Was tun wenn’s brennt?

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Diesen Augenblick kennt jeder Mann, der sich nass rasiert: Die Stoppeln sind abgeschnitten, Rasierer und Pinsel sind ab- bzw. ausgespült, das Gesicht ist glatt abgewaschen und getrocknet, jetzt ist’s Zeit fürs Aftershave! Etwas von der (hoffentlich wohlriechenden) Flüssigkeit in die hohle Hand geschüttet und ab damit ins Gesicht! Hat’s gebrannt? Hoffentlich nicht. Ein kurzes, angenehmes Brennen ist okay, aber alles, was einem zu einem Geräusch wie “Ssssss!”, “Uscha!” oder “Uiuiui!” veranlasst, kann schon ein Warnsignal sein. Wenn das AS beim Auftragen unangenehm brennt, hat man vermutlich beim Rasieren etwas falsch gemacht.

Die Nassrasur ist ein täglich sich wiederholendes Wellness-Ritual. Alles, was man bei der Haarentfernung mit Pinsel, Rasierschaum und Klinge tut, soll das persönliche Wohlbefinden steigern. Alles, was einem nicht gut tut, sollte man unterlassen. Bzw. nach den Ursachen suchen, denn heftiges Brennen der Haut beim Auftragen des Aftershaves kann auch ein Warnsignal sein. Vor falscher Rasurtechnik.

Was passiert, wenn ich meine eingeseifte Wange straffziehe und mit einer scharfen Klinge an den aufgerichteten Stoppeln nach unten Fahre? Nun, die Stoppeln werden abgeschnitten, aber da die Klinge auch über die Haut fährt, nimmt sie eben auch eine dünne Hautschicht mit. Das liegt in der Natur der Sache. Und wenn die Klinge nur ein paar eh schon halb abgestorbene Hautzellen abschabt, ist das ein willkommener Nebeneffekt: gleich noch ein Peeling gemacht, super! Dann brennt das Aftershave wenn überhaupt nur kurz bzw. es löst eher ein wohliges Kribbeln aus.

Wenn das Aftershave aber richtig brennt, ist das ein Alarmsignal. Die Haut sagt einem auf diesem Wege (einen anderen hat sie ja nicht), dass man des Guten zuviel getan und gesunde Hautzellen abgeschabt hat, die eigentlich noch in Verwendung waren. Dieses Warnsignal seiner Haut sollte man ernst nehmen und die eigene Rasurtechnik überprüfen. Dass man zu stark aufgedrückt hat, ist mehr als wahrscheinlich. Zu starkes Aufdrücken mit dem Rasiergerät führt nicht zu einer gründlicheren Rasur, im Gegenteil: Versucht ein Bauer, der ein Getreidefeld mit der Sense mäht, etwa, die Sense tiefer ins Erdreich zu drücken, um gründlicher zu Mähen! Natürlich nicht, wäre Unsinn. Im Gesicht ist’s ähnlich: Aufdrücken sorgt nicht für Gründlichkeit, sondern für das Abschaben intakter Hautschichten. Und dagegen protestiert die Haut mit Brennen. Vollkommen zurecht.

Was also tun, wenn’s brennt? Mindestens einen Tag Rasurpause machen. Und beim nächsten Rasieren Zeit lassen. Ganz bewusst nicht aufdrücken, sondern die Haut straffziehen und den Rasierer mit dem eigenen Gewicht arbeiten lassen, das genügt. Und hinterher kann man dann mit dem Aftershave der Haut etwas wirklich gutes tun, wenn man zum Beispiel das Schweizer Pitralon verwendet. Schweizer Pitralon enthält u.a. Urea, Glyzerin und etwas Milchsäure, also Wirkstoffe, die die Haut beruhigen. Wenn man alles richtig gemacht hat, brennt da nix mehr. Im Gegenteil.

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