[Tipp des Tages] Vielleicht kitschig, aber schön: „Der Trafikant“ im TV

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Video-Link: https://youtu.be/kKv1pgz5q2Y

Okay, normalerweise krieg ich Zuckungen, wenn ein Film als „bittersüß“ beschrieben wird. Dann weiß ich schon, dass hier ordentlich auf die Gefühlskacke gehauen wird, und das ist nicht so meins. Aber für „Der Trafikant“ mach ich mal eine Ausnahme. Der Film ist zwar eindeutig „bittersüß“ und segelt knallhart an der Kitschgrenze entlang, aber Schwamm drüber! Dieser Coming-of-Age-Story kann man sich nur schwerlich entziehen, die Nöte des Erwachsenwerdens eines jungen Mannes sind anrührend dargestellt, und Bruno Ganz in einer seiner letzten Rollen ist einfach Klasse. Er spielt Sigmund Freud, der sich mit einem jungen Kerl, der 1937 bei einem Wiener Trafikanten (Tabak-Händler) in die Lehre geht, anfreundet und ihm in vielerlei Hinsicht den Weg weist. Okay, das ist alles ein bisschen  vorhersehbar, aber der Film hat tolle Bilder. Die Schauspieler neben Ganz sind ebenfalls gut drauf, Mann wird bestens unterhalten. Guter Film.

[Tipp des Tages] Die Vorlage für Star Wars: „Die verborgene Festung“

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Video-Link: https://youtu.be/VBBeeOdQRiE

Heute Abend, um 22 Uhr 45 kann man bei arte nicht nur einen hierzulande sträflich vernachlässigten Film von Akira Kurosawa entdecken, man kann sich bei dieser Entdeckungsreise auch bestens unterhalten lassen. Kurosawa werden ja heutzutage gern die Etiketten „Anspruch“ und „Filmkunst“ angehängt. Darüber vergisst man leicht, dass Kurosawa immer fürs große Publikum gedreht hat, und „Die verborgene Festung„, die heute Abend läuft, war ein Riesen-Publikumserfolg, eine Action Comedy allererster Güte. Zwei Bauerntölpel geleiten aus Geldgier einen Mann und eine Frau durch feindliches Territorium. Sie ahnen nicht, dass die Frau eine Prinzessin und der Mann ihr Samurai-Oberpropeller ist. Den Samurai spielt – natürlich – Toshiro Mifune, und der Mann war damals in Topform. Ich hab keine Ahnung, warum ausgerechnet dieser Film hierzulande relativ selten gesendet wird, er ist einer der unterhaltsamsten Kurosawa-Filme überhaupt. Viel Spaß!

Kann sein, dass einem der Film merkwürdig bekannt vorkommt, auch, wenn man ihn zum ersten Mal sieht. Das liegt daran… weiterlesen…

[Tipp der Woche] Stylisher Schnee-Western – „Das finstere Tal“ im TV

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Video-Link: https://youtu.be/wZqYbJM3JJc

Beinahe wäre das der Tipp für nächste Woche gewesen, aber 3sat hat den Ausnahme-Western „Das finstere Tal“ in den letztmöglichen Programm-Slot der Woche am kommenden Sonntag gesteckt: um 21 Uhr 45 solltet ihr den Fernseher anschalten, bzw. der Recorder sollte auf diese Uhrzeit programmiert sein. Wobei „Ausnahme-Western“ durchaus wörtlich zu nehmen ist. Die Ausnahme dieses Films ist, dass er in den Alpen spielt. Genau, die Rache-Geschichte, die dieser Film erzählt, ist in Österreich angesiedelt, weswegen einige Kritiker den Film als Mix aus Western und Heimat-Film einsortiert haben. Was m. E. nicht zutrifft, den mit dem Heimat-Genre hat dieser Film nichts zu tun, im Gegenteil. Einen weniger heimatlichen Ort als das Bergdorf, in das der Fotograf Greider zu Beginn des Films einreitet, kann man sich nicht vorstellen. Und dort entfaltet sich dann auch eine schroffe, brutale Rachegeschichte, die mit heimatlichen Gefühlsduseleien überhaupt nichts zu tun hat. Am ehesten lässt sich der Film mit „Leichen Pflastern seinen Weg“ vergleichen. „Das finstere Tal“ ist ein wirklich toller, typischer Western mit wenig Dialog, starken Bildern und einem wirklich genial eingesetzten Sound. Ein Muss für Genre-Freunde, spannende Unterhaltung für alle ist garantiert.

