[Video] Sag mir, wo mein Papa ist…

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Video-Link: https://youtu.be/M6AAmxCie4A

Ich hab lange überlegt, ob ich dieses Musikvideo hier bringen soll. Beim ersten Anschauen war ich total begeistert, dass Ding ist cool und Professionell gemacht. Einfühlsam und ziemlich rührend wird geschildert, was kleine Jungs durchmachen, die ohne Vater aufaufwachsen müssen. Schön, dass sich endlich mal jemand aus der Musikszene dieses Themas annimmt. Dachte ich, bis die zweite Hälfte des Songs kam. Da werden Trennungsväter wieder dämonisiert, da wird das Klischee vom Hallodri bedient, der sich einen lauen Lenz macht, während die Mutter, die es sowieso immer am besten weiß, engelsgleich mit dem Schwarzen unter ihren Fingernägeln die Familie durchbringt. Dass entspricht in keinster Weise der Wirklichkeit. Hier wird einiges ausgespart bzw. ins Gegenteil verkehrt: das Leid und die Not der Trennungsväter, die – oft aussichtslos – darum kämpfen, ihre Kinder sehen zu dürfen. Die Lügen, mit denen viele Kinder von ihren Vätern ferngehalten werden. Die Familiengerichte und Jugendämter, die die brutale Entsorgung von Trennungsvätern ermöglichen.

Ich habe mich dann doch entschieden, ein Posting mit dem Song zumachen. Die Augen vor der Wirklichkeit verschließen und Dinge totschweigen, die einem nicht in den Kram passen, ist grundsätzlich Unsinn, auch wenn viele Gestalten auf Twitter und Co. haargenau das tun. Das Ding ist gut gemacht und spricht ein wichtiges Thema an, wenn auch meiner Meinung nach suboptimal. Ihr könnt euch eine eigene Meinung bilden. Das wichtige ist, dass das Thema ins allgemeine Blickfeld gerückt wird.

Zum Ong gibt’s noch ein Interview mit Tim Fütterer, dem Regisseur, und ein interessantes Making-of:

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Video-Link: https://youtu.be/-2hlRYqO1sY
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