Links der Woche – 4.6. bis 10.6.

Jeden Freitag auf “Männer unter sich”: Links, die uns während der Woche untergekommen sind – Sport, Cartoons, Reportagen, Hintergründe zu unseren Artikeln usw. Männlicher Lesestoff zum Wochenende, viel Spaß!

Eine in mehrerer Hinsicht bemerkenswerte Woche ist (fast) rum. Zum einen konnte man sich mal wieder davon überzeugen, aus was für einem Haufen skrupelloser, verlogener Drecksäcke die BILD-Redaktion besteht. Ob man’s wollte oder nicht, im letzten Jahr bekam man ständig etwas über Jörg Kachelmann und den Prozess gegen ihn zu hören. Und die BILD war einer der Hauptakteure in dieser unfasssbaren Schlammschlacht gegen einen Mann, dessen Schuld nicht erwiesen war und der letztendlich freigesprochen wurde. Die ganze Zeit hat Kachelmann die Schnauze gehalten. Jetzt hat er sich in einem ausführlichen Interview mit der ZEIT (das gestern noch online zu lesen war, heute aber nicht mehr) mal richtig Luft gemacht und u.a. mit den Medien abgerechnet, die ihn ein Jahr lang massiv angegriffen und mit seinem Schicksal jede Menge Geld verdient haben.
Klar hat das der BILD nicht gefallen, was Kachelmann gesagt haben, und deshalb haben sie ihren Kettenhund losgemacht Starkolumnisten, Parade-Macho und geistigen Borderliner Effjott Wagner auf die Causa Kachelmann angesetzt. Heute schreibt der liebe Effjott an den „lieben Jörg Kachelmann“ unter anderem: „Hass, Rache bestimmt heute Ihr Leben. Was ich mich frage, ist, warum Sie sich nicht mit all Ihren Schmerzen zurückziehen, wegschleichen, neu werden. Alles vergessen. Keine Interviews.
Versuchen Sie einmal, ein Mensch zu werden, den man vergisst.“
Und mit was hat die Print-BILD heute aufgemacht? Ja, richtig, mit „Kachelmann rechnet ab“. Ich kann gar nicht soviel fressen wie ich kotzen möchte.

Womit wir bei EHEC wären. Auch hier hatte Effjott Wagner Erhellendes beizutragen: er bekommt seit neuestem beim Blick in die Kloschüssel weiche Knie. SPAM liefert die passende Antwort.

Bei EHEC läuft jetzt alles auf die Sprossen zu, das einzige Gemüse, das kein Alibi zu haben scheint. Jetzt heißt es eisern die Nerven behalten und einen klaren Kurs steuern. Das gelingt besonnenen Kerlen, die der Rohkost immer ein gesundes Misstrauen entgegengebracht haben, naturgemäß besser als Frauen, die von einer rücksichtslosen Diät-Industrie in eine physische Abhängigkeit von Gurken- und Tomatenscheiben gelockt wurden. In einer Bäckerei in Berlin-Wedding haben sich dramatische Szenen abgespielt.

Ganz wichtig bei EHEC: ständig Händewaschen. Natürlich besonders, wenn man auf dem Lokus war. In dieser schönen, alten Uhren-Werbung gibt es einen Insiderblick aufs Männerklo. Wer guckt wohin?

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
Video-Link: http://www.youtube.com/watch?v=2zQLiVvCHxA

Vermutlich bleibt derzeit derjenige auf der sicheren Seite, der auf fleischliche Proteine in allen Lebensbereichen setzt. Mittlerweile kann man sogar Dinge wie Blindtext mit tierischen Fetten anreichern. Dank an Carsten Sohn für den Hinweis.

Kachelmann, EHEC, ein Alptraum jagt den nächsten. Auch dieser Keeper ist jetzt in einem zuhause. Furchtbar. Schlimmer geht’s nicht.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
Video-Link: http://youtu.be/2V3DeqELS8A

Wenigstens in einigen Hotelbars ist die Welt noch in Ordnung. Zumindest in denen, wo Profi-Crooner Louie Austen auftritt. Im Tagesspiegel erklärt er, was man in der Bar singt und was man dazu trinkt.

Zur endgültigen Versöhnung mit der aus den Fugen gegangenen Welt eins der schönsten Jazz-Videos, das ich kenne. Der unsterbliche Dexter Gordon spielt „Body and Soul“. Mehr Gänsehaut geht nicht.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
Video-Link: http://www.youtube.com/watch?v=-xGPHseCQrI

Schönes Wochenende, Frohe Pfingsten!

 

 

 

 

Männeressen: Das Beer Butt Chicken

Sagenhaft knusprig und trotzdem saftig: das Beer Butt Chicken auf dem Teller.

