[Männeressen] Das Steak für Kerle: Flank-Steak

Das Flank-Steak ist mit Sicherheit nichts für den, der regelmäßig eine überregionale Steakhouse-Kette aufsucht, dort den „Lady’s Cut“ bestellt und erwartet, dass sein Seak „butterzart auf der Zunge zerschmilzt“. Ein Flank-Steak – aus dem Bauchlappen des Rinds geschnitten – ist deutlich urtümlicher. Es verlangt dem Connaisseur Mitarbeit ab, sprich: es darf gekaut werden, Steak zum Lutschen bekommt man anderswo. Diesen – bei intakten Kauwerkzeugen relativ geringen – Einsatz belohnt das Flank-Steak reichlich: mit Saftigkeit und kernigem Rindfleischgeschmack.  Und mit einer wirklich gelingsicheren, einfachen Zubereitungsmethode. Wer beim Braten oder Grillen eines Flank-Steaks etwas falsch machen will, muss sich richtig Mühe geben.

Die Einkaufsliste für die Zubereitung eines Flank-Steaks ist überschaubar:

1 Flanksteak

Salz, Pfeffer, hoch erhitzbares Fett und KüBi1Küchen-Bier] solltet ihr im Vorrat haben.

Also, KüBi knacken, sinnig antrinken, und es kann losgehen. Okay, Geständnis-Zeit: Das hier als Rezept auszugeben ist eigentlich eine Unverschämtheit. Flank-Steak braten ist nicht viel komplizierter als Cornflakes mti Milch begießen. Wobei Flank-Steak viel besser schmeckt als Corn Flakes. Pfanne auf dem Herd auf Anbrat-Temperatur bringen, Fett rein, Steak auf jeder Seite eine Minute lang anbraten, Hitze runter drehen und drei Minuten weiterbraten, 5 Minuten in Alu eingewickelt ruhen lassen, aufschneiden, fertig. In der Tat, so einfach ist die Welt, wenn man Flank-Steak brät.

Ein Flank-Steak ist ein Fleischlappen von ca. 500g Gewicht. Es reicht also für zwei normale Esser oder einen sehr hungrigen Kerl. Man muss es in der Regel beim Fleischer vorbestellen oder an der Supermarkt-Theke fragen, wann es wieder Flank-Steak gibt. Wenn man eins erwischt hat, trägt man’s nach Hause und brät es nach der oben genannten, sehr einfachen Anleitung: Eine Minute sehr scharf anbraten auf jeder Seite, 3 Minuten bei niedrigerer Hitze fertig braten, ruhen lassen, fertig. Dann ist es medium bis medium rare, und das ist der optimale Garpunkt für dieses Fleischstück.

Nach dem Braten und der Ruhezeit wird das Flank-Steak in dünne Scheiben geschnitten, udn zwar -Obacht, das ist spielentscheidend – quer zur Faser. Auf keinen Fall mit der Faser schneiden, denn an den langen Fasern hätte man wirklich was zu kauen. Da wäre sogar Beißer aus den Roger-Moore-Bonds herausgefordert.

Ja, wenn euch das zu einfach ist, könnt ihr euch ja bei den Beilagen verkünsteln. Ich hab das nicht gemacht. Bisschen Feldsalat, bisschen Pü. War ein sehr gutes Essen.

Gottseidank hatte ich das KüBi rechtzeitig ausgetrunken und konnte auf einen kräftigen Rotwein umsteigen. Syrah ist nicht verkehrt. Cabernet auch nicht. Mahlzeit!

 

 

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