Katharina Wieland Müller / pixelio.de

Was liegt an – 26. 4. bis 1. 5.

Was nächste Woche auf uns zukommt.

Wäre der Schwarze Freitag nicht, wär die Woche ganz okay. Okay, schwaches TV-Programm, dafür aber ordentlich Sport und am Donnerstag laufen im Kino zwei Popcorn-Filme an, die möglicherweise ganz sehenswert sind. Zum einen neue Comic-Verfilmung aus dem Marvel-Universum: „Thor“. Der arrogante Donnergott fliegt aus dem nordischen Götterhimmel wird auf die Erde verbannt und muss sich mit allerlei Menschlichem und Übermenschlichen herumschlagen. Der Trailer sieht überzeugend aus, wer nichts gegen schwachsinnige Prämissen und Kreaturen, die sich selbst für Götter halten und arg wichtig nehmen hat, kann ja mal einen Blick riskieren.

Apropos schwachsinnige Prämissen: beim zweiten halbwegs interessanten Filmstart der Woche handelt es sich um den fünften(!) Teil des Fast&Furious-Formats. Alles wie gehabt, jede Menge Auto-Stunts, Prügeleien, Mädels im Bikini und diesmal spielt auch noch Dwayne „The Rock“ Johnson mit, eigentlich sind alle Ingredienzen für einen Spaß-Film vorhanden… wäre da nicht eine Kreatur, die sich selbst für einen Gott hält und arg wichtig nimmt, genau: Vin Diesel foltert uns mit einem seiner ironiefreien Auftritte. Wer einen Protagonisten erträgt, der über das Talent einer Stehlampe und die Grazie eines Betonklotzes verfügt, kann sich eine Eintrittskarte kaufen. Ich warte auf die DVD, die kann ich mir zuhause preiswerter schön saufen als den Film im Kino.
Thema DVD – da lässt sich eine Entdeckung machen. „Detective Dee und das Geheimnis der Phantomflammen“ kommt hierzulande ohne Kino-Umweg auf DVD heraus, fernöstliche Martial-Arts-Fantasy mit Atmosphäre, wenn der Film genauso viel Spaß macht wie der Trailer…

http://www.youtube.com/watch?v=bkfUaNGywLk

Sport. Heute Abend Hinspiel Champions-League-Halbfinale Schalke-ManU (Sat1), und hier ist Endstation für Schalke (ja, ich weiß, ich hab Schalke schon chancenlos gegen Inter gesehen), aber spätestens im Rückspiel sollte ManU alles klar machen. Morgen kommt dann Clásico III (Sky), Real gegen Barca und Real wird das Finale erreichen. Mit Defensiv-Fußball, dass es weh tut, aber Mourinho kann gegnerische Mannschaften lesen wie kein Zweiter. Und um Barca zu lesen hatte er wahrlich genug Zeit.
Überraschenderweise überträgt Kabel1 am Donnerstag um 21 Uhr das Euro-League-Halbfinale Porto gegen Villareal, für das andere Spiel (Benfica-Braga) muss man sich einen Stream suchen. Und am Wochenende die Platzierungsspiele der Bundesliga. Nein, Dortmund kommt nicht ins Stolpern. Unsinn.
Eurosport überträgt weiterhin die Snooker-WM aus Sheffield, bei Sport1 kann man endlich mal wieder Live-Tennis sehen (tägliche Übertragungen von den BMW-Open in München!), außerdem ab Freitag die Eishockey-WM, und am Sonntag startet die DTM, live übertragen von der ARD.
Bleibt die Glotze. Die Woche über läuft nix herausragendes, und dann kommt der Schwarze Freitag. Entweder, man versteckt die Fernbedienung, oder man bliebt einfach weg, bis diese Hochzeit vorbei ist. Die Familie Windsor zieht ihr Ding durch, der europäische Hochadel trabt zur Leistungsschau an, Frauen brechen keuchend vor dem Fernsehschirm zusammen und röcheln Unfug wie „Ihr Hut! Hast du ihren Hut gesehen?“… da hilft nur die Flucht. Geht angeln, macht eine ausgedehnte Wanderung, beschäftigt euch irgendwie, aber lasst die Glotze aus und haltet euch von den Hochzeits-Rockerinnen fern! Hier in Berlin gibt‘s sogar Public-Viewings, wir leben in einer großen Zeit…
Den Fernseher braucht man also erst Samstag einschalten, dann sendet 3Sat Shine a Light, Scorsese verfilmt ein Stones-Konzert, wobei die Backstage-Szenen mit Scorsese („Der Effekt würde Mick Jagger verbrennen? So richtig in Flammen aufgehen? Hm, wir wollen den Effekt, aber wir können doch nicht Mick Jagger verbrennen. Schade.“) amüsanter sind als das routinierte Stones-Gerocke.
Sonntag Abend dann ein Monty-Python-Themenabend auf arte, zuerst Erik der Wikinger (naja…), danach aber zwei Folgen einer sechsteiligen Doku über die stilbildenden Komiker. Spätestens jetzt sollte der Schwarze Hochzeits-Freitag vergessen sein. Eine schöne Woche, viel Spaß!