Wer das Beer Butt Chicken (hierzulande wird es etwas weniger farbenfroh meist „Bierdosenhähnchen“ genannt) erfunden hat, ist nicht bekannt. Fest steht nur, dass es ein Mann gewesen sein muss.
Man kann es sich richtig vorstellen, wie der Kerl in seiner Küche (oder vor seinem Grill) stand, auf der Arbeitsfläche ein küchenfertig vorbereitetes Huhn. Was anfangen mit dem Viech? Warum nicht mal was neues ausprobieren? Aber was… Nu, knacken wir uns erst mal ’n Bierchen…
Und nachdem er den ersten Schluck eiskaltes Bier genommen hatte, kam ihm die Idee. Er guckte ein paar mal zwischen dem mit gespreizten Schenkeln vor ihm liegenden Huhn und der Bierbüchse hin und her, und dann zauberte sich ein unendlich breites, schmutziges Grinsen ins Gesicht dieses unbekannten Kochs und er schritt umgehend zur Tat: das Beer Butt Chicken (im Folgenden BBC) war geboren.
Konnte nur ein Kerl drauf kommen. Und selbst wenn eine Frau die Idee gehabt hätte: sie hätte sie niemals in die Tat umgesetzt, sondern mit einem Kopfschütteln als infantil, geschmacklos und albern verworfen. Einem Huhn eine halbvolle Bierdose in den Hintern schieben? Da träumst du von!
In der Tat träumen wir Männer von infantilen, geschmacklosen und albernen Dingen, denn mit solchen Dingen kann man die Welt aus dem Angeln heben. Oder ein BBC machen. Dafür braucht man ein Huhn (ich bevorzuge eins, das zwischen zwei und drei Pfund schwer ist), eine Dose Bier (Halbliter-Größe) und eine Gewürzmischung nach Belieben. Ich verwende gern Paprikapulver, grobes Salz, braunen Zucker, durchgepressten Knoblauch und Oregano (ganz profan nur Salz und Pfeffer geht auch).  Damit wird das Huhn außen und innen eingerieben.1 2
Nun knackt man die Bierbüchse und trinkt sie halb aus. Perfektionisten pieksen oben noch ein paar zusätzliche Löcher rein, ich hab’s mit oder ohne Zusatzlöcher probiert, macht keinen Unterschied. Nun wird sensibel die Öffnung des Hähnchens geweitet, bis sie groß genug ist, dass man das Viech über die Dose stülpen kann. Die Halsöffnung mit ein, zwei Zahnstochern zustecken, damit der aus der Dose aufsteigende Dampf nicht entweicht. Soll ungefähr so aussehen wie auf dem Foto rechts.

So sieht das BBC vorher aus.

Das BBC stellt man jetzt in eine flache Auflaufform (wo der austretende Saft reinlaufen kann, die Sauerei will kein Kerl im Ofen haben) und schiebt das ganze auf die unterste Schiene in den 160 bis 180 Grad heißen Ofen. Ofentür zu, eine Stunde anderweitig beschäftigen. Der Griller hat sein BBC über einer Abtropfschale platziert3 und den Kugelgrill geschlossen. Es sollte ebenfalls eine Stunde dauern, bis das Huhn durch, außen unglaublich knusprig und innen phänomenal saftig ist.
Und in der Stunde sollte man das BBC wirklich in Ruhe lassen. Nix begießen, nix bepinseln, nix Nachgucken, ob alles auch optimal läuft. Ofentür (oder Grillklappe) zu, das war’s. Fire and forget. Ein herrliches Rezept.
Nach der Stunde ist das Bier in der Dose leider nicht mehr genießbar. Aber sonst stimmt alles. Wie man sieht.

Beer Butt Chicken!

Im Prinzip war’s das. Aggressive, hungrige Kerle pellen sich jetzt das Tier direkt von der Büchse, sensible Naturen tranchieren das Huhn, bevor sie zum Verzehr schreiten. Bleibt die Beilagen- bzw. die Getränkefrage. Stück Brot ist okay. Pommes sind klassisch, wenn man sich die Mühe macht und die Friteuse anwirft. Letztes Mal hab ich so’n Durcheinander aus Tomate, Avocado und Cole Slaw mit ’ne Schuss Kürbiskernöl dazu gemacht. Kam gut.

BBC zivilisiert.

Und zu trinken? Ja, Herrgottsack, wer unbedingt Wein dazu trinken will, der soll sich ’n Riesling, ’n Chardonnay oder ’nen Rosé geben. Ansonsten dürfte klar sein, was es zu trinken gibt. Prost! Mahlzeit!

  1. Ich kenn ein paar Rezepte, wo das Huhn einen Tag lang in irgendeiner Marinade eingelegt wird. Beim Grillsportverein wird wohl u. a. öfter mit Brine experimentiert. Ist nicht so mein Ding. Das Schöne am BBC ist ja gerade seine Einfachheit. Und groß vorschmecken tut so ’ne Marinade meiner Ansicht nach nicht.
  2. Was allerdings gut kommt, ist, mit den Fingern vorsichtig die Brusthaut zu lockern und ein bißchen Butter oder Kräuterbutter zwischen Haut und Fleisch zu schieben. Bleibt die Brust schön saftig.
  3. Das BBC kann man nur indirekt grillen. Es sei denn, man bevorzugt sein Geflügel kremiert.

Was liegt an? – 6.6. bis 13.6.

Was nächste Woche auf uns zukommt.

Die kommende Woche geht von Montag bis Montag, ist ja Pfingsten. Feiertag. Da wird gefeiert, dass der heilige Geist auf die Apostel und Jünger herab kam. Heutzutage wären wir schon dankbar, wenn gelegentlich jemand etwas einfaches Hirn Richtung Reichstag vom Himmel schmeißen würde. Es wird dort dringend benötigt.

