Was liegt an? 2.5. bis 8.5.

Das ist nicht zu fassen! Die Slowakei geschlagen und dann die Russen! Die Russen! Im Eishockey! Geschlagen! Die Eishockey-WM diktiert ab sofort den Terminkalender. Morgen geht’s noch gegen Slowenien (16 Uhr, Sport1), dann steht die bereits gesicherte Zwischenrunde an, Wahnsinn!
Wirklich gut, dass das Eishockey in die Bresche springt, denn aus dem Fußball ist die Luft derzeit ziemlich raus. Dortmund ist Meister, auf den Abstiegsrängen wird sich wohl auch nicht mehr allzuviel ändern, nuja, die Saison ist rum. In Liga zwo geht‘s immerhin noch um die Plätze hinter Hertha BSC, Augsburg kann heute gegen Cottbus Platz 2 (fast) sichern, der Eishockey-Sender Sport1 überträgt.
Am Tag des Eishockey-Spiels gegen Slowenien wurde auch Clásico 4 angesetzt, das Rückspiel im Champions-League-Halbfinale zwischen Barcelona und Real Madrid. Wird Mourinho endlich mal den Betonmischer in der Kabine lassen, weil Barca mit zwei Treffern vorne liegt? Oder werden wieder die Verschwörungstheorien auf der PK deutlich unterhaltsamer sein als das sture Gemaure auf dem Platz? Wer Sky einschaltet, wird es sehen.
Am Mittwoch laufen die letzten Gruppenspiele der Eishockey-WM, sowie das andere CL-Halbfinal-Rückspiel, ManU gegen Schalke, und das ist ungefähr so spannend wie die xte Wiederholung eines Miss-Marple-Krimis: ManU ist durch.
Am Donnerstag beginnt dann die Zwischenrunde der Eishockey-WM. Wenn Deutschland am Donnerstag nicht spielt, können wir ins Kino gehen, zwei möglicherweise interessante Filme stehen an, zum einen „Scream 4“, Original-Regisseur Wes Craven und Original-Drehbuchautor Kevin Williamson haben sich der Sache wieder angenommen, das Ergebnis soll mehr als akzeptabel sein.
Der Preis für den Filmtitel der Woche geht – natürlich – an „Metaller, die auf Brüste starren“, eine Doku über Kerle, die beim Festival in Wacken derbe abfeiern. Der Trailer sagt alles:

Bleibt die Frage, ob es wirklich lustig ist, anderen Kerlen beim Feiern zuzugucken, ich würd ja lieber selber mitmachen. Nuja. Es gibt ja noch Eishockey.
Und die U17-Fußball-EM, die Eurosport während der Woche überträgt. Und heute das Finale der Snooker-WM in Sheffield, Judd Trump führt gegen John Higgins 10:7, da ist noch alles drin.
Donnerstagabend überrascht Kabel1 mit einer Konferenz der Euro-League-Halbfinalspiele Villarreal – FC Porto, Sporting Braga – Benfica Lissabon. Am Wochenende dann die Bundesliga, die Formel 1 in der Türkei (Sky und RTL), Samstagnacht-Boxen in der ARD (Sebastian Sylvester – Daniel Geale) und – natürlich – die Eishockey-WM!
Und sonst? Den Weg in die Videothek kann man sich sparen, vor allen Dingen Finger weg von „Meine Frau, unsere Kinder und ich“, lauter alte Witze, schlecht erzählt.
Im Fernsehen läuft heute um 20 Uhr 15 unsere Lieblingsserie „Der letzte Bulle“ auf Sat1, und auf arte gibt‘s noch einen Monty-Python-Abend, sie zeigen „Die Ritter der Kokosnuss“ (Beim ersten Mal Anschauen wäre ich schon während des Vorspanns beinahe erstickt) und zwei weitere Folgen einer Doku über die Komik-Legenden.
Am Mittwoch kann man sich Liefers als Rocker im Seniorenheim angucken, „Die Spätzünder“ (ARD, 20 Uhr 15), sollen ein paar nette Dialoge drin sein. Freitag kann man – wenn die deutsche Eishockey-Mannschaft nicht spielt – auf Pro Sieben einen Martial-Arts-Abend einlegen, erst Jackie Chan in dem Spaß-Karate-Western „Shang-High Noon“ und dann der sehr sehenswerte „Ong Bak 2“.

