[Männeressen] Penne all’arrabbiata

Nudeln mit Tomatensauce ist ein Klassiker, seit wir kleine Jungs waren. Kein Wunder: Nudeln sind schnell gekocht, Tomatensauce ist schnell gemacht, besonders, wenn sie aus der Tüte kommt. Nun sind wir aber dem Jungsalter entwachsen, und damit sind auch unsere Geschmackspapillen erwachsener geworden. Miracoli hat seinen Reiz verloren, Tomatensauce pur schmeckt immer öfters langweilig. Dagegen hilft ein italienischer Klassiker, Penne all’arrabiata: Tomatensaucen-Tuning mit Speck und Chilis.

Was brauchen wir? Für 2 Leute, die Bock auf scharfe Sauce haben:
300g Penne (aufgebohrte Makkaroni)
1 kleine Dose Tomaten
2 getrocknete Chili-Schoten (mindestens)
1oog geräucherten Speck (auch mehr)
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen (oder mehr)
Parmesan
Olivenöl, Salz, Pfeffer

Was, das haben wir alls im Haus? Da müssen wir ja gar nicht einkaufen gehen, sondern können gleich den Koch-Start mit einem KüBi1 einläuten. Prost!

Derart gestärkt pellen wir Zwiebeln und Knoblauch und schneiden sie in Würfel2. Den Speck entschwarten und entknorpeln wir, bevor wir ihn ebenfalls kleinwürfeln. Nun kommt eine große Pfanne3 mit einem großen Schwupp Olivenöl drin aufs Feuer, dadrin werden Speck/Zwiebel/Knoblauch schön glasig angeschwitzt. Mit einem weiteren Schluck KüBi stärken wir uns für den darauffolgenden Kraftakt, das Öffnen der Tomatendose. Wenn’s passierte Tomaten sind, kippt ihr sie einfach so dazu, ganze Tomaten zerdrückt ihr mit der Hand, bevor sie in die Pfanne wandern. Gewürzt mit Salz, Pfeffer und zwei getrockneten, zerbröselten Chili-Schoten4. Und jetzt lassen wir das Ganze zu ’ner eher kompakten, tomatenmarkigen Masse einkochen, bis es so aussieht wie auf dem Foto:

Das dauert ungefähr zwanzig Minuten. Also könnt ihr nach ungefähr der Hälfte der Zeit5 Salzwasser aufsetzen und die Nudeln nach Packungsanweisung kochen. Wenn sie fertig sind, abgießen und tropfnass dazukippen, gut verrühren, mit einem letzten Schuss Olivenöl vollenden. Jetzt bringt ihr das Essen zu Tisch, da steht ’ne Schale mit geriebenem Parmesan. Und noch’n KüBi. Oder ein schöner, eiskalter Weißwein.

Ging doch fast so schnell wie Tüte aufmachen, oder? Mahlzeit!

  1. Küchen-Bier
  2. Wer intensiveren Knoblauchgeschmack möchte, würfelt die Zehen nicht sondern drückt sie durch die Presse in die Pfanne.
  3. Ihr wisst mittlerweile, ich nehm dafür den Wok.
  4. Die Dosis könnt ihr dem persönlichen Schärfe-Geschmack anpassen. Ich finde die 2 Chili-Schoten eher sanft, andere finden das schon tierisch scharf.
  5. Zehn Minuten, falls wer mathematisch herausgefordert ist.
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7 Responses to [Männeressen] Penne all’arrabbiata

  1. Carsten says:

    Ich kenne es auch ohne Speck. Dann aber mit Sardellen und Kapern. Spaghetti alla puttanesca – nach Hausfrauen-Art.

    • Stefan says:

      Au weia, Freud — eh, Carsten, das lass ‚mal lieber nicht die Frau des Hauses hören, dass Du sie als „Freudenmädchen“ bezeichnest! „alla puttanesca“ ist wörtlich übersetzt „nach Hurenart“.

  2. Dietmar says:

    Was für ein grandioses Timing: meine Frau hat heute die Reste der Tomatenernte zu einer Grundsosse auf Vorrat eingekocht. Den Rest im Topf habe ich gleich für diese Gericht hergenommen. Das Gericht haben wir lange nicht mehr gekocht (warum eigentlich?), umso leckerer!

  3. Ulrich says:

    Ich weiß, das klingt jetzt wieder nach diesem unsäglich-übertriebenen High-end-Kochen, aber man könnte auch noch Oregano dazuschmeißen. Und wenn man dann noch eine Prise Zucker (1/2 TL) druntermogelt, landet man endgültig beim 3-Sterne-tellertätowieren. Und das will ja schließlich niemand.

    • Chris KurbjuhnChris Kurbjuhn says:

      Genau, die Prise Zucker hab ich auch noch gelernt, das war mal ein Klassiker, um der Tomatensauce die Säure zu nehmen. Ich lass den Zucker mittlerweile weg, weil ich kaum noch Säure in den Tomaten finde. Die scheint den meisten Sorten weggezüchtet worden zu sein.

    • Tilman says:

      So gerne ich mit Kräutern koche: Man muss nicht alles damit geschmacksnivellieren und besonders Oregano wird hierzulande extrem überbewertet.
      Mit Zucker geh ich aber auch eher liberal um. 😉

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