Holmes, Slapstick und die Winterpause – die Wochenvorschau vom 19.12. bis 25.12.

Was nächste Woche auf uns zukommt

Beinahe hätte ich mit „Weihnachten steht vor der Tür“ eröffnet, aber das wisst ihr ja schon, steht ja derzeit in jeder zweiten Dumpfbacken-E-Mail. Auf alle Fälle hat das vor der Tür stehende Weihnachten seine Vor- und Nachteile. Zuerst die Nachteile: die Bundesliga geht in die Winterpause, feiertagsbedingt gibt es wenig bis gar keinen Live-Sport im TV und in den Videotheken ist Ebbe mit Neuerscheinungen bis zum neuen Jahr. Und die Vorteile? weiterlesen…

Wader, Wecker, Cruise und anderer Horrorklamauk – Die Wochenvorschau vom 12.12. bis 18.12

Was nächste Woche auf uns zukommt

Die letzte Bundesliga-Woche, die letzten Europapokalspiele vor der Winterpause. Da müssen die Fußball-Fans unter uns sich langsam auf die winterliche Durststrecke einrichten, bevor’s nächste Woche, nach dem DFB-Pokal, endgültig ernst wird. Vielleicht nehmen wir schon mal ein paar andere Angebote wahr, um uns an die veränderten Lebensumstände zu gewöhnen? weiterlesen…

Was liegt an? 5.12. bis 11.12.

Was nächste Woche auf uns zukommt

Champions-League-Woche, aber interessiert das jemanden wirklich? Die Sache ist gelaufen. Dortmund ist raus (jaha, ich weiß, es gibt noch eine theoretische Möglichkeit… Theoretisch.), Bayern und Leverkusen sind durch. Spannend ist das nicht mehr, aber… die Winterpause droht. Noch zwei Bundesligaspieltage, eine Pokalrunde und dieser CL-Spieltag, dann ist Schicht mit Fußball. Vielleicht sollte man jetzt anfangen, sich eine Art Fußball-Erlebnis-Polster zuzulegen und trotzdem gucken… Sat1 überträgt Manchester City gegen die Bayern am Mittwoch Abend, die anderen Spiele laufen auf Sky. weiterlesen…

Euro-Gruppenauslosung, Blog-Geburtstag und die alten Säcke von Deep Purple – Die Wochenvorschau vom 28.11. bis 4.12.

Was nächste Woche auf uns zukommt

Wir bei „Männer unter sich“ freuen uns echt auf den Donnerstag dieser Woche. Da ist 1. Dezember, okay, das ist per se nix besonderes, aber das ist der Tag, an dem wir im Jahr 2010 online gegangen sind, wir werden diese Woche also 1 Jahr alt. Logisch, dass alle andere Events gegen unseren Blog-Geburtstag gewaltig abstinken, aber wir haben auch Verständnis, wenn jemand sich für andere Dinge mehr interessiert… weiterlesen…

Schlägereien der Sonderklasse: John Wayne vs. Victor McLaglen

Früher gehörte sie zum Männer-Film wie der Kronkorken auf die Bierflasche: die deftige, unterhaltsame Schlägerei, bei der schon mal ein Saloon komplett zu Bruch gehen konnte. Leider hat sich der klassische Barroom Brawl als ziviler Zeitvertreib des weltläufigen Mannes aus der Filmgeschichte fast vollkommen verabschiedet und ist der stillosen, dumpfen  Gewaltausübung gewichen. Das finden wir schade und wollen auf “Männer unter sich” gegensteuern: mit einer kleinen Video-Serie erinnern wir an Filmschlägereien der Sonderklasse und fordern ihre Rückkehr in den Weltfilm. Und wenn der Weltfilm nicht auf uns hört, gibt’s was auf die Zwölf!

Wenn man über die besten Schlägereien der Filmgeschichte diskutiert, landet die aus „Der Sieger (The Quiet Man)“ selten auf Platz eins, meistens in den Top Five, immer in den Top Ten. Kein Wunder, denn diese Prügelei zwischen John Wayne und Victor McLaglen ist der absolute Höhepunkt dieses Films, dieser Film wurde wegen der Schlägerei gedreht, er steuert ab Minute 1 auf diesen finalen Faustkampf zu.