Zum Wochenprogramm: das endgültig letzte Fußballspiel vor der schändlichen Sommerpause steht an. EM-Quali Aserbeidschan-Deutschland. Trotz Auswärtsspiel und fehlendem Schweinsteiger und genereller Überspieltheit und Erschöpfung sollte ein sicherer Sieg drin sein. Das Hinspiel haben wir locker Sechszueins gewonnen, Aserbeidschan hat gerade gegen Kasachstan verloren, und ihr Trainer Hans-Hubert Vogts ist auf der anschließenden Pressekonferenz von wütenden Fans mit Gießkanne und Klopapier-Rollen attackiert worden. Nichts gegen eine zünftige Forderung zum Duell, aber diese Wahl der Waffen ist würdelos.
Wie dem auch sei, die Partie startet Dienstag bereits um 19 Uhr, und zwar in der ARD, so dass die Geißel der Menschheit namens „Waldis EM-Club“ bereits um kurz nach neun droht. Da hilft nur Umschalten, egal wohin.

Ansonsten ist unter der Woche Rasen-Tennis angesagt, die Vorbereitungsturniere auf Wimbledon stehen an, Sport1 überträgt täglich von den Gerry-Weber-Open in Halle, Eurosport kümmert sich um das Turnier im Londoner Queen’s Club.
Ebenfalls auf Eurosport: Radeln durch Frankreich vor der Tour, das Critérium du Dauphiné.
Geradelt wird auch auf Sport1, die übertragen ab Pfingsten die Tour de Suisse, vorher natürlich Basketball, die Final-Playoffs. Bamberg hat gegen Alba Berlin vorgelegt, das könnte ganz spannend werden.
Donnerstag gönnt Sport1 uns noch eine Live-Übertragung von einem Leichtathletik-Turnier in Oslo, und Eurosport denkt an gepeinigte Fußballfans und überträgt ab dem Wochenende die U21-EM aus Dänemark.

Die Le-Mans-Siegerwagen von 2010

Und dann ist da natürlich noch der Motorsport. Formel 1, der Grand Prix von Montreal wird – wie üblich – von RTL und Sky übertragen, das Wochenhighlight sind jedoch die 24 Stunden von Le Mans. Das kann man sich konventionell und leicht betulich auf Eurosport reinziehen, der absolute Kracher im letzten Jahr war jedoch der Live-Stream von der Audi-Homepage mit faszinierenden Bildern aus den Siegerwagen. Audi bietet in diesem Jahr wieder den Stream an, er sollte ab dem Wochenende irgendwo auf der Audi-Homepage zu finden sein.

Autos dann auch im Kino, zumindest dem Titel nach: „Der Mann, der über Autos sprang„.  Robert Stadlober spielt einen Pilger, der zu Fuß quer durch Deutschland marschiert, um seine Lebensenergie auf einen Kranken zu übertragen. Klingt esoterisch? Ist esoterisch, es kommen aber ein paar gute Gags, und Martin Feifel als durchgeknallter Bulle stiehlt den Film.

Ein Lichtblick bei den (Kauf-) DVDs: Endlich kommt „Ein Mann wird zur Bestie“ (idiotischer Titel, das Original „Death Hunt“ trifft’s besser) als Scheibe daher. Tolle Yukon-Schnee-Action mit den grandiosen alten Säcken Lee Marvin und Charles Bronson.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
Video-Link: http://www.youtube.com/watch?v=yzCjznfI7Ac

Und im Fernsehen? Heute abend schalten wir um 20 Uhr 15 natürlich wieder „Der letzte Bulle“ auf Sat1 ein und freuen uns über Mick Brisgaus kernige Späße. Allerdingens läuft zeitgleich im ZDF ein vielversprechender Krimi im Autotester-Milieu, „Der Erlkönig“. Die Story erinnert vage an „Turbo-Rolf„, könnte interessant werden.
Wer „The Wrestler“ nicht im Kino oder auf DVD gesehen hat, kann das Donnerstagabend um 22 Uhr 45 in der ARD nachholen. Mickey Rourke ist unglaublich, ein Schauspieler, der einem das Herz brechen kann.
Pfingstsonntag schließlich um 23 Uhr 15 bringt 3Sat den ollen Shaft-Film. Ziemlich cool.

Und wer am Pfingstsonntag in Berlin oder in der Nähe von Berlin ist, der wird sich das Monogramm in den Bauch beißen, wenn er nicht zum Karneval der Kulturen kommt.

Viel Spaß, eine schöne Woche!

„Was liegt an“ ist die montäglich erscheinende Wochenvorschau von „Männer unter sich“. Was Männer in den nächsten 7 Tagen interessieren könnte in total subjektiver Auswahl: TV, Sport, Kino, Musik, DVD, Events, was eben anliegt. Haben wir was vergessen? Sollen wir auf was hinweisen? Jederzeit gern, bitte die Kommentare benutzen oder unsere Mailadresse redaktion@maenneruntersich.de .

Foto Le Mans: Arnaud333 (Eigenes Werk) [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons
Foto Ausguck: Katharina Wieland Müller / pixelio.de

 

Links der Woche – 28.5. bis 3.6.

Freitag, die (Arbeits-) Woche ist rum. Eigentlich war sie schon Mittwoch rum, heute ist ja Brückentag, und ich hoffe, die lieben Leser haben ihren Vatertag/Herrentag gut überstanden.

Bei youtube bin ich über den ersten Trailer der David-Fincher-Remakes der Stieg-Larsson-Filme  gestoßen. Das könnte – wie fast immer bei Fincher – unglaubliches, atemberaubendes Kino werden. Und der unter dem Trailer liegende Cover des Led- Zeppelin-Klassikers „Immigrant Song“ (sind wohl die Nine Inch Nails mitKaren O) ist genauso genial wie der Trailer.
Und jetzt seh ich gerade, dass der Trailer auf youtube nicht mehr zu finden ist. Aber bei Apple ist er, hier nämlich.

