Tour de France Numero 105, Etappe 1

Triumph, Tragödie, Trallala. The Tour is the Tour. Wir sind wieder dabei, bei der 105. Austragung der Tour de France. Renntäglich bekommt Ihr unsere bewährte Mischung aus Spekulation, Spannung und schrulligem Radsportkokolores, die uns garniert mit schönen Aufnahmen vom Radsportereignis des Jahres durch den Juli bringt.

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Los geht es in Frankreichs Kartoffelhauptstadt Noirmoutier-en-l’Île. Etappen hier in der Vendée waren immer dramatisch.

Denken wir an das Duell Armstrong gegen Ullrich 2005, als Armstrong Ulle beim Einzelzeitfahren überholte. Denken wir an den Sturz von Alex Zülle 1999 auf der Passage de Gois, die diesmal allerdings nicht überquert wird. Armstrong verpasste Zülle damals sechs von sieben Minuten, die Zülle am Ende den Toursieg kosteten. Und Denken wir an Abraham Olano, der am 5. Juli 1993 zusammen mit seinem Mannschaftskameraden Arsenio González Gutiérrez hier die Fleischbremse zog und das Rennen aufgeben musste. Tony Rominger hatte ihn eingekauft, um gegen Indurain beim Mannschaftszeitfahren von Dinard nach Avranches Front zu machen. Es kam anders: Team Clas Cajastur trat nur mit sechs Fahrern an und bekam auch noch eine Zeitstrafe wegen Anschiebens. Aber denken wir auch an den sensationellen Auftaktsieg von Philippe Gilbert am Mont des Alouettes mit seinen drei Windmühlen vor 7 Jahren.

Normalerweise meckere ich ja immer, wenn es keinen Prolog oder wenigstens ein kleines Einzelzeitfahren zum Beginn einer Tour gibt. Aber heute Abend könnte ein Fahrer des Bundes Deutscher Radfahrer sich das Gelbe Trikot über das Stankett seines Bettchens legen.

Fromentine, Saint Hilaire, Les Sables. Über 201 Kilometer geht es durch die schönsten Seebäder am Atlantik, die das Département Vendée zu bieten hat. Erst zum Schluss schwenkt das Péloton ein ins Landesinnere nach Fontenay-le-Comte, wo es mit ziemlicher Sicherheit eine Sprintankunft geben wird.

Ich lege mich fest: Heute sehen wir Marcel Kittel in Gelb.

Ein dickes Dankeschön geht an die Kommentatoren von Eurosport, die unseren Blog regelmäßig empfehlen. Und mit einem Zitat von Karsten Migels aus dem Jahr 2008 gehen wir auf die Strecke:“Hätten die Rennfahrer was Richtiges gelernt, bräuchten sie heute nicht Rennen fahren.”

Wir hier in der Redaktion von MuS freuen uns auf die nächsten drei Wochen im Zeichen des Radsports und noch mehr freuen wir uns, wenn Ihr wieder mit dabei seid. Bonne Route!

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