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Was liegt an – 18.4. bis 25.4.

Was nächste Woche auf uns zukommt.

Es geht auf Ostern zu, es geht auf den Sommer zu, die Wintersportsaison verabschiedet sich endgültig mit dem Finale um die Deutsche Eishockeymeisterschaft, und niemand schaut zu. Quatsch, niemand. Natürlich schauen die Kollegen in den Hallen in Wolfsburg und Berlin zu. Und die Jungs mit einem Sky-Abo. Ich bin mir nach wie vor nicht sicher, ob die DEL sich einen Gefallen damit tut, DAS Eishockey-Top-Ereignis hinter Bezahlschranken zu verstecken. Ist ja klar, das Geld von Sky haben die Vereine bitter nötig, aber so lange spannendes Eishockey nur von einer kleinen Minderheit begutachtet werden kann, bleibt Eishockey hierzulande einen Nischensportart. Nuja, die Eisbären führen bereits zwonull, wenn Wolfsburg sich nicht zusammenreißt, ist die Sache morgen eh entschieden.
Okay, wie schaut‘s mit anderem Sport aus? Heute abend er-re-gen-der Zweitliga-Fußball auf Sport1, der KSC gegen die Augsburger. Am Mittwoch dann ein echtes Fußball-Highlight, das ZDF überträgt ab 21 Uhr 15 das Finale um den spanischen Pokal, die Copa del Rey, also Barca gegen Real, „Il Clásico“, wie das Traditionsspiel genannt wird. Hatten wir schon zweimal diese Saison, in der Hinrunde der spansichen Liga gab‘s eine derbe Fünfnull-Klatsche für Real, aber Mourinho ist einer der lernfähigsten Groß-Trainer überhaupt, letzten Sonnabend (konnte man auf laola.tv gratis live angucken) sah es schon ganz anders aus, Real stand defensiv ganz ausgezeichnet und schaffte trotz Unterzahl ein respektables 1:1. Mourinho hatte wieder 90 Minuten Zeit, den Gegner und seine Taktik 90 Minuten von ganz nah zu studieren, die Partie am Mittwoch ist noch offen mit leichten Vorteilen für Real. Bei den nächsten beiden Clásicos (Halbfinale Champions League) kennt Mourinho Barca so gut, dass er auf dem Klub taktisch Klavier spielen kann. Ich sehe Real im CL-Finale.
Am Wochenende finden dann die Platzierungsspiele der Bundesliga hinter Dortmund statt, und am Ostermontag nochmal zweite Liga bei Sport1, Duisburg gegen die so gut wie aufgestiegene Hertha.
Snookerfreunde schalten die Woche über auf Eurosport, die WSA WM in Sheffield wird übertragen, und am Ostersonntag ebenfalls auf Eurosport der nächste Radsport-Klassiker: Lüttich-Bastogne-Lüttich.
Darf man Witze über Selbstmord-Attentäter machen? Selbstverständlich, vor allen Dingen, wenn sie so gut sind, wie in „Four Lions“, der britischen Filmsatire, die endlich einen deutschen Verleiher gefunden hat und am Donnerstag in die Kinos kommt. Dicke Empfehlung, hier der Trailer

