[Männeressen] Marc grillt: Chili-Chicken-Wings mit gebratenem Mais und Curry-Kartoffeln (Marley-Spoon-BBQ-Test Teil II)

Am zweiten Tag meines Marley-Spoon-BBQ-Tests gab es Hähnchen. Chili Chicken Wings, um genau zu sein. Dazu gebratenen Mais und Curry-Kartoffeln. Ich bin sonst kein Freund von Hähnchenflügeln, bei Fingerfood vom Grill greife ich lieber zu Rippchen. Die Wings von Freilandhähnchen sahen allerdings so gut aus, fast schon so fleischig wie ein Hähnchenschlegel, dass ich darauf Appetit bekam. Was enthielt das Paket von Marley Spoon? 7 Hähnchenflügel, Zuckermais, 20g Honig, Knoblauch, 150g Joghurt, 1g Chilipulver, 5g Currypulver Madras, 10ml weißer Balsamicoessig und 50ml Smokey BBQ Soße. Ich steuerte Salz, Pfeffer und etwas Sonnenblumenöl bei.

Zweites Menü Bild 1Die Flügel wurden etwa 10 Minuten mariniert. Kein Hexenwerk und dank der BBQ Soße auch keine aufwendige Geschichte. Die Soße wurde mit etwas Salz, Knoblauch, Honig und dem Chilipulver vermischt und in das Fleisch einmassiert.

Zweites Menü Bild 2Die Kartoffeln, gab ich in gesalzenes Wasser und kochte sie 10 Minuten vor. Schon wieder 10 Minuten? Praktisch, konnte ich doch in der Zeit den Grill vorbereiten. GriBi1 gab es dieses Mal keins, dafür selbst gemachte Limonade2. Die gekochten Kartoffeln wurden nun ebenfalls mariniert. Hierfür nutzte ich das Currypulver, etwas Salz und zwei Esslöffel Öl. Jeweils drei Kartoffeln wickelte ich in Alufolie ein und brachte sie zusammen mit den Flügeln zum Grill. Der hatte wie beim Lachs zwei Zonen eingeteilt und die Kartoffeln kamen gleich in die indirekte. Die Wings hingegen bekamen zwei Minuten von jeder Seite über der direkten Hitze3, bevor sie sich neben die Kartoffeln gesellten.

Zweites Menü Bild 3Zweites Menü Bild 4Vorgegeben waren ca. 25 Minuten für die Wings und ca. 20 für die Kartoffeln. Genug Zeit in der Küche an die letzte Zutat, die Maiskolben zu gehen. Den Mais schnitt ich in etwa daumendicke Stücke und marinierte diese mit Salz, Pfeffer und dem Balsamicoessig aus dem kleinen Tütchen. Wie bei der Marinade für die Wings war ich skeptisch, ob die Menge reichen würde, aber es passte genau. Wer sich an Kochrezepte hält, hat sonst auch keine Reste. Macht man es wie ich, über den Daumen gepeilt, bleibt schon ab und zu etwas Marinade übrig. Mit den vorportionierten Mengen in den kleinen Tütchen aus dem Paket passiert das nicht. Wenig spektakulär, aber es wird auch nichts verschwendet. Den Joghurt peppte ich mit Salz und Pfeffer auf und stellte ihn auf den Tisch.

Im Rezept stand, man solle die Wings alle 5 Minuten wenden. Da ich den Deckel meiner Kugel geschlossen hatte, konnte ich mir das sparen. Nach etwa 15 Minuten waren Hähnchen und Kartoffeln bereit. Der Mais war vorgekocht, daher musste er nur kurz und beidseitig auf den Rost.

Zweites Menü Bild 5Sehr viel einfacher kann Grillen kaum sein. Vielleicht, wenn man die Kartoffeln nicht vorkocht, sondern einfach 10 Minuten vor den Hähnchenflügeln auf den Grill legt. Kartoffeln gehören zu fast jedem meiner Grilltage/nachmittage/abende, mit Curry hatte ich es bisher aber nicht probiert. In Kombination mit dem Joghurt eine sehr leckere Sache. Auch der Balsamicoessig auf den Maisstücken war keine Spielerei, sondern der Pfiff, der aus einem unspektakulären Maiskolben etwas mehr Geschmack herauskitzelt. Zu Maiskolben passt eben nicht nur Butter. Die Wings, ja die waren lecker. Richtig begeistert bin ich von Chickenwings noch immer nicht, an erster Stelle kommen immer noch die Rippchen, aber sie haben stark aufgeholt.

Zweites Menü Bild 6

 

MaDo1Marc Dobler (im Nassrasurforum auch als Lafette bekannt) stammt aus Baden-Württemberg, kann nicht alles, dafür aber Hochdeutsch. Er lebt und arbeitet seit drei Jahren in Ostfriesland. Wenn der leidenschaftliche Eishockeyfan nicht hinter dem Herd oder Grill steht, schnürt er die Laufschuhe und trotzt der steifen Brise. 

Fotos: Marc Dobler, alle Rechte vorbehalten

Dies ist Teil 2 einer dreiteiligen Serie, in der Marc Dobler Grill-Menüs von „Marley Spoon“ testet. Teil 1 ist hier, Teil 3 erscheint in den nächsten Tagen. Die Box mit den drei Grillmenüs haben wir gratis erhalten und bedanken uns dafür herzlich. Auf den Inhalt unserer Artikel wurde kein Einfluss genommen.

 

  1. Grill-Bier
  2. Man nehme die Schale einer (gewaschenen) Zitrone, den in Scheiben geschnittenen Rest der Zitrone, einige Minzblätter, einen halben Teelöffel Zucker und eventuell Eiswürfel. Das Ganze gießt man mit Wasser oder Sprudel auf und fertig ist die Erfrischung.
  3. Ein Flügel flog wohl zu dicht an der Sonne, jedenfalls war er deutlich dunkler als die anderen, geschmeckt hat er trotzdem.
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