[Männeressen] Lammkarree – superschnell und mordslecker

An Festtagen wie Weihnachten wird in meiner Küche fast immer der Ofen angeworfen. Festtage verlangen nach einem Festtagsbraten, aber mal ganz ehrlich: Für einen schönen Schmorbraten oder gar eine Gans muss man sich ’ne ganze Weile in die Küche stellen. Okay, während der Zeit hat man seine Ruhe und kann jede Menge KüBi 1 trinken. Aber vielleicht hat man ja an Weihnachten mehr Bock, mit der Familie und den Freunden abzuhängen, statt solo in der Küche rumzuprepeln. Aber deswegen auf den festlichen Braten verzichten? Kommt nicht in Frage! Wir zünden den Turbo und machen Lecker Lammkarree, das haben wir in ein, zwei KüBi-Längen fertig!

Wie immer gehen wir zuerst einkaufen, das ist diesmal besonders  schnell erledigt. Wir gehen einfach zum Metzger unseres Vertrauens und kaufen pro Nase ein Lammkarree, also ein Stück vom Lammrücken. Und wenn die Rippenknochen noch nicht schön freigeschabt sind, dann bitten wir den Metzger, das für uns zu erledigen2}. Kochen soll ja nicht in Arbeit ausarten! Die Abschnitte lassen wir uns aber mitgeben, vielleicht hat der Meister der Proteine auch noch ein paar Lammknochen rumzufliegen, aus denen können wir uns dann eine Sauce zum Karree ziehen3. Das, was wir sonst noch brauchen, haben wir hoffentlich im Vorrat: Senf, Kräuter (HdP4 passt immer], Knoblauch, Olivenöl, evtl. Semmelbrösel.

So eine gute Dreiviertelstunde, bevor unser Lammkarree auf den Tisch soll, machen wir schon mal den Rotwein auf, den wir dazu trinken wollen. Sollte ein guter sein, und guter Wein mag es meist, wenn er ein bisschen atmen darf, bevor er getrunken wird. Dann begeben wir uns gemessenen Schritts in die Küche, wo hoffentlich ein KüBi auf uns wartet, dass wir sinnig antrinken. Wir heizen den Backofen auf 180 Grad vor, reiben die Lammkarrees mit Salz und Pfeffer ein und lassen sie einen Moment ausruhen, denn wir müssen noch unsere Würzpaste zubereiten. Dazu verrühren wir Senf, Oilvenöl, Kräuter und durchgepressten Knoblauch nach Geschmack, bis wir eine dicke Pampe haben. Wer mag, kann noch ein paar Semmelbrösel in die Pampe rühren, daraus wird dann im Ofen die typische Bröselkruste.

Alles klar soweit? Wir knacken das 2. KüBi, um uns für die entscheidende Phase zu stärken, und bringen eine Eisenpfanne auf den Herd, in der wir Öl schön heiß werden lassen. Da braten wir die Lammkarrees von allen Seiten an. Wenn ihr die Hitze so auf Zweidrittel habt, dauert das 5 Minuten, und dann sollten die Karrees von allen Seiten schön Farbe angenommen haben. Raus aus der Pfanne mit den Teilen, rein in eine Ofenform, Fleischseite nach oben. Auf die Fleischseite streichen wir jetzt großzügig unsere Pampe und schieben die Angelegenheit in den vorgeheizten Ofen. Dort ziehen die Karrees 15 Minuten lang5, dann schalten wir den Ofen aus, lassen die Ofentür einen Spalt offen6 und lassen die Chose noch 5 Minuten ausruhen.

Dieses Zeitfenster von 20 Minuten nutzen wir für’s Saucenfinish und für die Zubereitung einer Beilage. Grüne Böhnchen wären traditionell, Ratatouille kommt auch ganz gut, Kartoffelgratin geht auch, das muss sich dann den Ofen mit den Karrees teilen.

KüBi austrinken, alles reintragen, anschneiden, Mahlzeit!

  1. KüBi = Küchen-Bier
  2. Ich lass mit immer nur die Enden freischaben, weil ich das fettige Fleisch auf den Rippenknochen auch gern esse. Wer die klassische Lammkotelette-Optik möchte, lässt die Knochen ganz freilegen und muss sich dann mit weniger Fleisch begnügen.
  3. Knochen und Fleischabfälle in der Pfanne anbraten, bisschen Wurzelwerk dazu, mit Rotwein ablöschen, zwei Stunden köcheln lassen, absieben, einkochen lassen, abschmecken, paar kalte Butterflöckchen einrühren, fertig. Bis zum Absieben machen wir das am Tag vorher.
  4. Herbes de Provence
  5. Dann habt ihr ungefähr den Gargrad auf dem untersten Foto. Wer’s mehr  durchhaben möchte, gibt noch 5 – 10 Minuten dazu.
  6. Kochlöffel reinklemmen!
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