Über Orson Welles haben sich schon viele die Finger wundgeschrieben, von verkanntes Genie über verkrachtes Genie bis zu genialster Filmemacher aller Zeiten reichen die Attribute. Auf alle Fälle war er ein saucooler Kerl, wie dieser kleine Zaubertrick beweist, den er auf youtube vorführt.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
Video-Link: http://www.youtube.com/watch?v=d0Qiiy6jJtg

Am Dienstag ist endgültig das Urteil im Fall Kachelmann gesprochen worden. Eine der besten Einschätzung liefert Udo Vetter vom Lawblog. Und wenn mir mal jemand erklären könnte, warum die Krawall-Zicke Schwarzer mit ihrer Brechreiz erregenden Kampagne immer noch in jede Talkshow eingeladen wird, wäre ich sehr dankbar.

Zugegeben, eine Talkshow mit Frau Schwarzer anzugucken ist eine sichere Möglichkeit, den eigenen Adrenalinspiegel in ungeahnte Höhen zu pushen. Es gibt aber angenehmere und interessantere Möglichkeiten das zu tun. Warum nicht mal einen neuen Weltrekord im Auto-Weitsprung aufstellen?

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
Video-Link: http://www.youtube.com/watch?v=7SjX7A_FR6g

Der neunzigste Geburtstag von Prince Philip rückt näher. Wir haben das Prince-Philip-Jahr bereits mit einer kleinen Auswahl seiner besten One-Liner eingeläutet, aber der Independent sitzt näher an der Quelle und hat die größere Auswahl: die neunzig besten Statements seiner Hoheit.

Abschließend ein Tipp für alle Kerle, die das Wochenende aus irgendeinem Grund vor dem Rechner verbringen wollen oder müssen: Auf youtube sind die legendären Abenteuervierteiler des ZDF zu sehen. In voller Länge.
Nachtrag: Durch einen Hinweis aus den Kommentaren hab ich eben erfahren, dass die Abenteuervierteiler aus youtube entfernt wurden, weil sie offenbar ohne Erlaubnis der Sender und Produktionen dort hochgeladen wurden. Nuja. Schade. Wäre doch schön, wenn man z. B. über die ZDF-Mediathek o.ä. an das Zeugs rankäme. Wurde ja mit den Gebühren der Zuschauer finanziert.

Viel Spaß, schönes Wochenende!

Jeden Freitag auf “Männer unter sich”: Links, die uns während der Woche untergekommen sind – Sport, Cartoons, Reportagen, Hintergründe zu unseren Artikeln usw. Männlicher Lesestoff zum Wochenende, viel Spaß!

Was liegt an? – 30.5. bis 5.6.

Was nächste Woche auf uns zukommt.

Was nächste Woche auf uns zukommt.

Diese Woche ist wirklich was los: Kachelmann-Urteil, Hangover-2-Premiere, Österreich-Länderspiel und Vatertag. Da braucht man den Brückentag geradezu, um ein wenig entspannen zu können.
Morgen also – endlich – das Urteil in diesem unsäglichen Kachelmann-Prozess und hoffentlich ist dann das unwürdige Spektakel vorbei. Ich hab in den letzten Monaten ein paar Anwälte nach dieser Geschichte gefragt, und von jedem als Antwort nur ein verständnisloses Kopfschütteln bekommen. Es stünde Aussage gegen Aussage, da gelte „Im Zweifel für den Angeklagten“, fertig. Wie es überhaupt zum Prozess kommen konnte bzw. wie sich der über Monate hinziehen konnte, war allen Juristen, die ich gefragt habe, ein Rätsel. Morgen ist die Sache hoffentlich vorbei.

Für heute gibt’s allerdings schon zwei TV-Empfehlungen, einmal – wie üblich – „Der letzte Bulle“ auf Sat1, die heutige Folge trägt den schönen Titel „Die Kita des Grauens“. Und gestern hab ich gelesen, dass im Sommer eine dritte Staffel gedreht wird: Mick BRisgau bleibt uns erhalten.
Um 22 Uhr 15 gibt’s dann noch einen richtigen Kracher im ZDF: „Hot Fuzz„, Polizei-Action-Comedy mit reichlich Splatter-Effekten und derbe komischen Dialogen. Schöne Sache.
Auch am Mittwoch lohnt das lange Aufbleiben, in der ARD hat man für 23 Uhr 30 eine Doku  „Foulspiel – Hintergründe der FIFA“ angekündigt, in der es um Korruptionsvorwürfe in der FIFA und den Präsidentschaftswahlkampf zwischen „Slippery Sepp“ Blatter und Bin Hammam geht. Bin Hammam hat nun am Wochenende überraschend einen Rückzieher gemacht, in den nächsten Stunden/Tagen könnte sich in der FIFA einiges tun. Für die, die am Mittwochabend nicht so lange aufbleiben wollen oder zeitnah auf dem Laufenden bleiben möchten, empfehle ich das Blog von Sportjournalist Jens Weinreich, der berichtet aktuell aus Zürich.
Ja, doch, es ist auch die Woche für Nachteulen, Freitag um 23 Uhr 15 zeigt arte die interessante Doku „Die Himmelsläufer von New York“ über schwindelfreie Mohawk-Indianer, die beim Bau von Wolkenkratzern arbeiten. Ist das nun ein Mythos oder nicht?
Samstag kann man sich auf ProSieben „Schlag den Raab“ angucken (ich seh das von Zeit zu Zeit ganz gerne, diese Schulhof-Rüpeligkeit von Raab hat einen gewissen Unterhaltungswert), zwischendrin sollte man vielleicht auf 3sat umschalten, um 21 Uhr 45 läuft „Der schnellste Mann am Berg“, ein Film über den Speedkletterer Ueli Steck (der u.a. die Nordwand als erster ohne jede Kletterhilfe bestiegen hat). Um 22 Uhr 35 geht es dann um die „Faszination Bergfilm“, und das guck ich mir bestimmt an, u. a. geht es da um „Nordwand„, einen der beeindruckendsten Filme der letzten Jahre. Vielleicht erklären sie ja, wie sie zu diesen unglaublichen Bildern gekommen sind. Haben die die Schauspieler wirklich in die Nordwand gehängt? Wenn ja, wer hat denn das versichert? Die zugekoksten Puffbesucher von der Hamburg-Mannheimer?
Und – letzter Nachteulen-Tipp – am Sonntag um 23 Uhr 30 zeigt die ARD in TV-Erstausstrahlung „Abgedreht“ (Be kind rewind), eine Comedy-Perle über zwei durchgeknallte Aushilfen, die in einer Videothek versehentlich die VHSsen löschen und versuchen, sich über die Runden zu retten, in dem sie selbstgedrehte Remakes der gelöschten Blockbuster verleihen. Die Remakes sind der Hammer!