http://www.youtube.com/watch?v=hIVOv1JQgsk

Alles okay? Eishockey! Viel Spaß, eine schöne Woche.

„Was liegt an“ ist die montäglich erscheinende Wochenvorschau von „Männer unter sich“. Was Männer in den nächsten 7 Tagen interessieren könnte in total subjektiver Auswahl: TV, Sport, Kino, Musik, DVD, Events, was eben anliegt. Haben wir was vergessen? Sollen wir auf was hinweisen? Jederzeit gern, bitte die Kommentare benutzen oder unsere Mailadresse redaktion@maenneruntersich.de .

Foto: Katharina Wieland Müller / pixelio.de

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Bange machen gilt nicht

Als Tschernobyl in die Luft flog, dachte ich noch: Naja, die Russen…
Als Fukushima in die Luft flog, bekam ich Angst, und die Angst hat mich seitdem nicht mehr verlassen.
Ich weiß, es ist nicht sexy, sich als Mann zu einer Angst zu bekennen, aber es muss sein, um zwei Arten von Angst zu unterscheiden.
Die eine ist eine sehr reale, auf Erfahrung beruhende Angst, das Ergebnis eines Lernprozesses. Alle 25.000 Jahre, so prophezeiten die „Atomkraftexperten“ einst, könne es zu einem GAU kommen. Von Tschernobyl bis Fukushima hat es ganze 25 gedauert. Daraus kann man lernen.
Die andere Angst ist eine künstlich erzeugte Angst. Gerne in ihrer Hilflosigkeit von Politikern und Managern verbreitet, die im Rahmen eines Umbruchs um ihre Posten fürchten. Sie hängen sich ein grünes Mäntelchen über und verweisen schulterzuckend darauf, der Atomausstieg sei „nicht zum Nulltarif zu haben“. So schüren sie bewusst Angst in einer Gesellschaft, in der immer mehr Menschen immer weniger auszugeben haben.
Bullshit! Die Solarbranche und die Windenergiebranche sind jetzt schon boomende und hochentwickelte Geschäftszweige -und Jobmaschinen par excellence. Die Investoren stehen in den Startlöchern. Die Chance ist riesengroß, dass Deutschland zum Marktführer bei den Erneuerbaren Energien wird. Und da soll es abwärts gehen?
17 Prozent unserer Energie (der Atomanteil) müssen kurzfristig und die restlichen Luftverpester mittelfristig ersetzt werden. Mit deutscher Handwerks- und Ingenieurskunst ist das doch wohl zu packen.
Apropos Männlichkeit: Solange wir nur in dem Maß wachsen, wie unser Spielzeug größer, teurer und zahlreicher wird, bleiben wir große Jungs. Zum Mann-Sein gehören unter anderem Mut, Prinzipientreue (von Frauen auch schon mal als Sturheit missdeutet) sowie zur rechten Zeit übertragene oder übernommene Verantwortung.
Kopf hoch, Männer, lasst euch nicht für dumm verkaufen. Jeden Montag finden in hunderten deutscher Städte Veranstaltungen für den Atomausstieg statt. Geht da hin und bekennt Farbe. Bange machen gilt nicht.
Mutprobe: Einen Windpark besuchen und sich unter die drehenden Rotoren stellen. Die Dinger sind gigantisch.
Suchbegriff gefällig? „Windgas/Solargas“. Könnte die Antwort auf die Frage nach der Speicherung erneuerbarer Energie sein.