Wayne spielt den ehemaligen Profi-Boxer Sean Thornton, der sich in seinem irischen Heimatdorf Innisfree ansiedeln will. Die Jungs aus Innisfree sind ein fröhlicher, rauflustiger Haufen, der sich bald wundert, warum ein Ex-Profi wie Thornton jeder Schlägerei aus dem Weg geht. Was sie nicht wissen können: Thornton hat mit dem Boxen nach einem Unglücksfall im Ring aufgehört: sein Gegner ist durch einen unglücklichen Faustschlag gestorben, seitdem hat Thornton gegen niemanden mehr die Faust erhoben.
In Innisfree muss er sich deswegen einiges gefallen lassen, bald gilt er überall als Waschlappen, sogar bei seiner eigenen Frau, Mary Kate, deren Bruder, Will Danaher, sich weigert, ihm die Mitgift auszuzahlen. Als Mary Kate ihn verlassen will, platzt Thornton endgültig der Kragen. Er holt sie aus dem Zug nach Dublin und zwingt sie, mit ihm fünf Meilen durch das ganze Dorf zu marschieren. Schließlich, endlich tragen er und Danaher ihre Differenzen mit den Fäusten aus…

http://youtu.be/sR97_tCve08?t=3m52s

…und sind, wie es damals Sitte war, am Ende des Fights die besten Freunde aller Zeiten. Mary Kate fügt sich endlich ins Ehejoch, kocht Thornton lecker Essen und in Innisfree ist er „King of the Hill, Top of the Heap“.

Nuja, war eben eine andere Zeit. Eine schöne Zeit.

Heute Abend (Freitag, 24.11.) läuft „Der Sieger“ auf „Das Vierte„.

 

„Warum macht der so einen Scheiß?“ – 20 Jahre ohne Klaus

Kinski

„Warum macht der so einen Scheiß?“ fragte ich mich immer wieder, wenn ich Klaus Kinski in Machwerken wie „Die Gruft mit dem Rätselschloß“ oder „Gern hab ich die Frauen gekillt“ ansehen musste. Die Edgar-Wallace-Irren hat er gespielt. Die Italo-Western-Desperados. An die zweihundert Filme, jede Menge runtergekurbelte Dutzendware, aber auch einmalige Augenblicke. Nachtblende. Fitzcarraldo. Leichen pflastern seinen Weg. Da bleib einem die Luft weg, wenn man ihm zusah. Ein Jahrhundertschauspieler, nichts weniger. Und trotzdem tauchte erimmer wieder in Monumental-Stinkern wie „Der Mann mit der Torpedohaut“ auf.
„Wegen dem Geld. Nur wegen dem Geld!“, hat Kinski in einer Talkshow mal gesagt. Da war er ein Mann wie viele andere auch, die jeden Tag jede Menge Schwachsinn machen müssen, um ihr Geld zu verdienen. „Um sich aus der Sklaverei freizukaufen“, hat er mal gesagt. Nuja. Hat immer gerne übertrieben.

„Warum macht der so einen Scheiß?“ fragte ich mich immer wieder, wenn er sich mit einem seiner mittlerweile legendären Ausraster in die Schlagzeilen brachte. Interviewpartner beschimpft, in der Talkshow randaliert, mit der Schrotflinte fumgefuchtelt. Natürlich hat Kinski das Image des „Irren“ sorgfältig kultiviert und die Journalisten entsprechend versorgt, die Ausraster waren Teil seiner Marke, mit ihnen blieb er in den Schlagzeilen, so steigerte er seinen Marktwert. Praktisch alle Schauspieler, die mit ihm gearbeitet haben, sprechen mit Hochachtung von seiner großen Professionalität.
Deshalb waren seine Ausraster, wohl auch keine Ausraster, sondern kühl kalkulierte Bestandteile des Gesamtkunstwerks „Klaus Kinski“. Und sie hatten eins gemeinsam: Wer ihn als Künstler und Intellektuellen ernst  nahm, der bekam den Künstler und Intellektuellen Kinski. Schlecht vorbereitete Journalisten, die ihn mit dummen, oberflächlichen Fragen nervten, bekamen das, was sie erwarteten. Doppelt und dreifach.

