[Männeressen] Entenkeule mit Rosenkohl – Klassiker mal anders

Es ist November, da ist es draußen meistens kalt und matschig. Damit die Kälte und Matschigkeit nicht auf unser Inneres übergreift und am Ende noch unsere Männerseelen beschädigt, müssen wir entschlossen gegensteuern, Mit dem Allheilmittel nicht nur für Herbst und Winter sondern für jede Jahreszeit: mit gutem, deftigem Essen. Entenkeulen mit Rosenkohl ist so ein Klassiker, der zum Herbstwetter passt wie eine Klitschko-Faust auf die 12. Das Schöne an Entenkeulen ist, dass sie sehr einfach und ohne große Mühen zuzubereiten sind. Da gewinnen wir Zeit, die wir nutzen können, um ein neues Rosenkohlrezept zu testen. Gebraten. Mit Pistazien und Granatapfelkernen. Der Hammer.

Wie immer gehen wir als erstes Einkaufen. Pro Person brauchen wir
1 schöne, große Entenkeule
2 bis 3 bis 4 Handvoll Rosenkohl
Granatapfelkerne
ein paar Pinienkerne, gehackt

Salz, Pfeffer, Olivenöl und KüBi1 habt ihr ja gottseidank im Haus.

Als erstes verarzten wir die Entenkeulen knacken wir ein KüBi und trinken es sinnig an, dann verarzten wir die Entenkeulen. Wir heizen den Backofen auf 180 bis 200 Grad vor, legen ein Backblech mit Backpapier aus2, reiben die Entenkeulen ordentlich mit Salz 3 ein, legen Sie aufs Backblech und schieben das Blech in den Ofen. Ofentür zuklappen, erst anderthalb Stunden später wieder aufmachen und die saftigen, knusprigen Entenkeulen rausholen4.

Während die Keulen im Ofen schmurgeln, haben wir Zeit, ein, zwei weitere KüBis zu trinken und den Rosenkohl zu putzen. Ist kein Akt: Stiel abzwacken, welke Blätter abpopeln und halbieren. Mit befeuchteter Kehle geht das einem zügig von der Hand. Eine Viertelstunde, bevor die Keulen vom Ofen auf die Teller wandern, bringen wir eine große Pfanne5, machen Pfanne nebst einem großen Schluck Olivenöl schön heiß und werfen den Rosenkohl rein. Den braten wir jetzt so 12, 13 Minuten auf mehr als mittelgroßer Hitze, bis er weich ist und schön goldbraune Stellen hat. Dann werfen wir die Pistazienkerne dazu, braten die ein, zwei Minuten mit, nehmen die Pfanne vom Herd und rühren Salz, ordentlich Pfeffer, und die Granatapelkerne unter. Noch ein Schwupp gutes, kaltgepresstes Olivenöl dazu, fertig.

Wenn’s so aussieht, habt ihr alles richtig gemacht. Ist wirklich lecker, diese Zubereitung. Die Pistazien machen einen schönen, nussigen Crunch, und die Granatapfelkerne geben so ’ne leicht zitrische Frische. Da macht man zum Essen doch gern noch ein Bierchen auf.

Ein Rotwein wäre aber auch nicht verkehrt. Mahlzeit!

Für das Rosenohlrezept bedank ich mich bei Petra Holzapfel von Chili und Ciabatta.

  1. Küchen-Bier
  2. Das Backpapier kann man sich im Prinzip sparen, aber es vereinfacht später das Abwaschen des Backblechs
  3. Nicht nur wegen dem Geschmack. Salz ist hygroskopisch, entzieht also der Keulenhaut Flüssigkeit und macht sie besonders knusprig.
  4. Doch, es ist so einfach.
  5. Ich nehm für sowas immer den Wok.
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One Response to [Männeressen] Entenkeule mit Rosenkohl – Klassiker mal anders

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