[Männeressen] One-Pot Mac’n Cheese

Ich bin ja kein so großer Freund dieser One-Pot-Pasta-Geschichten, wo man Nudeln, (wenig) Wasser und die restlichen Zutaten in einen Topf wirft und das Zeugs solange kocht und umrührt, bis die Flüssigkeit verdampft und die Nudeln halbwegs durch sind. Irgendeine Arbeitserleichterung- oder Ersparnis konnte ich bei den Rezepten, die ich bisher ausprobiert habe, nicht entdecken. Im Gegenteil. Die ganze Zeit den One-Pot-Krempel im Auge behalten und durchrühren müssen, geht mir eher auf den Zeiger. Und geschmacklich konnte ich auch keine Vorteile entdecken. Bis ich diese Mac ’n Cheese Variante entdeckt habe. Der Hammer, liebe Kollegen, das machen wir nach!

Dieses Rezept spart tatsächlich Arbeit, den wir brauchen nicht Einkaufen zu gehen, die Zutaten sollten wir nämlich Zuhause haben. Oder hat irgendjemand nicht Nudeln, Käse, Milch, Butter, Salz, Pfeffer und KüBi 1 im Vorrat? Na also. Ihr braucht für 2 Portionen:
650 ml Vollmilch
250 g Makkaroni (oder andere Nudeln)
150 g Käse, gerieben (Cheddar wäre klassisch, andere Käse geht auch)
3 Esslöffel Butter
Salz, Pfeffer

Thema Käse: Das ist die wichtigste Zutat bei diesem Gericht, der Käse macht den Geschmack. Deshalb lasst die Finger von den in Plastik eingebeutelten Käse-Abfällen aus dem Kühlregal. Kauft ein gescheites Stück Käse, das gut schmeckt und nach was riecht und reibt es selbst. Oder lasst es euch an der Käsetheke reiben, die haben eine Maschine. Das geht ratzfatz und kostet nix extra.  

Okay, gut, das wir darüber gesprochen haben, dann können wir ja mit Kochen anfangen. Das beginnt – wie immer – mit dem sinnigen Knacken und Antrinken eines KüBi. Hier darf man keinesfalls zaghaft sein, die Kocherei dauert nur knappe 15 Minuten. Nicht, dass ihr gezwungen seid, vor dem Servieren das KüBi hastig hinunterzustürzen. Sowas ist nicht gesund!

Okay, als erstes setzen wir einen großen Topf mit der Milch auf den Herd. Der topf muss groß sein, weil Milch die Tendenz zum Überkochen hat. Ich nehm immer einen Wok. Da kocht sie unter Garantie nicht über, und für das unterrühren von Zeugs unter Nudeln ist der Wok sowieso das ideale Kochgeschirr.

Erst werfen wir die Butter zum Schmelzen in die Milch und – wenn sie kocht – die Nudeln hinterher. Sachte salzen. Sachte, weil der Käse noch dazu kommt. Wenn die Milch wieder aufkocht, drehen wir die Hitze ein wenig herunter und lassen ca. zehn Minuten leise köcheln. Dabei rühren wir gelegentlich um und behalten die Chose die ganze Zeit im Auge, damit nix anbrennt. Es versteht sich von selbst, dass wir unseren Adlerblick von Zeit zu Zeit mit einem Schluck KüBi schärfen.

Wenn nur noch ganz wenig Flüssigkeit im Topf ist und die Nudeln weich sind, kippen wir den Käse dazu und schmelzen ihn unter Rühren. Dabei trinken wir unser KüBi aus und entscheiden, ob wir zum Essen noch ein Bier oder lieber einen schönen kalten Landwein trinken wollen. Wenn der käse geschmolzen und gut verteilt ist, kippen wir alles auf zwei Teller, pfeffern großzügig und servieren.

Weil die Nudeln in Milch gekocht werden, ist die Geschichte deutlich cremiger2 als mit in Wasser vorgekochter Pasta, unter die anschließend der Käse gerührt wird. Außerdem muss man einen Topf und ein Nudelsieb weniger abwaschen. Die so gewonnene Zeit kann man dann sinnvoll zum Trinken eines Verdauungsschnapses nutzen. Mahlzeit!

  1. Küchen-Bier
  2. und damit leckerer
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