Diese sehenswerte Collage aus Kinski-Interviews zeigt seine beiden Seiten.

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Video-Link: http://youtu.be/He3mEpsWp_M

Da bramarbasiert kein eitler Wüterich, da hat man Gelegenheit, einem hochintelligenten, sensiblen Künstler zuzuhören, der das Leben zahlloser Menschen bereichert hat.

Vor zwanzig Jahren ist er ganz plötzlich in seinem Haus in Kalifornien umgefallen. Herzanfall. Bumm. Aus. „Warum macht der so einen Scheiß?“, fragte ich mich ein letztes Mal.

Er wird vermisst.

Derzeit steht Werner Herzogs wunderbare Kinski-Doku „Mein liebster Feind“ in der arte-Videothek. Da kann man den Film noch ein paar Tage lang anschauen.

Foto: Georges Biard [CC-BY-SA-3.0], durch Wikimedia Commons

Dortmund bei Arsenal, Wayne in Irland und ein Shouter auf Tour – Die Wochenvorschau vom 21.11. bis 27.11.

Was nächste Woche auf uns zukommt

Arsenal! Das ist ein Name mit Klang in der Welt des Fußballs, und wenn in der Champions League ein deutscher Traditionsclub auf einen englischen Traditionsclub trifft, dann ist Feuer unterm Dach, dann stehen die Chancen auf einen großen Abend gut! Zumal es für Dortmund ein Alles-oder-Nichts-Spiel ist, die Dortmunder müssen punkten, wenn sie in der Champions League bleiben wollen, der Wochenhöhepunkt ist klar, Mittwoch, der BVB zu Gast bei den Gunners.
Und derjenige, der keinen SKY-Decoder hat, kann sich eine Kneipe aussuchen, wo er zu Gast sein möchte. Keine Übertragung im Free-TV, Sat1 glaubt, mit Leverkusen-Chelsea punkten zu können. Okay, Chelsea ist englisch, Chelsea hat auch so ’n bisschen Tradition… Quatsch. Neureiche Geldsäcke. Können gegen Arsenal nicht anstinken, was Tradition anbelangt.
Die Bayern spielen schon am Dienstag gegen Villareal, und sie werden sich schwer tun. Am Sonnabend Abend hat man gesehen, wie sehr Schweinsteiger dem Team fehlt, einen adäquaten Ersatz haben sie nicht. Wenn’s zu einem knappen Sieg oder einem Unentschieden langt, können sie sich freuen.
Und sonst? Sport1 überträgt heute Abend Bochum-Cottbus, Dienstag und Mittwoch gibt’s Handball-Bundesliga (Flensburg-Gummersbach bzw. Lemgo-Hamburg), Donnerstag Basketball-Euroleague Zagreb-Bamberg, Samstag Basketball-Bundesliga Bayern München-Alba und am Sonntag wieder Handball-Bundesliga mit Balingen-Lübecke.
Nachdem Eurosport uns in der letzten Zeit mit Sportarten wie Bowls oder Cricket gequält hat, kommt man jetzt wieder in die Spur: Der Sportsender befreit die DEL aus der Pay-TV-Nische und sendet Live-Eishockey, am Dienstagabend ab 19 Uhr 30 die Kölner Haie gegen die DEG Metro Stars, super! Ansonsten steht bei den Liveübertragungen am Wochenende der Wintersport im Vordergrund: Skilanglauf, Skisprung und Nordische Kombinierer aus Kuusamo, Finnland, Alpin-Ski aus Aspen, Rennrodeln aus Igls. Und Handball-Champions League quetschen sie auch noch dazwischen.
Ansonsten Bundesliga und Formel 1 (GP von Brasilien) bei den üblichen Verdächtigen.