In den Videotheken tut sich nichts weltbewegendes, einzig eine diese Woche rauskommende Special Edition des SF-Kultfilms Tron könnte eine Erwägung wert sein. Also: Im Kino hat man mehr vom Film, und in den Kinos ist die Hölle los. Ganz oben auf der Liste steht – natürlich – „Hangover 2„, der an diesem Wochenende in den USA gestartet ist und an 4 Tagen 118 Millionen $ eingespielt hat. Sieht so aus, als hätte man tatsächlich das Erfolgsrezept des 1. Teils wieder aufgelegt, der Trailer ist vielversprechend, ich freu mich drauf.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
Video-Link: http://www.youtube.com/watch?v=OybLmfL8fkg

Außerdem startet endlich (oder wieder) Kottan ermittelt – Rien ne va plus. Die Wiederauflage der zwanzig Jahre alten Anarcho-TV-Serie kommt nun, nachdem sie Anfang April nur in zwei Städten gestartet wurde, richtig in die Kinos. Die Reaktionen auf den Film sind durchaus durchwachsen.
Und dann ist da noch“Transnationalmannschaft„, eine Doku über Fans der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, die – wie es so schön heißt – einen Migrationshintergrund haben. Der Trailer macht an, scheint ein sehr sympathischer Film zu sein.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
Video-Link: http://www.youtube.com/watch?v=R9ELeBJKN_M

Mit geschmeidigem Übergang kommen wir so zum Sport, denn die Nationalmannschaft spielt am Freitagabend gegen Österreich EM-Quali, die ARD überträgt ab 20 Uhr 15. Es scheint angeraten, während des Spiels nicht alzuviel zu trinken, damit man hinterher noch genug Körperkoordination hat, um umzuschalten, bevor Waldis EM-Club kommt.
Auf Eurosport kann man sich live die zweite Woche der French Open im Tennis und ein traditionsreiches U-21-Fußballturnier in Toulons anschauen, auf Sport1 laufen die letzten Halbfinalplayoffs der Basketballbundesliga, am Sonntag ab 15 Uhr 40 dann die erste Finalpartie. Und ein Leckerbissen am Sonnabend abend, ab 21 Uhr 15 zeigen sie live das Testspiel Brasilien-Holland. Könnte schöner Fußball bei rauskommen.

Was für eine Woche! Hab ich noch was vergessen? Ja. Vatertag. Vatertag ist auch noch. Freu ich mich drauf. Ich mach mit meinem Freund Uwe nach Angermünde. Da machen wir ’ne richtig lange Radtour, und zum Abschluss gönnen wir uns das größte Steak vom Galloway-Rind, das es auf Gut Kerkow gibt. Und was macht ihr?

„Was liegt an“ ist die montäglich erscheinende Wochenvorschau von „Männer unter sich“. Was Männer in den nächsten 7 Tagen interessieren könnte in total subjektiver Auswahl: TV, Sport, Kino, Musik, DVD, Events, was eben anliegt. Haben wir was vergessen? Sollen wir auf was hinweisen? Jederzeit gern, bitte die Kommentare benutzen oder unsere Mailadresse redaktion@maenneruntersich.de .

Links der Woche – 21.5. bis 27.5.

Thema der Woche war der vom EHEC-Virus ausgelöste Dünnschiss. Wobei die reale Diarrhoe sich in (sehr engen) Grenzen hält, der geistige Dünnschiss bei der alarmistischen Presse jedoch tatsächlich epidemische Ausmaße angenommen hat, wie die taz schreibt.

Nochmal zum Aufreger der Vorwoche: Strauss-Kahn hat sich wohl gewohnheitsmäßig aufgeführt wie ein frustrierter Staubsaugervertreter, der in der Bar eines drittklassigen Hotels einen über den Durst getrunken hat. Und im „New Yorker“ steht, dass es alle gewusst haben. Kann mir dann mal bitte jemand erklären, wie ein solcher Schmierlappen Oberpropeller vom IWF werden und ziemlich lange bleiben konnte? Wenn es alle gewusst haben?
Oder war er am Ende doch kein solcher Schmierlappen? Der Prozess und damit der Schuldspruch stehen ja noch aus, auch wenn die Boulevardpresse die Unschuldsvermutung längst abgeschafft hat. Wie deren Fotoauswahl zeigt, schreibt Roberto J. De La Puente in „ad sinistram“.