Schaumermal

Ansgar Tolksdorf ist Übersetzer für Englisch und Französisch und Töpfer. Er hat eine erwachsene Tochter und wohnt in Rheinbach bei Bonn.

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Links der Woche – 22.4. bis 29. 4.

Jeden Freitag auf “Männer unter sich”: Links, die uns während der Woche untergekommen sind – Sport, Cartoons, Reportagen, Hintergründe zu unseren Artikeln usw. Männlicher Lesestoff zum Wochenende, viel Spaß!

Was wäre wenn…
die Enterprise für Queen Victoria geflogen wäre

„Mit dem W210 hat Mercedes den Rost neu erfunden.“
Interessantes MB- und Schrempp-Bashing im SpOn-Forum

Constable Velumurugan wollte den Weltrekord. Und dann gelang ihm… Die Mutter aller Bauchklatscher!

Indianer, Büffelrennen und Schamhaar-Toupets
SpOn-Fotostrecke zum Sony World Photography Award

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Was liegt an – 26. 4. bis 1. 5.

Was nächste Woche auf uns zukommt.

Wäre der Schwarze Freitag nicht, wär die Woche ganz okay. Okay, schwaches TV-Programm, dafür aber ordentlich Sport und am Donnerstag laufen im Kino zwei Popcorn-Filme an, die möglicherweise ganz sehenswert sind. Zum einen neue Comic-Verfilmung aus dem Marvel-Universum: „Thor“. Der arrogante Donnergott fliegt aus dem nordischen Götterhimmel wird auf die Erde verbannt und muss sich mit allerlei Menschlichem und Übermenschlichen herumschlagen. Der Trailer sieht überzeugend aus, wer nichts gegen schwachsinnige Prämissen und Kreaturen, die sich selbst für Götter halten und arg wichtig nehmen hat, kann ja mal einen Blick riskieren.

Apropos schwachsinnige Prämissen: beim zweiten halbwegs interessanten Filmstart der Woche handelt es sich um den fünften(!) Teil des Fast&Furious-Formats. Alles wie gehabt, jede Menge Auto-Stunts, Prügeleien, Mädels im Bikini und diesmal spielt auch noch Dwayne „The Rock“ Johnson mit, eigentlich sind alle Ingredienzen für einen Spaß-Film vorhanden… wäre da nicht eine Kreatur, die sich selbst für einen Gott hält und arg wichtig nimmt, genau: Vin Diesel foltert uns mit einem seiner ironiefreien Auftritte. Wer einen Protagonisten erträgt, der über das Talent einer Stehlampe und die Grazie eines Betonklotzes verfügt, kann sich eine Eintrittskarte kaufen. Ich warte auf die DVD, die kann ich mir zuhause preiswerter schön saufen als den Film im Kino.
Thema DVD – da lässt sich eine Entdeckung machen. „Detective Dee und das Geheimnis der Phantomflammen“ kommt hierzulande ohne Kino-Umweg auf DVD heraus, fernöstliche Martial-Arts-Fantasy mit Atmosphäre, wenn der Film genauso viel Spaß macht wie der Trailer…

