[Männeressen] Grüner Kartoffelsalat mit ordentlich Wums

Lecker Kartoffelsalat darf auf keinem Grillbüffet fehlen. Die meisten Menschen kennen aber nur die norddeutsche Mayo-Variante oder den schwäbischen Kartoffelsalat mit Essig und Öl. Beides lecker, keine Frage. Aber wenn ihr diesen Salat probiert, könnte euer kartoffelsalatiges Weltbild ins Wanken kommen. Macht wenig Mühe, sieht nicht spektakulär aus, hat aber geschmacklich jede Menge Wums.

Gehen wir Einkaufen. Für 4 Beilagenportionen Kartoffelsalat brauchen wir;

1 kg festkochende Kartoffeln
1 Bund Frühlingszwiebeln
3-4 Zehen Knoblauch
1 Bund Dill
2-3 Esslöffel Mayonnaise
2-3 Esslöffel griechischen Joghurt
1 Löfffel scharfen Senf
Kürbiskernöl
Salz, Pfeffer
… und natürlich KüBi1

Ganz simple vorgehensweise: KüBi knacken und die Kartoffeln in Salzwasser aufsetzen. Wenn ihr das KüBi in Ruhe ausgetrunken habt, testet ihr, ob die Kartoffeln weich sind. Bei positivem Testergebnis gießt ihr sie ab, lässt sie kurz auf dem heißen Herd abdämpfen und wartet, bis sie abgekühlt sind.
Die Wartezeit könnt ihr mit einem Zweit-KüBi und der Zubereitung der Salatsauce überbrücken. Dill waschen und kleinschneiden, mit Mayo, Joghurt, durchgepresstem Knoblauch, Senf, Salz und Pfeffer verrühren und mit einem kleinen Schwupp Kernöl abschmecken. Vorsicht mit dem Kernöl, wenn ihr zum ersten Mal damit arbeitet, das Zeug schmeckt irrsinnig intensiv, und zuviel davon ist nicht im Sinne des Erfinders.

Jetzt schneidet ihr die Frühlingszwiebeln in dünne Ringe, pellt die Kartoffeln und schneidet sie in Scheiben. Ab in die Sauce mit dem Material, bisschen durchziehen lassen und dann die Salatschüssel aufs Grillbüffet stellen. Mahlzeit!

  1. Küchen-Bier
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3 Responses to [Männeressen] Grüner Kartoffelsalat mit ordentlich Wums

  1. AvatarTilman says:

    Hi Chris! Viele deiner Rezepte fand ich schon gut bis überzeugend. Deshalb habe ich auch dieses hier ausprobiert und jetzt habe ich Fragen:
    • Hast du den Schredderstab oder den Mixer verwendet, damit die Soße auf dem Foto so grün wurde? Im Rezept steht nichts davon. Wenn man frischen gehackten Dill einfach nur mit Joghurt vermischt, sieht das bei mir anders aus.
    • Auf dem Foto ist auch nichts von den Frühlingszwiebeln zu sehen. Wurden die womöglich auch geschreddert?
    • Stimmen die Mengenangaben? Ein ganzer Bund Frühlingszwiebeln hat kleingeschnitten fast das gleiche Volumen wie das Kilo Kartoffeln. Ich habe deshalb nur 5 oder 6 Stück verwendet. Die paar Esslöffel Soße haben dann trotzdem nicht einmal gereicht, um die Frühlingszwiebeln einigermaßen einzusauen, geschweige denn die Kartoffeln. Mit weiteren 200 g Joghurt (mehr hatte ich nicht da) und einem großen Schwups Essig ging‘s dann so, war auch genießbar, aber insgesamt immer noch eine eher trockene Pampe.
    Mein Fazit: Es ist immer gut, Neues auszuprobieren. Man lernt etwas dabei, auch wenn es nur die Erkenntnis ist, dass man es besser hätte bleiben lassen. 🙂
    Das nächste Mal mache ich lieber wieder meinen bewährten schwäbischen Kartoffelsalat.

  2. Chris KurbjuhnChris Kurbjuhn says:

    Hi, Tilman! Tut mir leid, dass es diesmal nicht so geklappt hat. Gehen wir mal an die Ursachenforschung.
    1. Die grüne Farbe der Sauce kommt vom Kürbiskernöl. Da genügt schon ein kleiner Schwupp, um die Sauce einzufärben, ich nehm einen großen, weil mir der Geschmack zusagt.
    2. Nein, die wurden nicht geschreddert. Wenn du genau hinguckst, siehst du auf der zweiten Kartoffel von links ein Frühlingszwiebelscheibchen liegen.
    3. Offensichtlich gibt es verschiedene Bundgrößen in Sachen Frühlingszwiebeln. Hier in Berlin, bei meinen Einkaufsquellen, sind maximal 6 Frühlingszwiebeln in einem Bund, wenn’s große, dicke Teile sind auch mal nur 4. Die Frühlingszwiebeln sollen den Geschmack ergänzen, nicht dominieren.
    4. In Zukunft sollte ich wohl die Mengen nicht in Esslöffel angeben, auch diese Angabe ist scheinbar zu schwammig. Es liegt vielleicht auch daran, dass ich mit dem Esslöffel in den Joghurteimer gehe, und alles was beim Rausholen dran hängen bleibt gehört für mich zu „1 Esslöffel“. Gleiches gilt für die Mayo. Ich werd versuchen, mich in Zukunft präziser auszudrücken.
    Dich würde ich bitten, dem Kartoffelsalat noch eine Chance zu geben, besonders, falls du das Kürbiskernöl weggelassen oder zu wenig genommen hast. Bei mir wird der Salat sehr gern gegessen.
    Nix für ungut!

    • AvatarTilman says:

      Hi Chris, danke für die Antwort.
      1. Kürbisöl war aus. Ich hatte das als eher dunkelbraun in Erinnerung, aber damit ist die fehlende Grünfärbung natürlich erklärt. Weil mir bewusst ist, dass das Fehlen des Kürbisöls geschmacklich einen Riesenunterschied macht, bezog sich mein kritisches Feedback auch nur auf die Konsistenz.
      2. Auf dem iPhone sieht man das nicht 😉
      3. Der Bund bestand aus ca. 12 Stück. Winters sind die hier auch kleiner.
      4. Sowas hab ich vermutet. Ist ja schließlich Männerkochen.
      Irgendwann versuch ich es noch einmal und dann mit K-Öl, aber nur als Strohwitweressen. Sonst schimpft die Gattin.
      Schönen Gruß!
      PS: Falls du mal ein Rezept für schwäbischen Kartoffelsalat suchst, stehe ich gern zur Verfügung.

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