So kann man sich irren

Rasierklingen „Derby Premium

Vor ein paar Wochen habe ich begonnen, eine neue Rasierklingen-Sorte auszuprobieren. Die „Derby Premium„-Klingen hatte ich bisher noch nicht im Futur und war gespannt darauf, wie sie sich schlagen würden. Ich bin schon seit einiger Zeit auf der Suche nach einer Alternative zu meiner Standard-Klinge, der ASP. Ich verreise öfters, und ein stabiler Plastikspender im Kulturbeutel wäre mir lieber als der mit der Zeit doch lobbelig werdende Pappschuber, in dem die ASP-Klingen geliefert werden. Nachdem ich mich einige Wochen mit den Derby-Klingen rasiert hatte, stand mein Urteil fest…

…das sind sehr gute Klingen: ordentlich scharf, sanft und trotzdem gründlich. Mit denen kann man sich ganz ausgezeichnet rasieren, leider nur fünf- bis sechsmal, dann werden sie etwas ruppig. Und wenn eine Klinge ruppig wird, fliegt sie bei mir aus dem Hobel, ich halte überhaupt nichts von unagenehmen Rasuren, deren einziger Sinn es ist, Bruchteile von einem Cent zu sparen. Schade, fand ich, die ASP halten bei mir locker 7 Tagen durch, da hat man so einen schönen Wochen-Rhythmus, jeden Sonntag eine neue Klinge… Das ist schon ein bisschen doof, dass das mit der Derby Premium nicht zu gehen scheint.

Die grüne Proraso – der Sommerklassiker

Nichtsdestotrotz beschloss ich, mich weiter mt den Derby Premium zu rasieren, waren ja sanftee und gründ,iche Klingen, die wirft man nicht weg und man lässt sie auch nicht in den Untiefen des Badezimmerschranks vermodern. Und dann war meine Frühjahrs-Rasierseife aufgebraucht, und ich konnte – endlich – zu meiner Sommer-Rasierseife, der grünen Proraso wechseln. Herrlich erfrischende Rasuren folgten, 2, 3, 4, 5, 6, 7… nanu? Die Derby Premium erreichten plötzlich die Standzeit der ASP. Da fiel mir auf, dass mein Urteil vorschnell gewesen war: die mangelnde Standzeit, die mir missfallen hatte, lag gar nicht an den Derby Premiums, sondern an der zeitgliech verwendeten Rasierseife, die meinen Bart offensichtlich nicht so gut eingeweicht hatte wie die Proraso.

Fazit: Auch wenn die Nassrasur an sich ziemlich einfach ist, ist es doch ein komplexer Prozess, in den viele Faktoren mit hineinspielen. Die Standzeit einer Klinge hängt eben nicht nur von der Klinge selbst ab. Bevor man – wie ich – vorschnell über eine Klinge urteilt, lohnt es sich vielleicht, diesen Post von Stefan noch einmal zu lesen.

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