http://www.youtube.com/watch?v=bkfUaNGywLk

Sport. Heute Abend Hinspiel Champions-League-Halbfinale Schalke-ManU (Sat1), und hier ist Endstation für Schalke (ja, ich weiß, ich hab Schalke schon chancenlos gegen Inter gesehen), aber spätestens im Rückspiel sollte ManU alles klar machen. Morgen kommt dann Clásico III (Sky), Real gegen Barca und Real wird das Finale erreichen. Mit Defensiv-Fußball, dass es weh tut, aber Mourinho kann gegnerische Mannschaften lesen wie kein Zweiter. Und um Barca zu lesen hatte er wahrlich genug Zeit.
Überraschenderweise überträgt Kabel1 am Donnerstag um 21 Uhr das Euro-League-Halbfinale Porto gegen Villareal, für das andere Spiel (Benfica-Braga) muss man sich einen Stream suchen. Und am Wochenende die Platzierungsspiele der Bundesliga. Nein, Dortmund kommt nicht ins Stolpern. Unsinn.
Eurosport überträgt weiterhin die Snooker-WM aus Sheffield, bei Sport1 kann man endlich mal wieder Live-Tennis sehen (tägliche Übertragungen von den BMW-Open in München!), außerdem ab Freitag die Eishockey-WM, und am Sonntag startet die DTM, live übertragen von der ARD.
Bleibt die Glotze. Die Woche über läuft nix herausragendes, und dann kommt der Schwarze Freitag. Entweder, man versteckt die Fernbedienung, oder man bliebt einfach weg, bis diese Hochzeit vorbei ist. Die Familie Windsor zieht ihr Ding durch, der europäische Hochadel trabt zur Leistungsschau an, Frauen brechen keuchend vor dem Fernsehschirm zusammen und röcheln Unfug wie „Ihr Hut! Hast du ihren Hut gesehen?“… da hilft nur die Flucht. Geht angeln, macht eine ausgedehnte Wanderung, beschäftigt euch irgendwie, aber lasst die Glotze aus und haltet euch von den Hochzeits-Rockerinnen fern! Hier in Berlin gibt‘s sogar Public-Viewings, wir leben in einer großen Zeit…
Den Fernseher braucht man also erst Samstag einschalten, dann sendet 3Sat Shine a Light, Scorsese verfilmt ein Stones-Konzert, wobei die Backstage-Szenen mit Scorsese („Der Effekt würde Mick Jagger verbrennen? So richtig in Flammen aufgehen? Hm, wir wollen den Effekt, aber wir können doch nicht Mick Jagger verbrennen. Schade.“) amüsanter sind als das routinierte Stones-Gerocke.
Sonntag Abend dann ein Monty-Python-Themenabend auf arte, zuerst Erik der Wikinger (naja…), danach aber zwei Folgen einer sechsteiligen Doku über die stilbildenden Komiker. Spätestens jetzt sollte der Schwarze Hochzeits-Freitag vergessen sein. Eine schöne Woche, viel Spaß!

„Was liegt an“ ist die montäglich erscheinende Wochenvorschau von „Männer unter sich“. Was Männer in den nächsten 7 Tagen interessieren könnte in total subjektiver Auswahl: TV, Sport, Kino, Musik, DVD, Events, was eben anliegt. Haben wir was vergessen? Sollen wir auf was hinweisen? Jederzeit gern, bitte die Kommentare benutzen oder unsere Mailadresse redaktion@maenneruntersich.de .

Foto: Katharina Wieland Müller / pixelio.de

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Da draußen

Die Zeiten sind schon lange vorbei, wo Mann mit Speer und Tunnelblick durch die Wälder streifte, den Auerochs zu erlegen. Das heißt aber nicht, dass man sich damit abfinden muss, sein Leben ausschließlich in miefigen Büros, vor dem Bildschirm oder in der Knochenmühle eines Wechselschichtsystems zu verbringen.  Gelegenheiten zum Ausbruch aus dem städtischen Alltag gibt es immer, man muss sie nur wahrnehmen.
Überall, auch am Rande einer Großstadt finden sich Naturräume, Rückzugsräume, in denen man einen Auszeit nehmen kann.  Ein paar Quadratkilometer Wald und Flur sind alles, was nötig ist ist, um abzuschalten. Die schönsten Ecken finden sich oft direkt neben dem Massentreffpunkt Naherholungsgebiet. 1 Kilometer vom Parkplatz entfernt, auf einer Lichtung kann man schon allein sein.