Ein Gang in die Videothek des Vertrauens lohnt ebenfalls, ab Donnerstag kann dort „Nowhere Boy“, ein Film über den jungen John Lennon, ausgeliehen werden.
Und in der Glotze? Klar, heute abend 20 Uhr 15 wieder Mick Brisgau auf Sat1, eine neue Folge „Der letzte Bulle“ mit dem schönen Titel „Die Nackttanker von Huttrop“, das kann Mann sich nicht entgehen lassen.
Regelmäßigen Lesern dieser Seiten sollte aufgefallen sein, dass ich alternder Sack ein gewisses Faible für Filme habe, in denen alte Säcke zeigen, dass sie‘s noch drauf haben, am Donnerstag zeigt Sat1 „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“. Der Anfang ist sensationell, zwischendrin gibt es ein paar sehr gelungene Sequenzen, insgesamt hätte ich mir etwas mehr Harrison Ford, etwas weniger Shia LaBeouf (wie kommen berühmte Schauspieler nur zu diesen Namen?) und ein knalligeres Finale gewünscht, aber ich will nicht maulen, schönes Popcorn-Kino.
Am Ostersonntag kommt ebenfalls zur Primetime eine absolute Perle des Abenteuerfilms auf Kabel1: „Hidalgo – 3000 Meilen zum Ruhm“. Ausgerechnet die Oberösterreich-Nachrichten haben den Film auf den Puntk gebracht: „Niederträchtige wie stolze Wüstensöhne, Intrigen und Gefahren, ein Pferd, das seinen Reiter zu sich selbst führt, grandiose Landschaftsaufnahmen, kulturelle Vorurteile, charmanter Witz – und logische Ungereimtheiten.“ Sowas sieht Mann doch gern, da schalte ich ein.
Am Ostermontag schließlich sendet Vox zum xten Mal den leicht konfusen „Bulletproof Monk“ um 20 Uhr 15 auf Vox, es gibt Martial-Arts-Fans, die mit dem Streifen nichts anfangen können, versteh ich nicht, ich seh den immer wieder gern.
Die nächste Wochenvorschau gibt‘s am Dienstag nach Ostern, bis dahin – eine schöne Woche und viel Spaß!

„Was liegt an“ ist die montäglich erscheinende Wochenvorschau von „Männer unter sich“. Was Männer in den nächsten 7 Tagen interessieren könnte in total subjektiver Auswahl: TV, Sport, Kino, Musik, DVD, Events, was eben anliegt. Haben wir was vergessen? Sollen wir auf was hinweisen? Jederzeit gern, bitte die Kommentare benutzen oder unsere Mailadresse redaktion@maenneruntersich.de .

Foto: Katharina Wieland Müller / pixelio.de

 

 

 

Was liegt an – 11.4. bis 17.4.

Was nächste Woche auf uns zukommt.

Letzte Woche haben Sie in meinem Tennisclub die Netze aufgehängt, am Sonnabend habe ich zum ersten Mal im Freien gespielt und ich gedenke, diese Woche öfters auf dem Platz zu stehen. Ich kann nur allen raten, es ähnlich zu machen: Unternehmt was, geht an die frische Luft, allzuviel los ist diese Woche nicht.
Eurosport erfreut uns mit aufregenden Live-Übertragungen von der Europameisterschaft im Gewichtheben, ab Sonnabend kommt dann noch die Snooker WSA Weltmeisterschaft in Sheffield dazu.
Dienstag und Mittwoch haben wir die Rückspiele des Champions-League-Viertelfinales, aber seien wir ehrlich, Musik spielt nur noch bei Manchester United – Chelsea am Dienstag. Auch wenn ManU derzeit in bestechender Form ist, Chelsea hat noch eine Chance, das Ding zu drehen. Die anderen Halbfinalisten stehen fest, die Partien Barca-Donezk (Dienstag), Tottenham-Real und Schalke-Inter (Mittwoch, Sat1 überträgt aus Gelsenkirchen) sind nur noch Formsache, die Halbfinals sind Real-Barca und Schalke vermutlich gegen ManU. Wobei ich selber auf meine Prognosen nichts mehr gebe, seit ich letzte Woche den Schalkern eine schwere, praktisch unlösbare Aufgabe prophezeit habe.
Am Wochenende gibt‘s dann auf Sport1 noch ein Highlight: ab 18 Uhr live das Halbfinale im FA Cup, Manchester City gegen Manchester United. Ich glaub, ich werd der Sportschau untreu… Nach der van-Gaal-Entlassung und der völlig würdelosen Pressekonferenz habe ich als Bayern-Fan derzeit überhaupt keinen Bock auf Bundesliga.
Motorsport-Fans können am Sonntag weder ausschlafen noch vormittags selber Sport treiben, die Vettel-Festspiele Formel 1 fährt in Shanghai im Kreis herum.
Wer am Donnerstag schon genug frische Luft getankt hat, kann sich ins Kino aufmachen. „Paul – Ein Alien auf der Flucht“, eine Art Crossover von „The Hangover“ und „E.T.“ ist ein saukomischer Männerfilm, zur Einstimmung hier der Trailer:

