[Klartext] Mitleids-Malus

Gestern hat die ARD sich endlich einmal des Themas Obdachlosigkeit in einem TV-Film angenommen. Die Hauptrolle in „Auf der Straße“ spielte – gewohnt anrührend und gekonnt – Ausnahme-Schauspielerin Christiane Hörbiger. Sogar die meisten Feministinnen bestreiten nicht, dass Obdachlosigkeit überwiegend ein Männerproblem ist. 80 Prozent der Obdachlosen in Deutschland sind männlichen Geschlechts, die Zahl steigt stetig und schnell. Da würde Mann doch schon mal gerne fragen, warum man in der ARD eine Protagonistin wählt, um das Problem Obdachlosigkeit einem Massenpublikum nahe zu bringen. Die Antwort ist simpel, genau wie die Denkstrukturen auf Redaktionsebene: Mit Frauen hat man Mitleid, mit Männern nicht.

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[Sponsored Video] Einsame Wölfe und „Zeitgeist: Liebe“

Poetry-Slammer Jasper Diedrichsen im neuen Parship-Video

Poetry-Slammer Jasper Diedrichsen im neuen Parship-Video

Ein Klischee, das uns Männern gern aufgedrückt wird, ist das vom »einsamen Wolf«. Schon Schiller hat postuliert, dass der Starke am mächtigsten allein sei (was ich nach wie vor für höchst anzweifelnswert halte), und die meisten Hollywood-Filme enden mit einem Showdown, in dem der männliche Protagonist sein Herz und das Schicksal der Seinen in die Hand nimmt und allein in den Endkampf mit dem Bösewicht zieht. weiterlesen…

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Das männliche Zitat der Woche (XXIX): James Terry White

„Ein Mann muss nichts Schlechtes tun, um zum Versager zu werden. Einfaches Nichtstun genügt. Die Natur protestiert überall gegen den Müßiggang: Alles, was aufhört, nach einem Ideal zu streben, vergeht schnell. Es ist das fortdauernde Streben, höher und weiter zu kommen, durch das Männlichkeit und Charakter sich entwickeln.“

(It is not necessary for a man to be actively bad in order to make a failure in life; simple inaction will accomplish it. Nature has everywhere written her protest against idleness; everything which ceases to struggle toward an ideal, rapidly deteriorates. It is the constant effort to get higher and further, which develops manhood and character)

James Terry White

Unsere Kollegen von “The Art of Manliness” haben eine hervorragende Sammlung von Zitaten zum Thema “Männlichkeit” zusammengestellt. In loser Folge bringen wir die besten dieser Zitate in deutscher Übersetzung.

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Das männliche Zitat der Woche (XXVIII): Yukio Mishima

Foto: Shirou Aoyama (http://www.bungakukan.or.jp/) [Public domain], via Wikimedia Commons

Foto: Shirou Aoyama (http://www.bungakukan.or.jp/) [Public domain], via Wikimedia Commons

„Isao hatte niemals eine Frau sein wollen. Er hatte sich niemals etwas anderes gewünscht, als ein Mann zu sein, auf männliche Weise zu leben und einen männlichen Tod zu sterben. Ein solches Leben als Mann bedeutete, stets die eigene Männlichkeit zu beweisen – heute mehr Mann zu sein als gestern, morgen mehr Mann zu sein als heute. Ein Mann zu sein bedeutete, stets und ständig höher zu streben, nach dem Zenith der Männlichkeit, und schließlich dort zu sterben, umgeben vom weißen Schnee dieses Gipfels.“

Yukio Mishima

Unsere Kollegen von “The Art of Manliness” haben eine hervorragende Sammlung von Zitaten zum Thema “Männlichkeit” zusammengestellt. In loser Folge bringen wir die besten dieser Zitate in deutscher Übersetzung.

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Frauen verstehen

Ich verstehe sie weder früh noch spät,
Nicht per Telepathie, nicht mit Hörgerät.
Ich habe schon jede Technik probiert,
Brigitte, Für Sie und Emma studiert,
TV-Berichte und Filme gesehen,
Aber eins lern ich nie: Frauen verstehen!

