[Tipp der Woche] Wut macht erfinderisch – „Ich, Daniel Blake“ im TV

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Video-Link: https://youtu.be/Y0oGoVn49VQ

Wir Freunde von Robert Hill sind privilegiert: einmal pro Woche bekommen wir eine Mail von ihm, in der er die besten Filme, die in den kommenden Tagen im TV laufen, auflistet und mit kurzen, persönlichen Bemerkungen versieht. Das hilft ungemein, keinen guten Film zu verpassen, und für mich sind Roberts Mails unverzichtbar, wenn ich die Wochen- und Tagestipps für dieses Blogs recherchiere. In seiner Mail für diese Woche zum Beispiel hat Robert auf Ken Loachs „Ich, Daniel Blake“ hingewiesen, der am Mittwoch um 20 Uhr t5 auf arte läuft, und „Pflichtprogramm für alle!“ daneben geschrieben. Robert liegt damit goldrichtig: „Ich, Daniel Blake“ ist einer der anrührendsten, komischsten, bewegendsten Filme der letzten Jahre.
Daniel Blake ist ein 59jähriger Tischler, der sich gerade von einem Herzinfarkt erholt. Er ist auf Unterstützung durch das britische Sozialsystem angewiesen, und gerät dabei in ein Mittelding zwischen kafkaeskem Alptraum und Beamten-Schwank. Auf seinem langen Marsch durch die bizarrsten Winkel der Arbeitslosenunterstützung und Sozialhilfe freundet er sich mit der alleinerziehenden Mutter Katie an. Die beiden helfen sich gegenseitig mit Menschlichkeit und staubtrockenem Humor, nicht den Mut zu verlieren und aufzugeben. Das ist stellenweise zum Schreien komisch, stellenweise sehr berührend und immer zutiefst menschlich: „Ich, Daniel Blake“ ist ein faszinierender, sehr unterhaltsamer Film, der einen, wenn man will, zum Nachdenken bringt: Kino abseits des Blockbusterkram,s Kino, wie es sein soll.

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