[Männeressen] Die Seele wärmen mit Blutwurst, Kraut und Kürbis

Mensch, jetzt ist es doch noch mal richtig kalt geworden. Unverbesserliche Optimisten wie ich hatten schon gedacht, dass es das war mit dem Winter, aber nein, jetzt schlägt der Frost noch einmal zu. Diesem Scheißwetter kann Mann aber auch etwas Gutes abgewinnen, nämlich: deftiges Essen. Wenn’s draußen nass und frostig ist, dann muss Mann Körper und Seele von innen wärmen, mit so einer sanften, samtigen Fettigkeit wie  diesem Auflauf aus Blutwurst, Sauerkraut und sahnigem Kürbispüree.

Einmal müsst ihr noch in die Kälte raus, bevor es Essen gibt, das Einkaufen kann ich euch nicht ersparen. Das ist aber schnell erledigt, allzuviele Zutaten braucht ihr nicht. Für 2 Männer mit gesundem Appetit braucht ihr:

1 Kringel Blutwurst (so ca. 500 Gramm)
1 kleinen Kürbis 1
ca. 500g Sauerkraut (so’n Beutel eben)
1 Becher Creme Fraiche (gern auch mehr)
2-3 Äpfel

…und das war’s auch schon. Was ihr sonst noch braucht – Brühe, Zwiebeln, Salz, Pfeffer, bisschen Schmalz, Schluck Weißwein, Gewürze und natürlich KüBi2 – habt ihr im Haus. Apropos KüBi: Zeit für das erste, wir kochen los!

Fangen wir mit dem Sauerkraut an. Wir schneiden eine Zwiebel klein, dünsten sie in ein bisschen Schweine-. oder Gänseschamlz an, geben das Sauerkraut und einen Schluck wein dazu und lassen das ganze zwanzig Minuten lang dünsten. Irgendwelche Würzorgien mit Lorbeer und Wacholder können wir uns in diesem Fall schenken, in zwanzig Minuten nimmt das Kraut sowieso keinen Geschmack an.

Während das Kraut dünstet, rücken wir dem Kürbis mit dem großen, scharfen Küchenmesser zu Leibe: Wir vierteln das Teil3, schneiden den Stiel oben und den harten Dops unten ab und kratzen mit einem Löffeln Kerne und Gefladdel aus den Kürbisvierteln. Dann nehmen wir wieder das große Messer zur Hand und schneiden die Viertel in Würfel. Die müssen weder besonders klein noch besonders ebenmäßig sein, die werden nämlich gleich püriert. Wir tun die Kürbiswürfel in einen Topf, geben ein, zwei Zentimeter Brühe aus dem Tiefkühler oder – wenn ihr’s verantworten könnt – aus dem Glas dazu, werfen vielleicht noch ein paar Zwiebelringe dazu und köcheln alles weich. Hookaidowürfel brauchen so zehn, fünfzehn Minuten, dann gießen wir die Flüssigkeit ab, stampfen alles mit dem Kartoffelstampfer kurz und klein und rühren den (oder die) Becher Creme Fraiche unter. Bevor wir mit Salz, Pfeffer, evtl. Muskat und Knoblauch würzen und abschmecken, sensibilisieren wir unsere Zunge mit einem weiteren KüBi-Schluck. Außerdem verhindern wir so eine gefährliche Unterhopfung des Kochs.

Die Blutwurst befreien wir von der Pelle und schneiden Sie in Stücke, die wir ohne weiteres Fett4 in der Pfanne anbraten. Da werfen wir noch zwei, drei in Würfel geschnittene Äpfel dazu, die mit ihrer milden Süße einen prima Kontrast zur rassigen Blutwurst geben. Wenn die Äpfel weich werden, nehmen wir die Pfanne vom Feuer und können jetzt unseren Auflauf zusammensetzen.

Den Boden der Auflaufform bedecken wir mit dem Sauerkraut, darauf kommen Blutwurst und Äpfel und mit dem Kürbis-Püree schließen wir ab. Das war’s. Bis hierher können wir den Auflauf sogar vorbereiten und bis zur Vollendung im Kühlschrank aufbewahren. Aber wir haben jetzt Hunger, deshalb wandert er bei 180 bis 200 Grad für 30 bis 40 Minuten in den Backofen. Wenn er aus dem Kühlschrank kommt, braucht er eine Viertelstunde länger. Egal wie, wenn das Kürbispüree oben so kleine, braune Spitzen bekommt, ist er fertig. Aus dem Ofen nehmen, fünf bis zehn Minuten ruhen lassen und zu Tisch bringen.

Getränk? Beim KüBi bleiben oder einen schönen, ordentlich trockenen Weißwein trinken, ich trink dazu am liebsten einen Welchriesling aus dem Burgenland, der passt ganz wunderbar. Mahlzeit!

 

  1. am Besten Hokkaido, der schmeckt und ihr braucht ihn nicht zu schälen
  2. Küchen-Bier
  3. Wenn’s kein Hokkaido ist, müssen wir ihn vorher noch schälen.
  4. Okay, ein bisschen Schmalz geht immer!
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