Ein Platz zum Feuermachen zwischen zwei Waldwegen, jeder ist nur 20 Meter entfernt, man kann die Stimmen anderer Menschen hören und ist dennoch weit weg.
Nicht mal einer Landkarte bedarf es in diesen digitalen Zeiten. Google Earth hilft, die schönsten Flecken in unmittelbarer Nachbarschaft zu finden und die GPS-Funktion des Handy lotst einen dann auch wieder zum Auto oder Bahnhof zurück. Abgesehen davon, was wäre so schlimm daran, mal nicht zu wissen, wo genau man sich gerade befindet? Die wirklich schönen Flecken findet man nur, wenn man sich treiben lässt, und früher oder später kreuzt man die nächste Landstraße, ist die nächste Ortschaft nicht mehr weit.
Einer extra Ausrüstung dafür bedarf es auch nicht, kaum mehr als nötig wäre, um einen Nachmittag im unbedachten Fußballstadion zu überstehen. Na ja, die Schuhe dürfen gerne wasserdicht und geländegängig ein, aber sonst braucht es nicht viel, um einige schöne Stunden zu verbringen. Vielleicht eine klein verpackbare Hängematte für die Herbstsiesta?

Ein sinnvolles Accessoire ist natürlich der kleine Esbitkocher, den viele in der einen oder anderen Ausführung noch vom „Campingclub Oliv“ her kennen. Sei es nun die Fleck- oder Stricheltarnfraktion gewesen. Ohne Kaffee, Tee oder eine kleine Suppe ist die Pause nur halb so schön.

Unverzichtbar ist jedoch ein guter Freund, mit dem man loszieht, „verrückte“ Dinge zu tun. Ein Freund ist der, mit dem man schweigt, genießt, sich durch einige wenige Worte verständigt und von dem man weiß, dass er da ist.

Verrückt ist man aber nur in den Augen derer, die nicht dabei sind und sich gar nicht vorstellen können, auch nur für einige Stunden auf die lebensnotwendige Zivilisation in Form von Zentralheizung und Asphalt zu verzichten. Somit auch nicht erfahren werden, was es wirklich heißt draußen zu sein. Sich den alltäglichen Zwängen zu entziehen, sei es auch nur für kurze Zeit, das ist wirkliche Freiheit. Nicht mit Geld aufzuwiegen oder zu ersetzen, wichtiger als jeder Titel oder beruflicher Erfolg.

Männer sind auch Väter. Bei uns in der Familie war es üblich, am Wochenende wandern zu gehen. Frühmorgens los, am späten Nachmittag zurück. Das war einfach so. Mein Vater war da in seinem Element. Mit seiner üblichen Kluft – Baskenmütze, Wanderstock und Haferlschuhen – angetan, erklärte er uns Bäume, Pilze und wusste immer, wirklich immer, wo Norden war. Ein Orientierungssinn, den er in seiner Jugend eingetrichtert bekommen hatte und über den ich nicht verfüge. Vermutlich zum Glück, denn seine Ausbildung erfolgte in der HJ.
Aber lehren und lernen können Väter und Söhne zu jeder Zeit. Es gibt männliche Refugien ausserhalb mütterlicher Begluckung, die für eine gesunde Entwicklung einfach notwendig sind. Immer in Watte gepackt, wird aus dem Kind kein Mann. Deshalb ist es auch sinnvoll, eines Tages zu sagen „Junge, Du bist jetzt sechs Jahre alt, da wird es höchste Zeit dass Du lernst, mit einer Axt umzugehen“. Also geht es am nächsten Wochenende in den Wald und ein umgestürzter, morscher Baum ist auch schnell gefunden.
Die Regeln sind einfach. „Die Axt ist ein Werkzeug, mit dem man sich richtig verletzen kann. Du tust genau, was ich sage, sonst ist der Tag gelaufen. Nie mit der nackten Schneide herumlaufen, erst wenn Du stehst, packst Du sie aus. Bevor Du gehst, wird sie wieder eingepackt. Der Baum befindet sich zwischen Deinen Beinen und der Axt. Sie wird sauber geführt, ohne Wucht geschwungen. Erst kommt die Technik, dann die Kraft.“