Du fragst sie: Schatz, was gefällt dir an mir?
Sie nörgelt, du mühst dich und tust was an dir,
Verbringst mit ihr frierend den Urlaub im Norden,
Da sagt sie: Du bist so anders geworden.
Du sollst dich für mich nicht verbiegen und drehen,
Da nimmst du dir vor: Ich will Frauen verstehen!

OK, sagst du dir, ich bleib, wie ich bin.
Handelst fortan nur nach eigenem Sinn.
Erträgst böse Blicke, Theater und Szenen
Und die Aussage: So, du gehörst wohl zu denen,
Die nur sich selbst, aber mich nicht sehen.
So wirst du nie was von Frauen verstehen.

Na gut, denkst du dir, versuch ich’s flexibel.
Liest morgens den Playboy und abends die Bibel.
Mal gehst du allein aus, mal nimmst du sie mit,
Hörst den knisternden Oldie, den neuesten Hit.
Da beginnt sie, dich um Profil anzuflehen.
Du fragst dich: Wie geht das, Frauen verstehen?

Du möchtest ins Kino, sie will lieber fernsehn.
Den Film, den du ablehnst, den möchte sie gern sehn.
Die Chips, die du mitbringst, sind mit Pfeffer verseucht,
Der Wein ist zu trocken, die Luft zu feucht.
Und die Sonne wird wieder mal falsch untergehen.
Du denkst: Ist das möglich, Frauen verstehen?

Es hat gehalten, man hat sich vertragen
An langen und an kurzen Tagen,
Kompromisse gefunden, sich abgesprochen,
So wenig wie möglich Versprechen gebrochen…
Doch ehe der Hahn in der Dämmerung kräht,
Befindet sie trocken, es sei nicht zu spät
Getrennte und eigene Wege zu gehen.
Da gibst du es auf, das Frauen-Verstehen.

Ich geb mich geschlagen, ihr habt gewonnen.
Mein Traum vom Verstehen ist zu nichts zerronnen.
Egal, was man tut, es ist immer verkehrt,
Im Moment oder im Prinzip nicht begehrt.
Drum stehn wir zusammen, wir Frauen-nicht-Kenner,
Und fordern ab jetzt: Versteht ihr doch die Männer!

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Kurzkritik: „Mann/Frau“ mit Christian Ulmen

Es gibt ’ne neue Webserie „Mann/Frau“ produziert vom Bayerischen Rundfunk und seinem Jugendprogramm Puls. Die Serie heißt „Mann/Frau“, die Folgen sind so um die 3 Minuten kurz (man muss ja knapp und knackig sein in diesem Internetz) und drehen sich um die Geschlechterproblematik, typisch Mann, typisch Frau und was dann dabei so rauskommt. Klingt völlig verschnarcht? Dachte ich auch erst, aber dann las ich, dass Christian Ulmen mitmacht. Kann doch nicht total verschnarcht sein, wenn Christian Ulmen mitmacht, dachte ich mir und schaute mir die erste Folge an.

Und kam zu dem Schluss: Ist vollkommen verschnarcht. Trotz Christian Ulmen. Typisch öffentlich-rechtlicher Redaktionshumor: Bloß nirgendwo anecken, niemandem wehtun, alles irgendwie beliebig machen und das ist dann Unterhaltung. Und Ulmen? Ist vollkommen verschenkt. Da hat man einen Typen der improvisieren kann wie kein zweiter, der bösartig sein kann und schreiend komisch, und was fängt man mit dem an? Man lässt ihn einen stinknormalen Barkeeper spielen, der, äh, zuhört. Ja, zuhört. Das stellt sich der Bayerische Rundfunk unter gelungener Internet-Unterhaltung vor: Christian Ulmen zusehen, wie er zuhört. Muss man nicht haben.

Sollte es doch jemanden interessieren: Der Quatsch hat auch eine Homepage. Heute sind die ersten vier Folgen gestartet, ab sofort kommen jeden Mittwoch zwei neue. Bis der Spuk endlich vorbei ist. Ich bin nach Folge 1 raus. Zeitverschwendung. Schade um Ulmens Talent und Fähigkeiten.

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