Roberts Tipp-Kick-Orakel: Deutschland – Ghana

tipp_kick_d-ghana„The Good, the Bad and the Ugly“, äh, natürlich muss es heißen: „The Good, the Bad and the Lucky“. Der gute Boateng spielt für uns. Der böse Boateng kickt bei Ghana. Warum der Böse ist? Die kommen doch beide aus Berlin? Naja. Der eine heißt Jerome. Das klingt schon mal viel eleganter als Klaus-Peter. Klaus-Peter??? Na klar. Oder glaubt ihr wirklich, ein echter Mann heißt Kevin-Prince? Kevin ist kein Name, sondern eine Zustandsbeschreibung. Und Prinz hieß der Schäferhund von unserem früheren Nachbarn. Was die Sache jetzt schon wieder ein wenig näher bringt. Denn der Köter war nicht nur ein großmäuliger Kläffer, sondern auch bissig. Ja, ich weiß, kein Hund wird als kläffender Beißer geboren. Na ja. Und warum ist Klaus-Peter B. böse? Weil er den Capitano vor gut vier Jahren zum Sportinvaliden gefoult hat. Ok, das ist also geklärt.
Aber wer ist dann der Lucky? Lucky ist unser Jogi. Weil ihm der Klaus-Peter die schwierige Entscheidung abgenommen hat, einen eh in die Jahre gekommenen und auch zu besten Zeiten maßlos überschätzten Kicker nicht mit nach Südafrika nehmen zu müssen. Der Jogi musste nur noch den anderen Frührentner in die fußballerische Diaspora nach Kanada schicken und der Weg war frei. Wie es weiter ging, wisst ihr ja … England wurde mit Hilfe des Schiedsrichters abgefertigt, Argentinien konnte nicht mal Fußballgott Diego mit seiner goldenen Hand retten.
Ist Euch bei Großaufnahmen der Kicker eigentlich schon aufgefallen, wie schlecht (oder gar nicht) rasiert die meisten da rumlaufen? Ist ja kein Wunder. Den Schaum hat ihnen die FIFA weggenommen und den Schiris hinten an die Hosen gebunden. Damit die bei Freistößen den Rasen einschäumen können. Wenn man sich die Kicker, die für einen Rasierzeugs-Hersteller Reklame laufen, genauer anschaut, ist das die weiseste Entscheidung der greisen Funktionäre seit langem …
So, die Fronten sind geklärt. Widmen wir uns dem Tipp-Kick-Orakel.
Nach dem grandiosen 4:0 gegen Portugal schwimmen unsere Jungs auf einer Welle der Euphorie. Den Spielern von Ghana machen dafür die tropischen Temperaturen in Fortaleza nichts aus. Nach dem unglücklichen 1:2 gegen die USA müssen sie gewinnen. Das sind Fakten, von denen sich unser Orakel nicht beeinflussen lässt. Um die Witterungsverhältnisse einigermaßen zu simulieren, haben wir aber unseren Tipp-Kick-Tisch im Dachzimmer aufgebaut, das nach Süden zeigt und sich den ganzen Tag kräftig aufgeheizt hat.
Kopf oder Zahl, schwarz oder weiß? Wir würfeln mit dem eckigen Tipp-Kick-Ball, Thomas gewinnt und wählt den Kicker mit dem deutschen Trikot. Ich darf für Ghana ran und habe dafür Anstoß.
Anpfiff zu den ersten 5 Minuten. Irgendwie kommt Thomas mit den Temperaturen besser zurecht. Ob ihm Müller-Wohlfahrt einen Zaubertrank verpasst hat? Jedenfalls lässt Jogi seine Jungs spielen, wie Pep die Bayern. Über 65% Ballbesitz. Tiki-Taka, früher hieß das mal „Klein-Klein“ und war eine Spezialität perfekt eingespielter Mannschaften. Jedenfalls komme ich nur an den Ball, um selbigen aus dem Netz zu holen und anzustoßen. Da ich bei Tipp-Kick keine Anstöße direkt verwandeln darf, kann ich nur zuschauen, wie Tom mich ein ums andere Mal ins Leere laufen lässt. Zur Halbzeit liegt er schon 2:0 vorne.
Kurz nach Wiederanpfiff lässt er mich ein wenig mitspielen. Ich komme zum 2:1 für meine Ghanaer. Doch das Strohfeuer dauert nicht lange. Im Gegenzug stellt Tom mit dem 3:1 den alten Abstand wieder her, den er bis zum Abpfiff verwaltet. Jogi wechselt kräftig durch. Das stört zwar zeitweise den Spielfluss, ändert aber nichts mehr am Ergebnis.

tipp_kick_endstand_d-ghanaUnserer Kick-Orakel tippt: Deutschland : Ghana 3:1

Schachtel 1923-194490 Jahre Tipp-Kick, 1. Teil
1923 sollte der junge Exportkaufmann Edwin Mieg die indische Verkaufsniederlassung der Firma Junghans-Uhren übernehmen. Doch Junghans vergab die versprochene Stelle an einen anderen Bewerber. Anlass genug für Mieg, zur Spielwarenindustrie zu wechseln.
Er entwickelte eine Spielidee zur Marktreife und machte sich 1924 mit Tipp-Kick selbstständig. Das Patent wurde dem schwäbischen Tüftler Carl Mayer abgekauft.
Schon mit dem Prototyp wurde wie heute gespielt: Mit einer Blechfigur, deren Fuß sich auf Knopfdruck bewegen ließ, galt es einen zweifarbigen ins Tor zu schießen. Ab 1925 ließ Edwin Mieg die Figuren aus Blei gießen.
Auf der Leipziger Spielwarenmesse 1926 stellte Mieg das Spiel zum ersten Mal „inoffiziell“ vor. Er konnte sich keinen eigenen Stand leisten und verlegte seine Aktivitäten vor die Tore der Messehalle. Dort ließ die interessierten Besucher spielen. Er verkaufte in Leipzig seine ersten paar hundert TIPP-KICK-Spiele.

Wer bei unserem Tippspiel mitmacht, nimmt übrigens automatisch an “Roberts Tipp-Kick-Challenge” teil, einer Sonderwertung, bei der es ein tolles Tipp-Kick “Cup” im Wert von 50 € zu gewinnen gibt. Näheres zu dieser Challenge steht hier. Wenn du gewinnen willst, tipp mit!

Disclaimer: Die Tipp-Kick-Spiele wurden uns freundlicherweise von der Edwin Mieg OHG in Villingen-Schwenningen zur Verfügung gestellt. Wir bedanken uns herzlich.

Robert Hill, freier Journalist und Fotograf. Kommt eigentlich aus München, wohnt im Taunus. Mag mechanische Uhren und klassische Kameras. Fotografiert, wenn privat, immer noch am liebsten auf Diafilm. Hat es geschafft, im letzten Jahr mehr Kilometer mit dem Fahrrad als mit dem Auto zu fahren. In “Roberts Blu-rays” stellt er in unregelmäßiger Reihenfolge Neuerscheinungen vor, die vielleicht interessant für euch sind. Weitere Filmtipps von Robert findet ihr unter www.film-blog.tv.

 

 

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