Seife statt Rasierseife

Die meisten Männer, die sich für Rasierseife statt Rasiercreme entschieden haben, bevorzugen dedizierte Rasierseifen, also Seifen, die speziell für die gepflegte Nassrasur hergestellt wurden. Die ordentlich Wasser binden, die Bartstoppeln schön einweichen und die auf Schaumstabilität optimiert sind. Wer schon einmal versucht hat, sich mit normaler Seife zum Händewaschen zu rasieren, weiß, was gemeint ist: Aus so einer Handwaschseife kriegt man zwar auch einen schönen Schaum hin, doch der fällt meist nach wenigen Sekunden in sich zusammen. Wenn man versucht, so einen Schaum im Gesicht aufzutragen, ist das wie das berühmte Rennen zwischen Hase und Igel: Wenn die zweite Wange eingeschäumt ist, ist der Schaum auf der ersten Wange schon zusammengefallen und verschwunden. Wenn man dann versucht, sich trotzdem mit diesem unsichtbaren Krypto-Schaum zu rasieren, ist das oft ein mühsames Geschäft. Man sieht nicht, wo man sich schon rasiert hat, und die Einweichwirkung vieler Handwaschseifen bleibt hinter der der „echten“ Rasierseifen zurück. Im April dieses Jahres hab ich darüber ausführlich geschrieben. Heute möchte ich mich mit den Ausnahmen befassen. Denn die gibt es.

Eine gar nicht mal so kleine Zahl von Männern – die meisten mit empfindlicher Haut „gesegnet“. rasieren sich erfolgreich mit sogenannten Aleppo-Seifen, Naturseifen, die aus Olivenöl und echtem Lorbeeröl hergestellt werden. Diese Seifen sind besonders rückfettend und werden daher als besonders angenehm und wohltuend auf der Haut empfunden.

Bei der Dudu-Osun© „Schwarze Seife“ aus Afrika handelt es sich ebenfalls um eine Naturseife. „Sie ist ein Multitalent, geeignet für alle Hauttypen (inkl. Problemhaut) und zur täglichen Reinigung von Körper, Gesicht und Haar geeignet. Das erstaunliche Produkt wird aus reinen, natürlichen Inhaltsstoffen in Nigeria hergestellt, die dort schon seit Jahrhunderten zur Schönheits- und Körperpflege verwendet werden. Traditionell von regionalen Kleinbauern gewonnenes Palmkernöl wird mit Asche aus verbrannten Palmplättern und Kakaoschoten aufgekocht (mit moderner Technik nach traditioneller Rezeptur). Die weiteren Pflegezutaten werden erst nach der abgeschlossenen Verseifung hinzugefügt und bleiben somit in ihrer Qualität erhalten. Die hochwertige, kaltgepresste Sheabutter (auch Karite-Butter genannt, traditionell aus den Fruchtkernen des in Nigeria als heilig geltenden Karite-/Shea-Baums gewonnen) verleiht dieser Seife ihre pflegenden und rückfettenden Eigenschaften. Die charakteristische schwarze Farbe erhält die Seife durch ihren Ascheanteil (der Schaum ist aber hell, die Seife verfärbt die Haare oder Haut nicht!).“ heißt es in der Produktbeschreibung in unserem Shop.

Sowohl mit einer Aleppo-Seife als auch mit der Dudu-Osun© „Schwarze Seife“ kann man sich auch rasieren, wenn man bereit ist, Abstriche im Bereich der Schaumstabilität zu machen. Wenn man das versuchen will, empfiehlt es sich, den Pinsel mit Seife zu „überladen“, also so lange auf der Seife zu kreisen, bis man einen sämigen „Seifenschmier“ erhält 1, den man dann ins Gesicht aufträgt. Einigen Männern gelingt so – wie gesagt – eine sehr angenehme Rasur, wer empfindliche Haut hat, sollte das ruhig mal ausprobieren.

Die Dudu-Osun© „Schwarze Seife“ hat noch einen weiteren Vorteil: Sie ist biologisch vollkommen abbaubar und nicht fischgiftig. Es spricht also nichts dagegen, sich auf einem Outdoor-Urlaub in der freien Wildbahn mit dieser Seife in einem Bach oder einem See zu waschen und zu rasieren. Wer also einen solchen Urlaub plant, sollte in Erwägung ziehen, die Dudu-Osun© „Schwarze Seife“ in den Rucksack zu packen, zumal es sie auch als kleines Reise- und Probierstück gibt.

  1. Diesen Seifenschmier kann man auch mit den Händen, wenig Wasser und etwas Ausdauer erzeugen.
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2 Antworten zu Seife statt Rasierseife

  1. AvatarThomas sagt:

    Vielen Dank für den spannenden Artikel. Dass eine Rasur unter Umständen auch mit „normaler“ Seife funktionieren könnte, hätte ich nicht gedacht. Ich kannte es eher umgekehrt – eine teure englische Rasierseife, die ich mir mal gekauft hatte, erwies sich für mich von den Schaum- und Rasureigenschaften als so schlecht, dass sie dann letztlich in unserem Haushalt als Handseife geendet ist. 🙂

    Die Dudu-Osun ist mir just heute erstmals in meinem Stamm-Biomarkt aufgefallen. Vielleicht nehme ich sie beim nächsten Einkauf mal mit und versuche eine Rasur damit.

    • Ja, das hört man leider öfter von traditionellen englischen MArkenseifen, dass es da mit Schaumstabilität und Einweichwirkung bergab gegangen ist. Soweit ich weiß liegt das daran, dass die meisten der Traditionshäuser die Seifen im Auftrag produzieren lassen und der Produzent gewechselt wurde, dessen neue Rezeptur, sagen wir es freundlich, in einigen Punkten zu Wünschen übrig lässt.

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