100 Jahre Maillot Jaune – die Tour 2019, Etappe 20

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Bernal in Gelb. Was für eine Tour de France 2019. Was für ein Drama! Es kann doch wohl nicht wahr sein, dass eine Etappe am 26. Juli wegen Wintereinbruch und Schlammlawine abgebrochen werden muss. Ja, muss! Es war die einzig richtige Entscheidung der Rennleitung, die Zeit an der Bergwertung für das Gesamtklassement zu nehmen. Es hätte nämlich auch eine andere Möglichkeit gegeben.

Artikel 18 des Reglements der Tour de France hätte auch die Möglichkeit eröffnet, die Etappe komplett nicht zu werten. Dann wäre natürlich sofort die Diskussion losgegangen, dass man durch diese Option Alaphilippe einen Vorteil verschafft hätte, weil er dann heute mit den Zeitabständen an den Start gegangen wäre, die vor der Chaosetappe notiert waren. Denn so richtig knusper sah er am Iseran nicht mehr aus. Und die Abfahrt wäre nicht geeignet gewesen, so viel Zeit gut zu machen, wie nach Valloire. Also alle richtig gemacht, Herr Prudhomme.

Kommen wir zur heutigen Etappe. Wieder Bergankunft. Wieder über die 2.000 Meter. Wieder wird die Etappe verkürzt aufgrund von Schlammlawinen. Roseland und Longefoy werden nicht befahren. Stattdessen geht es flach von Albertville nach Moutiers und dann kommt die endlose Bergankunft nach Val Thorens.

Wir müssen uns aber auf einiges gefasst machen. Der Wintereinbruch ist da. In Albertville prognostiziert Meteo-France noch 18 Grad und an der Bergankunft in Val Thorens gehen die Temperaturen in Richtung Gefrierpunkt.

33,4 Kilometer ist die Anfahrt lang. Der steilste Abschnitt ist 5 Kilometer vor dem Ziel. Es ist der Berg der Kolumbianer. 1994 siegte hier Nelson Rodriguez. Heute kann es wieder ein Kolumbianer werden. Bernal holt die Etappe in Gelb.

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