Wie geht gründlich?

Immer gründlich & glatt rasiert: Cary GrantWikiImages / Pixabay

Es muss ja nicht immer der berüchtigte “Baby-Popo” sein, das Shangri-La der Nassrasierer: ein derart glattrasiertes Gesicht, dass man mit einem Wattebausch über die Haut streichen kann, ohne dass Fusseln an vergessenen Stoppeln hängenbleiben. Otto Normalrasierer genügt die normal gründliche Rasur, nach der man anständig aussieht und die Lebenspartnerin/der Lebenspartner beim Zärtlichkeitenaustausch nicht über kratzende Stoppeln mäkelt. Doch wie geht eigentlich “gründlich”? Welches Werkzeug und welche Technik sind notwendig, um eine Nassrasur mit befriedigendem Ergebnis hinzubekommen?

Machen wir’s kurz: Das Werkzeug spielt bei der Gründlichkeit einer Nassrasur die zweite Geige. Auch wenn es engagierte Befürworter von Messer, Hobel und Systemrasierer gibt, eine gründliche Rasur lässt sich mit allen dreien hinkriegen. Auch Pinsel und Rasierseife- oder Creme haben als Barteinweicher lediglich einen mittelbaren Einfluss auf die Gründlichkeit der Rasur. Die hängt letztlich von demjenigen ab, der die Klinge führt: Es ist die Technik, Baby!

Am wichtigsten ist es, einen Anfängerfehler zu vermeiden, und zwar den, zu stark aufzudrücken. Das macht man instinktiv, weil einem das Gefühl sagt, je fester ich aufdrücke, desto “tiefer” schneide ich das Barthaar ab. Das funktioniert aber nicht. Man stelle sich einen Bauern auf dem Feld vor, der die Sense schwingt. Kann der Gras oder Getreide “tiefer” abschneiden, in dem er die Sensenklinge ins Erdreich drückt? Wohl kaum. Wenn aber die Klinge so nicht zum Barthaar kommen kann, was muss dann geschehen? Genau, das Barthaar muss zur Klinge kommen. Und wie transportieren wir’s? Durch das Straffziehen der Gesichtshaut.

Was passiert, wenn wir zum Beispiel die Haut unserer Wangen auf den Wangenknochen greifen und nach oben ziehen? Die Barthaare richten sich auf und treten ein kleines Stückchen aus den Haarkanälen hervor. Dadurch kann die Klinge sie tatsächlich ein Stückchen tiefer abschneiden. Wenn wir die Haut wieder loslassen, ziehen sich die verbleibenden Stoppeln wieder in die Haarkanäle zurück und sind – wenn alles richtig gemacht wurde – nicht mehr zu spüren. Wenn man das beim Rasieren mit und gegen den Strich praktiziert, sollte diese Gesichtspartie gründlichst glatt rasiert sein.

Mit ein bisschen Übung kriegt man diese Technik – Haut gegen die Wuchsrichtung straffziehen, aufgerichtete Haare einmal mit, einmal gegen den Strich abschneiden – an jeder Gesichtspartie hin. Ja, das ist deutlich schwieriger und zeitaufwendiger, als einfach mit irgendeinem Rasiergerät im Gesicht rumzufuhrwerken. Aber das macht eben den Unterschied zwischen “rasiert” und “gründlich rasiert”. Für “gründlich” braucht’s Knowhow und Mühe. Und wenn Mann die aufgewendet hat, kann er sich ja mit einem Aftershave belohnen, zum Beispiel mit einem meiner Lieblings-AS, dem “Musgo Real Classic Scent”. Dieses traditionelle Aftershave enthält pflegende Substanzen wie Hamamelis, Aloe und Echinacea (wichtig, wenn man mal zu gründlich werden wollte) und hat einen unverwechselbaren Old-School-Duft, komponiert aus Vetyver und Patchouli.

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