Das geht dann eigentlich ganz einfach, nötig ist nur, den kindlichen Übermut unter Kontrolle zu halten und immer wieder die Technik zu kontrollieren „drei Schläge links, dann drei rechts, so entsteht die Kerbe. Nicht mit roher Kraft, aber mit Konzentration das Beil führen.“ Ja, so ein Beil ist gefährlich, aber noch gefährlicher ist es, den Kurzen von allem fernzuhalten, was  auch nur theoretisch eine Bedrohung der Gesundheit darstellen könnte. Selbstbewusstsein und manuelles Geschick wollen trainiert werden und wer könnte das einem Jungen besser beibringen als Vater oder Onkel?
Spätestens mit der Einschulung beginnt für unsere Kinder endgültig die Zeit des Stubenhockens. Waren es vorher schon Fernseher und Spielkonsole, die die Freizeit regierten, so kommt jetzt noch Sitzen und Lernen hinzu. Wie kompensiert man das als Vater? Man lässt seinen Filius die zwei besten Freunde einladen und geht dann zusammen in den abendlichen Wald, um dort ein Feuer zu machen.
Grundvoraussetzung ist ein bekanntes Ziel, ca. 30-40 Minuten zu Fuß entfernt. Die Kinder haben genug warme und wasserdichte Sachen dabei, denn nichts verdirbt die Freude an der Natur so nachhaltig wie Nässe und Kälte. Feuer wird nur dort entzündet, wo sich auch eine Feuerstelle  befindet. Alles bis auf das Feuerholz wird mitgenommen und auch wieder nach Hause geschleppt. Sehr wichtig neben den Streichhölzern ist auch ein geeigneter Fidibus, um eventuell feuchtes Holz einfacher zum Brennen zu bringen. Nie macht man so etwas in einem trockenen Sommer, die Waldbrandgefahr ist viel zu groß!

Würstchen und Brot an selbstgeschnittenen Ästen ins Feuer zu halten und dann mit Genuss zu essen, ist eine sehr elementare Erfahrung, die eigentlich jedes Kind mal machen sollte.
Das wichtigste kommt aber am Schluss, denn das Feuer muss auch gelöscht werden, indem man reinpieselt. Absolut unverzichtbar, denn die Sicherheit im Wald geht vor. Da kann dann noch eine weitere elementare Fertigkeit geübt werden, nämlich im Stehen zu pinkeln. Unglaublich, aber wahr, die Söhne alleinerziehender oder dominanter Mütter haben so etwas im Zweifelsfall nie gelernt. Um den zu erwartenden Hänseleien zukünftiger Klassenkameraden zuvorzukommen, ist hier jetzt die Möglichkeit zum Üben gegeben. Hinstellen, Hose auf, Piephahn raus, zurückziehen und laufen lassen. Natürlich zwecks Verhütung eines Waldbrandes, aber auch, weil Mann es kann und deshalb tun sollte, wenn er unter seinesgleichen ist.

Alexander Barduas Motto ist „Natur beginnt vor der Haustür. Er betreibt die Seite www.outdoor-professionell.de, die Informationsquelle für jeden, der sich gerne in der freien Natur aufhält. Der Schwerpunkt liegt bei Informationen zur Outdoorausrüstung und Testberichten.

Bild Nr. 4: Nagual, www.bushcraftuk.com
Alle anderen Bilder: Alexander Bardua

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Links der Woche – 16.4. bis 21.4.

Jeden Freitag (diese Woche wg. Ostern schon am Donnerstag) auf “Männer unter sich”: Links, die uns während der Woche untergekommen sind – Sport, Cartoons, Reportagen, Hintergründe zu unseren Artikeln usw. Männlicher Lesestoff zum langen Oster-Wochenende, viel Spaß!