Auch das Fernsehen sollte uns Männer diese Woche nicht im Haus festhalten. Heute Abend auf Sat1 – wie jeden Montag – „Der letzte Bulle“ (wem Mick Brisgaus Klingelton gefällt: diese Woche kommen 2 DVDs mit den „schönsten Bonanza-Folgen“ raus, soweit unsere Video-Empfehlungen für diese Woche), am Mittwoch dann auf Kabel 1 „Hero“, einer der besten Martial-Arts-Filme aller Zeiten, und leider zeitgleich auf arte „Apokalypse in Le Mans“, eine Doku über einen der schlimmsten Motorsport-Unfälle aller Zeiten.
Mehr ist nicht diese Woche. Immerhin, die Paul Simon-Fans können sich freuen. Heute kommt endlich ein neues Album raus:
http://www.youtube.com/watch?v=rVTlueB-ReI

Viel Spaß und eine gute Woche!

„Was liegt an“ ist die montäglich erscheinende Wochenvorschau von „Männer unter sich“. Was Männer in den nächsten 7 Tagen interessieren könnte in total subjektiver Auswahl: TV, Sport, Kino, Musik, DVD, Events, was eben anliegt. Haben wir was vergessen? Sollen wir auf was hinweisen? Jederzeit gern, bitte die Kommentare benutzen oder unsere Mailadresse redaktion@maenneruntersich.de .

Foto: Katharina Wieland Müller / pixelio.de

Was liegt an? – 4.4. bis 10.4.

Was nächste Woche auf uns zukommt.