Mann denkt immer, dass er sich mit Autos auskennt. Ist aber meistens nicht der Fall. Ich stolperte letzte Woche bei Spiegel Online über Fa. Pagani in San Cesario. Die bauen Raketen auf Rädern. Zur Zeit bereiten sie einen Modellwechsel vor: vom Zonda auf den Huayra.

Vom Sportwagen zum Sport. Es gibt ja für alles Weltmeisterschaften, da sollte einen nix mehr erschüttern können. Als ich jedoch erstmals von der Arschbombenweltmeisterschaft hörte, war ich doch kurzzeitig verwirrt. Dafür gibt es wirklich Punktrichter?

Die Kollegen, die den Tennisschläger schwingen, sind zur Zeit an den Wochenenden viel unterwegs. Im Mai/Juni sind zahlreiche Verbandsspiele zu bestreiten. Die TG Würzburg versucht sich derzeit, über die Runden zu retten, bis ein ehemaliger Stammspieler Zeit hat, sie in der Kreisklasse zu verstärken. Dirk Nowitzki.

Nächste Woche ist Vatertag. Als ich den ein bisschen recherchiert hab, bin ich auf ein Staatsoberhaupt gest0ßen, das als erstes den Vatertag zum offiziellen Feiertag in seinem Land erklärt hat. Ich hab mich sehr gewundert, dass ausgerechnet DER das war. Wer war’s? Der erste, der hier in den Kommentaren den richtigen Namen nennt, bekommt eine Tube Musgo-Real-Rasiercreme aus dem nassrasur.com-shop. Weicheier googlen, Kerle raten. Mitarbeiter von nassrasur.com und „Männer unter sich“ dürfen nicht mitmachen, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Und schnell noch den Tweet der Woche, Claudius Holler erfreute uns mit: „Wer nix wird, wird Wirt. Wer mehr auf Koks und Nutten steht, bei Ergo ist es nie zu spät.“ (Dank an Carsten Sohn für den Hinweis).

Jeden Freitag auf “Männer unter sich”: Links, die uns während der Woche untergekommen sind – Sport, Cartoons, Reportagen, Hintergründe zu unseren Artikeln usw. Männlicher Lesestoff zum Wochenende, viel Spaß!

 

Was liegt an? – 23.5. bis 29.5.

Was nächste Woche auf uns zukommt.

Eben hab ich meinen Zeitungshändler komplett aus der Spur geworfen. Der Mann, nennen wir ihn mal Herrn Üflüflü, hat seinen Laden direkt neben meiner Haustür, ich hol bei ihm meine Zeitungen und wir streiten uns jeden Tag wg. Fußball. Er ist , ich FC Bayern, er ist Türkei, ich Deutschland, wie das Fans so machen. Heut früh frag ich ihn: „Wer gewinnt die Championsleague?“ Er will schon antworten (Herr Üflüflü ist Barcelona), dann frag ich nach „Lyon oder Turbine Potsdam“? So ratlos hat Herr Üflüflü noch nie geguckt. Soweit zur Akzeptanz von Frauenfußball hierzulande. Achja, die Mädels sind Donnerstagabend dran, ZDF und Eurosport übertragen.
Der richtige Fußball schliddert in die Sommerpause: Rückspiel Relegation Bochum-Gladbach am Mittwoch um 20 Uhr 15 in der ARD: ich hatte Gladbach deutlicher vorn, das kann noch mal ganz eng und spannend werden.
Sonnabendabend dann der absolute Wochenhöhepunkt, CL-Finale Barcelona-ManU. Natürlich ist Barcelona haushoher Favorit, ich überlege, ob ich nicht ein paar Euro auf ManU setzen soll. Das Team ist über die ganze Saison kontinuierlich stärker geworden, die werden sich richtig reinhängen, ja, doch, könnte ein großer Abend werden. Public Viewing in irgendeinem English Pub könnte eine gute Idee sein.
Und damit die fußballerischen Erwartungen nicht gleich in den Himmel wachsen, gönnt uns der DFB am Sonntagabend zum Wochenausklang noch ein famoses Freundschaftsspiel gegen Uruguay. Nuja. Vielleicht bin ich ja am Sonntagabend noch auf der Siegesfeier im English Pub, dann brauch ich das nicht zu gucken.
Wer das Auge vom Dauerfußball ein wenig entlasten möchte schaltet zu Eurosport, 1. Woche French Open und der Giro sind da die Live-Themen, Sport1 erfreut mit den Playoffs der Basketball-Bundesliga und am Donnerstagabend gibt’s ein Leichtathletik-Meeting aus Rom.

TV ohne Sport ist diese Woche ziemlich dürftig, die Macho-Kultserie „Der letzte Bulle“ heute abend 20 Uhr 15 auf Sat1 ist ein Highlight, das andere läuft am Freitag Abend auf arte spät um 22 Uhr 35, die sehr anrührende Doku, „Marathon Boy“ über einen indischen Jungen, der mit vier Jahren schon reihenweise Marathon-Läufe absolviert, was die Frage aufwirft, ob er ausgebeutet wird oder nicht, und wie gesund das überhaupt ist, was da mit dem Kleinen angestellt wird. So eine Art „Slumdog Millionaire“ minus Schmalz.