Straßenbahnführer werden – davon hat man als Junge mal geträumt.
Ein knallharter Job

Spielt noch wer Tetris?
Cooler XCD-Cartoon

Die Geburt einer Auto-Nation.
Spiegel-„Eines Tages“ über die IAA 1951

Ganz normale Männerkriegsgespräche.
Besprechung des Buchs „Soldaten. Protokolle vom Kämpfen, Töten und Sterben“ in der taz

Wenn mein Ringfinger länger ist als mein Zeigefinger… stehen die Frauen auf mich.
Wenigstens in einer Studie bei Spiegel-Online

Und… Frohe Ostern!

 

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Links der Woche – 9.4. bis 15.4

Jeden Freitag auf “Männer unter sich”: Links, die uns während der Woche untergekommen sind – Sport, Cartoons, Reportagen, Hintergründe zu unseren Artikeln usw. Männlicher Lesestoff zum Wochenende, viel Spaß!

Ein Volkssport kehrt zurück. Auch wenn’s wehtut.
Stickfighting in Südafrika

Wo die Träume begannen.
Der komplette Karl May in seiner Gefängniszelle gelesen

Auto-Zitate von Ford bis Fittipaldi.
Quiz bei Spiegel-Online

Es ist ein Fake für eine Handy-Reklame, aber trotzdem ein cooles Video: Bruce Lee spielt Tischtennis.
http://www.youtube.com/watch?v=19EnXI90gUM

Heute jährt sich die Katastrophe von Hillsborough, eines der schlimmsten Ereignisse der Fußballgeschichte.
Auf Twitter widmet Empire of the Kop jedem Opfer einen Tweet.

 

 

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Loyalität – einige Gedanken

Uli HoeneßIn der Wikipedia steht ein Artikel über Loyalität, in dem heißt es: „Loyalität … bezeichnet die innere Verbundenheit und deren Ausdruck im Verhalten gegenüber einer Person, Gruppe oder Gemeinschaft. Loyalität bedeutet, die Werte des anderen zu teilen und zu vertreten bzw. diese auch dann zu vertreten, wenn man sie nicht vollumfänglich teilt. Loyalität ist immer freiwillig. Loyalität zeigt sich sowohl im Verhalten gegenüber demjenigen, dem man loyal verbunden ist, als auch Dritten gegenüber.“
Loyalität ist für mich eine DER herausragenden männlichen Tugenden. Ohne Loyalität gibt es keine Männlichkeit, kein Kerl mit Vorbildcharakter verhält sich illoyal.
Natürlich gibt es verschiedene Formen der Loyalität. Die Loyalität Freunden gegenüber. Die Loyalität gegenüber dem Arbeitgeber, gegenüber der Arbeit, den Kollegen, gegenüber einer Idee.
Man muss einen Menschen nicht mögen, um sich ihm gegenüber loyal zu verhalten. Loyalität Freunden gegenüber ist einfach, Loyalität gegenüber Stinkstiefeln kann reichlich anstrengend, aber notwendig sein.
Die meisten wirklich großen Aufgaben können nur in Teamwork bewältigt werden. Man muss nicht befreundet sein, um in einem Team am Erreichen eines gemeinsamen Ziels zu arbeiten. Man muss sich noch nicht einmal mögen. Wenn die Fähigkeiten eines Team-Mitglieds zum Erreichen eines Ziels notwendig sind, kann man sich sogar spinnefeind sein, und doch gemeinsam arbeiten. Die Tugend, die genau das ermöglicht, ist Loyalität. Sowohl dem gemeinsamen Ziel gegenüber als auch den Team-Mitgliedern.
Wer arbeitet, um ein Ziel zu erreichen, macht zwangsläufig Fehler. Im Team bekommen die anderen mit, wenn einer was falsch macht. Trotzdem braucht sich niemand für diese Fehler zu schämen. Jeder weiß, dass Fehler auf dem Weg zu einem Ziel dazugehören. Unter loyal zusammen arbeitenden Menschen gibt es keinen Grund, derartige Fehler zu thematisieren, egal, ob man das Zeil erreicht oder verfehlt hat bzw. noch auf dem Weg dorthin ist. Deshalb endet die einander geschuldete Loyalität eines Teams nicht mit der Zusammenarbeit.
Illoyalität beschädigt nicht nur ihr Opfer. Sie schadet erst recht demjenigen, der sie ausübt, und den Zielen, für die er steht.