[Tipp der Woche] „Männerwirtschaft“ mit Explosionen – Sergio Leones „Todesmelodie“ im TV

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Video-Link: https://youtu.be/YxR_p6heHQI

Eigentlich läuft bei uns ja ab heute das Sommerprogramm, ohne tagesaktuelle Tipps, aber für olle Sergio Leone machen wir mal eine Ausnahme. Denn heute um 21 Uhr 45 zeigt arte einen Film, der aus vollkommen unerfindlichen Gründen ein Schattendasein im Werk des Western-Großmeisters spielt: „Todesmelodie“ mit Rod Steiger und James Coburn. Juan (Steiger), der Anführer einer mexikanischen Outlaw-Gang, lernt John (Coburn), einen Sprengstoff-Experten der IRA kennen und versucht, ihn zur Teilnahme an einem Banküberfall zu überreden. John möchte seine Fähigkeiten mit Explosiv-Stoffen lieber in den Dienst der Revolution stellen… Okay, der Film ist ziemlich lang, Rod Steiger ist nicht unbedingt die Idealbesetzung für einen Mexikaner, und irgendwann schaltet der Streifen relativ abrupt von Tongue-in-Cheek-Adventure-Comedy auf ernsthaften Revolutions-Western rum, alles in allem ist er aber ein Fest für Freunde des Italo-Western. Insbesondere das, was Steiger und Coburn abliefern, ist sensationell: Als hätten sich Oskar und Felix in einen Sergio-Leone-Film verirrt. Das ist stellenweise brüllkomisch, die Action stimmt (wie immer bei Leone) und der Schauwert ist (für 1971) sehr hoch. Leone hat den Film gehasst, wir nicht. Deshalb ist er unser Tipp der Woche.

[Tipp der Woche] Back to Ritchies Roots – „The Gentlemen“ auf Blu-ray

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Video-Link: https://youtu.be/DM8ohRyAP00

Über zwanzig Jahre ist es her, dass der Werbefilmer Guy Ritchie mit dem dreckigen, schnoddrigen kleinen Gangster-Film „Bube, Dame, König, grAs“ zum Kultregisseur wurde. Seitdem hat Ritchie ein paar herausragend unterhaltsame Filme gedreht (u.a. das Sherlock-Holmes-Reboot mit Robert Downey Jr. und Jude Law), jetzt ist er mit „The Gentlemen“ zu seinen Wurzeln zurückgekehrt. „The Gentlemen“ ist wieder ein schräger Gangsterfilm mit einem Cast voller Exzentriker, einem Plot voll abstruser Wendungen, ordentlich Action und gepflegten One-Linern. Die Schauspieler (u.a. Matthew McConaughey1, Colin Farrell und einem sesnationellen Hugh Grant. Diese Woche kommt der Film auf Blu-ray raus. Viel Spaß.

No Wayne!

Der Flughafen von Orange County in Kalifornien ist nach John Wayne benannt. Doch jetzt soll der „John Wayne Airport“ nicht mehr so heißen, weil John Wayne ein übler Rassist gewesen ist. Als Beleg für diese Behauptung dient ein Playboy-Interview aus dem Jahr 1971, in dem Wayne – neben allerlei anderen Unfugs – erklärt hatte, dass er weiße Vorherrschaft ganz okay findet. So eine Äußerung ist natürlich ziemlich übel. Da bin ich dann auch dafür, dass der Flughafen nicht mehr nach ihm benannt wird.

Doch nach wem soll man den Flughafen dann benennen? Ich hab da einen Vorschlag. Es gibt einen John-Ford-Western, „Der schwarze Falke“ (The Searchers) in dem der Protagonist ein moralisch zweifelhafter, rassistischer Indianerhasser, am Ende eine bemerkenswerte Wandlung durchmacht und seine Nichte Debbie, die zur Indianerin geworden ist, nicht, wie alle es befürchten, tötet, sondern sie mit nach Hause bringt. Das ist eine der bemerkenswertesten Szenen des Weltfilms, wunderbar gespielt von einem Mann, den man für einen limitierten Schauspieler hielt, und der dann doch mal den Oscar gewonnen hat.