Es gibt Filmplots, bei denen man spontan „Bomben(!)idee, muss ich sehen!“ sagt. „30 Minuten oder weniger“ gehört dazu: Zwei Typen schnallen einem Pizza-Boten eine Bombe(!) vor den Bauch und zwingen ihn, eine Bank auszurauben. Super-Idee, wie gesagt, man erwartet abgedrehte Situationen, kernige Dialoge, Slapstick-Einlagen… und bekommt einen drögen Scheiß-Film. „A Bomb“(!), wie der Engländer sagt.
Wer unbedingt ins Kino will, kann Polanskis „Gott des Gemetzels“ probieren. Zwei Ehepaare, deren Söhne sich geprügelt haben, kriegen sich ebenfalls in die Wolle. Top-besetzt (Fister, Winslet, Waltz), nach dem Theaterstück von Yasmina Reza. Kann man sehen, wenn einem die Dialoglastigkeit des Ganzen 1 nicht stört.

Auch die Videothek sollte man diese Woche nur aufsuchen, wenn man angemessen verzweifelt ist oder Kevin James mag oder Slapstick mit Tieren mag oder irgendwie alles zusammen. Das Highlight der Woche ist nämlich „Zoowärter„. Oh je.

Wenigstens im Fernsehen gibt’s zwei richtig gute Filme. Im ZDF läuft heute Abend um 2o Uhr 15 Martin Scorseses Gangster-Kracher „Departed„, und am Freitag läuft um 20 Uhr 15 auf Das Vierte einer der schönsten Filme der „beiden Johns“(Ford und Wayne): „Der Sieger“ (The Quiet Man). Wayne spielt einen Boxer, der nach Irland zurückkehrt. Sehr komisch, sehr, sehr irisch und mit einer fulminanten Schlägerei gesegnet, auf die wir zurückkommen werden.

Ein Event der besonderen Art findet nächsten Sonntag in der Frankfurter Eissporthalle statt: Eis-Speedway. Mit RC-Cars. Wir werden noch ausführlich darauf hinweisen.

Und beinahe hätten wir’s verpasst: unser Lieblings-Shouter, Sebel van der Nijhoff, ist auf Tour. Zum Teil als Headliner, zum Teil supportet er den Kollegen Stoppok. Hier stehen die Tourdaten, auf  youtube findet man sein Tour-Tagebuch  und ein wie immer super gemachtes Video seines Songs „B-Prominenz“.

http://youtu.be/fBcWadyawJU

Eine schöne Woche, viel Spaß!

Jeden Montag erscheint hier die Wochenvorschau von „Männer unter sich“. Was Männer in den nächsten 7 Tagen interessieren könnte in total subjektiver Auswahl: TV, Sport, Kino, Musik, DVD, Events, was eben anliegt. Haben wir was vergessen? Sollen wir auf was hinweisen? Jederzeit gern, bitte die Kommentare benutzen oder unsere Mailadresse redaktion@maenneruntersich.de.

Foto: Katharina Wieland Müller / pixelio.de

  1. zu deutsch: das endlose Gelaber

Schlägereien der Sonderklasse: Roddy Piper vs. Keith David

Früher gehörte sie zum Männer-Film wie der Kronkorken auf die Bierflasche: die deftige, unterhaltsame Schlägerei, bei der schon mal ein Saloon komplett zu Bruch gehen konnte. Leider hat sich der klassische Barroom Brawl als ziviler Zeitvertreib des weltläufigen Mannes aus der Filmgeschichte fast vollkommen verabschiedet und ist der stillosen, dumpfen  Gewaltausübung gewichen. Das finden wir schade und wollen auf “Männer unter sich” gegensteuern: mit einer kleinen Video-Serie erinnern wir an Filmschlägereien der Sonderklasse und fordern ihre Rückkehr in den Weltfilm. Und wenn der Weltfilm nicht auf uns hört, gibt’s was auf die Zwölf!

Bevor hier jemand auf die Idee kommt, dass sehenswerte Prügeleien nur in steinalten Western vorkommen, schieb ich hier mal eine aus einem Science Fiction-Film nach, nämlich aus John Carpenters unterschätztem Paranoia-Meisterwerk „Sie leben!1 Ex-Wrestler Roddy Piper und Keith David prügeln sich die Seele aus dem Leib, weil Keith David die Sonnebrille nicht aufsetzen will.
Die Sonnenbrille? Ja, die Sonnenbrille. Piper spielt den glücklosen Drifter John Nada, der zufällig eine Sonnenbrille entdeckt, die ihm die Welt zeigt, wie sie wirklich ist: als einen Ort, der von Aliens übernommen wurde und an dem die Menschen mit ziemlich brachialen Methoden manipuliert werden, um eben das nicht zu erkennen.
Davon will Nada seinen von Keith David gespielten Kumpel Frank überzeugen, doch der will partout die Sonnenbrille nicht aufsetzen…