Im Kino tut sich nix, wir freuen uns alle auf nächste Woche, wenn „Hangover 2“ und „Transnationalmannschaft“ anlaufen. Wer es gar nicht ohne Popcorn aushält, kann „Wer ist Hanna?“ anschauen, einen Mix aus „Nikita“ und „Leon der Profi„. Scheint gut gemacht zu sein, die Action stimmt.

Auch in den Videotheken tut sich nix besonderes, eventuell, ganz eventuell kann man sich „Dickste Freunde“ anschauen, ein einigermaßen unschlüssig zwischen Komödie und Drama schwankendes Buddy Movie. Eine saustarke Performance von Vince Vaughn reisst’s raus. Beinahe.

http://www.youtube.com/watch?v=uU00YYiGm44

Ich bleib bei Fußball, nach dieser Woche kommen noch zwei Länderspiele EM-Quali und dann ist Sommerpause bzw. Frauen-WM. Solange die Mädels die Plätze nutzen dürfen, kann man sich ja anderweitig beschäftigen. Viel Spaß, eine schöne Woche!

„Was liegt an“ ist die montäglich erscheinende Wochenvorschau von „Männer unter sich“. Was Männer in den nächsten 7 Tagen interessieren könnte in total subjektiver Auswahl: TV, Sport, Kino, Musik, DVD, Events, was eben anliegt. Haben wir was vergessen? Sollen wir auf was hinweisen? Jederzeit gern, bitte die Kommentare benutzen oder unsere Mailadresse redaktion@maenneruntersich.de .

Foto: Katharina Wieland Müller / pixelio.de

Links der Woche – 14.5. bis 20.5.

Jeden Freitag auf “Männer unter sich”: Links, die uns während der Woche untergekommen sind – Sport, Cartoons, Reportagen, Hintergründe zu unseren Artikeln usw. Männlicher Lesestoff zum Wochenende, viel Spaß!

In der Nachspielzeit: Arsenal führt gegen Newcastle 4:3, Newcastle bekommt einen zweifelhaften Elfmeter zugesprochen, der wird verwandelt. Das Spiel endet 4:4, Arsenals Chancen auf die Meisterschaft sind dahin. Ein Arsenal-Fan verfolgt das ganze an TV und Laptop und erträgt es, wie nur echte Fans es ertragen können: fair, gelassen und mit Würde.
http://www.youtube.com/watch?v=ZQYob9E0q-Y

Das Zeitfenster für den Münzwurf beträgt 10 Sekunden…
Blog-Beitrag über die Vorschriften der UEFA

Wir sind Bart-Weltmeister!
Ein Deutscher hat den… beknacktesten Bart

Mit dem Wolf tanzen war gestern.
Heute ist die Sau Aussägen
(Dank an Stefan P. Wolf für den Hinweis)

Die Badesaison beginnt!
Ein schönes Sixpack in Sekunden
(Dank an Carsten Sohn für den Hinweis)

Öl ist unser Blut.
Don Alphonsos Bilder von der Mille Miglia

Quentin Tarantino (!) in einem japanischen (!) Italo-Western, offenbar ein Remake von „Für eine Handvoll Dollar“, trefflich „Sukiyaki Western Django“ betitelt

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
Video-Link: http://www.youtube.com/watch?v=-81VrzGAlkQ

 

 

Was liegt an? – 16.5. bis 22.5.

Was nächste Woche auf uns zukommt.

In dieser Woche beginnt die schlimme Zeit. Der letzte Bundesliagspieltag hatte die Hausnummer 34, die Saison ist rum, die Sommerpause steht an, und damit die ungeordneten Wochenenden. Die Bundesliga bietet uns Männern ja nicht nur spannenden Sport, sie verleiht auch der Wochenendfreizeit Stabilität und Struktur, um die herum nichtfußballerische Aktivitäten geplant werden können: Ist das Freitagabendspiel relevant, oder kann man ausgehen? Wo beobachte ich am Samstagnachmittag die Konferenz? Und muss die Familie am Sonntag auf Papi verzichten, weil sein Verein spielt? Dieses Rückgrat ist uns in den nächsten Wochen genommen. Wir taumeln ordnungslosen Wochenenden voller Beliebigkeit entgegen.
Wie um uns zu verhöhnen gibt es vorher natürlich noch Fußball satt. Am Mittwoch überträgt Sat1 das Uefa-Cup-Finale zwischen FC Porto und Sporting Braga (Anpfiff 20 Uhr 45), am Donnerstag ab 20 Uhr 15 können wir bei der ARD das 1. Relegationsspiel der Bundesliga zwischen Gladbach und Bochum anschauen (Sollte eine klare Sache für Gladbach werden, denke ich, Rückspiel ist am 25.5.) und am Sonnabend ist – wiederum von der ARD übertragen– das DFB-Pokal-Finale, Schalke-Duisburg, nuja. Wenn Schalke das nicht macht…