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Video-Link: https://youtu.be/IC-u2-aQXS4

Mit diesem trockenen „Let’s go home, Debbie“ haben sich Wayne und Ford ganz klar menschlich und antirassistisch positioniert, und ihre Botschaft hat Millionen Menschen auf der ganzen Welt erreicht. Wir sollten die herausragende Arbeit eines Schauspielers würdigen, nicht denn Unsinn, den er irgendwann mal irgendeiner Zeitschrift erzählt hat. Deshalb bin ich der Ansicht, dass der „John Wayne Airport“ von Orange County unbedingt in „John Wayne Airport“ umbenannt werden sollte.

Elternzeit, die Horrorfilm-Mechanik und der Sprungfederstuhl – die Links der Woche vom 19.6. bis 25.6.

Jeden Freitag auf “Männer unter sich”: Links, die uns während der Woche untergekommen sind – Sport, Cartoons, Reportagen, Hintergründe zu unseren Artikeln usw. Männliche Themen zum Wochenende, viel Spaß!

Es ist Freitag, und uns steht ein heißes Wochenende bevor. Heute und Morgen sollen wir hier in Berlin auf 30 Grad kommen, und ich kann euch sagen, es fühlt sich jetzt schon wie 35 Grad an. Mindestens. Deshalb: überflüssige Bewegungen unbedingt meiden. Aktivitätsanfälle (auch die im linken Knie) rigoros bekämpfen. Ordentlich durchchillen, dabei für Abkühlung von außen und i(besonders) innen sorgen. Und einen Blick in unsere Links der Woche werfen, da stehen – für euch linkfrisch zusammengestellt – die ebsten Geschichten und Videos der Woche. weiterlesen…

[Tipp der Woche] „Make my Day…“ – Eastwood-Abend auf kabel eins

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Video-Link: https://youtu.be/5hmp4gMZ4LY

Das Wort „Film-Legende“ wird heutzutage manchmal etwas inflationär gebraucht. Wenn es jemandem gelungen ist, unfallfrei ein paar Mal die Kinosäle vollzumachen, jubelt man diesen Menschen gern zur „Legende“ hoch. Das ist natürlich Quatsch. Zur Legende wird man nicht nur durch verkaufte Eintrittskarten. Zur Film-Legende wird man erst, wenn man über die Jahrzehnte hinweg unvergessliche „Larger than Life“-Charaktere gespielt hat, und sich irgendwann aufgeschwungen hat, tatsächlich noch größer zu werden als die Figuren, die man gespielt hat. Clint Eastwood, der über Jahrzehnte hinweg als Schauspieler und Regisseur Filmgeschichte immer wieder neu geschrieben hat, ist eine solche Legende, ein wahrhafter Gigant des Kinos. Am Sonntag ist er 90 Jahre alt geworden, heute ehrt kabel eins ihn mit einem Themenabend: um 20 Uhr 15 gibt’s „Space Cowboys„, um 22 Uhr 45 eine Doku über sein Leben und um 23 Uhr 50 „Erbarmungslos„.

Zweimal Dieter, die 64er Zukunft und die Jungs aus Dullumbimby – die Links der Woche vom 22.5. bis 28.5.

Jeden Freitag auf “Männer unter sich”: Links, die uns während der Woche untergekommen sind – Sport, Cartoons, Reportagen, Hintergründe zu unseren Artikeln usw. Männliche Themen zum Wochenende, viel Spaß!

Auch wenn vielen von uns die Lockerungen nicht schnell genug kommen, es ist Wochenende, jetzt können wir uns alle zumindest ein bisschen locker machen. Zur Lockerungshilfe bringen wir euch, wie jeden Freitag, unsere Links der Woche, die besten Gesichten und Videos, die uns diese Woche unter den Mauszeiger gekommen sind. weiterlesen…