[Männeressen] Brotsalat mit gebratenem Spargel und Anchovis

Eigentlich kann man mich mit Salat jagen. Wenn ich nur „Oh, wie schön knackig der Salat ist!“ schüttelt’s mich und ich fliehe in den nächsten Metzger-Imb iss. Kalt, roh, wenig Geschmack und ’ne halbe Stunde, nach dem man eine Tonne von diesem Grünzeug eingeschoben hat, kriegt man schon wieder Hunger… nee, das muss ich nicht haben. Eine Sorte Salat mag ich allerdings sehr gerne: Salat, wo auch was Warmes (Kennzeichen ernstzunehmender Nahrung) drin ist, der Geschmack hat und ordentlich Substanz, dass das Essen ’ne Weile vorhält. Und – noch ’n Vorteil – der folgende Brotsalat ist in unter zehn Minuten zusammengehauen. Wenig Arbeit, aber ordentlich Geschmack. So sieht meine Lieblings-Küche aus.Wie immer gehen wir zuerst mal einkaufen. Pro Portion brauchen wir
1-2 Handvoll Blattsalat (nicht zuviel)1
1-2 Tomaten
2-3 Frühlingszwiebelstengel
5-6 richtig dicke Anchovis 2
1 Bund grüner Spargel
1 dicke3 Scheibe Graubrot
1 Handvoll Kürbiskerne

Und das war’s auch schon. Knoblauch, Senf, Salz, Pfeffer, Zitronensaft, Olivenöl und KüBi4 habt ihr im Vorrat. KüBi geknackt und angetrunken? Dann kann’s losgehen. Wir machen Olivenöl in einer Pfanne oder – besser – einem Wok heiß, kappen das untere, holzige Drittel vom Spargel ab und werfen es weg5. Die oberen Zweidrittel schneiden wir in ca.2- 3 cm lange Stücke und braten Sie in der Pfanne/Wok bei mittlerer Hitze, bis sie braun und weich sind. Das dauert zwischen 5 und 10 Minuten. Gelegentlich rühren wir um.

In der Zwischenzeit rühren wir aus ein bisschen Senf, Salz, Pfeffer, Zitronensaft und Olivenöl eine Salatsauce, in die wir soviel Knoblauchzehen reindrücken, wie wir verantworten können. Zwei sind das Minimum. In die Salatsauce werfen wir die Salatblätter, die entstrunkten und in Stücke geschnittenen Tomaten, die in Ringe geschnittenen Frühlingszwiebeln und die Anchovis und heben alles unter. Wenn die Spargelstücke weich sind, kommen sie auch in die Salatschüssel, die Pfanne bleibt aber auf dem Herd, darin rösten wir jetzt das in grobe Würfel geschnittene Brot an. Wenn’s außen goldbraun ist und schön fettig, knusprig duftet, kommt’s auch in den Salat, heben alles unter. In der nun fast trockenen Pfanne rösten wir noch schnell die Kürbiskerne an und streuen Sie über den Brotsalat.

Das war’s. KüBi austrinken, Salat auf den Tisch stellen und ’n trockenen Weißwein oder Rosè dazu trinken. Da ist nix mit gesund und knackig, da ist nur mit lecker. Mahlzeit!

  1. Ich nehm immer den küchenfertigem aus dem Beutel im Kühlregal, am liebsten Feldsalat, wenn da.
  2. zur Not tun’s auch die dünnen Schnürsenkel aus dem Glasröhrchen, mir sind die fetten aus der Dose lieber.
  3. sehr dicke
  4. Küchen-Bier
  5. sparsame Maturemn schälen das untere Drittel und verwenden es mit, ich bin lieber faul und schäme mich wegen der Verschwendung
Markiert mit , , , , .Speichern des Permalinks.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
Bitte nicht wundern: nach dem Absenden verschwindet Dein Kommentar einfach und wird erst nach Freischaltung durch uns sichtbar -- also nicht mehrfach absenden!