TV-Kritik „Der letzte Bulle“ – 4. Staffel, 3. Folge: Der Sinn des Lebens

Jede Woche auf “Männer unter sich” kritisieren wir die aktuelle Folge unserer Lieblingsserie “Der letzte Bulle”. Wir bewerten Handlung, Macho-Momente, Dialoge, Musik und die Gesamtleistung mit einem Punkte-System von 1 (ganz schwach) bis 5 (besser geht nicht) Mick-Brisgau-Zippo-Feuerzeugen. Und ihr könnt abstimmen, wie euch die Folge gefallen hat, viel Spaß!
Mick lässt nicht nach: die dritte starke Folge in Serie. Nach schwachem Anfang steigerte sich die Folge langsam, aber sicher bis zum absoluten Highlight: Beinahe-Sturzgeburt in Micks Admiral, Kringge wird Papa. Und mit Psycho-Tanja ist es wohl endgültig aus.

Handlung:
Der Kriminalfall war – natürlich – mal wieder hölzern runtererzählter Schwachsinn, jedoch haben die Autoren mit einer Wunschgeburt-Klinik und einem lesbischen Ehepaar ein Ambiente gewählt, in dem Mick ganz trefflich den Elefanten im Porzellanladen geben konnte. Und der Höhepunkt der Folge – Mick leistet Geburtshilfe bei Kringges Baby und spricht sich mit Psycho-Tanja aus – schwankte gekonnt zwischen Emotionalität und Komik, eigentlich könnten wir 5 von 5 Zippos geben, aber… da haben die Autoren diesmal doch glatt die Rahmenhandlung – Mick ermittelt in eigener Sache – unterschlagen.
Nee, Leute, Serie heißt, dass das kommt, worauf man sich freut. Wir strafen euch mit einem Zippo Abzug, es gibt nur 4 von 5.

Macho-Momente:
Waren reichlich vorhanden. Die Szenen, in denen sich die Kollegen über Kringges Nervosität lustig machten, waren recht gelungen, und Henning Baum hat in der Wunschkinder-Klink und beim lesbischen Ehepaar die richtigen Testosteron-Knöpfe gedrückt, das hat Spaß gemacht. Sehr schön auch die Szene, wo er mit dem kleinen Lukas über den Admiral und Autoquartett redet, und am Lagerfeuer fühlt der Herr Baum sich richtig wohl. Sehr stark: Micks Blick nach „Wir hatten dann keinen Sex mehr, bis ich ins Koma geschossen wurde.“ – „Du verarscht mich jetzt, oder?“
Für die volle Punktzahl fehlte nur der absolute Über-Hammer. 4 von 5 Zippos.

Dialog-Perlen:
„Sie bastelen in Mutter Naturs Werkstatt? Haben Sie keinen eigenen Hobby-Keller?“ „Beamtenbeleidigung. Macht 150 Mark in die Kaffeekasse.“ – „Ich mach Ihnen einen Vorschlag. Hier sind hundertfünfzig, und ich sag noch einen Idiot dazu. Idiot!“
„Isabells Geburt hat fast so lange wie die 24 Stunden von Le Mans gedauert.“
„Zu wem wollen Sie?“ – „Mick Brisgau.“ – „Gute Wahl, Sie kluges Kind, ich bin es selbst.“  „Sie haben einfach nicht den richtigen Kerl gefunden. Deswegen muss man sich doch nicht der besten Freundin an den Hals werfen…“ – „Ich liebe meine Frau.“ – „Ich hab mein Auto auch lieb.“
„Frauen sollen Kinder kriegen und Karriere machen, am besten zeitgleich.“ – „Wer sagt denn was von Karriere? Gibt doch im Haushalt genug zu tun?“
„Meissner, ich brauch einen Vaterschaftstest.“ – „Spätestens, wenn der Kleine seiner Kindergärtnerin auf den Arsch haut, wissen wir, dass es von ihnen ist.“
„Heute koche ich für Dana ihr Lieblingsgericht.“ – „Lass mich raten: regionales Bio-Gemüse mit Tofu.“ – „Hab ich das schon erwähnt?“ – „War nur eine Vermutung.“
„Hat ihr Kollege ein Problem mit Lesben?“ – „Nein. Der findet Lesben prima!“

80er-Mucke:
Nix zu meckern, steinstarke Titel von Jimi Hendrix bis Paul Simon. „Everybody Hurts“ und „Don’t give up“ waren besonders schön bebildert, 4 von 5 Zippos.

Gesamtwertung:
An der vollen Punktzahl hat wirklich nicht viel gefehlt, wenn das Buch die Rahmenhandlung nicht unterschlagen hätte und wenn es ein echtes Macho-Highlight gegeben hätte, dann wäre es die volle Punktzahl geworden. So geben wir pingelig viereinhalb von fünf Zippos.

Für alle, die die letzte Folge verpasst haben: Hier könnt ihr sie im Netz anschauen.
Für alle, die mit Mick und Co nix anfangen können: Sicherlich gefällt euch sowas besser.
Für alle anderen: Eure Meinung ist gefragt, wie fandet ihr die neue Folge?

Eure Wertung zu "Der Sinn des Lebens"

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Eine Antwort zu TV-Kritik „Der letzte Bulle“ – 4. Staffel, 3. Folge: Der Sinn des Lebens

  1. AvatarCarsten sagt:

    Frappant fand ich den Zeitpunkt der Ausstrahlung mit Blick auf die aktuelle Diskussion zur Reproduktionsmedizin. Auch Prof. Dr. K. war verblüffend fein gezeichnet.

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