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Video-Link: https://youtu.be/wqKFadyJxwg

Geht ganz schön zur Sache, was? Kein Wunder, dass dieser Kampf von vielen Filmfans als die beste Prügelei aller Zeiten bezeichnet wird, hier verbeißen sich zwei Kerle ineinander und keiner ist gewillt, auch nur einen Millimeter preiszugeben.
Obwohl hier Profis mit allem, was sie haben, zu Werke gehen, fühlt man sich ein bisschen an eine Schulhofrauferei erinnert: „Ich krieg dich unter!“ – „Das wollen wir erst mal noch sehen…“. Da stiehlt sich doch ein versonnenes Lächeln auf das Gesicht des beifällig nickenden Zuschauers: „Genau wie ich, damals…“
John Nada sagt in diesem Film übrigens einen wunderbaren One-Liner: „I have come here to chew bubblegum and kick ass, and I’m all out of bubblegum.“2 Right on, John! Wir sind ganz bei dir.

  1. Auch schon über zwanzig Jahre alt, aber darum geht’s ja in dieser Serie: um die klassische Filmprügelei, die aus der Mode gekommen ist.
  2. „Ich bin hergekommen, um Kaugummi zu kauen und Leute in den Arsch zu treten, und das Kaugummi ist alle.“

Holland, Gangster und Klaus Kinski – die Wochenvorschau vom 14.11. bis 20.11.

Was nächste Woche auf uns zukommt

Deutschland gegen die Niederlande, seit 1974 einer DER Klassiker im internationalen Fußball überhaupt, kommt auf einem soliden dritten Platz hinter Deutschland-Italien (Rechnung offen) und Deutschland-England (Rechnung seit Bloemfontaine beglichen). Ja, okay, es ist ein Freundschaftsspiel, es fehlen wichtige Akteure auf beiden Seiten, aber wenn Deutschland gegen die Niederlande spielen, ist immer Musik drin.
Weil die Niederländer sich sicher sind, dass sie viel besser Fußballspielen können als wir, die „Moffen“, wie sie gerne sagen. Mag ja sein, aber die Vitrinen sprechen eine andere Sprache, da steht ein mickriger EM-Pokal in Holland, und bei uns… aber wir wollen ja nicht prahlen, nicht wahr?
Erinnern wir uns lieber an eins der zahlreichen denkwürdigen  Duelle, ich schlage vor, wir nehmen mal das Achtelfinale bei der 90er WM unter die Lupe. Denkwürdig war das Spiel nicht unbedingt wegen der „Lama-Affäre“ zwischen Rijkard und Rudi Völler am Anfang, denkwürdig war dieses Spiel wegen Jürgen Klinsmann, der hier die Partie seines Lebens ablieferte. Wie der Mann mit einem unglaublichen Laufpensum nicht nur das Führungstor machte, sondern die gesamte holländische Defensive im Alleingang beschäftigt hat, das jagt mir heute noch eine Gänsehaut auf den Rücken.

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Video-Link: http://youtu.be/lCdjZ46J2Xk

Einen Rückblick auf die großen deutsch-holländischen Duelle gibt’s heute abend auf Sport1, das Länderspiel am Dienstagabend ab 20 Uhr 15 im ZDF.

Eurosport überträgt heute abend ziemlich sinnfrei live das Freundschaftsspiel Ägypten-Brasilien, ansonsten Skilanglauf aus Norwegen und Snooker aus Manchester. Sport1 spult das übliche Sendeschema aus Handball und Basketball ab. Das wohl als Highlight vorgesehene EM-Quali-Rückspiel Kroatien-Türkei am Dienstagabend dürfte sich als Rohrkrepierer entpuppen: 4:0 gewinnen die Türken das niemals.