Foto by User:BMK (Own work (own picture)) [CC-BY-SA-2.5], via Wikimedia Commons

 

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Was liegt an – 11.4. bis 17.4.

Was nächste Woche auf uns zukommt.

Letzte Woche haben Sie in meinem Tennisclub die Netze aufgehängt, am Sonnabend habe ich zum ersten Mal im Freien gespielt und ich gedenke, diese Woche öfters auf dem Platz zu stehen. Ich kann nur allen raten, es ähnlich zu machen: Unternehmt was, geht an die frische Luft, allzuviel los ist diese Woche nicht.
Eurosport erfreut uns mit aufregenden Live-Übertragungen von der Europameisterschaft im Gewichtheben, ab Sonnabend kommt dann noch die Snooker WSA Weltmeisterschaft in Sheffield dazu.
Dienstag und Mittwoch haben wir die Rückspiele des Champions-League-Viertelfinales, aber seien wir ehrlich, Musik spielt nur noch bei Manchester United – Chelsea am Dienstag. Auch wenn ManU derzeit in bestechender Form ist, Chelsea hat noch eine Chance, das Ding zu drehen. Die anderen Halbfinalisten stehen fest, die Partien Barca-Donezk (Dienstag), Tottenham-Real und Schalke-Inter (Mittwoch, Sat1 überträgt aus Gelsenkirchen) sind nur noch Formsache, die Halbfinals sind Real-Barca und Schalke vermutlich gegen ManU. Wobei ich selber auf meine Prognosen nichts mehr gebe, seit ich letzte Woche den Schalkern eine schwere, praktisch unlösbare Aufgabe prophezeit habe.
Am Wochenende gibt‘s dann auf Sport1 noch ein Highlight: ab 18 Uhr live das Halbfinale im FA Cup, Manchester City gegen Manchester United. Ich glaub, ich werd der Sportschau untreu… Nach der van-Gaal-Entlassung und der völlig würdelosen Pressekonferenz habe ich als Bayern-Fan derzeit überhaupt keinen Bock auf Bundesliga.
Motorsport-Fans können am Sonntag weder ausschlafen noch vormittags selber Sport treiben, die Vettel-Festspiele Formel 1 fährt in Shanghai im Kreis herum.
Wer am Donnerstag schon genug frische Luft getankt hat, kann sich ins Kino aufmachen. „Paul – Ein Alien auf der Flucht“, eine Art Crossover von „The Hangover“ und „E.T.“ ist ein saukomischer Männerfilm, zur Einstimmung hier der Trailer:

Auch das Fernsehen sollte uns Männer diese Woche nicht im Haus festhalten. Heute Abend auf Sat1 – wie jeden Montag – „Der letzte Bulle“ (wem Mick Brisgaus Klingelton gefällt: diese Woche kommen 2 DVDs mit den „schönsten Bonanza-Folgen“ raus, soweit unsere Video-Empfehlungen für diese Woche), am Mittwoch dann auf Kabel 1 „Hero“, einer der besten Martial-Arts-Filme aller Zeiten, und leider zeitgleich auf arte „Apokalypse in Le Mans“, eine Doku über einen der schlimmsten Motorsport-Unfälle aller Zeiten.
Mehr ist nicht diese Woche. Immerhin, die Paul Simon-Fans können sich freuen. Heute kommt endlich ein neues Album raus:
http://www.youtube.com/watch?v=rVTlueB-ReI

Viel Spaß und eine gute Woche!

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Foto: Katharina Wieland Müller / pixelio.de

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