Für die Nichtfußballer: Eurosport sendet weiterhin täglich live vom Giro d‘Italia, ab kommenden Sonntag dann auch Weltklasse-Tennis von den French Open. Auch wenn uninformierte Fernsehkommentatoren immer wieder ahnungslos was von „langweiligem Sandplatz-Tennis“ faseln, in Paris bekommt man meist das schönste Tennis zu sehen (seit Bruguera und Corretja nicht mehr spielen). Eben weil‘s auf Sand langsamer zugeht, entscheiden hier nicht Athletik und Kraft sondern Taktik und spielerische Finesse.
Zur Einstimmung kann man sich auf Sport1 diese Woche über den World-Team-Cup aus dem Rochus Club in Düsseldorf reinziehen, acht Nationen spielen mannschaftlich gegeneinander, Deutschland läuft mit dem Davis-Cup-Team auf, ist doch was.
Und am Sonntag ist Grand Prix in Spanien, die Motorräder fahren auf Sport1, die Autos auf Sky und RTL, wie immer.
DAS Motorsport-Ereignis der Woche ist aber natürlich die Mille Miglia. Natürlich ist Don Alphonso wieder dabei, diesmal mit einem steinalten VW-Käfer. Erste Fotos stehen schon bei „Rebellen ohne Markt“.

Im Kino laufen zwei interessante Filme an, zum einen der vierte Teil von „Pirates of the Caribbean“. Nuja, wenn mir vor ein paar Jahren jemand gesagt hätte, dass Hollywood anfängt, Rummelplatzattraktionen zu verfilmen, hätte ich denjenigen für verrückt erklärt, und nun geht die Piraten-Achterbahn in die vierte Runde. Teil 1 war ja ganz okay, 2 und 3 fand ich zu wirr, aber von Teil 4 liest man jetzt schon sehr viel gutes.
Dokus haben’s hierzulande im Kino schwer, das gilt dann sicher auch für „Joschka und Herr Fischer“ von Pepe Danquart. Danquart hat zuletzt zwei absolut faszinierende Sport-Dokus gedreht, „Am Limit“ über Extrem-Kletterer und „Höllentour“ über die Tour de France, mit dem Film über Fischer – der ja wirklich eine faszinierende Biographie gelebt hat – scheint ihm ein tolles Stück Zeitgeschichte gelungen zu sein. Ich geh bei nächster Gelegenheit rein.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
Video-Link: http://www.youtube.com/watch?v=Hk4YML7d0G8

In die Videotheken kommt nix besonderes, 22 Bullets kann man sich vielleicht reinziehen, einen grundsoliden Marseiller-Mafia-Thriller mit Jean Reno.

Bleibt die Glotze. Wie jede Woche empfehlen wir montags um 20 Uhr 15 „Der letzte Bulle“ auf Sat1, aber diese Woche kann Mann in Erwägung ziehen, sich die aktuelle Folge zu einem späteren Zeitpunkt anzuschauen. Denn zeitgleich läuft auf Das Vierte „Der Tod ritt dienstags“, eine Perle des Italo-Westerns mit Guliano Gemma und Lee van Cleef. Der Plot erinnert vage an „Mein Name ist Nobody“, was kein Wunder ist: Tonino Valerii heißt der Regisseur beider Filme. Wer in Zukunft mitreden will, sollte das Teil anschauen, spätestens nächstes Jahr werden Italo-Western das Über-Ding. Tarantino hat einen „Django“ angekündigt (kein Scheiß).
Kurzer Nachtrag: Hab ein bisschen hinter dem Tarantino-Western herrecherchiert, die Inhaltsangaben, die bis jetzt kursieren, lesen sich so, als wäre „Django Unchained“ tatsächlich ein Remake von „Der Tod ritt dienstags“, mit Will Smith und Christoph Waltz in den Gemma- und Van-Cleef-Rollen.

Samstagabend und kein Bock auf Pokalfinale? Der Wagemutige greift zur Fernbedienung und schaltet Tele5 ein, um mit heruntergefallener Kinnlade und weit aufgerissenen Augen „Mega Shark vs. Giant Octopus“ zu bestaunen, einen der schlechtesten Horrofilme, die je gedreht wurden, ja, dieses Machwerk spielt tatsächlich in der „Plan 9 from Outer Space“-Klasse, dieser Film ist auf allen Ebenen so schrecklich schlecht, dass er schon wieder eine gewisse Trash-Qualität hat. Bei seinem Kinostart in Großbritannien hat dieser Film übrigens am ersten Wochenende die horrende Summe von 733 Dollar (nein, ich habe keine Null vergessen), eingespielt, und Experten fragen sich heute noch, welche armen Irren für diesen Giga-Trash tatsächlich Geld ausgegeben haben. Der Trailer zeigt uns dieses Meisterwerk in seiner ganzen Herrlichkeit.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
Video-Link: http://www.youtube.com/watch?v=aiyRaxu5QNQ

Der Trash-Fan kann mit diesem Film, reichlich Bier und einer Tüte Chips jede Menge Spaß haben. Apropos Trash mit übellaunigen Urzeit-Kreaturen: am Sonntag tritt Udo Lattek zum letzten Mal im Sport1-Fußball-Talk „Doppelpass“ auf. Die Woche endet mit einem auf Ex geleerten Weizenbier Paukenschlag. Bis dahin viel Spaß, eine schöne Woche!

„Was liegt an“ ist die montäglich erscheinende Wochenvorschau von „Männer unter sich“. Was Männer in den nächsten 7 Tagen interessieren könnte in total subjektiver Auswahl: TV, Sport, Kino, Musik, DVD, Events, was eben anliegt. Haben wir was vergessen? Sollen wir auf was hinweisen? Jederzeit gern, bitte die Kommentare benutzen oder unsere Mailadresse redaktion@maenneruntersich.de .

Foto: Katharina Wieland Müller / pixelio.de