Apropos Rohrkrepierer: Das am Donnerstag startende Remake von „The Thing“ soll dem Vernehmen nach ein ebensolcher sein. Man sieht von Anfang an und in epischer Breite das Monster, wie es mordet und splattert… Was soll das? Dieses Horrorgenre lebt davon, den Anblick des Monsters soweit wie möglich hinauszuzögern und das Grauen in die Fantasie des Zuschauers zu projizieren. Wer diese Genre-Lektion gelernt hat, sollte keine Horror-Filme drehen. Setzen, sechs.
Sehenswert, jedoch wirklich schwer zu ertragen: „Halt auf freier Strecke„, der neue Film von Andreas Dresen. Der Film schildert ganz lakonisch und unkitschig, wie ein Mann an einem Gehirntumor stirbt. Ganz harter Tobak, aber – wie gesagt – sehenswert für den, der es aushält.

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Video-Link: http://youtu.be/RYmRESZ9zxY

Box-Fans stürmen die Videothek, wo es ab dieser Woche die Hochglanz-Doku über die Klitschkos gibt. Okay, das ganze ist geschönt und idealisiert bis zum Gehtnichtmehr, aber sowas will der Fan ja sehen. Und die Kerle, die die Klitschkos nicht ausstehen können, können sich darüber ärgern. Können doch alle zufrieden sein.

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Video-Link: http://youtu.be/-BsnS4gfxaU

Absolutes TV-Highlight ist die Wiederholung der grandiosen, epochemachenden (Nee, ich übertreibe nicht) TV-Serie „Im Angesicht des Verbrechens“ auf arte (insgesamt 10 Folgen, Mittwoch- bis Freitagabend). Dieses grandiose Gangster-Epos über wahre Liebe, Familie, Ehre und Korruption haben bei der Erstausstrahlung nicht allzuviele Leute gesehen, ich hab nicht kapiert, warum. Das ist ganz großes Fernsehen, die Serie kann tatsächlich mit dem US-Kabelkram mithalten, für alle, die’s noch nicht gesehen haben: Angucken!
Sonntag ist auf Arte dann Klaus-Kinski-Abend. Um 20 Uhr 15 läuft „Fitzcarraldo„,  im Anschluss Werner Herzogs Kinski-Doku „Mein liebster Feind“  Und wir von „Männer unter sich“ haben für Kinskis 20. Todestag am 23.11. einen großen Artikel in petto. Nächste Woche hier im Blog: u.a. ein Artikel über die Merkur-Rasierapparate 11c und 12c von Robert Hill (nächste Woche startet Roberts Serie über das Rasieren auf Reisen), eine neue Filmschlägerei der Sonderklasse und ein sensationeller Fahrrad-Selbstversuch. Und unser Gewinnspiel läuft auch noch, ihr habt noch bis Freitag Zeit, mitzumachen.

Viel Spaß, eine schöne Woche!

„Was liegt an“ ist die montäglich erscheinende Wochenvorschau von „Männer unter sich“. Was Männer in den nächsten 7 Tagen interessieren könnte in total subjektiver Auswahl: TV, Sport, Kino, Musik, DVD, Events, was eben anliegt. Haben wir was vergessen? Sollen wir auf was hinweisen? Jederzeit gern, bitte die Kommentare benutzen oder unsere Mailadresse redaktion@maenneruntersich.de.

Foto: Katharina Wieland Müller / pixelio.de

Ukraine, Bowls und Sean Penn – Die Wochenvorschau vom 7.11. bis 13. 11.

Was nächste Woche auf uns zukommt

Okay, es ist November. November ist nun mal ein trüber, grauer Monat, da ist nicht viel los, am Besten bleibt man zuhause und macht sich’s vorm Fernseher gemütlich.
Wenn das mal so einfach wäre, denn das TV-Programm ist diese Woche dermaßen bescheiden, dass die heute abend von Sport1 übertragene Zweitliga-Partie Erzgebirge Aue – Eintracht Frankfurt schon beinahe als Highlight durchgeht.

