Tour de France 103 – 1. Etappe

Willkommen zur 103. Tour de France. Hier im Blog gibt es wieder renntäglich einen Blick auf die aktuelle Etappe. Außerdem plaudern wir über alles Wichtige und Unwichtige rund um das größte Radrennen der Welt. In diesem Sinne: Vive le Tour!

MONTE SAINT MICHAEL

Foto: Asierito23 (Own work) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Mont-Saint-Michel. Gibt es einen schöneren Ort, für den Grand Depart der Tour de France? Über 188 Kilometer geht es weitestgehend flach nach Sainte-Marie-Du-Mont am Utha Beach. Hier landeten am 6. Juni 1944 die Alliierten zu ihrem Sturmangriff auf die von Deutschen besetzte Normandie.

Prologe scheine irgendwie aus der Mode zu kommen. Die Rennleitung will vermeiden, dass schon früh ein Anwärter auf das Gesamtklassement ins Gelbe Trikot schlüpft. Auch die Sprinterteams sollen ihre Chance bekommen.

Die Kunstflugstaffel Patrouille de France hat ihre Runden gedreht. Die Helis sind in der Luft. Topfavoriten für die heutige Etappe sind unsere Männer für die letzten Meter: André Greipel und Marcel Kittel. Marc Cavendish und Alexander Kristoff, der Norweger, kommen natürlich auch in Frage. Mein Tipp für heute: Greipel.

Aber wer sind die Anwärter für’s Gesamtklassement? Nun, die Liste ist diesmal lang. Ganz, ganz oben steht natürlich Titelverteidiger Froome. Aber auch Alberto “Schnitzel” Contador wird sich rein hängen. Anders als vermutet, wird er allerdings nicht in die Radsportler-Rente gehen. Sein Brötchengeber, der Multimilliadär Oleg Tinkov zieht sich zwar aus dem Radsport zurück, aber in der Gerüchteküche verdichten sich die Hinweise, dass “Schnitzel” sogar für zwei weitere Jahre bei Trek anheuert.

Bei Trek sitzen die Moneten im Moment locker. Denn mit Fabian Cancellara verschwindet zum Ende der Saison nicht nur ein dicker Posten von der Gehaltsliste, sondern auch ein Fahrer für die Monumente. Dafür – haltet Euch fest – wollen sie John Degenkolb.

Zurück zum Gesamtklassement. Nairu Quintana aus Kolumbien steht natürlich genauso auf dem Zettel wie die Italiener Fabio Aru und Vincenzo “Lo Squalo” Nibali. Die Franzosen hoffen auf Thibaut Pinot, Pierre Roland und Romain Bardet. Gut, hoffen kann man ja.

Fehlt noch was? Ach ja, der Geheimfavorit. Meiner ist der Niederländer Bauke Mollema.

Wenn Ihr mögt, macht Euch heute Nachmittag einen Cidre auf und futtert einen kleinen Camembert. Wir radeln durch das Land von Käse und Apfelbäumen.

Übrigens: Micro-Rentner Daniel Mangeas, der 41 Jahre lang die Tour für die Zuschauer an der Strecke moderiert hat, unterbricht seine Kommentatoren-Rente. France Bleu hat ihn für drei Tage gewinnen gönnen. Danach geht Daniel allerdings in Granville am Cotentin in die Sommerferien.

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