TV-Kritik: „Der letzte Bulle“ – 3. Staffel, 13. Folge „Die, die vergeben können“

Jede Woche auf “Männer unter sich” kritisieren wir die aktuelle Folge unserer Lieblingsserie “Der letzte Bulle”. Wir bewerten Handlung, Macho-Momente, Dialoge, Musik und die Gesamtleistung mit einem Punkte-System von 1 (ganz schwach) bis 5 (besser geht nicht) Mick-Brisgau-Zippo-Feuerzeugen. Und ihr könnt abstimmen, wie euch die Folge gefallen hat, viel Spaß!

Handlung:

Mick und Kringge suchen nach dem Mörder eines Ex-Knackis. Sein Bewährungshelfer Schaller entpuppt sich als der Mann, der Mick vor zwanzig Jahren ins Koma geschossen hat. Was Tanja, Ferchert und Kringge vor Mick verbergen wollen. Vergeblich natürlich.

Selbst wenn man die Logik (Wie wird jemand, der vermutlich wegen Mordversuchs an einem Polizisten 15 Jahre lang im Knast saß, Bewährungshelfer?)mal außen vorlässt, ist diese Folge äußerst schwer verdaulich. König Zufall regiert, und richtig zu Ende gebracht wird weder die Geschichte dieser Folge noch eine der Stories der gesamten Staffel. So unbefriedigend das auch ist, die Folge war sehr, sehr gut gemacht. Vermutlich die atmosphärisch dichteste der ganzen Serie. Weniger als 4 von 5 Zippos können wir nicht geben.

Macho-Momente:

Sehr schön am Anfang der Folge, als Mick Meisner fragt, wie Kringges Mutter im Bett war. Das anschließende dreckige Grinsen und das gemurmelte „So gut also“ waren Henning Baum at his best. Sehr schön auch die Szenen, in denen sich Mick mit Schaller anfreundet. Und der „einsame Wolf“ am Schluss.

Allzuviele Macho-Momente waren’s nicht, aber sie haben richtig reingehauen. 4 von 5 Zippos.

Dialog-Perlen:

„So schlimm ist das auch nicht mit Meisner. Er hat schließlich nicht mit deiner Mutter… hat er ja doch.“

„Ich hab auch eine Frage: Pils oder Pils?“ – „Och, dann nehm ich ’n Pils.“

„Die ist jetzt nicht so die Frau, mit der man einfach Schluss macht. Solltest dir vorher ein paar gute Laufschuhe anziehen.“

„Das Gute an Frauen im Gefängnis: überschaubare Schuhschränke.“

Wieder waren’s nicht allzu viele kernige Oneliner, aber das war eher dem ernsten Thema der Folge geschuldet.Die wenigen Sprüche kamen jedoch gut. 4 von 5 Zippos.

80er-Mucke:

Wir hatten schon mal deutlich mehr knackige 80er Titel in einer Folge, aber dafür waren die beiden langen Sequenzen mit „Stairway to Heaven“ und der Cash-Version von „Hurt“ (zum zweiten Mal in dieser Staffel verwendet) wirklich gelungen.

Wir wollen mal nicht so sein: 3 von 5 Zippos.

Gesamtwertung:

Natürlich war das ein steinstarker, sehr emotional gehaltener Schluss für Folge und Staffel, aber seien wir mal ehrlich: An die Cliffhanger von Staffel 1 (geplatzte Hochzeit) und Staffel 2 (Psycho-Tanja angeschossen) kommt der hier nicht an: oder glaubt jemand ernsthaft, dass Mick den Polizeidienst quittiert und Ferchert, Tanja und Kringge auf ewig böse ist? Nee, Mick wird zur 4. Staffel wieder brav seinen Dienst antreten.Wenn es eine 4. Staffel gibt.

Wir drücken die Daumen für die 4. Staffel und geben trotz Logikbrüchen und Vorhersehbarkeiten 4 von 5 Zippos!

Update: Unser Daumendrücken hat geholfen. Laut DWDL ist im August Drehbeginn der 4. Staffel.

Für alle, die die letzte Folge verpasst haben: Hier könnt ihr sie im Netz anschauen.
Für alle, die mit Mick und Co nix anfangen können: Sicherlich gefällt euch sowas besser.
Für alle anderen: Eure Meinung ist gefragt, wie fandet ihr die neue Folge?

Eure Wertung zu "Die, die vergeben können"

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