Einiges los, diese Woche. Weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Okay, der Einfachheit halber: Sport. Fußball. Viertelfinale Champions League, die Zahl der beteiligten Mannschaften ist sehr überschaubar gewonnen. Aus der Bundesliga sind die Schalker noch dabei, sie treffen am Dienstag Abend auf Inter Mailand (Übertragung auf Sat1 bzw. Sky), das dürfte schwer bis nicht machbar werden, andererseits: man hat schon Pferde kotzen und Diebe Ladenkassen erbrechen sehen, ich hab ja auch gedacht, die Bayern wären sicher weiter…
Die andere Dienstagsbegegnung ist Real Madrid gegen Tottenham Hotspurs. Mourinho hat am Sonnabend sein erstes Heimspiel seit hundertfünfzig Jahren verloren, mal sehen, ob Real diesen Schock verkraftet. Am Mittwoch dann Chelsea-Manu und Barca- Schachtjar Donezk.
Am Wochenende dann Bundesliga, vorne geht’s ja nur noch um die Plätze hinter Dortmund, hinten ist es noch nicht wirklich spannend, nuja.
Wenn Mann eine sadistische oder – je nach dem – masochistische Ader hat, kann er am Freitag Abend ab 19 Uhr 25 Sport1 einstellen. Dort wird Eishockey übertragen, das Länderspiel (European-Challenge-Dingsbums-Cup oder so) Schweden-Deutschland aus Göteborg. Für Deutschland gilt hier das, was Hans-Joachim Rauschenbach beim Eiskunstlauf mal über Rudi Cerne sagte: „In dieser Konkurrenz hat er soviel Chancen wie ein Schneeball im Hochofen.“
Ab heute in Berlin (Max-Schmeling-Halle) Kunstturn-Einzel-Europameisterschaft (Eurosport überträgt die Finals am Wochenende), am Sonnabend Abend  Boxen auf Sat1 (Robert Stieglitz, WM im Supermittelgewicht), und am Sonntag wieder live auf Eurosport ein Radklassiker: Paris-Roubaix. Wenn alles klappt, bringen wir zum Wochenende was ausführliches über dieses Rennen.
Vom Sportlichen her kann man über die Woche nicht meckern, und auch im Kino laufen schöne Filme an. Zum einen „The Mechanic„, ein Remake des Charles-Bronson-Klassikers „Kalter Hauch“ aus 1972, mit Jason Statham. Jetzt freuen sich die einen und die anderen verdrehen die Augen. Entweder mag man Statham und seinen Deadpan-Approach zur Schauspielerei, oder man findet Statham-Filme unsagbar blöd und primitiv. Ich mag Statham, die Bronson-Story (Top-Hitman bildet Nachfolger aus) passt zu ihm wie die Faust aufs Auge (hahaha!), ich freu mich auf diesen Film.
Auf „The Fighter“ kann ich mich nicht mehr freuen, weil ich ihn schon gesehen habe. Ich werd am Mittwoch oder Donnerstag hier etwas ausführlicher über diesen Film schreiben und dann auch gleich die Liste der zehn besten Boxfilme aller Zeiten aktualisieren, ja, dieser Film gehört hundertprozentig in die Top Ten.
Tatsächlich zweimal ins Kino diese Woche? Kann man machen, denn in den Videotheken ist Totentanz, keine interessante Neuerscheinung in Sicht.
Dafür haben wir bei den TV-Tipps eine echte Sensation, außer unserem Dauerbrenner „Der letzte Bulle“ (heute 20 Uhr 15 auf RTL) und den Martial-Arts-Filmen auf Kabel1 (heute Abend zwomal Jackie-Chan: „Das Medaillon“ und „Spion wider Willen„, Mittwoch Abend „Tiger & Dragon“ und „House of Flying Daggers“) empfehlen wir ausschließlich Sendungen auf arte! Am Donnerstag um 23 Uhr 55 läuft „Pontypool„, ein sehr, sehr guter schwarzhumoriger Zombie-Film aus Kanada. Am Freitag abend um 22 Uhr 40 läuft „A Very British Gangster“, eine in Manchester gedrehter Gangsterfilm, der eine Doku ist. Harter Stoff, aber sehenswert. Und am Sonntag um 20 Uhr 15 erfreut arte uns mit „Die Zeit nach Mitternacht„, einem unterschätzten Meisterwerk von Martin Scorsese.  Scorsese erzählt eine bitterböse Komödie über den Programmierer Paul, der sich nur einen netten Abend machen will, aber von einem blindwütig zuschlagenden Schicksal grausam durch die Mangel gedreht wird. Saukomisch.
Euch allen eine schöne Woche, viel Spaß!

Foto: Katharina Wieland Müller / pixelio.de

Was liegt an? – 28.3. bis 3.4. 2011

Was nächste Woche auf uns zukommt.

Länderspielwoche ist eigentlich was Schönes. Wenn es sich nicht um ein Freundschaftsspiel handelt. Mein letzter Besuch einer solchen Sportveranstaltung hat mich endgültig von Freundschaftsspielen der deutschen Nationalmannschaft kuriert, das war im November 2008, da hab ich mir in der Kurve vom Berliner Olympiastadion bei Deutschland-England den Arsch abgefroren und die ganze Zeit gedacht „Warum rennt ihr denn nicht? Euch muss doch auch kalt sein!“ Scheiß-Rasenheizung. Das Ticket hatte ich noch für ein Schweinegeld bei ebay gekauft, nur um die Engländer 2:1 gewinnen zu sehen. Vergesst Freundschaftsspiele. Auch und gerade gegen Australien. Wer kommt denn auf die Idee, gegen Australien zu spielen? Löw hat Özil und Khedira schon heim nach Madrid geschickt, Lahm kriegt ebenfalls vorzeitig frei, Schweinsteiger ist in der Krise, da kann man sich die Partie nur schönsaufen. Oder Snooker auf Eurosport gucken, die übertragen die ganze Woche die China Open aus Peking. Oder aufs Wochenende warten, Bundesliga.

