The Best Die Young – die Paul-Walker-Doku

Foto: Andre Luis [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Wie das Leben so spielt. Da zappt man ungeduldig durch die Kanäle auf der Suche nach Sehenswerten, bis man dann irgendwann, irgendwann, irgendwann bei Nitro landet, wo eine Doku läuft, die mich wirklich beeindruckt hat. Wenn ich ehrlich bin, kann ich mich nicht erinnern, in diesem Kanal jemals irgendetwas gesehen zu haben, was mich wirklich interessiert hat. Und ist das nicht das schöne am Leben, dass das Inspirierende und Schöne meist unerwartet eintritt? Und dies war, für mich selbst überraschend, eine Dokumentation über Paul Walker, dessen Todestag sich bald zum 5. Mal jährt.
Bislang war für mich P.W. lediglich der smarte, gutaussehende Akteur aus der Fast and the Furious-Reihe. Diese Doku beleuchtet sein Leben und Wirken fernab der Traumweltfabrik. Er liebte das Meer, war leidenschaftlicher Surfer, Snowboarder und Autoliebhaber. Das aber sind eher Randnotizen, für einen Menschen, der sein Leben liebte, seine Familie, seine Freunde und Mitmenschen. Und die Natur. Der bereits offenherzig teilte, bevor er finanziellen Erfolg hatte. Der Vorbild und Inspiration war, für die, die ihn als Mensch kannten.

Irgendwann in dieser Doku sagte jemand, dass er wohl zu einem 2. Steve McQueen hätte reifen können, wenn er denn länger gelebt hätte. Auf dieser Seite habe ich mich bereits als Steve McQueen-Fan geoutet, dessen Verehrung nicht nur rational um die Ecke kommt. Für Außenstehende ist das schwer mit Worten nachvollziehbar zu machen. Es ist nicht rational sondern eine Herzenssache. Und deshalb hätte ich vor dem Betrachten dieser Doku, den Vergleich von Steve und Paul weit von mir gewiesen. Aber bereits, bevor dieses Zitat auftauchte, drängten sich mir beim Betrachten viele Parallelen zu Steve McQueen auf (nicht zuletzt wegen seiner Rennsportaffinität). Nochmal zur Erinnerung: Vorher war Paul Walker einfach nur der Typ aus The Fast and the Furious.

Und, während ich diese Doku betrachtete, war mir bereits klar, dass ich für diese Seite dazu einen Text schreiben würde. Weil dieser Mensch, außerhalb des Scheinwerferlichts, ein Leben lebte, welches das Mann-Sein in seiner besten Form ausdrückt: Das Kind im Manne zu bewahren, will heißen, so erlebnisfähig zu bleiben, wie es eigentlich nur Kindern vorbehalten ist. Fast ohne Abstriche zu leben und zu lieben. Wobei die Liebe weitaus mehr umfasst, als die Liebe zu Frauen. Sondern auch die Liebe gegenüber der Familie, Freunde, der Natur. Und nicht zuletzt, die Sucht nach der existenziellen Erfahrung des Adrenalin-Kicks. Abgerundet und konterkariert durch den Drang nach Muße, Einklang und innerer Zufriedenheit. Es ist eine gleichsam verstörende wie auch inspirierende Erfahrung, dass das Leben eines Menschen, der mir bislang nur durch Blockbuster bekannt war, als menschliches Vorbild dienen könnte. Dessen Leben und Wirken mir aufzeigt, welch besserer Mensch (im Rahmen meiner limitierteren Möglichkeiten) ich sein könnte.

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Video-Link: https://youtu.be/0eL_cLqaMX0

Aber schaut es Euch einfach selbst mal an, und bildet Eure eigene Meinung dazu. Die Doku „Ich war Paul Walker“ ist zur Zeit gratis bei TVNow anzusehen. Über das ein oder andere Feedback dazu würde ich mich sehr freuen.

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