Unter der Woche folgt Sport1 dann seinem üblichen Sendeschema mit Handball-Bundesliga (Di, Reinickendorfer Füchse – Flensburg-Handewitt), Basketball Euroleague (Do Zagiris Kaunas gegen Bamberg), und am Wochenende dann nochmal Handball-BBL sowie die Basketball-Bundesliga. Zum Wochenende bringen Sie dann noch Eishockey, den Europa-Cup aus München, ein Vierländerturnier um die Goldene Ananasmit Deutschland, der Schweiz, den USA und der Slowakei.
Eurosport versucht weiter den Spagat zwischen der Berücksichtigung von Randsportarten und dem rücksichtslosen Übertragen von Bizarr-Events. Live-Berichte aus der in Euro-Disney stattfindenden Gewichtheber-WM und von der WE Snooker Players Tour Championship aus Antwerpen lass ich mir ja noch gefallen, aber Bowls? Nein, nicht Bowling, Bowls, eine britische Boccia-Variante, die schon Sir Francis Drake gespielt haben soll. Eurosport überträgt allen Ernstes die Scottish International Open aus Perth. Auf die Quote bin ich gespannt.
Und wer jetzt denkt, macht doch alles nix, am Wochenende ist Bundesliga, der irrt. Länderspielwoche, Freundschaftsspiel gegen die Ukraine in Kiew (Freitagabend, ARD). Immerhin kann sich unsere Mannschaft schon mal an das Stadion gewöhnen, in dem sie bei der EM im nächsten Jahr das Endspiel triumphal gewinnt und anschließend den Pokal entgegennimmt, aber – machen wir uns nix vor – es ist ein Freundschaftsspiel mit möglicherweise begrenztem Unterhaltungswert.
Eurosport gönnt sich zeitgleich eine wohlverdiente Bowls-Pause und zeigt EM-Quali-Playoff-Hinspiel (drei Bindestriche! Wow!) Türkei-Kroatien. Da wenigstens könnte es richtig zur Sache gehen.
Motorsportlich haben wir ansonsten weiterhin Sebastian Vettels Ehrenrunden in der Formel 1, am Sonntag in Abu Dhabi, übertragen von RTL und SKY.

Und was gibt’s sonst im Fernsehen? Netter Jackie-Chan-Kracher? Interessante Doku? Zu entdeckende Action-Perle? Fehlanzeige. November eben.

Den Weg in die Videothek kann man sich ebenso sparen, aber im Kino haben wir eine Premiere, die für Freunde des Schauspieler-Kinos interessant ist. In „Cheyenne – This must be the Place“ macht sich Sean Penn als durchgeknallter Ex-Rockstar auf die Suche nach einem untergetauchten Nazi-Verbrecher. Klingt abgefahren? IST abgefahren.

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Video-Link: http://youtu.be/i4T2qs1JOKo

Ich glaub, ich lehn mich nicht zu weit aus dem Fenster wenn ich vorhersage, dass Penn mit der Nummer Top-Favorit auf den Oscar 2012 wird.

Und auch hier bei „Männer unter sich“ zollen wir dem November Tribut. Es ist kalt, nass und ungemütlich, da warten wir den Winter ab, bis wir wieder rausgehen. Deshalb schließen wir diese Woche unseren Outdoor-Themenschwerpunkt ab mit einer großen Reportage von einem Lagerfeuerkochkurs, ein paar Buchtipps und einem Gewinnspiel. Ihr dürft gespannt sein.

Und ein letzter Tipp für die, die trotz (oder wegen) November-Blues nicht zuhause hocken bleiben wollen: Michael Mittermeier geht noch mal mit dem Achtung-Baby-Programm auf Tour, Mittermeier ist eigentlich sehr okay, und „Achtung Baby!“ ist wie Mittermeier. Kostprobe gefällig?

http://youtu.be/Cm0aY1k8IgA

Die Tour-Termine stehen hier.

Lasst euch nicht verdrießen, viel Spaß, eine schöne Woche!

 

„Was liegt an“ ist die montäglich erscheinende Wochenvorschau von „Männer unter sich“. Was Männer in den nächsten 7 Tagen interessieren könnte in total subjektiver Auswahl: TV, Sport, Kino, Musik, DVD, Events, was eben anliegt. Haben wir was vergessen? Sollen wir auf was hinweisen? Jederzeit gern, bitte die Kommentare benutzen oder unsere Mailadresse redaktion@maenneruntersich.de.

Foto: Katharina Wieland Müller / pixelio.de