Ins Kino kann man diese Woche aber gehen. Zwei interessante Filme laufen am Donnerstag an, zum einen „Gegengerade 20359 St. Pauli“, ein schnell geschnittener, durchaus gewalttätiger Streifen über die Fan-Szene um den FC St. Pauli herum, Laien in den Hauptrollen, Adorf, Bleibtreu, Horwitz und Co. in den Nebenrollen, derber Punk-Rock im Soundtrack und ein Feeling wie in diesen englischen Hooligan-Filmen, die hierzulande wenn überhaupt dann nur auf DVD rauskommen und dann sofort auf dem Index landen. Bei der Premieren-Party auf der Berlinale ging stilgerecht einiges zu Bruch, Lokalverbote wurden ausgesprochen, der Film scheint recht authentisch zu sein.
Die andere interessante Film-Premiere der Woche ist die Rückkehr eines guten, alten Bekannten: Kottan ermittelt – Rien ne va plus! Über 25 Jahre, nachdem die letzte Folge der Kultkrimi-Serie aus Österreich erstausgestrahlt wurde, kehrt Lukas Resetarits als Polizeimajor Kottan („Inspektor gibt’s keinen!“) zurück. Regie hat – wie bei den Ur-Kottans – Peter Patzak geführt, das Buch stammt von Jan Zenker, dem Sohn des damaligen Autoren, Helmut Zenker, und es ist alles wie früher. Handlung und Logik sind nicht so wichtig wie ein deftiger Rock‘n-Roll-Soundtrack, sämtliche Konventionen des Krimi-Genres werden grundsätzlich außer Acht gelassen, ein abstruser Gag folgt auf den nächsten und Polizeipräsident Pilch (sehr vielversprechend im Trailer: Udo Samel) wird immer wahnsinniger. Die Reaktionen sind – wie ich einem österreichischen Fan-Forum entnehme – genau wie vor zwanzig, dreißig Jahren: die Leute lieben Kottan oder sie hassen ihn. Ich geh rein.

In der DVD-Ecke tut sich nicht allzuviel, wer Bruce Willis mag, kann sich „R.E.D.“ Zulegen, ein netter, humoriger Alter-Sack-kann-es-noch-Thriller. Und Freunde des abstrusen Trash-Humors greifen selbstverständlich zu Uwe Bolls „Max Schmeling – Eine deutsche Legende“, dem Film, indem Henry Maske als Schmeling aussieht wie Theo Waigel, der sich als Groucho Marx verkleidet hat!

Bleibt die Glotze. Heute abend um 20 Uhr 15 Macho-Pflichprogramm „Der letzte Bulle“ auf RTL. Sollte jemand „No Country For Old Men“ von den Coen-Brüder noch nicht kennen, kann er um 22 Uhr 15 zum ZDF rüberschalten und den schrägsten Killer der Filmgeschichte kennenlernen. Bei „Das Vierte“ hat die Programmdirektion offensichtlich den Überblick verloren, am Mittwoch um 20 Uhr 15 senden sie „Die Abenteuer des Rabbi Jacob“, der an gleicher Stelle erst vor sechs Wochen gelaufen ist. Trotzdem einer der komischsten Filme mit Louis de Funes. Am Donnerstag um 23 Uhr 30 lohnt immer ein Blick auf Kurt Krömer in der ARD, und am Sonnabend läuft ab 20 Uhr 15 auf ProSieben mal wieder „Schlag den Raab“. Ich kann Raab eigentlich nicht besonders gut leiden, aber die Show guck ich ganz gern. Hier kommt mir Raab immer wie so ein kleiner Junge auf dem Schulhof vor, der nicht verlieren kann und will, und alles tut um zu gewinnen. Egal, ob beim Fußball, beim Quartett, beim Klickern, Hauptsache gewinnen. Macht mir Raab beinahe wieder sympathisch.

Ansonsten erinnere ich noch mal dran, am Dienstag ab 20 Uhr 15 das ZDF weiträumig zu umfahren (Freunschaftsspiel! Australien!) und wünsche ansonsten eine schöne Woche. Viel Spaß!

Foto: Katharina Wieland Müller / pixelio.de